Vier Fotos zu angenehmen Stadtsituationen

Vier Fotos, die urbane, wie man sagt, Situationen zeigen:

Warum empfinden wir das Abgebildete auf diesen Fotos als angenehm? Die Antwort ist einfach: Weil wir vier städtische Straßen und Plätze sehen, aber keinen einzigen Baum. Viele Häuser, kein Grün (bis auf einen kümmerlichen Busch). Man nennt das Stadt. In Deutschland naturgemäß undenkbar.

Man könnte hier weitere Aufnahmen aus nahezu allen italienischen Städten machen. An den wenigen Stellen, wo Bäume stehen, wohnen vermutlich deutsche Migranten.

Hoffen wir, dass diese Beispiele (Chiomaggio, Mantua, Lüttich, Wien) Schule machen und demnächst in Berlin und anderen Städten die Kettensägen totalitär regieren.

Keine Angst: Es wird uns gefallen.

(Fotos: genova 2015-2018)

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8 Antworten zu Vier Fotos zu angenehmen Stadtsituationen

  1. derdilettant schreibt:

    Gegenvorschlag: für jedes parkende Auto einen Baum.

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  2. hANNES wURST schreibt:

    Nein, es ist nicht die Abwesenheit von Bäumen, die diese Stadtansichten so angenehm machen, sondern die vollkommene Abwesenheit von Kindern und von allem was dazugehört. Sogar der Prenzlauer Berg wäre erträglich, gäbe es nur Kinder nicht, diese kleinen, maßlosen CO2 Schleudern, die gar nicht einsehen wollen wie überflüssig und sogar schädlich sie für die Umwelt und ihre erwachsenen Mitmenschen sind. Kinder, oder allgemeiner gesprochen menschliche Zukunft, sind die Ursache aller Hungersnöte, Kriege und Umweltkatastrophen. Jede Fortsetzung von Menschsein mündet im sicheren Ruin des Planeten.

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  3. genova68 schreibt:

    Die Autos können auch noch weg. Ich wollte nur mal den Blick schulen fürs rein Städtische, für Architektur, für diese Formen.

    Hannes,
    in der Tat: Kinder verdecken den Blick auf Häuser noch schlimmer als Bäume. Weg damit.

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  4. Hugo schreibt:

    (Im Uhrzeigersinn)
    Bild 1: Kein Platz
    2: Für Autoverkehr und Parkflächen den Vorautozeitalter-Platz komplett versiegelt
    3: Siehe 1
    4: Links war (siehe 2) auch mal Grünzeug.

    Waschbeton ist pflegeleichter als Pflanzen: https://de.wikipedia.org/wiki/Oststadt_(Neubrandenburg)#/media/Datei:1._WBS_70_Block_(1).JPG (Vor ca. 4 Wochen noch einen bewohnten ohne neue Fassade gesehen.) WBS 70 hieß seinerzeit intern bestimmt WaschBetonStil 70 *lol*. Die Blocks waren eh viel besser als die alten alle Furzlang neu zu streichenden/verputzenden Buden mit aufwendigen Simsen, Kapitellen etc. .
    In Berlin wäre dann noch zu klären, wo die ganzen Hunde hinpissen/kacken sollen, wenn ned rund um die ned der Kettensäge geopferten Bäume.

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  5. genova68 schreibt:

    Schön beobachtet, Hugo. Mir ging es aber weniger um Versiegelung, sondern um die baumfreie Perspektive auf Häuser. Jenseits von Diskussionen über Klimawandel und Luftqualität, die natürlich zu führen sind. Wenn wir uns von diesen Vorgaben freimachen, sehen wir dem ästhetischen Gemüt Wohltuendes.

    Von Waschbeton ist hier aber weit und breit nichts zu sehen.

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  6. eimaeckel schreibt:

    Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad bin ich für jeden Baum dankbar, vor allem in der Stadt. In südlichen Städten gibt es deswegen kein Grün in den Städten, weil man sie so eng baut, dass sich die Häuser gegenseitig Schatten geben. Da würde kein Baum eine Chance haben.
    Die Diskussion, ob Bäume in eine gewachsene deutsche Stadt gehören, kenne ich noch aus dem Heidelberg der 80er. Der damalige Bürgermeister hatte gegen die Anträge der Alternativen Liste ein Gutachten vorgebracht, dass in einer mittelalterlichen Stadt Grünzeug nicht vorgesehen war. Die Liebe zur Historie hat ihn aber nicht daran gehindert, die Ganze Stadt mit Tiefgaragen zu untergraben.

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  7. genova68 schreibt:

    Ich glaube, Klimaschutz mit mehr Bäumen in Städten erreichen zu wollen, ist ähnlich sinnlos wie den Kilometer zum Bäcker künftig mit dem Rad zurückzulegen. Beides beruhigt bei schlichten Gemütern das eigene Gewissen, das war´s.

    Die Aufforsterei in den Städten ist vor allem Ausdruck eines ausgeprägten Stadt- und also Architektur- und also Zivilisationshasses. Die Deutschen sind da naturgemäß ganz vorne dabei. Die Stadt galt schon in der Bibel als Babylon, in den 1920er Jahren war Stadt den Rechten das Synonym für Amoral und Niedergang. Stadt bedeutet nun mal Häuser. Merkwürdigerweise ziehen heutzutage massenhaft Leute in die Stadt, um sie dann zum Dorf umzubauen. Stadt bedeutet Gegensatz, Extrem und Hässlichkeit, den der fortschrittlich eingestellte Mensch interessant findet. Banalitäten gibt es im Leben genug. Und Bäume im Wald.

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