o.T. 409

(Foto: genova 2017)

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Von der deutschen Unmöglichkeit der Aufstockung

Mein Respekt gilt Leuten, die solche Häuser bauen:

Keine ausgebildeten Architekten, keine Statiker,  keine Bürokraten. Man braucht Wohnraum und schafft ihn sich, indem man aufstockt. Viele Flüchtlinge in Deutschland verstehen das deutsche Wohnungsproblem nicht: Jahrelang wird ihnen erzählt, dass Wohnungen knapp seien und jahrelang wird nichts unternommen. „Warum bauen wir nicht einfach?“, wird man gefragt. Antwort: Weil Deutschland ein kleingeistiger, bürokratischer, stadt- und menschenfeindlicher und vor allem komplett verwalteter Ort mit kleingeistigen, bürokratischen, stadt- und menschenfeindlichen und vor allem sich selbst verwalten lassenden Menschen ist.

Spontane Aufstockungen stehen all dem im Weg.

Die Städte würden interessanter werden, voller, lebendiger, unkontrollierter, reflektionsreicher.

Um kleinlicher Kritik vorzubeugen: Natürlich sollte man hier einen Statiker zu Rate ziehen, aber das spontane Machen ist im Bausektor einer Überfülle an Vorschriften gewichen. Kein Bedenkenträger, der nicht mehrere Jahre Gerichte mit seinen Bedenken beschäftigen dürfte. Keine Aufstockung ohne jahrelange Diskussionen über eine weitere Feuerwehrzufahrt. Aufstockungen sind bei Häusern in Deutschland fast überall möglich. Gemacht wird es fast nirgendwo.

Damit verwandt: Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen lag in den 1950er Jahren bei rund 500.000 jährlich. Heute bräuchte man ebensoviel, aber die aktuelle Zahl liegt halb so hoch. Das, was dieser Staat vor sechzig Jahren schaffte, ist heute, bei einer massiv gestiegenen Produktivität, angeblich nicht mehr möglich. Man kann natürlich auf unfähige und korrupte Politiker schimpfen, was selten falsch ist. Aber das Problem liegt tiefer.

Vor 100 Jahren wurde wesentlich schneller gebaut als heute. Die totale Bürokratie hat schon lange die Macht übernommen. Im Unterschied zu früher fehlt heute der Bauer mit der Mistgabel in der Hand.

Die Logik des Bauens hierzulande ist eine deutsche Katastrophe. Naturgemäß nur eine mehr.

(Foto: genova 2010)

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Augsburg im Nebel

(Foto: genova 2017)

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Flanieren in Tiflis

Flanieren ist in Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, schwierig. Es gibt zwar Bürgersteige, wie man sagt, aber die werden von Anwohnern gerne zugebaut – oder sie sind löchrig:

Ich würde vermuten, dass in Städten mit einer bürgerlichen Vergangenheit, also einer Zeit, in der das Bürgertum Motor des gesellschaftlichen Fortschritts war, sich bis heute eine Tradition erhalten hat, die ein solches Verstellen des Bürgersteigs unterbindet. Wo man also eine Grundstücksgrenze des Bürgers definiert, innnerhalb derer er seine Eingangssituation definieren muss, nicht außerhalb jener.

Die Definition von Flanieren beinhaltet gewiss, dass zwei Personen sich bequem nebeneinander bewegen können und sie noch genügend Raum für maßvolle Bewegungen der Gliedmaßen haben. So gesehen ist Flanieren in Tiflis in weiten Teilen unmöglich. Aus dem Flanieren wird – auch wegen der Topographie – an vielen Stellen die Benutzung eines Klettersteigs mit permanentem Ausweichen bei entgegenkommenden verhinderten Flaneuren. In einem Entwicklungsland wie Georgien kommt das Phänomen fehlender Kanaldeckel hinzu, ähnlich wie in Bukarest. Man stellt einfach irgendeinen Gegenstand oder ein keines Bäumchen neben das Loch und hofft, dass niemand reinfällt.

Vielsagen sind auch solche Situationen:

Die Grenze zwischen öffentlich und privat ist nicht klar definiert. Der Anwohner legte eine Entwässerungsrinne weg vom Gründstück auf die Straße. Er setzte sie in eine funktionierende kleine Infrastruktur, wobei ein passender Anschluss ans Nachbargrundstück nicht von Interesse war. Ein Bürgersteig wird hier offenbar nicht als solcher betrachtet, sondern als von der Kommune eingerichete Fläche, die beliebig für private Zwecke gebraucht werden kann.

Diese Betrachtungsweise und Funktionierung von Bürgersteigen hat natürlich auch seinen Reiz: Es ignoriert die Trennung von Verkehrsbereichen – hier der Fußgänger, dort der Autofahrer – sondern es existiert nur die Trennung von ruhendem und fließendem Verkehr. So benutzen Autofahrer und Fußgänger gleichermaßen die Straße, was für Mitteleuropäer ungewohnt ist. Aber wieso eigentlich nicht? Autofahrer haben keine freie Fahrt, sondern müssen ständig auf Fußgänger Rücksicht nehmen und plötzlich gibt es jede Menge Parkplätze auf den Bürgersteigen. Ob Lissabon, Kairo oder Tiflis: Bürgersteige sind nicht zum gehen da, sondern zum zustellen und zuparken. Der Bürgersteig ist ein Ab- und Zustellplatz und eine Fläche, die der Erweiterung privater Bauwünsche dient. Die Bewegung aller findet auf der Straße statt.

In vielen westlichen Städten – meines Erachtens vor allem in westdeutschen – haben Aufsteller die Funktion der Treppen und Bäume in Tiflis übernommen. Man stellt Schilder mit Vekaufshinweisen (Coffee to go nur 99 Cent!) bewusst den Flaneuren in den Weg, auf dass sie darüber stolpern und ihren Weg ändern, nämlich rein in den Laden und kaufen. Während man also in Tiflis über die Treppe oder den Kellereingang eines Anwohners stolpert, tut man in westlichen Städten das gleiche in den Dienstleistungssektor hinein.

Andererseits kann man über künstliche Engstellen auch froh sein: Es kommt hier noch zu realen Kontakten, man muss sich spontan mit unbekannten Menschen auseinandersetzen, man muss sich schnell entscheiden und einigen.

(Fotos: genova 2017)

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Ein Sneaker und die Leidenschaft der Menschen in Berlin

Die BVG, Betreiberin der öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin, hat jetzt einen Sneaker (neumodischer Turnschuh) herausgebracht, der gleichzeitig als Jahresticket dient. Man zeigt bei einer Kontrolle einfach den Schuh her. Damit die Aufmerksamkeit gesteigert wird, ist die Auflage auf 500 Schuhpaare begrenzt.

Der Effekt ist der gewünschte: Vor den zwei Berliner Adidas-Läden bildeten sich schon drei Tage vor Verkaufsbeginn Schlangen. Junge Menschen campieren bei Minusgraden, um einen Schuh abzubekommen.

Bezeichnend ist die Berichterstattung in einem Artikel der Berliner Morgenpost über das Phänomen:

Nicht so sehr das BVG-Ticket reizt allerdings die Ersten, die warm eingepackt auf Campingstühlen gegenüber dem Geschäft am Schlesischen Tor ausharren. Der Schuh hat Sammlerwert, er ist etwas Besonderes. Schon weil die Stückzahl limitiert ist. Die Fans gehören zur Sneaker-Community, und die fliegt auch mal nach Barcelona, um ein Angebot zu ergattern, berichten die Wartenden.

Dann erzählt die Morgenpost von Luka:

Der 30 Jahre alte Weddinger hat sich extra Urlaub genommen. Er ist von Beruf Softwareentwickler. Ihm geht es nicht um das BVG-Jahresticket, er hat eine Jahreskarte.

„Darum geht es den wenigsten, das ist mehr ein Nebeneffekt“, sagt er. Ihm geht es nur um die Schuhe. Sneaker sind seine große Leidenschaft. Er hat 40 Paar. „Und jeder Schuh ist etwas Besonderes“, sagt er. Nicht etwa, dass er sie nicht trägt, das Gegenteil ist der Fall. „Rock them, don’t stock them“, was etwa so viel heißt wie „trag sie, lager sie nicht“ ist sein Motto, das werde in der Sneaker-Community meistens so gehalten.

Faszinierend. Man steht und liegt also, im Schlafsack eingemümmelt, tagelang an, um einen Turnschuh – zu dessen Design ich mich nicht zu äußern traue – zu ergattern. Objektfetisch im Kapitalismus.

In den paar Zeilen steckt alles Relevante drin. Es geht um Leidenschaft, im entwickelten hiesigen System ganz wichtig: Man muss in neoliberalen Zeiten alles spannend finden und eine ordentliche Leidenschaft gehört dazu. In Wahrheit ist einem alles egal, also interessiert man sich halt leidenschaftlich für einen Turnschuh. Natürlich muss jeder Schuh etwas Besonderes sein, etwas Individuelles. Schön auch, dass es eine Sneaker-Community gibt, wohl ein Ersatz für religiöse Gemeinschaften früher. Die Religiösen pilgerten, die Sneaker-Community nimmt easyjet und ergattert.

Man könnte ja der Sinnentleerung der modernen Welt, weil es keinen Gott mehr gibt, andersweitig begegnen: Sexgemeinschaften oder Diskussionsgemeinschaften oder Angelgemeinschaften oder Prügelgemeinschaften oder Verantwortungsgemeinschaften. Stattdessen: Sneaker-Communities.

Toll auch der Kommentar der Adidas-Unternehmensführung zum BVG-Sneaker:

„Wir sind dankbar für die Markentreue und die Leidenschaft der Menschen in Berlin. Die Begeisterung rund um den Sneaker und dessen Entstehungsgeschichte zeigt, welchen hohen Stellenwert wir in der Hauptstadt haben“

Auch hier ist Leidenschaft wichtig. In einer Zeit, die Leidenschaft um jeden Preis vermeiden will, weil sie allzuschnell zur Forderung systemischer Veränderungen führen könnte, zieht man Ersatzprodukte zu Rate. Leidenschaft für einen Schuh ist gut, und leidenschaftliche Markentreue noch besser. Es ist skurril, wie aus einer Sportmarke ein Lebensgefühl wurde.

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(Fotos: adidas und genova 2017)

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„Deutsche Wiedervereinigung nur in einem Massengrab“

Der Historiker und Journalist Sebastian Haffner 1987 in „Von Bismarck zu Hitler“ (S. 324) über die Möglichkeit einer deutschen Wiedervereinigung, wie man sagt:

Wie würde denn eine Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten, wie sie sich nun in 40 Jahren entwickelt haben und wie sie heute sind, überhaupt aussehen können? Merkwürdigerweise versagt da das Vorstellungsvermögen. Eine Wiedervereinigung der Art, dass einer der beiden deutschen Staaten verschwände und in dem anderen aufginge, kann man sich gerade noch ausmalen. Freilich würde das einen Krieg voraussetzen, und eine Wiedervereinigung dieser Art könte wohl unter heutigen Bedingungen nur noch im Massengrab stattfinden. Aber eine Wiedervereinigung, in der die beiden deutschen Staaten, so wie sie nun einmal sind und geworden sind, zu einem funktionierenden Staat verschmolzen würden, ist nicht vorstellbar, nicht einmal theoretisch.“

Man hat aus der Danach-Perspektive natürlich immer gut Lachen, allerdings ist es bezeichnend, wenn jemand zwei Jahre vor dem Ereignis selbiges als nicht einmal theoretisch vorstellbar bezeichnet. Noch dazu ein kluger Kopf wie Haffner.

Interessant ist das Zitat einerseits, weil man sieht, wie bedenkenlos ein Mensch aus seiner naturgemäß begrenzten Sicht auf die Welt, die sich einzig aus Erfahrungen der Vergangenheit speist, eine begrenzte Sicht in die Zukunft vornimmt, die dieser Mensch vermutlich als state of the art und wohlsituiert und begründet betrachtet.

Interessant auch deshalb, weil meines Erachtens weite Teile der Politik und der Öffentlichkeit sich heute aus Prognosen speisen: Ob Rente, Demografie, Klimachange, Umwelt: Es geht permanent um Vorhersagen, die sich auf zehn, fünfzig oder hundert Jahre beziehen. Das meiste ist vermutlich das Papier nicht wert. Da sich aber kaum jemand die Mühe macht, alte Positionen im Nachhinein auf ihre Validität abzuklopfen, bleiben die Prognostiker unbehelligt. Typisch für diese Leute auch das Katastrophische, das gerade dem Durchschnittsdeutschen gut gefällt, weil er dann so schön fies Angst haben darf, was naturgemäß des Durchschnittsdeutschen zwanghafte Lieblingsbeschäftigung ist.

Je schneller die Entwicklung, je komplizierter die Prognose, je fahrlässiger die Aussage, desto häufiger wird mit Vorhersagen gearbeitet. Es sind vor allem und naturgemäß Männer, die in ihrer typischen Selbstüberschätzung dieses Metier betreiben.

Die zitierte Passage Haffners war übrigens kein Ausrutscher. Ein paar Jahre zuvor sagte er zum gleichen Thema:

„Ich halte eine Wiedervereinigung durchaus noch für möglich, sie ist allerdings denkbar nur noch eben als Wiedervereinigung der beiden existierenden, konsolidierten deutschen Staaten, nicht als Abschaffung eines oder beider von ihnen. Die Grundvoraussetzung scheint mir die Beseitigung eines psychologischen Blocks in der Bundesrepublik zu sein, das heißt, man muss endlich zur Kenntnis nehmen, dass die DDR existiert, dass sie ein Staat ist, nicht eine sowjetische Besatzungszone, und dass dieser Staat ein notwendiger Verhandlungspartner beim Wiedervereinigungsprozess ist.“

Es war exakt umgekehrt. Die DDR war kein notwendiger Verhandlungsparter beim Wiedervereinigungsprozess, es waren die Demonstranten und Ereignisse in der Tschechoslowakei und in Ungarn, die Realitäten schufen. Man nahm den Laden einfach nicht mehr ernst. Dass das westdeutsche Kapital dann zuschlug, ist eine andere Geschichte.

(Foto: genova 2017)

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o.T. 408

(Fotos: genova 2015-2017)

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o.T. 407

(Foto: genova 2013)

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Zur Problematik der orthographischen Integration Russlanddeutscher

(Foto: genova 2017)

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Von der Aktualität Marxens

Die Deutsche Bahn wird 2018 einen ihrer neuen ICE-Züge “Karl-Marx“ nennen, er setzte sich beim aufwendigen Vergabeprozess unter anderem gegen “Helmut Kohl“ und “Helmut Schmidt“ durch.

schreibt Holger Gertz in der Süddeutschen Zeitung (30.12.) in einem Seite-3-Stück über den “Superstar“ Marx, der “selten so populär“ gewesen sei wie heute. Dieses Jahr strahlt das ZDF zu Marxens 200. Geburtstag sogar ein „Dokudrama“ aus, in dem es „um den Menschen“ Marx gehen soll. Man muss Schlimmstes befürchten.

Ich lese von der angeblichen Popularität des bärtigen Herrn in einem Staats-ICE, für den ich für eine Strecke von 550 Kilometer den „Normalpreis“ von 116 Euro bezahlt habe, den ich um die Hälfte vergünstigen kann, wenn ich eine Jahresmitgliedschaft bei der Bahn eingehe, für die ich 255 Euro bezahlen muss, trendy „Bahncard 50“ genannt. Oder ich buche im Voraus ein Ticket, dessen Vorausbuchungsfrist die Bahn gerade von drei auf sechs Monate verlängert hat. Die deutsche Krämerseele wird es freuen, der Bahn das Geld ein halbes Jahr im Voraus überweisen zu dürfen. All das ist normal.

„Noch“ schreibt Gertz in der Süddeutschen weiter, „hat das kapitalistische System allerdings auf jede Irritation eine routinierte Antwort“. Die Antwort ist: Gegen Naturgesetze darf und kann man nicht verstoßen, beispielsweise gegen steigende Mieten. Exakt diese routinierte Antwort gibt nicht „System,“, sondern, unter anderen, die Süddeutsche. Die Widersprüche sind total und damit aufgehoben. Gertzens „noch“ ist eine rhetorische Figur oder auch nur eine Spielerei, gut für ein Grinsen in der Kantine. Kohl und Schmidt wären ehrlicher, aber auch spießiger, und das will man ja auf keinen Fall sein. Marx bringt aufmerksamkeitsökonomisch einfach mehr.

Marx ist in Deutschland populär im Feuilleton der Süddeutschen, in Berlin-Mitte, in Brecht-Seminaren, Castorf-Inszenierungen und anderen schöngeistigen und mittlerweile völlig harmlosen Veranstaltungen. Man gibt sich gerne liberal und toleriert Kot auf der Bühne und den Revolutionsaufruf vorm Katheder. Man fordert das sogar. Man hat den Muff der Fünziger endültig abgelegt, aber nur äußerlich, formal, und ansonsten nichts gecheckt. Marx ist vielleicht noch populär in einem angenehmen Land wie Griechenland. Dort gibt es eine kommunistische Gewerkschaft, die kurzerhand das Arbeitsministerium besetzt und die Arbeitsministerin stellt. Im devoten Deppenstaat Deutschland naturgemäß undenkbar. Um den Geisteszustand dieses Landes und seiner Journalisten zu erfassen, genügen die ersten sieben Minuten dieses Spiegel-online-Podcasts. Es offenbart sich die totale Bewusstlosigkeit – begrifflich wie ideologisch. Es ist das Niveau einer Samstagabendunterhaltungsshow.

In Wahrheit ist die deutsche Liberalität eine totale Degression und systemische Anpassung an den Gott der Ökonomie, der nicht sichtbar, aber wirkungsvoll ist. In Wahrheit ist Marx mausetot und jeder, der ihm eine ernstzunehmende Relevanz vermitteln wollte, wird vom Staatsschutz oder der SPD oder der Linkspartei oder den Wirtschaftsjournalisten der Süddeutschen oder den neuen Nazis – was ökonomisch alles die gleiche menschenverachtende Soße ist – in die psychische und vermutlich auch physische Mangel genommen.

Gerne im ICE Karl Marx oder Alice Weidel, demnächst bei Ihrer Bahn.

(Foto: genova 2010)

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