Archiv der Kategorie: Politik

Die üblichen Verbrechen

Götz Aly kritisiert erneut die Ausstellungspraxis des Berliner ethnologischen Museums, das nun bezeichnenderweise in der Schlossatrappe in Mitte untergekommen ist. Die Herkunft der Exponate, so sein Vorwurf, werde bewusst im Unklaren gelassen. So schrieb er am 20. September in der … Weiterlesen

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Wahl 2021: Kommunisten auf Platz eins

Zumindest in Graz. Dort bekam die KPÖ 29 Prozent. Vielleicht sollte man auswandern. (Foto: genova 2020)

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Die neue Mauer

„Heute haben wir die Möglichkeiten der Produktion so entwickelt und das Wissen um das Machbare so erweitert, dass eine sozialistische Gesellschaft in Freiheit nicht nur denkbar, sondern tatsächlich zu gestalten ist.“ Sagte um 1970 der SPD-Landesvorsitzende von Schleswig-Holstein, Jochen Steffen. … Weiterlesen

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Bauen in Antwerpen und Bauen in Berlin

In Antwerpen wurde gerade ein Wohngebäude fertiggestellt, dessen Kaufbedingungen aufhorchen lassen: Kaufen darf dort nur, wer erstens bestimmte Einkommensschwellen nicht überschreitet und noch kein Wohneigentum besitzt. Das ist deshalb interessant, weil damit nur die Leute als Käufer infrage kommen, die … Weiterlesen

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Ein paar Bemerkungen zum Wahlkampf

Endlich eine sinnvolle Wahlkampfaussage: Enteignung ohne Entschädigung – was denn sonst? Wenn diesem Vorhaben irgendwelche Gesetze entgegenstehen, dann muss man die eben ändern. Bei solchen Forderungen kommt reflexhaft der deutsche Kleinbürger zum Vorschein, der den depravierten Begriff von Eigentum und … Weiterlesen

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Prachtboot und Schokolade

Prachtboot Manchmal gibt es gute Nachrichten. So schrieb kürzlich der Spiegel über das Berliner Stadtschloss: Warum das Fake-Schloss in seiner jetzigen Form nicht zu retten ist Das Humboldt-Forum sollte zu einem neuen Zentrum der Weltkultur werden. Doch an vielen der … Weiterlesen

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Unter Umständen flach

Hadija Haruna-Oelker im Deutschlandfunk: zum Thema „Gesellschaftliche Vielfalt in Redaktionen“: Ich sage es mal so: In den Redaktionen, die divers aufgestellt sind, wo Journalist*innen mit Migrationsgeschichte, aber auch nicht-weiße Journalist*innen, aber auch Journalist*innen mit Behinderung, queere Journalisten sitzen, da verändert … Weiterlesen

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Es gibt noch guten Journalismus: zwei Beispiele

Gibt es in der sich verändernden Medienszene noch guten Journalismus? Entgegen allem Geunke: ja. Zwei aktuelle Beispiele. Die Show Royale von Jan Böhmermann präsentiert regelmäßig wichtige politische Themen in seriöser Darstellung. Nicht seriös in dem Sinn, den wir alten Männer … Weiterlesen

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Wie man wohnen soll: [gemäß CDU, AFD + FDP]

Für den Urlaub idyllisch, auf Dauer vermutlich nicht idyllisch: Wohnen in Berlin nach dem „Karlsruher Urteil“, wie man sagt. Falls man nun aus der Großstadt in die Kleinstadt flüchten will: Der Tagesspiegel erklärt seinen Lesern: Großstädte werden zu teuer : … Weiterlesen

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Eine stetige Enteignung

Die Welt ist ungerecht. Monat für Monat wechseln in Berlin rund 810 Millionen Euro ihre Besitzer, für deren Überweisungen das Stichwort „Miete“ lautet. 83 Prozent der Bevölkerung dieser Stadt bezahlen brav dafür, dass sie einen weiteren Monat in Räumen leben … Weiterlesen

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Das „Aus 500 mach 5.000“-Spiel

Kürzlich las ich ein Interview mit einer Architektin, die in Berlin-Lichtenberg ein interessantes, leicht experimentelles Haus mit guten individuellen Lösungen zu einem vertretbaren Preis gebaut hat. Auf die Frage, wie das möglich war, antwortete sie, sie habe das Grundstück schon … Weiterlesen

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Vom Architekten und der Bürokratie

Der immer lesenswerte Architekturkritiker der FAZ, Niklas Maak, schreibt über die Geschichte des Pritzker-Preises: Skandalös war die Auszeichnung von Alejandro Aravena, der mit seiner Idee reüssierte, einkommensschwachen Chilenen nur ein halbes fertiges Haus hinzustellen und dazu eine Rohbau-Hälfte, die sie … Weiterlesen

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Von der Kostbarkeit des heiligen Bodens

Es muss die Versiegelung gestoppt werden, es muss mehr renaturisiert werden und es muss der Boden dem Markt entzogen werden, weil er ist viel zu kostbar als dass der Markt entscheiden dürfte, wie wir damit umgehen. Das sagte Laura Weissmüller, … Weiterlesen

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Links und rechts

In keinem westlichen Land hat sich die Steuerpolitik so radikal verändert wie in den USA. Nach Roosevelts New Deal wurden Reiche massiv zur Kasse gebeten. 1942 verkündete Roosevelt, dass kein US-Bürger mehr als 25.000 Dollar im Jahr (was heute 1 … Weiterlesen

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Von Sprachpanschern und den oberen Zehntausend

Ein interessanter Beitrag in der taz zum Thema Gentrification. Exportabel-Leser wissen das meiste zwar schon, aber als Zusammenfassung gut zu lesen. Autor ist der Politologe Udo Knapp, geboren 1945, früher beim SDS aktiv. Knapp beschreibt den Unwillen der Grünen und … Weiterlesen

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Schnelltests – Warum erst jetzt?

Wir haben in Deutschland mittlerweile 68.000 Corona-Tote. In Taiwan sind es neun. Dort gibt es die Schnelltests seit langem in jeder Apotheke. In Südkorea auch. Tote dort: 1.500. Die Leute haben die Tests zuhause und setzen sie immer dann ein, … Weiterlesen

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Kommunismus, Sozialismus und Architektur

Es folgt ein mäandernder Rundgang durch Architektur und Widerstand und widerständige Architektur. Am 200. Jahrestag der Großen Französischen Revolution sind es nicht nur Millionen, sondern Milliarden Menschen, die die Gewalt und die Komödie der Herrschenden nicht mehr wollen. Sie kämpfen … Weiterlesen

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Die NZZ und die rechte Propaganda ihres Chefredakteurs

Die NZZ war früher eine lesenswerte konservative Zeitung. Seit Eric Gujer dort die Chefredaktion übernommen hat, ist das Blatt nicht einfach weiter nach rechts gewandert. Die NZZ ist dümmer geworden. Nicht immer, aber immer öfter. Jüngstes Beispiel ist eine Art … Weiterlesen

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„Tiere essen“ oder: Für eine neue Verbotskultur

Jonathan Safran Foer schrieb 2009 in Tiere essen (S. 305): Der Verbraucher sollte sich nicht selbst entscheiden müssen, was grausam und was gut, was umweltschädlich und umweltverträglich ist. Grausame und schädliche Nahrungsprodukte sollten verboten werden. Wir brauchen nicht die Wahlfreiheit, … Weiterlesen

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Charlie Living: Vom Durchatmen der Concierge im Herzen Berlins

Audrey Penven kommt aus San Francisco und zog nach Berlin, weil die US-Stadt „eine Katastrophe ungleich verteilten Reichtums und eine Tech-Startup-Monokultur“ geworden sei. Die Mieten stiegen unkontrolliert und „alle, die San Fransisco zu einer lebenswerten, lebendigen Stadt gemacht haben – Künstler*innen, … Weiterlesen

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Berliner Schloss: Vom Durchschleusen und vom Fieberwahn

Das Berliner Schloss ist nun einzugsbereit, morgen wird es eröffnet. Da noch kein neuer Kaiser installiert wurde und man Bernd Höcke als unzuverlässig einstuft, versucht man es vorerst halt mit der Präsentation kolonialer Beutekunst aus Afrika. Das deutsche Feuilleton schwelgt … Weiterlesen

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Die rechte Agenda der Franziska Giffey

Die neue Berliner SPD-Chefin Franziska Giffey will den Berliner Mietendeckel in fünf Jahren auslaufen lassen. Was will sie gegen steigende Mieten tun? Laut Tagesspiegel das: Die Zeit müsse für mehr Neubau genutzt werden, auch mit Partnern aus der Privatwirtschaft. Das … Weiterlesen

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Mehr Diktatur in der Architektur!

Gerhard Matzig behandelt in der Süddeutschen Zeitung vom 14. November den hochinteressanten Aspekt der partizipatorischen Architektur; also einer Baukultur, die von der Mitsprache der künftigen Benutzer ausgeht. Ich habe den Artikel nicht im Original gelesen, sondern zitiere aus dem  Perlentaucher … Weiterlesen

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Die FAZ, der Papst und der christliche Kapitalismus

Die FAZ ist eine Qualitätszeitung. Keine Ausgabe ohne neue Einsichten, was vor allem auf die ausführliche Auslandsberichterstattung zurückzuführen ist. Andererseits gibt es in fast jeder Ausgabe dümmliche kapitalistische Propaganda, also Artikel, deren Unterkomplexität offen zutage tritt. Vielleicht geht kapitalistische Propaganda … Weiterlesen

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Ganz normale Familien

Aufklärung vom Feinsten: Jan Böhmermann über Reichtum in Deutschland und der Welt und über Covidioten: Man hat das Gefühl, dass Aufklärung in Form von Satire die effektivste ist. Andererseits vielleicht leider mit dem Effekt, dass die Aufgeklärten die Welt als … Weiterlesen

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Eine coole Sau ist er schon

Village People sind dagegen, dass er ihr Lied missbraucht, aber was kümmert das ein gewissenloses Schlitzohr. Grinsen muss man dennoch. Und das ist wohl ein Grund für seinen Erfolg. Aber vergessen wir die coole Sau und Joe Perlweiss Biden und … Weiterlesen

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Adenauer und die Humanisierung unseres Zusammenlebens

Wer hat´s gesagt? „Die bodenreformerischen Fragen sind nach meiner Überzeugung Fragen der höchsten Sittlichkeit. Es nützt Ihnen alles nichts, was Sie sonst machen, im Schulwesen, mit Kultur – mit dem Wort wird ja ein solch furchbarer Missbrauch betrieben – die … Weiterlesen

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Die Liebigstraße und die Gewaltfrage

Vergangenen Freitag räumte die Staatsmacht mit 1.500 Polizisten ein besetztes Haus in der Liebigstraße in Berlin-Friedrichshain. Am gleichen Abend organisierten die Bewohner und 1.500 ihrer Sympathisanten eine Demo durch den Prenzlauer Berg. Es kam zu Gewalt, Flaschenwürfen, Entglasungen, brennenden Autos. … Weiterlesen

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Wohnen in Berlin

Derzeit wird in Berlin ja viel vom Mietendeckel geredet. Er ist momentan vor Gericht anhängig. Wir werden sehen. Die Praxis sieht allerdings so aus: In Mitte werden haufenweise neue Wohnblöcke gebaut, aber praktisch ausschließlich im hochpreisigen Bereich. Beispiel: Graft Architekten … Weiterlesen

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Das Auto, die Miete und die Naturverhältnisse

Neoliberale Politik als Naturphänomen, das man also nur hinnehmen kann: Das war kürzlich hier im Blog ein Thema und man findet permanent neue Beispiele dafür. Im Wrangelkiez in Berlin-Kreuzberg wird seit längerem darüber diskutiert, die Straßen für den motorisierten Durchgangsverkehr … Weiterlesen

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