BER und die Reaktion

Der BER, wie man sagt, ist offenbar fertig. Zumindest schreiben das ein paar Zeitungen. Ich habe den Eindruck, dass das in Berlin niemanden interessiert. Man flog bislang auch schön Tegel und von Schönefeld, und der Flughafen Schönefeld ist quasi der neue BER. Liegt direkt daneben.

Interessant aber, was Peter Richter in der Süddeutschen (21.8.20) über die BERsche Anmutung schreibt:

Es ist ein ästhetisches Regredieren: Während Tegel trotz Alter und Überlastung immer noch munterenZukunftsoptimismus ausstrahlt, verkündet Berlins neuester Flughafen noch vor der Eröffnung vor allem Rückzug: Stasis statt Dynamik, mehr Muschelkalk als in den Staatsbauten der Dreißigerjahre, mehr Holzvertäfelung als in allen Ratskellern des Landes, eine weitere von Berlins neoklassischen Shopping Malls, nur halt mit Gates zum Rollfeld. Bei der Besichtigung äußert jemand leise das Wort „gebaute Flugscham“.

Willy Brandt kann nichts dafür, dass ausgerechnet dieses jetzt schon staubig und veraltet aussehende Geschmacksmonument des Berliner Neunzigerjahre Konservatismus nach ihm benannt ist … Aber auch, dass der sagenhaft öde Apellplatz davor seinen Namen tragen muss, das hat er wirklich nicht verdient. Immerhin ist der BER nun fertig.


Ich habe BER noch nicht begutachtet und kann zu dem ästhetischen Moment wenig sagen. Es würde aber nicht wundern, wenn Richter Recht hätte. Den Neunzigerjahre-Konservatismus, die Regression, könnte in der Architektur der Architekten gmp angelegt sein. Schon deshalb, weil gmp typische Zeitgeistarchitekten sind. Man liefert, was gerade gefällt. Da die Planungen aus den 1990ern kommen, hat man – bei Berliner Verhältnissen – im Jahr 2020 halt einen Neunzigerjahreflughafen.

Dazu kommt: In den Neunzigern entwarf man das steinerne Berlin, also die rechte und reaktionäre Stadtplanung, die vorgeblich preußische Tugenden visualisieren wollte: eine rigide Traufhöhe von 20 Metern, Blockbebauung, die aber nichts über die tatsächlichen Machtverhältnisse verriet (Großinvestoren beschlagnahmten einfach ein paar Blöcke nebeneinander), und dazu die unsäglichen

Natursteinfassaden (hinter Stahlbetonstrukturen) mit vormodernen Fensterformaten. Man sieht heute auf Schritt und Tritt dieses kaputte, rechte, preußische, reaktionäre und kapitalistische Berlin, schlecht verarbeitet, es tut weh.

Berlin ist in gewisser Hinsicht immer noch die Hauptstadt Preußens. Diese rechte massenhafte Berliner Architektur war ein Ausdruck des dumpfen, rechten und eben typisch deutschen Geistes, der sich seinerzeit austoben durfte, übrigens mit voller Zustimmung kapitalistischer Logik. Progressive Architekten und Stadtplaner wurden an den Rand gedrängt.

BER also als Verlängerung dieser Tradition? Gut möglich.

Vorsichtig allerdings sollte man bei Richters Kritik am „öden Apellhofplatz“ sein. Sicher ist das eine riesige Asphaltfläche. Doch die hat in Deutschland ihren Reiz, weil die Deutschen, wie man sagt, Angst sogar vor einer großen leeren Fläche haben. Vermutlich wird sich schnell eine Bürgerinitiative finden, die irgendwas mit Bäumen fordert.

Die Süddeutsche weiter:

Das omnipräsente Nussbaumfunier soll warm und wohltuend wirken, bekommt aber spätestens dann etwas beklemmend Obsessives, wenn man merkt, dass es als Folie sogar um Lüfungslamellen aus Aluminium gewickelt wurde.


Es mangele außerdem an Ingenieurbüros, die den immer erdrückenderen Wust an Normen und Vorschriften überhaupt noch bewältigen können.

Die letzte Bemerkung dürfte eine notwendige sein. Die überbordende Bürokratie, eine naturgemäß deutsche Bürokratie, die jeden vernünftigen Gedanken austreibt.

Soweit ich weiß, wurde kurz nach Abschluss der Planung und kurz nach dem Beginn der Bauarbeiten der Fehler gemacht, die Planung kurzfristig doch noch einmal zu ändern, weil man mehr Platz für den Einzelhandel organisieren wollte. Damit begann das Verhängnis, das sich die nächsten zehn Jahre nicht mehr entwirren lies.

Wie auch immer: Seien wir dankbar. Die Touristen kommen demnächst wieder in großer Zahl und können sich selbst ein Bild davon machen, ob Nussbaumfunierfolien um Aluminiumlüftungslamellen ein no go sind oder nicht – wenn sie denn sehen können.

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19 Antworten zu BER und die Reaktion

  1. stadtauge schreibt:

    Ich komme hin und wieder an den neuen BER. Dein Zitat „Man sieht heute auf Schritt und Tritt dieses kaputte, rechte, preußische, reaktionäre und kapitalistische Berlin, schlecht verarbeitet, es tut weh“ trifft auch hier völlig zu. Peter Richters Zeilen leider auch. Definitiv keine Willy-Brandt-Aufbruchstimmung dieser 90er Flughafen BER. Teilweise echt erschütternd da. Auch wenn man sich als Hobbyfotograf kräftig dran abarbeiten kann.
    LG Daniel

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  2. Linus schreibt:

    Preußen? Das war die Verkörperung der sog. Aufklärung, im Guten wie im Schlechten.
    Aber Ihr antideutsches Rassistenpack habt eh keine Ahnung. Wie dumme kleine Kinder beschreit Ihr alles, was nicht Euren wolkigen Phantastennormen entspricht, als „deutsch“. Links bleibt halt links – Rassismus war links, ist links, wird es immer sein.
    Also link mich nicht voll, Brillenbartträger mit italienischem Migrationshintergrund 😉

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  3. genova68 schreibt:

    Stimmt, der Name Willy Brandt ist für diesen Flughafen der falsche, wenn man einen Zusammenhang zwischen Name und Projekt herstellen möchte.

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  4. Ralf Ostner schreibt:

    Naja,in München haben wir den Franz Josef Strauss-Flughafen und in der Wahrnehmung der CSU und der meisten Bayern ist der angesichts der geheimen Hauptstaft und ehemaligen Stadt der Bewegung unterdimensioniert.Aber der preußische BER wird als typischer Fall für das grün-rot-rot-versiffte Berlin gesehen,das im Länderfinanz rausgleich nur die Haupzstadt der Almosenempfänger und Sozialschmarotzer gesehen wird,die von Bayern subventioniert wird.Aber wie sagte FJS;In harten Zeiten werden wir Bayern die letzten Preußen sein.

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  5. genova68 schreibt:

    Die Wahrnehmung Berlins durch Bayern: Da fällt mir spontan der rechte Deppenblogger Don Alphonso ein. Wie der durch Kreuzberg läuft und seine Vorurteile bestätigt, ist aufgrund der Begrenztheit schon wieder lesenswert.

    Aber Bayern ist in der Tat schön. Wenn ich mal da bin, denke ich immer an Urlaub. Die Landschaft dort ist tausendmal schöner als dieses scheiß Brandenburg, da beißt die Maus keinen Faden ab.

    Vermutlich ist München so ähnlich wie Düsseldorf: Viel Geld, wenig Geist. Neureich eben. Aber ich kenne München komischerweise kaum. Mein letzter Besuch dort (viele Jahre her) erinnerte mich mehr an Italien als an Deutschland.

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  6. Jakobiner schreibt:

    München hat sich sehr geändert.In den 70ern eher noch gemütliche Kneipen und Studentenlokale, internationale Promiszene und Schwulenszene mit politischem Filmemacher Fassbinder,Donna Summer ,Freddy Mercury und Giorgo Moroder in der Deutschen Eiche,ab den 80ern dann die Schicki Mickis,Lifestyle-Happyhourbars mit All you can eat und Sushi ohne Ende mit Doriss DörrieLauterbach und Ochsenknecht als Trio infernale des Beziehungsfilms nebst Oberklassensatiriker Helmut Dietl und ab 90ern dann zunehmend Gentrifizierung ,neue Medien und Kreative,neue Industrien und Bevölkerungszuwachs,mit dem das Wohnungsangebot und Infrastruktur nicht nachkommt,da man die letzten wesentlichen ÖPNVangebote während der Olympiade 1972 in Angriff genommen hat und den sozialen Wohnungsbau gestrichen und die Genossenschaftswohnungen unter SPD-Grünen-CSU-Ägide verhökert und privatisiert hat.Nachverdichtung und die letzten Lücken werden zugebaut.München hat viel von seinem Charme als Millionendorf und heimlicher Hauptstadt eingebüßt.Und wie unter FJS gilt die alte Drvise:In Bayern bleibt kein Haus länger als 48 Stunden besetzt.

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  7. Jakobiner schreibt:

    Über die Entwicklung Berlins und seiner Elektrotechnopolitqueerdrogennachtclubszene gibt es jetzt einen interessanten Roman Leichter als Luft (Wrstendverlag) von Florian Kirner alias Prinz Chaos.,der die Veränderungen samt Gentrifizierung und Szene von den 90ern bis heute pirtraitiert.Gut geschrieben und amüsant und informativ-eine Milieustudie. Als Bayer für mich neben Genovas Blog und Berlin Babylon so die Quelle um Berlin zu begreifen.

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  8. Jakobiner schreibt:

    Viel Geld,wenig Geist?Arm,aber sexy’ist das schon geistreich?Besteht da ein Zusammenhang?Die elitäre Bildungsbürgerszene und die sogenannten Neuen Kreativen sind sich ja allerorten recht ähnlich.Bayern ist immer etwas provinziellen,traditionsbewusster nd konservativer gewesen.Kann man als geistige Enge sehen oder aber auch nicht.

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  9. neumondschein schreibt:

    Über die Entwicklung Berlins und seiner Elektrotechnopolitqueerdrogennachtclubszene gibt es jetzt einen interessanten Roman Leichter als Luft (Wrstendverlag) von Florian Kirner alias Prinz Chaos.,der die Veränderungen samt Gentrifizierung und Szene von den 90ern bis heute pirtraitiert.Gut geschrieben und amüsant und informativ-eine Milieustudie.

    Willst Du uns wirklich jetzt mit kenjebsenoiden Verschwürungsirren vergiften? Der Prinz Chaos schreibt doch für Rubikon und läßt sich von Ken Jebsen interviewen! Der hat sich zwar inzwischen distanziert. Aber es gilt doch: „Nicht vergeben! Nicht vergessen! No pasaran! Faschizm nje projdjot!“

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  10. Jakobiner schreibt:

    Ich weiss?wer Prinz Chaos ist,welche Rolle er bei politischen Bewegungen ,in den Mefien von ZDF bis Ribikon eingenommen hat,zumal ich in früheren Jahren mit ihm selbst inder trotzkistischen SSG und dann Lonksruck war,bevor er da rausflog
    Sein Roman ist aber ein gutes Kron-und Zeitzeugendokument dieser irren linken psychodelisch-esoterischen Szene und ihrer Weltanschauungen dar.Die teile ich nicht,aber ich sehe das eher als Feindaufklärung und Einblick ins Innrtste dieser Szene.Ich lese auch von linksextremen bis Mainstreammitte und rechtsextremen Puböikatipnen,um einen Überblick zu erhalten.Und Szeneaussteigrrromane’ofrr Schilderungen sind oft sehr erhellend.

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  11. Jakobiner schreibt:

    Ich rate auch jedem die Originale zu lesen.Habe ich mit Jitlets Mein Kampf ?Maod Über die Behandlung der Widersprüche im Volk ,usw.getan,mache ich gerade mit Björn Höckes Niemals zweimal in denselben Fluss.Fa steht eigentlich alles drinnen,wovon Die Welt dann angeblich überrascht wurde oder noch wird.Abrr natürlich auch alles eine Ftsge der Zeotökonomie,der Schmerzgrenze und der politischen Prioritäten wie auch der eigenen Launen und Musen.Man muss auch nicht an jeder stinkenden Mülltonne schnüffeln,um zu wissen oder zu ahnen,was drin ist.

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  12. Jakobiner schreibt:

    Bayern sah sich auch als pazifistische Gegenentwurf zum zackig-schnoddrigen drolligen Militarismusstaat Preussens.Gamsbart statt Pickelhaube und einen Märchenkönig,der seine Traumschlösser nicht mit Steuergeldern finanzierte und denkbar unmilitärisch war.Wenngleich womöglich schwul und nicht an der Sissi interessiert,was aber die Königstreuen und die Guggelmänner strikt dementieren.Auch hält sich hartnäckig die Verschwörungstheorie,dass König Ludwig von den Preussen ermordet wurde.Den meisten Bayern ist auch nicht bewusst,dass der Freistaat Bayern eine Schöpfung der Räterepublik war und nicht der CSU.Damals dachten Linke sogar über eine Alpine Räteföderaion mit der Schweiz und Öszerreich gegen Habsburg und das rechte Preussen nach.Aber nach der Niederschlagung der Räterepublik gab es die Ordnubgszelle Bayern unter Kahr,Hitlerputsch und dann Hauptsadt der Bewegung.Eigentümlich in Bayern und München sind jedoch die Biergärten,die Bierhallen und das Oktoberfest. Sehr gut geschildert in „Hitlers Münchrn“.Ohnehin werden Eutsche im Ausland meistens als Bayern gesehen,gibt es Oktoberfeste weltweit.Ieser globale Kulturexport von BMW,Bier, und FC Bayern ist von keiner anderen Landsmannschaft jemals geschafft werden.Es gibt keine Äppelwoifeste noch vergleichbares.Dennoch sind viele Bayrtn etwas hypertroph und hyprisch geworden.Bayern,Bayern über alles.Und nachdemFJS und Stoiber es nicht zum Bundeskanzler schaffte,wird es diesmal Söder als erster Bayer.

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  13. Jakobiner schreibt:

    Zudem kommt Florian Krner alias Prinz Chaos aus Bayern,aus em Seckgürtel von München.Sein Grossvater war Theo Prosl,der in seiner Schwabnger Kneipe die ganze Münchner und internationale Boheme bewirtschaftete und unterhielt-von Lenin bis Oskar Maria Graf.In Grafs Roman „Die Gefangenen“schildert dieser München ur Zeit der Räterepublik sehr gut und Kirner steht in dieser Tradition verwirrter anarchistische bayerischen Rebellen und Ego-Individualisten. Schon Lenin sah sich genötigt angesichts solche Anarchorebellen wie Graf oder Erich Mühsam einen geharnischten Brief an die Räterepublik zu schreiben,da diese sich zwar als Rebellen verstanden und nicht alsRevolutipnäre.So wie Lenin mal schrieb,dass die Deutschen wenn sie Revolution machen wollten und einen Banhof besten wollten,sich erst Untergang eine Bahnsteigkarze kaufen würde,verzweifelter an den bayerischrebellschen Individualsten.An diese Traditinen knüpft er an,auch mit seinem Liedermacherfestival Patadiesvogelfest auf seiner Ökokommune in der Thüringen Schlossruine Weiersroda.

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  14. Jakobiner schreibt:

    Zum Verhältnis Bayern, Preussen, Berlin und MÜnchen noch als Lesetip:
    https://www.global-review.info/2020/09/26/ber-fjs-und-leichter-als-luft-ein-linker-bayer-in-berlin/

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  15. genova68 schreibt:

    Jaja, Bayern ist schon ok, es ist schön dort, und interessant sind ja die vielen Klischees: Kuhglocken, dreiste Menschen, die kein Hochdeutsch sprechen, Lederhosen, dieser ganze Krempel. Verglichen mit einen No-Name-Bundesland wie Rheinland-Pfalz ist das schon beeindruckend. Außerdem liegt Bayern gut, nah an Italien. Ich kenne komischerweise viele Bayern und mag den sachten Akzent. Er hat etwas Sorgfältiges. Man spricht langsamer und verschluckt nicht so viel.

    Ich verbinde mit München am ehesten Konstantin Wecker.

    Der geschichtliche Bezug ist vermutlich auch interessant, Gegenentwurf zu Preußen. Wobei davon heute, im Städtevergleich Berlin-München, nicht mehr viel übrig ist, vermute ich.

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  16. Jakobiner schreibt:

    Das Beste an Bayern ist der Mythos vom Wolpertinger-ein echt bayerisches Fabelwesen.Einer ist auch im Jagdmuseum ausgestellt,sollte es dich mal nach München verschlagen.

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  17. Jakobiner schreibt:

    Was ich dir empofehel, ist folgendes Gespräch zwischen dem Urbaern Gerhard Polt und dem schnoddrige Berliner Gregor Gysi. Höchst amüsant und lehrreich und sehr gut dieses Verhältnis illustrierend:Alles, was du über Bayern schon immer wissen wolltest

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  18. Jakobiner schreibt:

    Noch zum Wolpüertinger, dem bayerischen Fabelöwesen.Bekannt ist nur, dass Tierpräparatoren im 19. Jahrhundert begannen, Präparate aus Körperteilen von unterschiedlichen Tierarten zusammenzusetzen, um diese an leichtgläubige Touristen zu verkaufen.

    Mehr unter:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Wolpertinger

    https://www.thelocal.de/20171006/beware-the-wolpertinger-bavarias-legendary-hybrid-creature

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  19. Jakobiner schreibt:

    Auch München hat sich sehr verändert . Zum einen durch das Bevölkerungswachstum, das die Stadt liberaler, queerer und multikultureller machte, zum anderen auch vom Erscheinungsbild: In den 70ern eher noch gemütliche Kneipen und Studentenlokale, internationale Promiszene mit politischem Filmemacher Fassbinder, Donna Summer , Freddy Mercury und Giorgo Moroder in der Deutschen Eiche . Mit dem Neoliberalismus von Reagan, Thatcher, Hayek und der Mont Perelin- Gesellschaft machte sich die forcierte Gentrifizierung, Kommerzialisierung und Urbanisierungauch im Erscheinungsbild der Stadt bemerkbar: ab den 80ern dann die Yuppies, Schicki Mickis, Lifestyle-Happyhourbars mit All you can eat und Sushi ohne Ende, filmisch mit Doris Dörrie, Lauterbach und Ochsenknecht als Trio infernale des Beziehungsfilms nebst Oberklassensatiriker Helmut Dietl (Kir Royal, Münchner Geschichten, Monaco Franze, Rossini) und ab 90ern dann zunehmend Gentrifizierung , neue Medien und neue Kreative, neue Industrien und New Economy, Christopher Street Day und Bevölkerungszuwachs, mit dem das Wohnungsangebot und Infrastruktur nicht nachkommt, da man die letzten wesentlichen ÖPNVangebote während der Olympiade 1972 in Angriff genommen hat und den sozialen Wohnungsbau gestrichen und die Genossenschaftswohnungen unter SPD-Grünen-CSU-Ägide verhökert und privatisiert hat. Nachverdichtung und die letzten Lücken werden zugebaut.

    Nun geht die Frage: Soll man in die Höhe oder in die Breite bauen? Scheinbar will man in Deutschland keine Hochhäuser und Skylines wie im Bankenviertel Frankfurt/Bankfurt oder solche Megabauten wie in New Yorrk, Shanghai oder den arabischen Staaten, die die Wolkenkratzer in immer schwindligere Höhen treiben, obgleich es nach 9 11 hiess, dass das Zeitalter der Hochhäuser vorrüber sei. In vielen Ländern ist das Gegenteil der Fall, aber nicht in Deutschlasnd. Da gibt es auch keinen Architektur- oder Hochhausgigantinismus zwischen München und Berlin

    .München hat viel von seinem Charme als Millionendorf , nördlichstem Punkt Italiens Monaco mit südländischem Flair und heimlicher Hauptstadt eingebüßt. Aber verglichen mit asiatischen oder arabischen oder amerikanischen Großstädten sich immer noch den Charme eines größer gewordenen Dorfs oder einer Kleinstadt angesichts dieser Megametropolen erhalten.

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