Archiv der Kategorie: Medien

Unter Umständen flach

Hadija Haruna-Oelker im Deutschlandfunk: zum Thema „Gesellschaftliche Vielfalt in Redaktionen“: Ich sage es mal so: In den Redaktionen, die divers aufgestellt sind, wo Journalist*innen mit Migrationsgeschichte, aber auch nicht-weiße Journalist*innen, aber auch Journalist*innen mit Behinderung, queere Journalisten sitzen, da verändert … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Alltagskultur, Deutschland, Fremdenfeindlichkeit, Gesellschaft, Medien, Politik | Verschlagwortet mit , | 6 Kommentare

Es gibt noch guten Journalismus: zwei Beispiele

Gibt es in der sich verändernden Medienszene noch guten Journalismus? Entgegen allem Geunke: ja. Zwei aktuelle Beispiele. Die Show Royale von Jan Böhmermann präsentiert regelmäßig wichtige politische Themen in seriöser Darstellung. Nicht seriös in dem Sinn, den wir alten Männer … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Aufmerksamkeitsökonomie, Deutschland, Gesellschaft, Internet, Linke, Medien, Politik, Rechtsaußen | Verschlagwortet mit , , , , , | 23 Kommentare

Das „Aus 500 mach 5.000“-Spiel

Kürzlich las ich ein Interview mit einer Architektin, die in Berlin-Lichtenberg ein interessantes, leicht experimentelles Haus mit guten individuellen Lösungen zu einem vertretbaren Preis gebaut hat. Auf die Frage, wie das möglich war, antwortete sie, sie habe das Grundstück schon … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Berlin, Deutschland, Gentrifizierung, Kapitalismus, Linke, Medien, Neoliberalismus, Politik, Rechtsaußen | Verschlagwortet mit , , | 15 Kommentare

„Sofort rausschmeißen“ – Neue deutsche Medienmacher:innen und die Meinungsfreiheit

Seit einigen Jahren gibt es die „Neuen deutschen Medienmacher:innen“. Das ist ein Zusammenschluss von Journalist:innen mit und ohne internationale Geschichte. Wir setzen uns für gute Berichterstattung und für vielfältiges Medienpersonal ein. So weit, so gut. Dort, auf der Website, sind … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Aufmerksamkeitsökonomie, Gesellschaft, Linke, Medien, Rechtsaußen | Verschlagwortet mit , , | 24 Kommentare

Thierse, Schwan und eine Chronologie eines Scheiterns

Die aktuelle Diskussion um Wolfgang Thierse, Gesine Schwan und die nichtheteronormativen Aktivisten erklärt einiges. Was ist passiert? Kurzversion: Die SPD lud im Februar zu einer Onlinediskussion (Video siehe unten) mit drei Vertretern des Act-Out-Manifestes ein. In diesem Manifest behaupten 185 … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Alltagskultur, Aufmerksamkeitsökonomie, Deutschland, Medien | Verschlagwortet mit , , , | 5 Kommentare

Schnelltests – Warum erst jetzt?

Wir haben in Deutschland mittlerweile 68.000 Corona-Tote. In Taiwan sind es neun. Dort gibt es die Schnelltests seit langem in jeder Apotheke. In Südkorea auch. Tote dort: 1.500. Die Leute haben die Tests zuhause und setzen sie immer dann ein, … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deutschland, Gesellschaft, Linke, Medien, Politik | Verschlagwortet mit , | 13 Kommentare

Die NZZ und die rechte Propaganda ihres Chefredakteurs

Die NZZ war früher eine lesenswerte konservative Zeitung. Seit Eric Gujer dort die Chefredaktion übernommen hat, ist das Blatt nicht einfach weiter nach rechts gewandert. Die NZZ ist dümmer geworden. Nicht immer, aber immer öfter. Jüngstes Beispiel ist eine Art … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deutschland, Kapitalismus, Medien, Neoliberalismus, Politik, Rechtsaußen, Wirtschaft, Zeitschriften | Verschlagwortet mit , | 4 Kommentare

Neue Zeitschriften und die totale Abkehr der Vernunft

Wer liest das? Neben der bekannten Yellow Press findet man neuerdings Titel wie Tagebuch der Achtsamkeit, Raum für Gedanken, Glaub an dich, Denk anders, Finding paradise und so weiter: Es scheint geradezu eine Flut neuer esoterischer Publikationen zu geben. Die … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Alltagskultur, Deutschland, Medien, Zeitschriften | Verschlagwortet mit , , | 124 Kommentare

Ganz normale Familien

Aufklärung vom Feinsten: Jan Böhmermann über Reichtum in Deutschland und der Welt und über Covidioten: Man hat das Gefühl, dass Aufklärung in Form von Satire die effektivste ist. Andererseits vielleicht leider mit dem Effekt, dass die Aufgeklärten die Welt als … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deutschland, Gesellschaft, Kapitalismus, Medien, Politik | Verschlagwortet mit | 2 Kommentare

Königin Angela und der deutsche Journalismus

Angela Merkel ist unsere Königin. Das meinen zumindest viele deutsche Journalisten, die die Kanzlerin nur mit Samthandschuhen anfassen. Der deutsche Journalismus ihr gegenüber ist seit vielen Jahren von Demut geprägt: Eine Königin kritisiert man nicht. Unvergessener Tiefpunkt deutscher – zwangsgebührenfinanzierter … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Aufmerksamkeitsökonomie, Berlin, Deutschland, Medien, Politik | Verschlagwortet mit , , | 7 Kommentare

Melisa und Melissa

Die in Sarajevo geborene und nun in Österreich lebende Journalistin Melisa Erkurt beschwert sich in der taz darüber, dass die „Österreicher*innen“ ihren Namen falsch aussprechen: Früher habe ich Menschen nicht korrigiert, wenn sie Melisa wie Lisa ausgesprochen haben, obwohl es … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Alltagskultur, Deutschland, Gesellschaft, Linke, Medien | Verschlagwortet mit , , | 7 Kommentare

Michael Psotta und die symbolischen Chancen

Der Wirtschaftsteil der FAZ ist bekanntlich ein Hort des neoliberalen Dogmatismus. Die Lektüre lohnt, weil man permanent anschauliche Eindrücke dieses Denkens bekommt. Ich versuche immer zu verstehen, was diese Leute wollen. Vorläufige Erkenntnis: Es ist schlicht das Recht des Stärkeren. … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deutschland, Gentrifizierung, Gesellschaft, Kapitalismus, Medien, Neoliberalismus, Zeitungen | Verschlagwortet mit , | Kommentar hinterlassen

Liebe/r Antisemant*in! – Von der Gendersprache

Die russisch-deutsche Autorin Olga Martynova in der FAZ (21.9.19, S. 9) zu gegenderter Sprache: Die Sprache, davon bin ich überzeugt, hat eine Selbstreparaturfunktion. Sie wird sich regenerieren. Zwanzig oder dreißig Jahre später werden die jungen Menschen den ergrauten Gendersternchenfreaks mit … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Alltagskultur, Deutschland, Gesellschaft, Linke, Medien, Neoliberalismus, Politik | Verschlagwortet mit , , | 7 Kommentare

Freiheit und Schönheit: Was nach Corona kommt

[Ich habe diesen Artikel im Wesentlichen vor einigen Wochen geschrieben, vor Corona. Prinzipiell ändert das nichts an seiner Aktualität.] ———————————————————————– Die Überschrift dieses Artikel klingt verheißungsvoll, ich weiß. Keine Angst, wir, wie man sagt, reden gleich darüber. Vorher muss ich … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deutschland, Kapitalismus, Medien, Neoliberalismus, Politik, Wirtschaft | 6 Kommentare

Ein paar sehr interessante Gedanken zu Christian Drosten

Ein wahrhaft attraktiver Mann, dieser Virenexperte, wie man sagt, namens Christian Drosten. Cool, dass man sich sein Leben lang mit sowas uninteressantem wie Viren beschäftigt. Man sitzt in einem Keller und beobachtet wässrige Lösungen unterm Mikroskop. Auch wenn Viren nicht … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Medien, Politik | Verschlagwortet mit | 9 Kommentare

Über Thüringen, Krawatten und die ganz große Koalition

Eine Betrachtung in drei Kapiteln. Es geht nach wie vor drunter und drüber in Thüringen. Ausgerechnet in dem neben Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern unangenehmsten Bundesland überhaupt (dumpfe Wälder, fieses Klima, Puppenstubenstädte, hässliche Menschen) zerlegt sich die Parteiendemokratie. 1. Das … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deutschland, Gesellschaft, Kapitalismus, Medien, Neoliberalismus, Politik, Rechtsaußen | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentare deaktiviert für Über Thüringen, Krawatten und die ganz große Koalition

Von Atelierbeauftragten im Kapitalismus

Kaum zu glauben, aber wahr: Der Maler Konrad Knebel malte dieses Bild 1977 in der DDR und nannte es „Straße mit Mauer“ (Öl auf Leinwand). Ich weiß nicht genau, wie wohlgelitten Knebel war, aber er bekam wegen dieses Bildes offenbar … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Alltagskultur, Berlin, Deutschland, Gentrifizierung, Geschichte, Gesellschaft, Kapitalismus, Kunst, Medien, Neoliberalismus, Politik, Rechtsaußen, Städte | Verschlagwortet mit | 3 Kommentare

Klimawandel oder: Das letzte Gefecht

In 30 Jahren wird die Welt mit dem, wie wir sie heute kennen, nichts mehr zu tun haben. Jahr für Jahr steigen die Temperaturen und der Meeresspiegel; tausende Hektar Land werden zu Wüste, und Millionen von Menschen machen sich auf … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Aufmerksamkeitsökonomie, Frankreich, Gesellschaft, Medien | Verschlagwortet mit , , , | 6 Kommentare

Warum die Neue Zürcher Zeitung der Dummheit Platz einräumt

Nichts Neues, aber immer wieder verblüffend: Die neoliberale Dauerpropaganda der Öffentlichkeitsarbeiter des Kapitals. Heute: Eric Gujer, immerhin Chefredaktor, wie man in der Schweiz sagt, der Neuen Zürcher Zeitung. Die NZZ ist grundsätzlich lesenswert, und gerade deshalb überrascht das Niveau von … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gentrifizierung, Kapitalismus, Medien, Neoliberalismus, Rechtsaußen | Verschlagwortet mit , | 15 Kommentare

Klassenkampf via Architekturkritik

Der Chefredakteur der Architekturzeitschrift Baumeister, Alexander Gutzmer, hält nichts von der Enteignung großer Wohnungsbaufirmen. Er schreibt: „Um es deutlich zu sagen: Ich halte es rechtlich wie ökonomisch für problematisch, wenn aufgrund möglicher Fehlentwicklungen am Immobilienmarkt das Grundprinzip des Privateigentums angegriffen … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Berlin, Gentrifizierung, Medien, Neoliberalismus | Verschlagwortet mit , | Kommentar hinterlassen

Von Persönlichkeiten gegen Mittelmaß und Mutlosigkeit

Susanne Klatten und ihr Bruder Stefan Quandt, Hauptaktionäre bei BMW, Multimilliardäre und vor allem Milliardenerben (auf Exportabel hier und hier schon thematisiert), sind in die „Hall of Fame“ aufgenommen worden. Die Hall of Fame ist ein PR-Gag der Realsatirepublikation manager … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Alltagskultur, Deutschland, Gesellschaft, Kapitalismus, Medien, Rechtsaußen | Verschlagwortet mit , , | 1 Kommentar

Notre Dame: Das Dach und die Katastrophe

Der Brand der Kirche Notre Dame in Paris zeigt, wie schnell bürgerliche Medien intellektuell kapitulieren. Sie wittern gewissermaßen die Möglichkeit, einen Ausnahmezustand zu schaffen, der der Selbstinzenierung dient. Emotion, Pathos, Klebrigkeit. Die Presseschau des Deutschlandfunks vom Mittwochmorgen zeigt das Ausmaß … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Architektur, Aufmerksamkeitsökonomie, Frankreich, Medien, Politik | Verschlagwortet mit , , | 19 Kommentare

„…mehr, als Bomben es vermochten“

Gewissermaßen der Nachtrag zum kürzlich erschienenen Blogartikel über Guy Debord: „Das gemütliche alte Wirtshaus demoliert der Farbfilm mehr, als Bomben es vermochten: er rottet noch seine imago aus. Keine Heimat überlebt ihre Aufbereitung in den Filmen, die sie feiern, und … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Kritische Theorie, Medien | Verschlagwortet mit , | 7 Kommentare

Von der umfassend modernisierten Republik

Ein ganz normales Wohnungsangebot aus dem aktuellen Kreuzberg, aus einem Viertel in einfacher Wohnlage, wie man sagt: https://www.immowelt.de/expose/2NGLA4R Eine Wohnung im ersten Stock eines Altbaus, Mietskaserne, Hinterhaus, 46 qm, alte Einbauküche, billige Dusche, kein Balkon, standardsaniert. Aus der Beschreibung: Das … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Berlin, Gentrifizierung, Gesellschaft, Kapitalismus, Medien, Neoliberalismus, Politik, Rechtsaußen | Verschlagwortet mit | 3 Kommentare

Neues von der Geisterbahn

Der Deutschen Bahn sind versehentlich ein paar aktuelle Zahlen zu ihrer Finanzplanung in die Öffentlichkeit gelangt. Das führende Avantgardemedium Deutschlands, die Rheinpfalz, schrieb vor kurzem in ihrer Printausgabe, dass die DB internen Planungen zufolge in den kommenden fünf Jahren alleine … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Alltagskultur, Deutschland, Medien, Neoliberalismus | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Einige sehr grundlegende Gedanken zur Theorie der intellektuellen Abgehängtheit in der Provinz

„Die Bourgeoisie hat das Land der Herrschaft der Stadt unterworfen. Sie hat enorme Städte geschaffen, sie hat die Zahl der städtischen Bevölkerung gegenüber der ländlichen in hohem Grade vermehrt und so einen bedeutenden Teil der Bevölkerung dem Idiotismus des Landlebens … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Alltagskultur, Deutschland, Medien, Zeitschriften | Verschlagwortet mit , | 16 Kommentare

Von inneren Notwendigkeiten im Kapitalismus

Maja Hoffmann finanziert die Neuerfindung der französischen Industriestadt Arles als kleine Kunstmetropole mit 150 Millionen Euro aus ihrer Privatstiftung. Darum kann man sich unter anderem von Frank Gehry einen Glitzerturm bauen lassen. Hoffmann, geboren 1956, ist in Arles aufgewachsen und … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Berlin, Düsseldorf, Frankreich, Kapitalismus, Medien, Neoliberalismus, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , | 1 Kommentar

Dirk Müller und die echten Männer

Noch ein Abgerutschter: Dirk Müller, vormals Mr. Dax im deutschen TV, trifft und solidarisiert sich mit dem rechtstradikalen russischen Rockerclub Nachtwölfe. Mit dabei ist auch der neue Star der [xxx], die [xxx] Kabarettistin Lisa Fitz, [xxx] durch einen [xxx] Song … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deutschland, Medien, Politik, Rechtsaußen | Verschlagwortet mit , | 16 Kommentare

Gerhard Matzig und die Stadt für alle

Gerhard Matzig fordert in der Süddeutschen Zeitung den “uneingeschränkten Zugang in die Stadt“ (27.2, S. 9). Allerdings nicht in Bezug auf vertretbare Mieten, was man bei einer Münchner Redaktion vermuten könnte. Nein, es geht um den freien Zugang für Autos, … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Medien, Politik, Städte | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

„Deutsche Wiedervereinigung nur in einem Massengrab“

Der Historiker und Journalist Sebastian Haffner 1987 in „Von Bismarck zu Hitler“ (S. 324) über die Möglichkeit einer deutschen Wiedervereinigung, wie man sagt: Wie würde denn eine Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten, wie sie sich nun in 40 Jahren entwickelt … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Aufmerksamkeitsökonomie, Deutschland, Geschichte, Medien, Politik | Verschlagwortet mit | 3 Kommentare