Matthias Matusseks Verbindungen ins rechtsradikale Lager

Interessantes Detail im banalen Alltag: Der Spiegel-Journalist Matthias Matussek verlinkt auf seiner Webseite auf das rassistische Hetzblog Politically Incorrect (PI). Die FAZ am Sonntag bezeichnete PI einmal als Treffpunkt für „den unverhohlen rassistischen Mob“. Auch NPD-Funktionäre schreiben dort Artikel. PI ist der aktuelle Stürmer. Matussek findet das rechtsextreme Gehetze dieser Polit-Clowns also empfehlens- und lesenswert. Die wiederum freuen sich über Matussek:

„Spiegel-Kolumnist Matthias Mattusek scheint insgeheim PI zu lesen.“

Nicht schlecht. Montags im Spiegel gegen das Fremde agitieren und sich Sonntags zuvor die inhaltliche Anregung bei den Nazis 2.0 holen. Was sagt denn die Spiegel-Redaktion zu dieser Verbrüderung? Vielleicht finden die es ja absatzfördernd, dass solch ein Aufmerksamkeitsförderer am Morgenkonferenztisch sitzt.

Apropos Sonntag: Matussek (bei dem ich immer noch nicht weiß, ob man seinen Namen auf der ersten oder zweiten Silbe betont) ist praktizierender Katholik, wie man sagt. Er beichtet seine Sünden regelmäßig. Welcher Gott ihm wohl seine Nazi-2.0-Affinität vergibt?

Matussek ist zum Prototyp eines politisch flexiblen, neoliberal verseuchten deutschen Meinungsbürgers geworden, der – für die Medien attraktiv – dandyhaft daherkommt und „unkonventionell“ ist. Querdenken nennt man das heute gerne, wenn man aufs Denken lieber verzichtet, Hauptsache irgendwie schnell und originell. Er ist Teil des neuen Konglomerats deutscher Journalisten, die zuerst als Persönlichkeit, als Typ erscheinen wollen, ähnlich wie Broder und Fleischhauer. Keine Inhalte, dafür Meinung.

Matussek fiel mir zum ersten Mal vor rund 15 Jahren auf, als er, auch im Spiegel, sich vehement für den Neubau des Berliner Stadtschlosses einsetzte. Damals verstand ich noch nicht so ganz, was plötzlich beim Spiegel abgeht. Heute wundert man sich ja nicht mehr.

Es ist nicht ungefährlich. Vor 20, 30 Jahren kamen Leute mit solchen politischen Ansichten bieder daher, gerne mit Seitenscheitel. Sie galten als ewiggestrig, verklemmt und unattraktiv. Heute behauptet derselbe Typus, man müsse alte Zöpfe abschneiden und überhaupt doch noch dies oder jenes sagen dürfen. Neunmalkluge Kritiker wiederum meinen, man solle Matussek nicht so Ernst nehmen, er sei ein Krawallbruder, der nur Aufmerksamkeit wolle. Deshalb dann auch der Link zu PI. Ist doch cool, zu solchen Outlaw-Polarisierern zu verlinken. Das wird man doch wohl noch verlinken dürfen.

Oder: Matussek agitiere nur gegen „verkrustete Strukturen“. Aha.

Egozentriker, Schlossbefürworter, Sarrazinfan, Polarisierer, Choleriker, Sympathisant von Rechtsradikalen und einer der bekanntesten Journalisten Deutschlands: ein nettes Gebräu im Jahr 2011. Ein Update der Lage werde ich in weiteren 15 Jahren schreiben. Wenn das dann noch geht.

Update: https://exportabel.wordpress.com/2011/06/19/der-katholik-und-volksverhetzungsfreund-matussek-verzichtet-auf-pi/

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34 Antworten zu Matthias Matusseks Verbindungen ins rechtsradikale Lager

  1. hanneswurst schreibt:

    Matussek möchte ich zugute halten, dass er oft Dinge mit einem hohen Unterhaltungswert produziert. Ob er wirklich zur Broder/Sarrazin Bande gehört – ich weiß es nicht. Wenn schon seine Glosse mit „Artikel und Polemiken“ überschrieben ist, dann vermute ich, dass auch der PI-Link nicht als Hinweis für wahre Sympathie stehen kann. Es kann auch nicht jeder politischer Überzeugungstäter sein. Vielleicht will Matussek zum Beispiel die Islamdebatte nur etwas auflockern. Dazu fällt mir auch ein guter Spruch ein: „Allah ist groß, Allah ist mächtig, hat einen Pimmel von drei Meter sechzig.“ [Quelle: Knabensammelumkleide im Hallenbad Benrath, 1976]

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  2. bersarin schreibt:

    Zu sagen, Matussek sei unbedeutend ist sicherlich falsch. Eher wirkt er zuweilen lächerlich und manchmal etwas bemüht. Doch wer redlich strebend sich bemüht, wird halt nicht immer erlöst. Sehr viel schlimmer als Matussek ist aber dieser im tiefen Grunde humorlose Dumpf-Faseler Fleischhauer. Es sind dies dieselben Plattitüden, die zu meinen Oberschulzeiten bereits in der christdemokratisch-rechtsnationalen Schülerzeitung des Gymnasiums standen. (Und es sind auch dieselben Typen.)

    „Der Spiegel“ war für mich schon in den 80ern nur die „Bild am Montag“.

    Da aus der Ecke von Berlin, wo ich herkomme, hieß es etwa zur selben Zeit: „Allah ist mächtig, Allah ist groß. 3 Meter achtzig und arbeitslos.“ Und um hier nicht nur den Islam zu bewitzeln: Wenn ich könnte, würde ich am liebsten allen Religionen samt ihren Bigotterien die ihnen gebührende volle die Breitseite der Verachtung geben, ihnen in den Arsch und dieselben danach in die Tonne treten – die drei monotheistischen ganz besonders und zu allervörderst. Als Inszenierung von Theater und von der Theorie, mithin von den philosophischen Implikationen her, sind diese drei monotheistischen Religionen interessant. Mehr aber nicht. Abgelebte Formen des Geistes. Was man von Matussek und Fleischhauer leider noch nicht sagen kann.

    Bei Broder muß ich bekennen, daß ich ihn in der Sendung „Entweder – Broder“ an einigen Stellen – trotz alledem – witzig fand. Dieses Bekenntnis macht mich sicherlich nicht beliebt.

    Aber die schönste und treffendste Sentenz: als Broder und Abdel-Samad sich einer Gedenkveranstaltung zum Holocaust-Mahnmal nähern und aus der Ferne Musik herüberdringt, fragt Broder Abdel-Samad : „Was hörst Du da?“ „Religiöse Musik?!“ Broder: „Schlimmer: Es ist Klezmer!“ Leider sehr treffend.

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  3. genova68 schreibt:

    Allah ist also 3,80 Meter groß und hat einen Pimmel von 3,60 Meter Länge (oder Umfang?). Das ist respektabel. Kein Wunder, dass so viele auf ihn stehen, arbeitslos hin oder her. Ich werde jetzt auch Moslem.

    Fleischhauer kommt zynisch, kalt und arrogant rüber, das ist natürlich unangenehmer als der impulsive Sanguiniker Matussek. Aber beide erzählen dumpfes Zeug. Mir ging es in dem Artikel eigentlich nur um den Link zu PI, vielleicht hätte ich das ganz kurz schreiben sollen mit weniger Brimborium drumrum.
    Es ist die Aufhebung gewisser Grenzen, die jahrzehntelang galten: Mit der NPD kollaboriert man nicht. Mit den neuen Nazis kollaboriert man offenbar schon. Und man rede bei PI bitte nicht von „Islamkritik“.

    Apropos, HannesWurst: Ein stadtbekannter Düsseldorfer PR-Agenturchef kooperiert ganz offen mit PI. In der sympathischen Stadt am Rhein alles kein Problem.

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  4. Ghassan schreibt:

    „Interessantes Detail…“, ja, das ist es tatsächlich. Ganz schlimmer Typ der Matussek.

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  5. frank peso schreibt:

    hallo besarin,
    ich war auf deiner seite. dein stil ist da viel gewählter als hier, mit arsch und tonne treten und so. mich interessiert, ob du professionell philosophie betreibst oder hobbymässig. was sind deine ziele?
    lieben gruss

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  6. InitiativGruppe schreibt:

    Da es um Matussek (und Fleischhauer) geht, möchte ich mich jetzt hier nicht auf eine Verteidigung der Religion gegen Bersarin (und andere) einlassen. Nur mal so viel: Aus meiner Sicht gehört Religion zur Vernunft. (Fragt sich natürlich, was für eine, und inwiefern. Das lasse ich jetzt offen, weil ich über was anderes reden möchte:)

    Was mich bei Broder, Matussek und Fleischhauer irritiert, ist die Verantwortungslosigkeit gegenüber der Faktenwelt.

    Da gibt es kein Abwägen, kein pro und contra, kein vielleicht und möglicherweise, kein einerseits-andererseits – wie es selbstverständlich ist, wenn mich die Fakten faszinieren.

    Es gibt nur starke Meinung, möglichst polemisch vorgetragen.

    Nun, warum nicht auch mal eine Polemik?! – Hab ich nichts dagegen. Aber als Beigabe. Als Zugabe. Als gelegentliches Sahnehäubchen. Bitte nicht NUR Polemik.

    Es ist, als ob diese Leute nichts anderes können als eben nur und ausschließlich Polemik von sich zu geben. Ihr öffentliches Leben besteht in Polemik. Wann immer sie schreiben und sprechen, es ist Polemik.

    Wie unterhaltsam! Cool! — ??

    Ich esse (leider) gern Schokolade. Aber hauptsächlich esse ich doch normal. Bloß Schokolade, da wird mir rasch schlecht.

    Ich LIEBE Polemik, lasse mich gern auch mal dazu hinreißen — aber im Wesentlichen möchte ich doch ganz unpolemisch sachlich herausfinden, was wirklich der Fall ist und wie man es fair, besonnen, umsichtig, immer auch skeptisch einschätzen und bewerten könnte.

    Trau keinem Polemiker, der NUR Polemik absondert!
    Achte die Fakten, respektiere die Meinungen, verachte aber die Meinungen, die nicht aus der Achtung vor den Fakten hervorgehen!

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  7. genova68 schreibt:

    Ja, IG, so ist es.

    Matussek et al polemisieren, weil das deren Job ist. Aufmerksamkeit erlangen, das geht via Fakten nur, wenn man von etwas grundsätzlich Ahnung hat. Wenn nicht, hört einem keiner zu. Und die genannten haben von nichts eine Ahnung, außer vom Schreiben. Das meine ich nicht negativ.

    Der Spiegel hat ja neuerdings fünf Kolumnisten, von denen jeder brav seine Rolle spielt. Es wird Meinungspluralismus vorgegaukelt, wobei jeder einzelne nur exakt eine Meinung vertreten darf, obwohl gerade bei Fleischauer deutlich wird, dass der mühelos auch die Gegenposition vertreten könnte, eben auf seinem dürftigen analytischen Niveau. PI ist in dieser Hinsicht extrem, deshalb auch ganz lehrreich. Wahrscheinlich ist es diese Art der Meinungsäußerung, die Matussek bei PI toll findet: Mit extrem geringem Einsatz von Intellekt und Urteilsvermögen einen großen Widerhall produzieren. Der Traum eines jeden Öffentlichkeitsarbeiters. Talkshows funktionieren genauso, es werden ja auch immer dieselben Leute eingeladen, die keine Ahnung vom Thema haben, aber zuverlässig in oben beschriebener Manier arbeiten.

    Vor einer Weile lief Maybrett Illgner zum Thema Ägypen. Da saß auch Broder, und dessen Verhalten war medientheroetisch hoch interessant. Die Diskussion lief eine halbe Stunde lang an ihm vorbei, weil die anderen Fachleute zum Thema waren, Broder wusste überhaupt nichts zu sagen. Was machte er nach den 30 Minuten? Er griff in einem Satz alle Gesprächsteilnehmer an und erzählte etwas von „sechs Millionen“. So funktioniert Broder. Er muss im Mittelpunkt stehen, egal wie. Und wenn sich keiner für ihn interessiert, dann kommt als letztes Mittel ein Holocaustvergleich, das wird doch hoffentlich noch jemanden aufregen.

    Das hat halt mit Dialektik nichts mehr zu tun, mit Analyse auch nicht, mit dem, was Journalismus leisten soll, auch nicht.

    Aber sicher kann man Broder gut finden, vielleicht in dieser Sendung, von der bersarin sprach. Das meiste, was der schreibt, ist aber objektive Scheiße, da beißt die Maus keinen Faden ab. Das würde der sicher auch unterschreiben. Aber, wie gesagt, das ist egal, denn es geht um Aufmerksamkeitsökonomie.

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  8. frank peso schreibt:

    der goebbels der guten:

    „…Zehntausend Sozialhilfe-Empfänger, die sich natürlich freiwillig gemeldet haben, weil sie der sozialen Kälte der Bundesrepublik entfliehen möchten, werden nach Indien geflogen und bekommen eine Hütte in einem der Slums in Pune, die nicht ganz so schlimm sind wie in Mumbai oder Kalkutta. Deutsche TV-Teams fliegen mit, um täglich über das Schicksal der neuen Slumbewohner zu berichten.“

    Der ganze Text in Neugier.de 1/2010. Diese neue Zeitschrift wird von und mit Autoren der Achse des Guten gemacht. Unterstützen Sie dieses neuartige Projekt der Achse des Guten! Jetzt hier bestellen. http://www.neugier.de

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  9. frank peso schreibt:

    also wenn der vorherige post ein bißchen unreflektiert erscheint, ich hatte den eindruck, dass broder hier deportationsfantasien nach dem motto „jedem das seine“ entwickelt:

    „…Zehntausend Sozialhilfe-Empfänger . . . werden nach Indien geflogen und bekommen eine Hütte in einem der Slums in Pune, die nicht ganz so schlimm sind wie in Mumbai oder Kalkutta.“
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/neugierde_4_konjunkturprogramm/

    aber es handelt in wahrheit sich um eine idee für eine fernsehshow:

    „Die Reality-Show, die mir vorschwebt, würde heißen: „Lasst mich rein! Ich mach alles!““
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/von_gaza/

    tatsächlich spinnen aber auch andere an der idee weiter, wie ich sie ursprünglich verstanden hatte:

    „PS: Man könnte es natürlich auch später mal mit Sibirien versuchen … Für ganz hartgesottene Linke: Das „Arbeiter-Paradies“ Nordkorea braucht auch Verstärkung.“
    http://widerspenstig.blog.de/2010/10/05/fundstueck-konjunkturprogramm-9524804/

    es geht also, zumindest mittelbar, doch darum sozial schwache und linke zu deportieren, wie man das irgendwie von früher kennt:

    „Der so genannte Madagaskarplan (auch Madagaskar-Plan) war eine vom nationalsozialistischen Regime Deutschlands zu Beginn des Zweiten Weltkriegs kurzzeitig verfolgte Erwägung, vier Millionen europäische Juden auf die vor der Ostküste Afrikas gelegene Insel Madagaskar, damals eine französische Kolonie, zu vertreiben.“

    vielleicht ist das ja die erklärung:

    Henryk M. Broder über jüdischen Selbsthass von Karl Marx bis heute

    „Der Publizist und Autor Henryk M. Broder gehört zu den profiliertesten und streitbarsten deutschen Journalisten, der in führenden deutschen Blättern mit seinen Beiträgen anzufinden ist. Broder, der einer polnisch-jüdischen Familie entstammt, beschäftigt sich immer wieder mit Themen
    wie der deutschen Vergangenheitsbewältigung und dem Nahost-Konflikt und Israel.
    Morgen (22. Januar, 18.00 Uhr, Hörsaal H 21, FAN, Gebäudeteil C) kommt Broder auf Einladung der Verbindung Langobardia nach Bayreuth und spricht über jüdischen Selbsthass von Karl Marx bis heute.“

    oder das:

    Karl – Theodor – Universität, Buyreuth
    http://uni-buyreuth.de/

    Fakultät Agitation und Propaganda
    Institut für praktische Instrumentalisierung der Boulevardmedien
    Institut für Dummsprech und seine Anwendung
    Institut für Volksverdummung und ihre Didaktik

    Gutt bye !

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  10. hanneswurst schreibt:

    TÖTET SARKOZY

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  11. bersarin schreibt:

    @ frank peso (zum Posting 19. März 2011 um 11:05)

    Ich will nicht harsch oder oberlehrerhaft klingen, aber dennoch: Philosophie, wenn sie richtig gemacht wird, kann man nicht als Hobby betreiben. Wer darin gut sein will, veranstaltet Philosophie immer professionell – egal ob an einer Universität oder in sonst einem Rahmen.

    Mein Stil changiert. Wenn es sein muß bin ich sicherlich auch einmal drastisch, das richtet sich ganz nach dem Gegenstand.

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  12. Nihilist schreibt:

    @ bersarin – 21.3.11 – 21:13

    Philosophie ist eine Lebenseinstellung, und da braucht es keinen Profi.

    Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich – könnte gerade bei der Philosophie eine treffende Aussage sein.

    Vermutlich ist Ihnen – die philosophische Hintertreppe – Weischedel – bekannt. Das waren nicht alles „Profis“ in meinen Augen.

    Der Prolog oder die zwei Aufgänge beschreiben es meines Erachten treffend.

    Wittgenstein oder der Untergang der Philosophie – grins – da hat sicher auch IG nun wieder was zu schreiben.

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  13. Nihilist schreibt:

    Ach, und nun lese ich gemütlich – Der Bourne Betrug – man muss auch mal abschalten, nicht nur die Atomkraftwerke.

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  14. bersarin schreibt:

    @ Nihilist
    Wenn Sie in einer Bank als Geisel gehalten werden, vertrauen Sie dann eher auf die Jungs vom SEK oder auf Menschen, die im Schützenverein gerne mit Waffen hantieren? Lassen Sie sich beim Blinddarmdurchbruch lieber vom Profi behandeln oder vom Laien, der ein prima Körperverhältnis und zu Hause einen Hobbykeller mit Säge- und Schneidewerkzeugen hat?

    Philosophie ist genau das Gegenteil von Lebenseinstellung. Sie bringt vielmehr Begriffe wie diesen ins Wanken.

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  15. Nihilist schreibt:

    Lieber bersarin, nur meine Lebensphilosophie hindert mich daran Dinge zu tun, die ich verurteile. Denn der Zweck heiligt nie die Mittel.

    Und meine Lebensphilosophie habe ich mir hart erarbeitet:

    Bücher von Thoreau, Strinberg, Hesse, Heine, Rattner, Platon, Kant, Morus, Erasmus, Gandhi und andere mehr haben mich beeinflusst.

    Leider ist meine Idealvorstellung einer gerechten Gesellschaft nicht deckungsgleich mit den Ansichten von Egoisten. Bei flatter unter „unbequemer“ aktiv hab ich so meine Gegner gefunden, als ich meine Ansichten dargelegt habe. Das mir dort Stalinismus vorgeworfen wurde hat mich sehr gekränkt. Und wenn Menschen meinen über meine Ansichten müssten sie anfangen sich zu „übergeben“ (dort krasser genannt) lässt mich auch am Verstand einiger Schreiber dort zweifeln.

    Vielleicht hätte ich doch japanisch lernen müssen um in ein Zen-Kloster gehen zu können. Aber leider habe ich keine Ader für Sprachen, ich habs lieber mit Mathe.

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  16. genova68 schreibt:

    Tja, so kann man aneinander vorbeireden. Der eine weist darauf hin, dass Philosophie den Begriff der Lebenseinstellung ins Wanken bringt, der andere ersetzt ihn flugs durch „Lebensphilosophie“ und macht munter weiter.

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  17. Nihilist schreibt:

    @ genova – für mich ist jedes Leben mit einer Lebensphilosophie verbunden. Ohne geht nicht. Auch wenn viele ihre Einstellung dem LEBEN gegenüber nicht als Philosophie empfinden, sondern Philosophie als etwas „abgehobenes“ betrachten.

    Für mich ist ein einfacher Satz der Ausdruck für die Grundlage der Lebensphilosophie wichtig – erkenne dich selbst – DAS ist auch ohne die Aufforderung zu kennen automatisch der Weg. Jeder Mensch erkennt im laufe seiner Entwicklung sich selbst. Nur, die meisten tarnen das dann mit Masken und Rollen, die sie den anderen Menschen vorspielen. Wer sich selbst in seinen Taten und Handlungen erkennt, lebt seine eigene Lebensphilosophie.

    Philosophie kann man nicht lehren, man muss sie selber leben, vorleben für andere Menschen. Sonst ist das nur ein Mittel zum Zweck, sich ein Etikett anzuheften um als etwas zu erscheinen, was man nicht ist.

    Gerade auch Aphorismen von Hesse (Lektüre für Minuten) oder Gandhi (Wer den Weg der Wahrheit geht stolpert nicht) nciht zuletzt Nietsche (Fröhliche Wissenschaft) führen beim Nachdenken über die Aussage eben dazu, einen eigenen Weg zu finden, den man dann eben lebt, wenn man es ernst damit meint und eben nicht nur für Andere eine Rolle spielen will.

    Mein Pech, ich habe mal daran gedacht in ein Zen-Kloster zu gehen, aber damals gab es die nur in Japan. Und die Sprache … andererseits hätte ich große Probleme mit einem Schweigegelübte …

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  18. hanneswurst schreibt:

    Ethik ist die Wissenschaft von der Moral. Obwohl Menschen andauernd mit moralischen Fragestellungen konfrontiert werden, sind sie deswegen keine Ethiker. Dennoch möchte man natürlich niemanden die Fähigkeit zum ethischem Denken absprechen. Der Oberbegriff Philosophie ist noch verfänglicher, noch verwobener mit dem alltäglichen Denken und Handeln.

    Ich plädiere gegen Verteidigungslinien des Begriffs, ebenso wie ich dies bei der Kunst tue. Wer die Ernsthaftigkeit seiner philosophischen Bemühung vermitteln möchte, wird dies mühelos durch Gegenstand, Form und Kontext des Diskurses tun. Er braucht auch keine Diplome oder andere Grundvoraussetzungen dazu. So meine ich feststellen zu können, dass auch jemand der niemals eine Zeile von Adorno gelesen hat, ein trefflicher Philosoph sein kann (ja vielleicht erhöht dies seine Chancen sogar).

    Der Fall ist beim Gehirnchirurgen natürlich anders gelagert, auch wenn ich sicher bin, dass mancher Laie auch dabei einen Zufallstreffer landen kann.

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  19. Nihilist schreibt:

    A Dorn o(h)

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  20. genova68 schreibt:

    bersarin geht es nicht um lebens- oder küchenphilososphie, wenn ich ihn mal kurz verteidigen darf. natürlich gibt es eine wissenschaftliche disziplin namens philosophie, wo man mit „vorleben“ nicht weiterkommt. wenn ich eins plus eins zusammenzählen kann, bin ich noch lange kein mathematiker.

    diese argumentation (von wegen jeder ist ein philosoph) kommt mir vor wie jene, die an einem haus vorbeischlendern, kurz hingucken, dann daumen rauf oder runter und dann meinen, sie hätten eine fundierte, ernstzunehmende aussage über architektur getroffen.

    ich kann mir irgendeine moral zusammenbasteln, nach der ich lebe. das sollte ich aber nicht philosophie nennen. das wiederum erinnert an deppenrestaurants, die dem gast auch schon auf seite eins irgendwas von ihrer „philosophie“ erzählen wollen.

    ich kann ja bei philosophischen fachdiskussionen nicht mitreden, würde mich aber davor hüten, diese abzukanzeln.

    der wichtigste satz ist doch immer noch der von dem, der weiß, dass er nichts weiß. mehr erkenntnis geht kaum.

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  21. hanneswurst schreibt:

    Das alltägliche Nicht-Wissen ist nach Sujet jedoch unterschiedlich ausgeprägt, weil die wissenschaftlichen Disziplinen unterschiedlich weit von dem entfernt sind, womit sich Menschen alltäglich befassen. Über die ästhetischen Aspekte darf auch der Laie reden, er ist vielleicht sogar der Maßstab. Ich werde als Laie jedoch kaum Aussagen über die Statik des Gebäudes machen oder das Material bewerten können. Somit gibt es Teilbereiche der Architektur, die sich mehr, und andere, die sich weniger auch dem Laien erschließen.

    In der Philosophie ist es nicht anders, nur dass weitere Bereiche der Philosophie dem alltäglichen Denken und Tun nahestehen. Zwar werden sich nur wenige Menschen im Alltag in die Prädikatenlogik vertiefen (aber das tut auch nicht jeder Philosoph) oder Erhellendes zum Unterschied von Geist und Materie beitragen können. Aber es gehört doch zum Alltag, moralisch zu denken, sich über die Sinnhaftigkeit des Daseins und den persönlichen Tod Gedanken zu machen, Technikfolgen abzuschätzen usw.

    Während nur wenige Laien je ein Haus bauen, bilden sich doch die meisten Menschen eine Meinung auch zu den Fragen, die als Kernprobleme der philosophischen Forschung gelten können.

    Weiterhin gibt es löblicherweise keine Zulassungskriterien oder Ähnliches in den Zirkel der Philosophen. Jeder darf Philosophie betreiben und sich zum Beispiel als philosophischer Lebensberater niederlassen und ganz allgemein „Philosoph“ als Berufsbezeichnung führen, auch wenn ihm keine akademische Laufbahn offensteht. Das geht bei der Architektur aus gutem Grunde nicht.

    „Jeder ist Künstler“ (Joseph Beuys)
    „Jeder ist Philosoph“ (hANNES wURST)

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  22. Nihilist schreibt:

    Nun, als Vegetarier mag ich keine Wurst – liegt vielleicht daran ;-)

    Und Kunst, die ist ja oft Brotlos. Dafür die meiste Nahrung künstlich, auch vieles im Brot. Das ist aber eine Kunst, diesen Gammel den Kunden zu verkaufen.

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  23. genova68 schreibt:

    Jeder darf sich Philosoph nennen, und genau deshalb ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die manchen von denen, die sich Philosoph nennen, ihr Philosophendasein absprechen. Und Beuys meinte eben nicht, dass jeder Mensch ein Künstler IST, sondern nur, dass jeder Mensch einer sein kann. Ein bisschen Anforderung sollte schon sein, sowohl in der Philosophie als auch in der Kunst.

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  24. hanneswurst schreibt:

    „Jeder Mensch ist ein Künstler. Damit sage ich nichts über die Qualität. Ich sage nur etwas über die prinzipielle Möglichkeit, die in jedem Menschen vorliegt … Das Schöpferische erkläre ich als das Künstlerische, und das ist mein Kunstbegriff.“ (Joseph Beuys)

    „Jeder Mensch ist ein Philosoph. Damit sage ich nichts über die Qualität. Ich sage nur etwas über die prinzipielle Möglichkeit, die in jedem Menschen vorliegt … Die Deutung der Existenz erkläre ich als das Philosophische, und das ist mein Philosophiebegriff.“ (hANNES wURST)

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  25. bersarin schreibt:

    „Das, was ist zu begreifen, ist die Aufgabe der Philosophie, …“

    Philosophie ist wesentlich eine Angelegenheit der Theorie, weil in der Regel über etwas gesprochen wird. Das gilt selbst für die praktische Philosophie, also für Ethik bzw. Moralphilosophie. Deshalb ist die Wendung „praktische Philosophie“ im Grunde falsch. Es gibt nur theoretische Philosophie, und auch dies stellt einen Pleonasmus dar.

    Ein Philosophie kann wissen, wie zu leben sei, er muß es aber nicht – denken wir nur an das Lachen der Thrakerin und jene Situation, die damit verbunden war.

    „Über die ästhetischen Aspekte darf auch der Laie reden, er ist vielleicht sogar der Maßstab. Ich werde als Laie jedoch kaum Aussagen über die Statik des Gebäudes machen oder das Material bewerten können. Somit gibt es Teilbereiche der Architektur, die sich mehr, und andere, die sich weniger auch dem Laien erschließen.“

    Maßstab sind die Sache und der Begriff. Der Laie vermag über ästhetische Aspekte oder über Philosophie nicht adäquat zu sprechen, weil er gar nicht weiß, worüber er spricht; allenfalls kann man dieses Sprechen als Entäußerung von Empfindungen bezeichnen. Diese Form der Rede wird es sich jedoch wohl oder übel gefallen lassen müssen, in die Kritik genommen werden zu müssen. Denn daß noch der Ahnungslose seinen Dumpffasel zur Ästhetik oder zur Philosophie äußerst, heißt noch lange nicht, daß dieser Dumpffasel auch richtig ist. Sagen kann jede(r) alles, nur sie oder er müssen sich dann auch den Gegenwind gefallen lassen.

    Was Nihilist zur Philosophie äußerst, ist alles mögliche, nur mit Philosophie hat es nichts zu tun, um es sehr höflich zu formulieren. In diesem Falle zeigt es sich aufs schönste, wie Leben die Standards der Philosophie unterläuft.

    Die Philosophie als Kritik ist (eben auch) dazu da, das tägliche Geschwätz zu entlarven. Daß sich jeder als Philosoph bezeichnen kann, heißt nicht, daß es jeder auch ist. Ich mag mich als Fleischer ansehen, weil ich gerne Haustiere schlachte. Ob die Innung der Metzger das aber so sieht wie ich?

    Und um auf die Praxis zu kommen: Die Frage, was das gute und gerechte Leben sei, erfordert eine Form von Philosophie, die auf Tradition und Text angewiesen ist, zumindest auf der Metaebene. Wer nichts weiß, der sieht auch nichts. Und den Nordpol zum zweiten Mal zu entdecken, geht in Ordnung, nur sollte man dies dann nicht als die eigenen Entdeckung ausgeben. Wissen und Praxis funktionieren nur, wenn ich in der Tradition, mithin in Texten (sowie in Zeichen- und Bilderwelten) zu Hause bin. Praxis ohne Denken ist blindes Tun. Andererseits kann man sehr lange über Ethik sprechen, ohne daß die Redenden deshalb schon in irgend einer Weise in ihrem Verhalten gut oder gerecht sind. Daß die Philosophie in den Alltag ragt und mit Lebensformen bzw. mit der Frage, wie zu leben sei, zu tun hat, ist richtig, aber deshalb hat nicht jeder, der Aussagen zum Leben oder zu Alltagsdingen macht, etwas mit der Philosophie zu schaffen, und es sind Allgemeinplätze wie „Auf Regen folgt Sonnenschein“ oder irgendwelche Klugheitsregeln noch lange kein Bestandteil der Philosophie.

    Philosophie ist keine notwendige Bedingung für den Gerechten. Ohne Philosophie ist jedoch keine Reflexion über Gerechtigkeit möglich.

    „Wer die Ernsthaftigkeit seiner philosophischen Bemühung vermitteln möchte, wird dies mühelos durch Gegenstand, Form und Kontext des Diskurses tun.“

    Das ist in der Tat richtig. An den Formen der Darstellung, am Umgang mit dem Gegenstand läßt sich Philosophie ablesen. Wer behauptet, er sei ein Philosoph oder beschäftige sich mit der Philosophie: nun gut, da bleibt nur zu sagen: hic Rhodus, hic salta.

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  26. Nihilist schreibt:

    @ bersarin.

    Ist nicht der Satz – erkenne dich selbst – der Beginn einer philosophioschen Selbstbetrachtung? Jedenfalls interpretiere ich diese Aussage so. Philosophie, die Liebe zur Weisheit, Erkenntnisse können zur Weisheit führen, wenn sie echt sind und auch angenommen werden.

    So ist für mich eben die Selbsterkenntnis der Weg der eigenen Lebensphilosophie. Und Philosophen, die nur anderen Menschen ihre eigene Philosophie überstülpen wollen, sind für mich keine echten Philosophen. Wen sich andere Menschen etwas abgucken, weil einer seine Philosophie lebt und die als Weise empfunden wird, da nehme ich eben für mich Gandhi als weises Vorbild, dann hat Philosophie eines anderen Menschen einen Sinn für mich.

    Ich sehe das Problem darin, das der Inhalt von Begriffen verändert wird. Ein schönes Beispiel – Reform – denn es bedeutet „zurück zu den Ursprüngen so wie es einmal war – und eben nicht eine Verbesserung oder Weiterentwicklung. So ist meines Erachtens auch der Begriff Philosophie nicht mehr identisch mit dem eigentlichen Sinn des Wortes.

    So ist für mich die Reformation der Kirche auch keine Reform gewesen, denn die Absicht Luthers zurück zu den Wurzeln wurde nicht umgesetzt. Ob das Ergebnis nun positiv oder negativ beurteilt wird, kommt auf den Standpunkt des Betrachters an.

    Pfusch am Bau, so könne ich es am einfachsten beschreiben. Man hätte das abreissen müssen. Pech, das die Ideen Kants zu Luthers Zeit unbekannt waren.

    Aber ich schweife ab … Religionen sind für mich Unsinn. Da lobe ich die Ringparabel als gutes Messinstrument der Taten die in den Namen begangen wurden und werden.

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  27. bersarin schreibt:

    Das Gnothi seauton war in der Tat ein wichtiger Aspekt von Philosophie. Unter dem Diktat der permanenten Selbsterhaltung sowie der Ideologie der Selbstdurchsichtigkeit mit seiner Transformation in den Beichtzwang erhält dieser Satz jedoch etwas Schales und gerät selber zur Ideologie und damit in eine Schieflage. Das bedeutet nicht, die Reflexion auf das Selbst nun aufzugeben; ganz im Gegenteil handelt die Philosophie davon, diese Mechanismen zur Darstellung (bzw. zur Anschauung) zu bringen.

    Wenn Kennen und Können sich annähern – sozusagen als individuelle Praktik – dann mag solche Koinzidenz ein Aspekt der Philosophie sein. Nicht ganz einfach ist es, über solche Dinge zu sprechen oder zu schreiben, weil das leicht in dieses Geschwätz von Werbern und Marketing ausartet, die an der Optimierung und gleichzeitigen Auspressung des Selbst interessiert sind. Insofern reagiere ich bei der Verwendung des Begriffs der Philosophie meist bösartig, wenn das auf individuelle Verhaltensweisen bezogen wird. Das fängt an, wenn jemand von der Philosophie eines Unternehmens oder seines Lebens spricht (ohnehin ist beides häufig sehr ähnlich organisiert) und reicht hin bis zu dem Lebenskunstgerede eines Wilhelm Schmid, das nichts weiter als die Optimierung von Leistung und Funktionalisierung von Subjekten zugunsten dieser Gesellschaft bedeutet.

    Philosophie, die überstülpen will, ist in der Tat keine, da gebe ich Ihnen recht. Philosophie ist ein komplexes Tun, das mit Texten zusammenhängt, sich darin allerdings auch nicht erschöpft, da Begriffe ohne Anschauung blind sind, wie es Kant in der KdrV schrieb. Das Verhältnis von Anschauung und Begriff, von empirischem und transzendentalem Ich ist auszutarieren, ohne dabei in die Unterschiedslosigkeit zu kommen, und zugleich ist es nicht als bloße Opposition zu fassen.

    Nein, der Begriff der Philosophie ist nicht mehr identisch mit seinem Wortsinn, auch das ist richtig.

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  28. genova68 schreibt:

    Update:
    Matussek verlinkt weiter auf PI und hat ein Buch geschrieben, in dem er sich als bekennender Katholik outet. Matussek, der Anhänger von PI und Papst. Was wohl Jesus dazu sagen würde?

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  29. hanneswurst schreibt:

    Ich meine jedenfalls, dass sie Matussek nicht mehr nach Cannes lassen sollten. Er muss statt dessen dänische Pornos drehen.

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  30. genova68 schreibt:

    Das wäre ein guter Job für den, könnte ich mir vorstellen. Der ist ja energetisch, das ist nicht unwesentlich für einen guten Porno.

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  31. genova68 schreibt:

    Matussek hat ein Buch über den Katholizismus geschrieben. Eine interessante Melange: Sich mit dem rassistischen Mob verbünden und gleichzeitig den Papst samt Brimborium verteidigen. Zum „religiösen Ergriffensein“ des Katholiken Matussek gehört offenbar die Hetze gegen das „Fremde“ dazu.

    Und dieses Buch wird ausgerechnet beim Freitag derzeit diskutiert:
    http://www.freitag.de/community/blogs/maike-hank/wir-lesen-das-katholische-abenteuer-von-matthias-matussek?loggedin=1

    Meine Lieblingsbegründung stammt von Userin Angelika:

    Ich habe Mattussek mal live bei einer Podiumsdiskussion erlebt, empfand ihn als narzisstischen, wenn auch albernen Selbstdarsteller und mich würde gerade deshalb interessieren, was er so zum Glauben zu sagen hat.

    Das ist in unseren aufmerksamkeitsökonomischen Zeiten wohl das Geheimnis des Erfolgs.

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  32. Kafir al-Haqq schreibt:

    „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!“ – Bertold Brecht

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  33. genova68 schreibt:

    Auch nicht schlecht, Matussek original:

    „Ich bin so leidenschaftlich katholisch, wie ich vor vierzig Jahren Marxist war“

    Der Typ ist vor allem ein leidenschaftlicher Narzist und Neurotiker, heute und vor vierzig Jahren wahrscheinlich auch schon. Solche Leute sind gute Gradmesser für eine Gesellschaft. Je mehr Aufmerksamkeit so einer erfährt, desto wirrer ist der Gesamtzustand.

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/neues-buch-von-matthias-matussek-ich-bin-katholisch-und-das-ist-auch-gut-so-1.1094790

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  34. Pingback: Matthias Matussek | Mog i net!

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