Italia moderna – diciotto

Ein zweigeschoßiger Bau auf quadratischer Grundfläche irgendwo in Oberitalien:Das Besondere ist vielleicht das quadratische Format sowohl des Grundrisses als auch der Fenster. Das Ganze wirkt so auf den ersten Blick modern, ohne Reminiszenzen an alte Zeiten.  Interessant auch die vielen Pilaster, die in die Fassade eingefügt sind. Sie haben wohl keine statische Funktion, sondern imitieren vergangene Archiekturepochen. Gab es überhaupt eine, die auf Pilaster verzichtete? Vielleicht waren es nur einzelne Radikale wie Le Corbusier, bei dem mir spontan überhaupt kein Gebäude mit Pilastern einfällt.

Das Erdgeschoß ist zum größten Teil Verkaufsfläche, die Pfeiler dort sind mit einem Kapitell abgeschlossen, das den üblichen Säulenordnungen Hohn spricht. Eine einfache Platte in der Farbe der Fensterrahmen, das war´s.

Firmengebäude in Norditalien – eine Fundgrube für Sehende.

(Foto: genova 2018)

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3 Antworten zu Italia moderna – diciotto

  1. Tony Mach schreibt:

    Diese Beiträge sind für mich ein willkommener Einblicke in andere Winkel der Welt, ich bin immer neugierig dorthin zu reisen, mehr zu sehen, und dorthin zu reisen, zu sehen „wie“ es dort aussieht.

    Bis auf weiteres geht geht solch ein Reisen für mich leider nur „digital“ und „online“. Da ist es eine Leidenschaft für mich geworden mit Google (ich weiß, ich weiß…) mir die Welt anzusehen, und wenn ich irgendwo etwas interessantes sehe (oder einen Ort sehe wo ich vielleicht schon mal vorbeigefahren bin, oder sogar gewesen bin und in Nostalgie versinke), dann spüre ich gerne den Ort mit Google auf. Eine Übersicht mit Google Earth, ein „Spaziergang“ mit Google Streetview – und vor allem muss man den Ort erstmal aufspüren, wobei mir Google Images hilft. Kleine Details helfen dabei, wie ein Firmenname, ein Wegweiser, charakteristische Gebäude im Hintergrund, etc. – und die Hinweise sind hier im Blog immer sehr spärlich, was ich gut finde, ein zusätzlicher Anreiz!

    Weswegen ich das schreibe: Ich war ziemlich erstaunt das bei der Suche nach dem Firmenname in Google Images dieser Blog-Eintrag in den Suchergebnissen erscheint, obwohl der Firmenname hier im Text nirgends auftaucht. Google wird wohl anscheinend eine Texterkennung über die Bilder laufen lassen – wirklich eine Datenkrake.

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  2. genova68 schreibt:

    Hallo, Tony,
    interessant, was du schreibst. Ja, es scheint in der Tat so zu sein, dass google die Schrift auf dem Bild liest. Es ist unheimlich. Allerdings ist der Standort bei google maps falsch. Ich weiß zumindest, dass ich dort nicht war. Vielleicht ist das die Zentrale und es gibt Niederlassungen.

    Das Reisen mit google maps ist ein zu wenig behandeltes Thema, finde ich. Man kann stundenlang sich Gegenden anschauen, selbst die Topographie kommt in Ansätzen vor, und vor allem natürlich Städtebau, Siedlungsgebiete. Faszinierend sind beispielsweise die engen Dörfer und Städte in Apulien. Es macht Lust aufs Reisen.

    Ich habe auf den Firmennamen in dem Bild gar nicht geachtet. Aber gut, wenn die dadurch erhöhte Schwierigkeit, das Gebäude zu finden, dich anspornt :-)

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  3. Tony Mach schreibt:

    Ja, das abgebildete Gebäude habe ich inzwischen auch gefunden (war dann doch leicht, das nächste Gewerbegebiet an der Fernstraße, das Google „Männchen“ hingesetzt in die Karte, und ich war „da“, direkt vorm Gebäude). Das Banner der Firma hängt dort schon seit mindestens 2011, eine Firmentätigkeit ist nicht wirklich erkennbar – kann man sich jetzt denken was man will. :-)

    Das mit dem „mit Google reisen“ hatte ich auch ursprünglich gemacht um Neues zu entdecken, Ziele fürs Reisen.

    In Google Earth kann man sich übrigens die jüngste Entwicklung ansehen, die haben z.T. für die letzten 2 Jahrzehnte Luftbilder.

    In Frankreich habe ich entdeckt gibt es ein „Geo-Portal“ mit z.T. Luftbildern aus den 1920er, unglaublich spannend (für mich) sich einen Fleck auszusuchen der einem reizt, an dem ich z.B. mal war, und zu sehen wie sich die Gegend entwickelt hat über die Zeit. Hatte mich zunächst vor allem interessiert „wie es damals aussah“, aber inzwischen ist das für mich ein Hobby was ich ab und zu mache wenn mich was reizt zu sehen wie es sich entwickelt hat.

    Für Italien gibt es sowas ähnliches, Aufnahmen vom Militär gemacht, aber nur gegen Geld, und auch nicht so reichhaltig wie in Frankreich.

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