Zum aktuellen Stellenwert des Jazz

(Foto: genova 2011)

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3 Antworten zu Zum aktuellen Stellenwert des Jazz

  1. frank peso schreibt:

    schönen gruss von der prostata. der sieg der weißen stinker:

    „Jazz is not dead – it just smells funny“

    http://www.ndr.de/info/programm/musik/jazz/frankzappa101.html
    Ob nun Bandleader, Bürgerschreck, Anti-Zensur-Aktivist, Kalifornienhasser, Präsidentschaftskandidat, Gitarrist oder Komponist: Francis Vincent Zappa Jr. II – geboren am 21. Dezember 1940 (21.12.1940) in Baltimore, Maryland – war im Laufe seiner schillernden Karriere Vieles – nur Eines war er ganz bestimmt nicht: der König der Popmusik.

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  2. genova68 schreibt:

    Ich kenne von Zappa bei weitem nicht alles. Aber interessant, dass der NDR genau die drei Alben von ihm als jazzaffin empfiehlt, die mir von ihm auch am besten gefallen. Leider kann er nicht mehr dienstags im multi layer am Kottbusser Tor vorbeigucken, um den Abend zu reclaimen.

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  3. frank peso schreibt:

    wenn boulez jemanden erwähnt, darf man ihn getrost als wagnerianer einstufen (1). zappa hat sich, wie ich auch, an der digitaltechnik versucht (2). er ist an der innovation gescheitert. zappa verkörpert das gesamte musiktheoretische problem, was auch ein philosophisches und ein grundlegendes wahrnehmungsproblem ist. deshalb meine persönliche ambivalenz. die kunsttheoretische frage ist, kann man jedes format auch als ulknummer produzieren, um kapitalistisch korrekt viel kunst zu produzieren. das wäre wagners botschaft, die auch bei zappa durchschimmert. irgendwas reitet diese leute, die glauben viel bringt viel.

    1. Zappa hatte für seine Arbeitsweise allerlei Fürsprecher – im popmusikalischen Sektor sowieso, aber auch im Bereich der zeitgenössischen Musik, wovon die gemeinsamen Projekte mit Zubin Mehta, Pierre Boulez oder Kent Nagano Zeugnis ablegen. Im Auftrag des Kronos Quartetts und des Aspen Bläserquintetts entstanden Kompositionen, mit dem Ensemble Modern studierte er im Rahmen des Projektes The Yellow Shark noch kurz vor seinem Tod 19 Kompositionen bis zur Aufführungsreife ein.

    2. Zappa schätzte am Synclavier die hohe Präzision der Wiedergabe ohne die bei Musikern zuweilen auftretenden Ermüdungserscheinungen. Als Nachteil sah Zappa den hohen Aufwand zur Programmierung von musikalischem Ausdruck und im Vergleich zur Arbeit mit Musikern das Fehlen von Improvisation und Spontaneität (=versus know-how).

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