Archiv der Kategorie: Städte

Vom Vorzug des Neuperlachschen

Man steht heute staunend vor der Abrisswut der Nachkriegszeit bis in die 1970er Jahre hinein. Dann begannen Menschen, sich zu wehren. Erst linke Hausbesetzer, später ein breiteres Publikum, aus dem sich auch die Grünen formierten. Man steht staunend vor dieser … Weiterlesen

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Charlie Living: Vom Durchatmen der Concierge im Herzen Berlins

Audrey Penven kommt aus San Francisco und zog nach Berlin, weil die US-Stadt „eine Katastrophe ungleich verteilten Reichtums und eine Tech-Startup-Monokultur“ geworden sei. Die Mieten stiegen unkontrolliert und „alle, die San Fransisco zu einer lebenswerten, lebendigen Stadt gemacht haben – Künstler*innen, … Weiterlesen

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Vier Fotos zu angenehmen Stadtsituationen

Vier Fotos, die urbane, wie man sagt, Situationen zeigen: Warum empfinden wir das Abgebildete auf diesen Fotos als angenehm? Die Antwort ist einfach: Weil wir vier städtische Straßen und Plätze sehen, aber keinen einzigen Baum. Viele Häuser, kein Grün (bis … Weiterlesen

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Berlin muss sich radikalisieren – Wer folgt auf Katrin Lompscher?

Die Berliner Bausenatorin Katrin Lompscher ist zurückgetreten. Anlass waren geringfügige Steuervergehen. Deretwegen hätte sie nicht zurücktreten müssen. Vielleicht war sie auch müde.Es wäre verständlich, angesichts der reaktionären Phalanx aus rechten Politikern, professionellen Propagandisten des Kapitals, rechten Journalisten und Rechtsradikalen generell. … Weiterlesen

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Stadtplaner und die dritte Toilette

Die taz interviewt die Dortmunder Soziologin Nina Schuster „über Queere Stadtplanung“. Das Adjektiv „queer“ schreiben die tatsächlich groß. Frau Schuster sagt: Vielen Menschen, die in der Stadtplanung arbeiten, ist häufig gar nicht bewusst, dass sich Bedürfnisse unterscheiden. Sie gehen meistens … Weiterlesen

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#Wir haben Platz

In der Tat: Wir haben Platz. Berlin ist so locker bebaut, dass der Stadt ein paar Millionen Einwohner mehr guttun würden. Insbesondere außerhalb des S-Bahnrings, wie man sagt, weiß man oft nicht, ob man sich noch in einer Stadt oder … Weiterlesen

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Il faut tuer

1929 hielt Le Corbusier in Buenos Aires einen Vortrag zum Thema Städtebau und sagte: Il faut tuer la rue-corridor. Bedeutet so viel wie, man müsse die Korridor-Straße und überhaupt die Korridor-Stadt töten. Das meint die bis zur Moderne übliche Blockrandbebauung, … Weiterlesen

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Ein Lob an Köln

Wir sehen hier die Innenstadt von Köln, ein durchaus repräsentatives Bild. So sieht es aus, nachdem zehn Jahre zuvor ein Stadtarchiv eingestürzt ist. Das ist positiv gemeint, denn es zeigt sich ein Stück nicht definierter Boden mitten in einer naturgemäß … Weiterlesen

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Von Atelierbeauftragten im Kapitalismus

Kaum zu glauben, aber wahr: Der Maler Konrad Knebel malte dieses Bild 1977 in der DDR und nannte es „Straße mit Mauer“ (Öl auf Leinwand). Ich weiß nicht genau, wie wohlgelitten Knebel war, aber er bekam wegen dieses Bildes offenbar … Weiterlesen

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Über Enteignungen und die Ausbeuter von Berlin

Angesichts der gestrigen Berliner Demo gegen den „Mietwahnsinn“ mehren sich die Forderungen nach Enteignungen von Großkonzernen im Immobiliensektor. Nach repräsentativen Umfragen ist eine deutliche Mehrheit der Berliner dafür. Kommunale Wohnungen könnten vor Profitjagd geschützt werden und es bestünde keine Notwendigkeit … Weiterlesen

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Camillo Sitte: Von kurvigen und geraden Empfindungen

Ein Architekturkritiker schrieb im Jahr 2007: „…wir empfinden deutlich den ungeheuren Unterschied, der zwischen den uns heute noch erfreuenden alten Plätzen und den einförmigen modernen besteht … Geradlinigkeit und Rechtwinkligkeit sind nun allerdings Merkmale empfindungsloser Anlagen…“ Und, ebenfalls in Bezug … Weiterlesen

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Vom neuen Sinn der Materie

Interessante These von Roger Behrens (oder von ihm wiedergegeben) in seiner Kritischen Theorie der Stadt: Einerseits gibt es in der Stadt ein Verschwinden der Materie, das um 1900 einsetzte. Während das Wasser vorher aus dem Brunnen gezogen und das Abwasser … Weiterlesen

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Von der Verwertung oder: Wer hat den höchsten?

Ein angenehmer Artikel von Niklas Maak in der FAZ über den geplanten Neubau eines Wolkenkratzers für die Bank JP Morgan in New York. Architekt ist der Supermann Norman Foster. So weit, so wenig erwähnenswert. Interessant wird die Gemengelage, weil auf … Weiterlesen

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Adorno und das Berliner Schloss

Adorno ist nicht tot. Erst jüngst schrieb er zum aktuellen Wiederaufbau des barocken Berliner Stadtschlosses das hier (aus: Der missbrauchte Barock, 2018): Dem kritischen Bewusstsein nicht weniger als der Entzauberung der Welt fiel das Ornament zum Opfer. Das ohnehin geschwächte … Weiterlesen

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Bauen im Kontext als Beruhigung des schlechten Gewissens

Bauen im Kontext als Begriff soll suggerieren, dass man auf seine Umgebung, auf seine Umwelt Rücksicht nimmt. Hört sich gut an und deshalb wird der Begriff gerne angeführt, wenn es Bedenkenträgern darum geht, ein Gebäude zu verhindern. Mir scheint allerdings, … Weiterlesen

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„Für Sozialismus auf dem Wohnungsmarkt“

Ein hervorragendes Interview im Tagesspiegel mit Leute der Interventionistischen Linken. Sie fordern das Selbstverständliche, was in einer neoliberalisierten Gesellschaft naturgemäß als linksradikal gilt. Ein paar Auszüge: Wir wollen den Markt nicht regulieren, wir wollen ihn abschaffen. Wir sehen die privaten … Weiterlesen

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Bauen in München: „Vom Gemeinwohlgedanken verabschiedet“

Die formidable Laura Weißmüller rezensiert in der Süddeutschen Zeitung (März 2018) eine Münchner Ausstellung zum „Wohnungsbau in Bayern 1918 – 2018“ im Architekturmuseum der TU München. Heraus kommt eine für die Süddeutsche ungewohnte Investorenschelte: Will der Staat, dass seine Bevölkerung, … Weiterlesen

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Gerhard Matzig und die Stadt für alle

Gerhard Matzig fordert in der Süddeutschen Zeitung den “uneingeschränkten Zugang in die Stadt“ (27.2, S. 9). Allerdings nicht in Bezug auf vertretbare Mieten, was man bei einer Münchner Redaktion vermuten könnte. Nein, es geht um den freien Zugang für Autos, … Weiterlesen

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Das Herz schlägt, Frankfurt lebt

Im Zentrum von Frankfurt wird gerade eine Altstadt gebaut. Schon die Formulierung zeigt den Irrsinn des Vorhabens, aber eine irrsinnige Idee führt heutzutage bekanntlich nicht zwangsläufig zu Kritik und zum Überdenken. Bemerkenswert ist die Öffentlichkeitsarbeit, mit der die Stadt dieses … Weiterlesen

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Hommage an das Duisburg des Südwestens

(Fotos: genova 2010 und 2017)

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Flanieren in Tiflis

Flanieren ist in Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, schwierig. Es gibt zwar Bürgersteige, wie man sagt, aber die werden von Anwohnern gerne zugebaut – oder sie sind löchrig: Ich würde vermuten, dass in Städten mit einer bürgerlichen Vergangenheit, also einer Zeit, … Weiterlesen

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Das Wunder der Süddeutschen Zeitung: linksradikal und rechtsradikal zugleich

Den Erfolg der Süddeutschen Zeitung macht unter anderem ihre Heterogenität aus. Während im Feuilleton sich auch sogenannte linksradikale Haltungen austoben dürfen, bleibt es im Wirtschaftsteil unter volkswirtschaftlichen Vorzeichen im Wesentlichen stramm neoliberal – anders ausgedrückt: menschenverachtend. Ein interessantes Beispiel für … Weiterlesen

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Architektur und Gewalt

„Baysals Fotografien wurden oft mit den Schlagwörtern „urbane Transformation“ oder „Gentrifizierung“ versehen, für mich aber sind sie vor allem Bilder der Gewalt gegen die Umwelt. Für mich zeigen sie gewaltsames Vorgehen gegen die baulich geschaffene wie auch gegen die natürliche … Weiterlesen

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Thesen für eine unsoziale Stadt

Berlin spiegelt sich ein ein paar Jahren selbst. Man findet die Stadt – und eigentlich sich – ganz toll, vor allem, weil die Stadt wächst. Die Berliner Zeitung, in der Regel seriös und lesenswert, versteigt sich einer Rezension einer Ausstellung … Weiterlesen

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Selbstermächtigung gestalten

Jutta Ditfurth bei einer Diskussion in Hamburg über G20 und die Folgen (aus: konkret, 9/17, S. 19) „Was wir in Berlin am 1. Mai überlicherweise tun, ist, da bin ich ganz offen, man schafft ein Territorium, damit sich Unzufriedenheit, Hass … Weiterlesen

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Von Rom und von der Marke Rom

Der meist kluge Thomas Steinfeld berichtet in der Süddeutschen Zeitung (19. Juli, S. 9) von den immer massiver werdenden Touristenströmen in manchen italienischen Städten (vor allem wohl Venedig, Florenz, Rom und die bekannten Verdächtigen in der Toskana) und über die … Weiterlesen

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Kultur und Flexibilität

[Es folgt ein weiterer vor allem wirrer Text, weil wirr gedacht.] Der Sennettsche „flexible Mensch“ ist ein kulturell eher unflexibler, meinte vor 15 Jahren schon Peter Neitzke, ein Architekt und vor allem Publizist, der vor knapp zwei Jahren gestorben ist. … Weiterlesen

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Time to grow up

In Friedrichshain sind derzeit mehrere Brandwände mit diesem Spruch auf schwarzem Grund beschrieben: Das blaue Rohr verdeckt: „Berlin.“ Der Schrifttyp erinnert an die langjährige Mercedes-Typografie und da das Mercedes-Gebäude nur ein paar hundert Meter entfernt ist, dürfte das hinkommen. Einerseits … Weiterlesen

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Die deutsche Linke und die Ablehnung von Stadt

Die neue Berliner Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher hat die schwierige Aufgabe, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Bisher hat man noch kein überzeugendes Konzept vernommen, aber da sind wir mal ganz unvoreingenommen und hoffen, dass das, was da Weile hat, ein gut Ding … Weiterlesen

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Ihre grössten Erfolge

Regula Lüscher war bis zum Regierungswechsel in Berlin Senatsbaudirektorin. Vor drei Wochen gab sie dem Schweizer Tagesanzeiger ein Interview und bilanzierte ihre Amtszeit. Zu ihren größten Erfolgen befragt, sagte sie: Ich habe im grössten Stadtentwicklungsgebiet, das ich verantworte, am Hauptbahnhof, … Weiterlesen

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