Archiv der Kategorie: Deutschland

Die üblichen Verbrechen

Götz Aly kritisiert erneut die Ausstellungspraxis des Berliner ethnologischen Museums, das nun bezeichnenderweise in der Schlossatrappe in Mitte untergekommen ist. Die Herkunft der Exponate, so sein Vorwurf, werde bewusst im Unklaren gelassen. So schrieb er am 20. September in der … Weiterlesen

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Die neue Mauer

„Heute haben wir die Möglichkeiten der Produktion so entwickelt und das Wissen um das Machbare so erweitert, dass eine sozialistische Gesellschaft in Freiheit nicht nur denkbar, sondern tatsächlich zu gestalten ist.“ Sagte um 1970 der SPD-Landesvorsitzende von Schleswig-Holstein, Jochen Steffen. … Weiterlesen

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Ein paar Bemerkungen zum Wahlkampf

Endlich eine sinnvolle Wahlkampfaussage: Enteignung ohne Entschädigung – was denn sonst? Wenn diesem Vorhaben irgendwelche Gesetze entgegenstehen, dann muss man die eben ändern. Bei solchen Forderungen kommt reflexhaft der deutsche Kleinbürger zum Vorschein, der den depravierten Begriff von Eigentum und … Weiterlesen

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Prachtboot und Schokolade

Prachtboot Manchmal gibt es gute Nachrichten. So schrieb kürzlich der Spiegel über das Berliner Stadtschloss: Warum das Fake-Schloss in seiner jetzigen Form nicht zu retten ist Das Humboldt-Forum sollte zu einem neuen Zentrum der Weltkultur werden. Doch an vielen der … Weiterlesen

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Von Stuttgartern, die gerne Schokoladeneis essen

Judith Sevinç Basad sagte vor einer Weile in der Phoenix Runde zum Thema Gendersprache: Wenn Sie in einen Stuttgarter Kindergarten gehen und Sie sagen den Satz „Alle Stuttgarter essen gerne Schokoladeneis“, dann können Sie ein vierjähriges Kind fragen, wer ist … Weiterlesen

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Unter Umständen flach

Hadija Haruna-Oelker im Deutschlandfunk: zum Thema „Gesellschaftliche Vielfalt in Redaktionen“: Ich sage es mal so: In den Redaktionen, die divers aufgestellt sind, wo Journalist*innen mit Migrationsgeschichte, aber auch nicht-weiße Journalist*innen, aber auch Journalist*innen mit Behinderung, queere Journalisten sitzen, da verändert … Weiterlesen

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Es gibt noch guten Journalismus: zwei Beispiele

Gibt es in der sich verändernden Medienszene noch guten Journalismus? Entgegen allem Geunke: ja. Zwei aktuelle Beispiele. Die Show Royale von Jan Böhmermann präsentiert regelmäßig wichtige politische Themen in seriöser Darstellung. Nicht seriös in dem Sinn, den wir alten Männer … Weiterlesen

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Eine stetige Enteignung

Die Welt ist ungerecht. Monat für Monat wechseln in Berlin rund 810 Millionen Euro ihre Besitzer, für deren Überweisungen das Stichwort „Miete“ lautet. 83 Prozent der Bevölkerung dieser Stadt bezahlen brav dafür, dass sie einen weiteren Monat in Räumen leben … Weiterlesen

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Das „Aus 500 mach 5.000“-Spiel

Kürzlich las ich ein Interview mit einer Architektin, die in Berlin-Lichtenberg ein interessantes, leicht experimentelles Haus mit guten individuellen Lösungen zu einem vertretbaren Preis gebaut hat. Auf die Frage, wie das möglich war, antwortete sie, sie habe das Grundstück schon … Weiterlesen

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Von der Kostbarkeit des heiligen Bodens

Es muss die Versiegelung gestoppt werden, es muss mehr renaturisiert werden und es muss der Boden dem Markt entzogen werden, weil er ist viel zu kostbar als dass der Markt entscheiden dürfte, wie wir damit umgehen. Das sagte Laura Weissmüller, … Weiterlesen

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Links und rechts

In keinem westlichen Land hat sich die Steuerpolitik so radikal verändert wie in den USA. Nach Roosevelts New Deal wurden Reiche massiv zur Kasse gebeten. 1942 verkündete Roosevelt, dass kein US-Bürger mehr als 25.000 Dollar im Jahr (was heute 1 … Weiterlesen

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Thierse, Schwan und eine Chronologie eines Scheiterns

Die aktuelle Diskussion um Wolfgang Thierse, Gesine Schwan und die nichtheteronormativen Aktivisten erklärt einiges. Was ist passiert? Kurzversion: Die SPD lud im Februar zu einer Onlinediskussion (Video siehe unten) mit drei Vertretern des Act-Out-Manifestes ein. In diesem Manifest behaupten 185 … Weiterlesen

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Von Sprachpanschern und den oberen Zehntausend

Ein interessanter Beitrag in der taz zum Thema Gentrification. Exportabel-Leser wissen das meiste zwar schon, aber als Zusammenfassung gut zu lesen. Autor ist der Politologe Udo Knapp, geboren 1945, früher beim SDS aktiv. Knapp beschreibt den Unwillen der Grünen und … Weiterlesen

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Schnelltests – Warum erst jetzt?

Wir haben in Deutschland mittlerweile 68.000 Corona-Tote. In Taiwan sind es neun. Dort gibt es die Schnelltests seit langem in jeder Apotheke. In Südkorea auch. Tote dort: 1.500. Die Leute haben die Tests zuhause und setzen sie immer dann ein, … Weiterlesen

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Kommunismus, Sozialismus und Architektur

Es folgt ein mäandernder Rundgang durch Architektur und Widerstand und widerständige Architektur. Am 200. Jahrestag der Großen Französischen Revolution sind es nicht nur Millionen, sondern Milliarden Menschen, die die Gewalt und die Komödie der Herrschenden nicht mehr wollen. Sie kämpfen … Weiterlesen

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Die NZZ und die rechte Propaganda ihres Chefredakteurs

Die NZZ war früher eine lesenswerte konservative Zeitung. Seit Eric Gujer dort die Chefredaktion übernommen hat, ist das Blatt nicht einfach weiter nach rechts gewandert. Die NZZ ist dümmer geworden. Nicht immer, aber immer öfter. Jüngstes Beispiel ist eine Art … Weiterlesen

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Kapital und Gefühl: Wir werden uns umarmen

So wirbt derzeit Zalando: Es geht um die bedingungslose Liebe eines Vaters zu seiner kleinen Tochter. Es geht ums Nahesein. Von der Decke nimmt man nur nebenbei Notiz. Werbung im fortgeschrittenen Kapitalismus ist ein gutes Gesellschaftsanalysetool. In seiner Aussagekraft wird … Weiterlesen

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Neue Zeitschriften und die totale Abkehr der Vernunft

Wer liest das? Neben der bekannten Yellow Press findet man neuerdings Titel wie Tagebuch der Achtsamkeit, Raum für Gedanken, Glaub an dich, Denk anders, Finding paradise und so weiter: Es scheint geradezu eine Flut neuer esoterischer Publikationen zu geben. Die … Weiterlesen

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Berliner Schloss: Vom Durchschleusen und vom Fieberwahn

Das Berliner Schloss ist nun einzugsbereit, morgen wird es eröffnet. Da noch kein neuer Kaiser installiert wurde und man Bernd Höcke als unzuverlässig einstuft, versucht man es vorerst halt mit der Präsentation kolonialer Beutekunst aus Afrika. Das deutsche Feuilleton schwelgt … Weiterlesen

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Karl Lauterbach und die Vernunft in der Politik

Ein zwar langes, aber sehens- und hörenswertes Interview von Jung und Naiv mit Karl Lauterbach. Es bestätigt meine in den letzten sechs, sieben Monaten entwickelte Vermutung, dass es sich hier um einen guten und seriösen Politiker des Bundestags handelt: Bescheiden, … Weiterlesen

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Ganz normale Familien

Aufklärung vom Feinsten: Jan Böhmermann über Reichtum in Deutschland und der Welt und über Covidioten: Man hat das Gefühl, dass Aufklärung in Form von Satire die effektivste ist. Andererseits vielleicht leider mit dem Effekt, dass die Aufgeklärten die Welt als … Weiterlesen

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Von der Kategorie der Schuld im Neoliberalismus

Der Politikberater Erik Flügge, lese ich in der FAZ (10.10., S.22), denkt über ein interessantes Phänomen nach: Seit den neunziger Jahren hätten politische Entscheidungen darauf abgezielt, den mündigen Verbraucher zu stärken. Jeder solle sich um die eigene Altersvorsorge kümmern oder … Weiterlesen

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Hanns-Martin Schleyer und die Chancen der Freiheit

Kaum zu glauben, aber wahr: Der Faschist Hanns Martin Schleyer, später dann Arbeitgeberpräsident, schrieb dieses Buch namens „Das soziale Modell – Chancen der Freiheit“. „Chancen der Freiheit“ – so nennen solche Leute ihre Bücher, auch heute noch. Vermutlich ging es … Weiterlesen

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Furchtbar traurig

Des Deutschen liebstes Sommerthema ist bekanntlich die furchtbare sogenannte Hitze. Das Gejammer geht bei Temperaturen ab 23 Grad los, dann spricht die besorgte Presse von „Hitzewellen“. Man könnte es „Sommer“ nennen und sich freuen, aber das wäre zu sorgenfrei. Aktuelles … Weiterlesen

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Demokratie und Bürokratie

Wir leben nicht in einer Demokratie. Wir leben in einer Bürokratie. Wer das anders sieht, glaubt auch, dass es zur Vollkommenheit einer Demokratie ausreicht, alle vier Jahre ein Kreuzchen zu machen. Oder jährlich 5.000 Demonstrationen anzumelden, wie das allein in … Weiterlesen

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Königin Angela und der deutsche Journalismus

Angela Merkel ist unsere Königin. Das meinen zumindest viele deutsche Journalisten, die die Kanzlerin nur mit Samthandschuhen anfassen. Der deutsche Journalismus ihr gegenüber ist seit vielen Jahren von Demut geprägt: Eine Königin kritisiert man nicht. Unvergessener Tiefpunkt deutscher – zwangsgebührenfinanzierter … Weiterlesen

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Stadtplaner und die dritte Toilette

Die taz interviewt die Dortmunder Soziologin Nina Schuster „über Queere Stadtplanung“. Das Adjektiv „queer“ schreiben die tatsächlich groß. Frau Schuster sagt: Vielen Menschen, die in der Stadtplanung arbeiten, ist häufig gar nicht bewusst, dass sich Bedürfnisse unterscheiden. Sie gehen meistens … Weiterlesen

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Melisa und Melissa

Die in Sarajevo geborene und nun in Österreich lebende Journalistin Melisa Erkurt beschwert sich in der taz darüber, dass die „Österreicher*innen“ ihren Namen falsch aussprechen: Früher habe ich Menschen nicht korrigiert, wenn sie Melisa wie Lisa ausgesprochen haben, obwohl es … Weiterlesen

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#Wir haben Platz

In der Tat: Wir haben Platz. Berlin ist so locker bebaut, dass der Stadt ein paar Millionen Einwohner mehr guttun würden. Insbesondere außerhalb des S-Bahnrings, wie man sagt, weiß man oft nicht, ob man sich noch in einer Stadt oder … Weiterlesen

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Barbara Borchardt: Vom Grundgesetz und seinen Feinden

Ich zeige nun ein schönes Beispiel dafür, wie eine rechte, kapitalistische, antidemokratische Lesart des Grundgesetzes mittlerweile als Mainstream durchgeht und die ernsthafte Verteidigung des GG als „linksextrem“ diffamiert wird. Die mecklenburgischvorpommerische Landespolitikerin der Linkspartei, Barbara Borchardt, ist nun – mit … Weiterlesen

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