Covidiotie

Es ist im Folgenden von 20.000 Idioten die Rede, die gestern in Berlin demonstrierten. Gegen Corona oder so ähnlich.

Man könnte die Idioten inhaltlich aufschlüsseln und alfabetisch ordnen in

Abstandsregelmissachter, AfD-ler, Aluhutträger, Antisemiten, Antizionisten, Asoziale, Astrologen, Ballermänner, Bargeldfans, Bekloppte, besorgte Bürger, Braune, Busunternehmer, Chemtrailgläubige, Coronaleugner, Coronarebellen, Demagogen, Deppen, Egoisten, Entschiedene Christen, Erwachte, Esoteriker, Familien, Faschisten, Freiheitsliebende, Fundamentalchristen, Geschichtsrevisionisten, Glatzen, Impfgegner, Internetgeschädigte, Jesusfans, Hakenkreuzträger, Hausärzte, Hetzer, Hobbyexperten, Holocaustleugner, Karnevalisten, Maskenhasser, Möchtegernvirologen, Muskelshirtträger, Mütter, Nazis, Nazimütter, NPD-ler, Partypeople, Patrioten, Pegidisten, QAnonfans, Querdenker, Rechtsradikale, Reichsbürger, Reichskriegsflaggenträger, Revanchisten, Russlandfans, Schwindelärzte, Schwindelpatienten, Sektenanhänger, Supermänner, Trottel, Väter, Veganer, Verblendete, Verschwörungsideologen, Verstrahlte, Wahrheitsliebende, Wegsperrer, Wichtigtuer, Youtubkanalbetreiber.

Ich hoffe, die Aufzählung ist vollständig.

Diese Leute als dumm zu bezeichnen, reicht aber. Dummheit scheint mir das richtige Attribut für die 20.000. Dummheit nicht im Sinne Sarrazins, dass diese Leute die falschen Gene hätten oder an den falschen Gott glaubten. Sondern dumm im Sinne Kants: Auch diesen Leuten wurde ein Verstand mitgegeben – von Gott oder wem auch immer. Aber sie weigern sich standhaft, ihn zu benutzen.

Ist das das Ergebnis von 30 Jahren neoliberaler Politik? Menschenmassen, die man – auch bei größter Zurückhaltung – als politisch nicht zurechnungsfähig bezeichnen kann? Oder ist das nur das Ergebnis von 20 Jahren Internet, mit einer mittlerweile unüberschaubaren Zahl von Youtubekanälen und Facebookaccounts von den oben alfabetisch Genannten? Ist es ein Ausdruck der Irrationalität, die man in den USA schon fortgeschrittener beobachten kann? Schaffen die unvermeidbaren Krisen des Kapitalismus solche Menschen? Ist es das Ergebnis völliger Vereinzelung und Vereinsamung?

Der lustigste Satz des Tages stammt übrigens vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller. Er „appellierte an die Vernunft aller Beteiligten“.

Strategisch betrachtet muss man den Initiatoren der Demo Respekt zollen: Sie haben die aktuelle gesellschaftliche Situation richtig eingeschätzt: Man muss sich von niemandem mehr distanzieren, es kommen trotzdem – oder deswegen – viele. Wieso nicht mit lupenreinen Nazis marschieren, wenn die doch auch für das Grundgesetz auf die Straße gehen?

Es ist ein Erfolgrezept: Man kann mit ihnen vermutlich nicht einmal reden, weil sie jegliche Logik abgelegt haben. Alles ist möglich. Ein Mann steht neben einem Nazi und hält ein Schild vor der Brust: „Wehret den Anfängen.“ Man könnte meinen, es handele sich um einen Nazigegner. Nein, es handelt sich um einen Impfgegner.

Man könnte diese „Bewegung“ unter kunsthistorischem Aspekt als Neo-Dadaismus kategorisieren.  Alleine die Tatsache, dass die Polizei von 20.000 Teilnehmern, die Veranstalter hingegen von 1,3 Millionen sprachen, zeigt das. Was als groteske Fehleinschätzung gedeutet werden könnte, ist eher ein Ausdruck des Irrationalismus und des totalen Zweifels an allem Bestehenden.  Und die Kunst ist frei, denn ästhetisch wie inhaltlich ist alles erlaubt. Das Leben ist Kunst.

Rührend geradezu eine Szene, in der der Pressesprecher der Bewegung minutenlang einem Polizisten an die Backe quatschte, er soll doch desertieren und sich auf die Seite der Demonstranten stellen. 1,3 Millionen machen Revolution.

Letztlich ist es eine Frage der Zahl. Gibt es zu viele solcher Gestalten, kippt jede Gesellschaft.

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93 Antworten zu Covidiotie

  1. hANNES wURST schreibt:

    Es waren tatsächlich 180.000 Demonstranten. Die Polizei hat 20.000 errechnet, dabei jedoch die Abstandsregel zugrunde gelegt, die natürlich nicht eingehalten wurde. So waren es in Wahrheit 180.000 dicht gedrängte Teilnehmer. Meine Quellen berichten sogar von bis zu 1,8 Millionen Demonstranten, das jedoch ist eine fehlerhafte Berechnung, die von 30 cm großen Teilnehmern ausgeht, die außerdem würfelförmig sind. Je nach Hochrechnung wird allein diese Demonstration schätzungsweise 1.000 bis 980.000 Neuinfektionen zur Folge haben. Da kein Mundschutz getragen wurde, kommt noch einmal die gleiche Zahl von Halskatharren dazu. Im Ergebnis muss mit bis zu 10.000 Todesopfern gerechnet werden. Deswegen ist es wichtig, dass nicht nur in Funk und Fernsehen und den Zeitungen, sondern möglichst auch in allen Blogs einmütig negativ über dieses gefährliche Ereignis berichtet wird. Vielen Dank.

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  2. Jakobiner schreibt:

    Man muss jedoch feststellen,dass die von der Polizei angegebenen Teilnehmerzahl von 17000 fett gelogen ist.Das sind mehrere Zehntausende.Wurde aber von den ÖR und seriösen Medien ungefragt übernommenAuch gehören zu den journalistischen Grundstandards die W-Fragen.Wer,wo,wann,warum,wie,wieviele.In der staatlichen Berichterstattung wurde weder Veranstalter,noch Redner genannt,auch keine Ausschnitte aus den Reden gebracht und zudem die Teilnehmerzahl eindeutig falsch angegeben
    Ohne diesen Covidiotendemos etwas abgewinnen zu wollen,muss man doch feststellen,dass hier einfachste Standards des Journalismus nicht eingehalten wurden. Genova hat bei seiner Aufzählung noch Hedonisten,5 G-Gegner,Gatesbasher und Hohlerdetheoretiker vergessen.

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  3. Jakobiner schreibt:

    Umgekehrt lügen die Organisatioren und die ihnen nahestehenden Fakealternativmedien die Teilnehmerzahlen in die Millionenhöhe,unter anderem mit dem Verweis auf die 1,5 Millionen der Love Parade.Es ist also ein Wettlügen.Michael Ballag,Organisator der Demo und Chef von Querdenken 711 erklärte zudem:“Wann die Pandemie vorrüber ist,darüber entscheidet die Bevölkerung“Geradeso als würde ein Virus Rücksichten auf die subjektiven Befindlichkeiten und Irrmeinungen seiner zu Infizierenden nehmen.Am besten ein Volksentscheid,in dem man für oder gegen das Ende der Pandemie stimmen kann.Das wird Covid beeindrucken.

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  4. Jakobiner schreibt:

    Ergänzung:GEZ-Rebellen,Truther,Libertäre.Als solche traten Heiko Schrang und Oliver Janich von der Partei der Vernunft neben Michael Ballwag als Hauptredner auf.

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  5. genova68 schreibt:

    Mehrere Zehntausende, mag sein. Mehr als 30.000 aber nicht, würde ich schätzen. Die Luftbilder sind da ziemlich deutlich. Die dauerhaft zitierten 1,3 Millionen zeigen die Abgebrühteit der Veranstalter einerseits, die Dummheit der Masse andererseits.

    Es hat etwas Faszinierendes. Völlig verwirrte Leute, die auf ihre Verwirrtheit stolz sind. Sie dienen bestenfalls als Kanonenfutter.

    P.S.: Die Medienberichterstattung: Die Tagesschau vom 1.8., 20 Uhr, sprach von 20.000 Menschen und berichtete einigermaßen ausgewogen, wenn auch zu leugnerfreundlich. Hätten sie über die Veranstalter berichtet, hätten sie über 100 Prozent verschwörungsideologische Rechtsradikale berichten müssen. Das haben sie leider in dieser Deutlichkeit nicht getan.

    Aber auch 20.000 sind für diese Bewegung ein großer Erfolg. Die werden zwar nie etwas auf die Reihe kriegen, zu dumm, aber sie können als permanente Störer nervig sein und vielleicht auch Stimmungen verändern.

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  6. Hugo schreibt:

    „Ist das das Ergebnis von 30 Jahren neoliberaler Politik? Menschenmassen, die man – auch bei größter Zurückhaltung – als politisch nicht zurechnungsfähig bezeichnen kann? “
    Kann mensch, außer sie*er ist selber Politiker*in, da gehört es sich ned, die Bürger auch noch dafür zu beleidigen (Frau Esken, SPD).

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  7. genova68 schreibt:

    Als Parteivorsitzende ist das wohl taktisch unklug, das sollten Politiker vielleicht wirklich nicht tun. Aber andererseits sind diese Leute so bescheuert, und das zeigen sie ganz offen, dass sich der „Covidiot“ anbietet.

    Wie soll man diese Leute denn sonst nennen?

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  8. Hugo schreibt:

    „Wie soll man diese Leute denn sonst nennen?“
    Pöbel.

    Wemmer ma die Zivilisationsgeschichte anguckt, wird Politik hauptsächlich von und für Bonzen und den Pöbel gemacht. Dazwischen liegt die ominöse „Mitte“, die von den Bonzen gemolken wird und denen der Pöbel direkt auf die Eier/Eierstöcke/… geht.
    Beispiel: Den Bonzen mit Unterstützung einiger Adepten fällt bei den Zusammenkünften junger Menschen (wo sich auch Pöbel mit untermischt) nix besseres ein, als den „Malle-Urlaub“ wieder klarzumachen und die kommerziellen Clubbesitzer und Veranstalter anzuflehen, irgendwie Pöbelberuhigungsveranstaltungen anzubieten und günstigenfalls noch Geld mit zu verdienen (Nena beim Autokonzert https://taz.de/Konzert-trotz-Corona/!5703931&s=Nena/ , Bundesliga o.ä.) . Und alles ungenehmigte wird, wenn die Tour der Pöbelberuhigungsveranstaltungen mal Fahrt aufnimmt, gnadenlos weggeknüppelt. So auf die Idee, der Staat unterstützt preiswerte Veranstaltungen (ohne Alk), kommt irgendwie keine*r.

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  9. genova68 schreibt:

    Pöbel bedeutet laut Duden:
    ungebildete, unkultivierte, in der Masse gewaltbereite Menschen [der gesellschaftlichen Unterschicht]

    Ungebildet ja, unkultiviert, na ja, was soll das sein? gesellschaftliche Unterschicht, nein, das wäre eine Beleidigung der Unterschicht. Die wenigsten der Demoteilnehmer kommen aus der Unterschicht, würde ich sagen.

    „Covidioten“ zielt auf die Demo und das Umfeld, das trifft es schon.

    ———————————-

    Nebenbei: Die nachdenkseiten, früher einmal aufkärerisch wirkend, sind komplett abgeglitten. Ein Tobias Riegel wettert dort über die Mainstream-Berichterstattung zu der Berlindemo und verharmlost die Veranstalter. Ein unglaublicher Bullshit (fett gedruckt sind die Zitate von Riegel):

    Zu kritisieren sind vor allem folgende Punkte: Eine scharfe inhaltliche Abwertung, bereits im Vorfeld – weite Teile von Medien und Politik waren sichtlich bemüht, möglichst viele Bürger von einer Teilnahme abzuhalten, indem der Charakter der Demo als „rechtsextrem“ dargestellt wurde

    Es gab keine sichtlichen medialen Bemühungen, es sind im Vorfeld ein paar Berichte erschienen, was völlig normal ist. Wenn jemand behauptet, er bringe 500.000 Leute nach Berlin, wird man eben aufmerksam. Dabei kamen die rechtsradikalen Vernetzungen zur Sprache. Das passt Riegel offenbar nicht.

    Bei den aktuellen Berichten und der medialen Nachlese fällt auch die flächendeckende Übernahme der von der Polizei mit 20.000 angegebenen Zahl an Teilnehmern negativ auf. Diese Zahl erscheint angesichts der für alle Bürger zugänglichen Bilder von der Demo absurd niedrig

    Es wurde mittlerweile x-fach gezeigt, dass es 20.000 oder vielleicht 30.000 waren. Das zu berichten, ist für Riegel „absurd“. Zu den von den Veranstaltern genannten 1,3 Millionen kommt von Riegel kein Kommentar.

    Als Veranstalter hat man zudem nicht die volle Kontrolle über jeden Demonstranten und auch nicht darüber, wer außerhalb des Organisatoren-Kreises selbstständig (zusätzlich) zu einer Demo aufruft. Kontrolle hat man als Veranstalter jedoch über die Rednerliste. Die dort angekündigten Redner haben mich persönlich übrigens nicht angesprochen.

    Die Veranstalter hatten nichts gegen das Einhaken der Rechtsradikalen, es war geplant und gewollt. Ob Elsässer, Verschwörungsideologen, selbst ein Oliver Janich war als Redner geladen. Zu diesen Rechtsextremen sagt Riegel nur, sie hätten ihn persönlich nicht angesprochen. Hammer. Riegel sieht die Veranstalter offenbar als Opfer der Rechtsradikalen.

    Die nds sind hier bestenfalls Verharmloser, vielleicht auch mittlerweile verdeckt rechtsradikal. Sie sehen sich als die Avantgarde des „Volkes“, das prinzipiell kein Fehler macht, denn das Volk ist die Entität, die Recht hat, weil sie ist.

    Im Nachgang der Demo sitzen nun Thorsten Schulte und Janich bei Elsässers Compactmagazin und behaupten, es sei die größte politische Demo der Bundesrepublik gewesen (eine schlichte Lüge) und das nächste Mal kämen 5 Millionen. Man will „den Sturz des Regimes“:

    Vielleicht bekommt man hier ab Minute 28:00 bis 31:05 einen authentischen Eindruck von Schulte, einem der Hauptredner. Man kann zum Schluss kommen, dass der Mann geisteskrank ist.

    Wer angesichts dieser Fakten die Demoteilnehmer in Schutz nimmt, die Rechtsradikalen ignoriert und stattdessen auf die bösen Medien eindrischt, ist Teil der rechtsradikalen Strukturen. Die nachdenkseiten haben sich vom Aufklärer zum Verschwörer, zum Antiaufklärer entwickelt. Eine steile Karriere.

    Skurril auch die aktuelle Selbstbeschreibung der nds:

    Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele

    Das sagen ihnen vermutlich Elsässer, Janich, Schulte und Co. Wer solche Freunde hat…

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=63529

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  10. Hugo schreibt:

    @ Pöbel, deswegen steht des mit der Unterschicht beim Duden in [] ;) .
    Und versuche mal sowas: https://taz.de/Datensicherheit-versus-Pandemieschutz/!5700260/
    mit dem Pöbel ernsthaft zu diskutieren. Ohne sich ne Jammerei anzuhören,daß da die Juden, Bill Gates, Hollywood, die Reptiloiden, Frau Dr. Merkel, die Freimaurer, Satan, Abtreibungsgegnergegner, der Islam, China, die CIA/NSA, die Antifa oder sonstwer dahintersteckt und die uns alle unsere „Freiheit“ rauben wollen….
    Wenn ich als nichtpraktizierender Katholik an den katholischen Gott (mit dem kenn ich mich am meisten aus) glauben würde; des ER durchgängig einen niedrigen einstelligen Prozentsatz von Pöbel und einen kleinen bis mittleren zweistelligen Prozentsatz Pöbelnachtrampler (was die auch zu Pöbel macht) seinen Schäflein beimischt, nehm ich IHM übel!
    (Des mit den Bonzen würde mit dem plötzlichen Verschwinden des Pöbels gleich miterledigt, mal so am Rande *lol* …)

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  11. Hugo schreibt:

    …nehm ich IHM das übel! *oops*

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  12. altautonomer schreibt:

    Schön, bei Klaus Baum von Dir zu lesen. Vielleicht hast Du ja auch dort bei dem vorletzten Thread mit den 300 Kommentaren still mitgelesen. Dann hättest Du festgestellt, dass in Abwesenheit des Blogbetreibers die Diskussion irgendwann nach recht abgeglitten ist.

    Es sind übrigens immer weniger Blogger, die nicht alles Tassen im Schrank haben. ZG und die neulandrebellen kannst Du vergessen. Letzter sind ja bekanntlich ein nichteheliches Kind der Nachdenkseiten. Dort traue ich mich mit Rücksicht auf meinen Blutdruck schon fast nicht mehr mitzulesen. Wellbrock dreht dort in den letzten Monaten völlig frei und behauptet nun, dass es den Yeti gibt…….ach nee, dass war ja der Reinhold. Das Thema: „UFOs gibts wirklich“, bis auf die 90 % Spaghettimonster, zumindest bei den neulandrebllen aktuell in dere Diskussion..

    https://www.neulandrebellen.de/2020/08/podcast-mit-robert-fleischer-exomagazin-tv-von-einem-der-auszog-den-journalismus-zu-lernen/

    Es tut daher richtig gut, auf Deiner Plattform im Text und der Kommentarspalte vernünftige Inhalte rezipieren zu können.

    Manchmal wünsche ich mir, dass die damevonwelt noch aktiv ist. Sie ist eine wirklich gute journalistische Bloggerin, die sorgfältig recherchiert, Quellenverweise verwendet und alle möglichen Argumente gut belegt. Insoweit könnte ich mir vorstellen, dass sie mit scharfer verbaler Klinge diese Tölpel auseinander genommen hätte.

    Daher bleibt mir nur, mit Genuss das geilste Zitat, dass ich in letzter Zeit beim Kiezschreiber fand, hier noch einmal zu wiederholen, denn das bringt es auf den Punkt:
    „Mit dummen Menschen zu streiten, ist wie mit einer Taube Schach zu spielen. Egal, wie gut du Schach spielst – die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.“

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  13. genova68 schreibt:

    hi, altautonomer,
    ich habe kürzlich Klaus Baums Blog abonniert, wie überhaupt mehrere Blogs, weil ich dachte, dass man so besser informiert ist. Bislang hatte ich keinen Blog abonniert, außer Dame von Welt. Deshalb bekam ich die Mail mit dem neuen Artikel und deshalb schrieb ich schnell etwas. Ich habe den anderen Baumartikel mit 300 Kommentaren nicht gelesen, es ermüdet mich schon lange. Blogdiskussionen sind fast immer sinnlos, ist mein Eindruck. Mir hat auch schon irgendein Vogel geantwortet, die Antwort ist typisch: Eine Verständigung ist nicht möglich.

    Dame von Welt vermisse ich auch, ihre Recherche und ihr Niveau fehlen, in der Tat.

    Vielleicht kann man bei Fans der nachdenkseiten auch nicht viel auseinandernehmen. Es ist hochideologisch, wobei ich Bergers VWL-Qualitäten nicht anzweifle. Aber wenn einer heute VWL-Experte ist, morgen Coronaexperte und übermorgen Antisemitismusexperte, nur weil die Themen gerade en vogue sind, dann ist das halt typisch weißer Mann. Das wird der nie kapieren.

    Ich erinnere mich auch noch an die Auseinandersetzung von Jahren, da war, glaube ich, auch dieser Wellbrock beteiligt, oder? Als ich beim Spiegelfechter rausflog. Es sind peinliche Gestalten.

    Wer ist ZG?

    Die Situation ist zumindest interessant, in Anbetracht der Verschwörungsideologen und ihre Anschlussfähigkeit an vermeintlich Linke.

    Kennst du Tobias Riegel? Was ist das für ein Vogel?

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  14. hANNES wURST schreibt:

    Gebt Euch ruhig weiterhin dem erbarmungslosen Konformitätsdruck hin und lebt damit Euren arbeitslos gewordenen religiösen Sensus aus [nach Arnold Vaatz]. Schon bald wird das Geld für soziale Wohltaten knapp, dann hört Ihr vielleicht auf Euch auf die Schultern zu klopfen und „wir haben alles richtig gemacht“ / „Deutschland, heilig Corona-Wunderland“ zu lobpreisen. Der eine oder andere wird dann denken: „die Maßnahmen waren vielleicht OK – aber irgendwie wurde nur über Infektionsraten gesprochen, aber kaum über soziale, finanzielle und kulturelle Folgen“.

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  15. Jakobiner schreibt:

    Gute Analyse der Berliner Coronademo im Freitag, auch unter kurzer Bezugnahme auf den Neoliberalismus und seiner Kritik durch das Prisma der Frankfurter Schule:

    https://www.freitag.de/autoren/mladen-gladic/angst-vor-ansteckung

    Es fällt auch auf, dass diese sektenhafte Bewegung immer mehr antikommunistische/antilinke/antietaistische Züge annimmt. Viele reden inzwischen von dem Coronasozialismus, Arno Vaarttz, sächsischer CDU-Abgeordneter und CDU-Fraktionsvize von DDR-Methoden, DDR 2.0, EUdSSR, dass Merkel in Wahrheit eine Kommunistin sei und von Honnecker als IM Erika und ehemalige FDJ-Funktionärin als Kanzlerin und Zersetzungsagentin von Honnecker eingeschleust und inthronisiert wurde, um Deutschland abzuschaffen und zu ruinieren und zu zerstören. Da wundert es auch nicht,dass ein Libertärer Staatsverachter wie einer der Hauptredner der Berliner CoronademoOliver Janich für den die FDP schon eine kommunistische Partei ist mit Jürgen Elsässer den Schulterschluss übt.Heiko Schrang warnt zuvor vor „Kulturmarxismus“und hat dazu ein eigenes Buch verfasst. Früher nannten dies die Nazis Kulturbolschewismus.Befeuert wird dies dann noch von BILD und der FDP „In Deutschland ist der Coronasozialismus ausgebrochen“. Das nimmt inzwischen Züge der Mc Carthyära an:

    https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/wegen-corona-in-deutschland-ist-der-sozialismus-ausgebrochen-72239338.bild.html

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  16. genova68 schreibt:

    Hannes,
    du verwechselst deine Kritik an den Corona-Maßnahmen mit dieser rechtsradikalen Demo. Die Demo hatte mit Corona nur am Rande zu tun, die Hauptredner Schrang, Schulte und Janich haben dazu in ihren Reden praktisch nichts gesagt.

    Angeblich sind ja hunderttausende mit Bussen gekommen. Wo parkten die? Ich behaupte, die Busse gab es gar nicht.

    Warum waren eigentlich Wodarg, Baktadi und andere prominente Ärzte und Kritiker der Regierung nicht anwesend? Sie wurden vermutlich angefragt und haben abgesagt. Das spricht für sie.

    Kritik an einer rechtsradikalen Demo bezeichnest du als „erbarmungslosen Konformitätsdruck“? Ich hoffe, du schwebst gerade in einer Satireblase.

    Jakobiner,
    ja, der angebliche Sozialismus und der Kulturbolschewismus sind eine spezielle Ausprägung der Rechtsradikalen. Das Schöne an solchen Bewegungen ist ja ihre Irrationalität. Man kann praktisch alles an sogenannten Argumenten auffahren und es gibt immer noch Leute, die jubeln.

    Aber nicht Schrang hat das Buch verfasst, sondern irgendein Freak. Er hat das Buch nur verlegt, wenn man das bei seinem Verlag sagen kann. Kulturbolschewismus als Kampfbegriff kommt übrigens direkt von den Nazis.

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  17. Jakobiner schreibt:

    Es ist ja nicht nur der Kulturmarxismus.Das Motto der Demo war „Tag der Freiheit“.Einige Kritiker weisen darauf hin,dass das der Titel des Leni Riefenstahl Naziblockbusters „Tag der Freiheit“war,dem der „Triumph des Willens“folgte.st das Zufall oder Absicht?Zumindestens könnte man bestenfalls historische Ignoranz und Unsensibilität kritisieren.

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  18. altautonomer schreibt:

    Bei Klaus Baum werden jetzt rt.deutsch und achgut als seriöse Quellen verlinkt. Und keinen störts. Gibt’s hier Asyl für Coronarespektiker und Maskitos?😷

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  19. genova68 schreibt:

    Willkommen im Asyl :-)

    „Tag der Freiheit“ würde ich ihnen nicht negativ unterschieben. Sundermeyer schrieb (s.o.), dass diese Demo dazu taugte, das Pegida-Milieu mit Verschwörern, Fundamentalchristen und Nazis aus dem Westen zu vereinen. Was ihnen gelungen ist.

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  20. genova68 schreibt:

    Im Spiegel schrieb ein Autor (Linke und Name verlegt), dass man diese Covidiotenbewegung in größeren Zusammenhängen sehen könne, nämlich als Fortsetzung des romantisch-nationalen Irrationalismus. In der Romantik entstanden, im Zuge der nationalen Erwachung nationalistisch aufgeladen, und als Fundament den Irrationalismus. Esoterik aller Art, im späten Kaiserreich, in der Weimarer Republik, George stand dort als Beispiel, und aktuell als große Verschwörungsbewegung, ob Impfen, Chemtrails, Klimaleugnung, Mondlandungen, Coronaleugnung etc.

    romantisch: Man kann bei den Demos jederzeit Helene-Fischer-Lieder nachsingen, es läuft Abba etc. Es geht um Unterhaltung, um Stimmung, um Gefühl, kaum ein Redner nimmt ernsthaft auf ein Thema Bezug,

    national aufgrund der hervorragenden Verzahnung bei der AfD und Nazis,

    Irrationalität als zweifache Grundlage: Zum einen kann man sich irgend etwas ausdenken und behaupten, das sei die Wahrheit. Und zum anderen kann man auch von jedem Anderen verlangen, dass er das glaube, wie man auch das glaubt, was einem ein Anderer als Verschwörung erzählt. Es geht um Zustimmung, wir sind eins, also debattiert man nichts, sondern glaubt jedem alles. Es ist ein radikaler Gegensatz dazu, dass diese Leute dem Mainstream überhaupt nichts glauben.

    Man muss sich nur entscheiden, auf welcher Seite man steht.

    Es hat etwas sektenhaftes. Leider finde ich den Artikel nicht mehr, wie gesagt.

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  21. hANNES wURST schreibt:

    Meiner Meinung nach sagt die präferierte Automobilmarke eines Menschen mehr über diese Person aus, als ihre Teilnahme an einer Corona-Demo. Was der Spiegel-Autor da beschreibt, ist die aktuell im Trend liegende (wenn auch nicht neue) moralische Sippenhaft. Wer die Klimafolgen relativiert ist ein Spinner, wer vor den Folgen von zu viel Migration warnt oder der EU mit Skepsis gegenüber steht ist ein Nazi, wer Trump verteidigt ist dumm und wer die Gefahren des Corona-Virus relativiert ist ein dummer Nazi-Spinner. Solche Argumentationen sind natürlich Null-Nummern und funktionieren nur so lange, wie sich eine Mehrheit nicht dadurch verurteilt fühlt, sondern sich auf der „richtigen“ Seite sieht. Nachteil an dieser Rhetorik: Außenseitermeinungen werden unabhängig von ihrem Sinngehalt marginalisiert. Deutschlands Medien haben sich zum neuen Stammtisch gemacht.

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  22. genova68 schreibt:

    Hier ist mal ein interessanter Kommentar, der beklagt, dass man in Sachen Corona auf zu wenige Fachleute gehört habe und die anfänglichen Prognosen mittlerweile wiederlegt worden seien:

    https://taz.de/Streit-um-Corona-Politik/!5701892/

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  23. hANNES wURST schreibt:

    Korrektur, ähnliche Aussage:

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  24. genova68 schreibt:

    Das sagt der Deutschlandfunk zu dem Buch von Bhakdi:

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/corona-fehlalarm-als-waere-vorsorge-etwas-fuer-feiglinge.1270.de.html?dram:article_id=481935

    Das sagt der Freitag dazu:

    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/corona-anders-gesehen

    Und das sagt Correctiv zu Bhakdi:

    https://correctiv.org/faktencheck/2020/06/19/impfung-gegen-covid-19-sinnlos-sucharit-bhakdi-stellt-unbelegte-behauptungen-auf

    Und das alles wird über das Buch geschrieben:

    https://www.google.de/search?q=bhakdi&dcr=0&source=lnms&tbm=nws&sa=X&ved=2ahUKEwijhqeyxZLrAhVP26QKHZR6ACQ4ChD8BSgAegQICxAI&biw=1226&bih=941

    Man kann nicht behaupten, dass diese Meinungen nicht vorkommen.

    Die Pressestimmen sind insgesamt negativ, aber immerhin ist Bhakdi mal ein Kritiker, der sich nicht gleich dem rechtsradikalen Lager andient.

    Sowas, Hannes,

    wer die Gefahren des Corona-Virus relativiert ist ein dummer Nazi-Spinner.

    ist dummes Zeug. Bhakdi ist der beste Gegenbeweis. Ich weiß nicht, was dich reitet, in einer Tour Rechtsradikale zu verharmlosen und damit zu unterstützen.

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  25. hANNES wURST schreibt:

    Danke für die Links. Ich bin froh, dass Du es für dummes Zeug hältst, Bhakdi als rechten Spinner abzutun. Wodarg ist praktisch das Pendant zu Bhakdi, auch ein pensionierter Experte mit der gleichen Meinung, auch Bhakdi hat Ken Jebsen ein Interview gegeben (wahrscheinlich, weil sonst keiner mit ihm sprechen wollte). Nach Deiner Klassifizierung im Juni wäre er damit noch ein rechter Spinner gewesen (siehe Deine Kommentare über Wodarg unter https://exportabel.wordpress.com/2020/05/25/massenmedien-sind-klassenmedien/) Aber daraus kann man Dir keinen Vorwurf machen und meiner Meinung nach auch nicht der Politik, denn wenn die Politik sich einmal zu einer sehr teuren Maßnahme entscheidet die sie als vernünftig verkauft, dann muss sie natürlich Gegenmeinungen als unvernünftig darstellen. Aber die Medien, vornehmlich ARD und ZDF, müssen das nicht, und haben sich meiner Meinung nach dadurch komplett diskreditiert.

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  26. genova68 schreibt:

    Ja, wer sich mit den Verschwörern einlässt, hat Pech gehabt, zumindest bei mir. Warum sollte ich solch einem Menschen vertrauen? Wer sich mit den Querdenkenleuten einlässt oder zu diesen Demos geht, ist rechtsradikal und dumm. Dafür kann ich nichts, das ist so.

    Mit Jebsen zu reden ist verzeihlich, der wickelt einen vermutlich um den Finger.

    Kritik an den ÖR, klar, warum nicht? Dass der Bhakdi dort nicht auftritt (angeblich), ist natürlich peinlich, und dass es im ÖR zuwenig Kritiker gibt, stimmt vermutlich auch. Aber ich gucke das zu selten, um mir tatsächlich ein Bild zu machen.

    Wodarg ist nicht wichtig genug, würde ich sagen, und außerdem bezeichnete er die Coronapolitik als „Völkermord“. Da wäre ich mit Vertrauen dann auch vorsichtig.

    Interessant: Die Verschwörer melden, dass es 700 deutsche Ärzte gibt, die eine Protestnote gegen die Coronapolitik der Bundesregierung unterschrieben haben. Klingt nach viel, doch es gibt in Deutschland runde 300.000 Ärzte.

    So geht Medien heute.

    Ich würde mir eine Debatte im TV wünschen, Bhakdi und Drosten. Zwei, drei Stunden. Dass es sowas nicht gibt, liegt natürlich an den verkrusteten Strukturen der ÖR. Dass da massiv renoviert werden müsste, da sind wir uns einig.

    Mein Punkt ist lediglich: Die Spreu vom Weizen trennen, und da sollte man sich von den Demos nachhaltig distanzieren. Ansonsten ist man raus aus dem Spiel.

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  27. Hugo schreibt:

    „Weitgehend unerheblich ist demnach, welche genauen Gedanken quergedacht oder gegen was eigentlich Widerstand geleistet wird. Neben dem Eindruck, Gegner des Zeitgeists zu sein, belohnt das angebliche Querdenken mit dem Selbstbild, zu den besonders wachen Köpfen zu zählen. Gefühle von Überlegenheit stellen sich ein, und so verleitet das Querdenkertum zum mahnenden Habitus. Davon ausgehend, über unbestechliche – deshalb notwendig querliegende – Denkfähigkeiten zu verfügen, meint man, Zusammenhänge präziser als andere durchschauen und Dahinterliegendes mit investigativer Raffinesse aufdecken zu können. “
    Da geh ich mit Daniel Hornuff mit ( https://www.zeit.de/kultur/2020-08/querdenken-demo-anti-corona-massnahmen-covidioten-stuttgart-demonstration/komplettansicht )

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  28. hANNES wURST schreibt:

    @Hugo: Danke für den Link. Ich halte den Artikel allerdings für weitgehend inhaltsleer. Natürlich ist Non-Konformismus oder „Querdenken“ oder „Rebellion“ Makulatur, wenn es per se darum geht, eine Gegenposition einzunehmen. Das würde aber bedeuten, dass die „Covidioten“ keine echte Meinung haben – was man nicht behaupten kann.

    Ein anderes Beispiel für einen Non-Konformisten ist der Hipster, der per Definition versucht abseits vom Trend zu stehen und sich also gerade durch Abgrenzung definiert. Das geht natürlich nur so lange gut (bis ca. 2018), wie diese Position nicht selbst zum Mainstream geworden ist, danach gerät der Rest-Hipster zum Modeopfer.

    Auch die „Covidioten“ könnten sich natürlich nicht mehr Querdenker nennen, wenn sich eine Mehrheit gegen Corona-Maßnahme aussprechen würde. Dann aber würde die Politik bald einlenken (so ist das in einer Demokratie) und der Grund des Protests wäre vorbei.

    Würden die „Covidioten“ dann umsteuern und für die Maskenpflicht demonstrieren (eigentlich eine gute AfD Position), dann könnte Hornuff mit Fug und Recht sagen, dass diese „Querdenker“ eine „Illusionsgeschichte der avantgardistischen Vorausdenker“ pflegen. Aber wie es ist, fehlt ihm dazu jede Grundlage (außer vielleicht eine übermäßige Empathie, die er sich zuspricht). Auch fehlen dem Artikel irgendwelche verständlichen soziologischen oder historischen Hintergründe – ein ganz schwaches Stück.

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  29. Hugo schreibt:

    @Hannes; falls es aufgefallen ist, in dem Artikel gings drum, wie mensch „Denken“ definiert ;).
    Und der Autor spricht den selbsternannten Querdenkern die Aktivität „Denken“ in Form von nach~, vor~, mit~ ab.
    Mensch kann natürlich seine Ansprüche an „durchdachte Meinung“ zurückschrauben, da hat auch das Klientel eine, Objektiv betrachtet ist das meiste nachgeplapperter bullshit durch den Pöbel.
    Mir isses echt Rille, ob der Pöbel soziologisch und historisch blabla; es kann sich jeder Mensch entscheiden, obber zum Pöbel gehören will oder ned.

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  30. genova68 schreibt:

    „Querdenken“ ist seit einigen Jahren Synomym für rechtsradikales Denken. Wobei man „Denken“ in Zusammenhang mit den Stuttgarter Querdenkern und ihrem Umfeld eigentlich nicht gebrauchen kann. Verschwörungsideologen, Propagandisten, Fundi-Christen, Fanatiker, Nazis, da wäre „Denken“ zu viel der Ehre.

    Covidioten haben eine „echte Meinung“? Zum Beispiel die, dass bei der Berlin-Demo 1,3 Millionen Menschen anwesend waren? Und dass sie für den 29. August in Berlin zehn Millionen erwarten? Ist das deren Meinung? Oder sind das demagogische Spinner?

    Ich denke, der Fall ist klar.

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  31. hANNES wURST schreibt:

    Ich habe mich mit dem Meinungsbild der Demo in Berlin nicht wirklich beschäftigt, aber verallgemeinernd denke ich, dass diese Leute unzufrieden mit den bisherigen und aktuellen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie sind. Das ist ja auch nicht schwer nachzuvollziehen, denn die Maßnahmen sind extrem teuer, für einige Branchen und Angestellte ruinös, und sie beinhalten vielfältige Freiheitseinschränkungen.

    Je nachdem wie stark man diese Probleme gegen den Gesundheitsschutz gewichtet, kommt man zu unterschiedlichen Einschätzungen, auch unabhängig davon, welche geistige Grundhaltung man einnimmt. Man kann ja auch einfach mal hinnehmen, dass dies eine Meinung ist, vielleicht sogar eine Meinung, über dies es sich lohnt, ernsthaft nachzudenken. Keiner weiß genau, ob die bisher getroffenen Maßnahmen aktionistisch oder sinnvoll sind.

    Unter den „Deutschland macht es richtig“ Leuten sehe ich auch jede Menge Vollidioten, hoffentlich gehen die auch mal auf die Straße, damit man es auch sieht.

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  32. genova68 schreibt:

    Über Verschwörungsideologen muss ich nicht mehr lange nachdenken, da lohnt garnix. Das Thema wurde ja auch hier im Blog schon x-fach abgehandelt. Welche Meinungsäußerungen sollen das denn sein?

    Du sagst also nach dem x-ten Kommentar zu den Demos, dass du dich nicht damit beschäftigt hast.

    Ich helfe gerne aus: Es ging bei der Demo nie um Corona. Es ging um den Sturz des „Merkel-Regimes“, um Abschaffung der Demokratie, um die Bestrafung von „Volksverrätern“, um „Lügenpresse“, um Reichsbürger, Ex-Hippies, insgesamt: Um politische Wirrköpfe. Das sind die „Meinungen“ der Covidioten, nach denen du oben gefragt hast.

    Falls du das alles nicht glaubst: Schau dir die drei Reden von Janich, Schrang und Schulte an und dann sag mir, was die bedenkenswerten Meinungen dieser Leute sind. Oder: Erzähl mir, wie glaubwürdig Menschen sind, die eine Demoteilnehmerzahl von 20.000 auf 1,3 Millionen hochmanipulieren.

    Mir ist nicht klar, warum du eine rechtsradikale Demo immer wieder verteidigst und massiv verharmlost. Eine Demo auch noch, die mit deiner Intention – Kritik an den Coronamaßnahmen – nur sehr am Rande zu tun hat. Was treibt dich an?

    Das Fazit des Zeitartikels scheint mir richtig:

    Wer heute das Querdenken als politischen Kampfbegriff vor sich herträgt, etikettiert sich mit einer gleich doppelt tragischen Worthülse. Einerseits schreibt er sich mit diesem Begriff in die uralte und längst überholte Illusionsgeschichte der avantgardistischen Vorausdenker ein. Er geriert sich als Figur, die allenfalls noch in den schrillen Nischen des rechten Populismus unter Gleichgesinnten als kleine Quengelautorität auffallen kann.

    Der Begriff Querdenken kam meines Erachtens auf, als Querdenken gefragt war. Im Zuge neoliberaler Logik braucht man keine nur gehorchenden und ausführenden Bandarbeiter mehr, der Fordismus ist vorbei. Querdenken, vielleicht einstmals gegen ein etabliertes System gerichtet, geriet zur Floskel, die originelles systemaffines Denken bezeichnete. Wie nutzt man Steuervorteile aus, beispielsweise.

    Heute ist querdenken im Sinne von Pegida, AfD und Co besetzt. Leider, kann man sagen. Wer sich heute als Querdenker bezeichnet, ist zu quasi 100 Prozent rechtsradikal. Als Gegenbeweis nenne man mir nur eine Handvoll „Querdenker“, die es nicht sind.

    „Querdenken-TV“ war übrigens jahrelang ein erfolgreicher youtube-Kanal von Michal Vogt, einem Rechtsextremisten.

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  33. Hugo schreibt:

    @Hannes; da hat aber ned der DEHOGA und die NGG zu ner gemeinsamen Kundgebung aufgerufen.

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  34. hANNES wURST schreibt:

    @Genova: Mir ist prinzipiell egal, ob da Reichsbürger, Ex-Hippies (was gibt es an denen auszusetzen?) oder Pädophile auf die Straße gehen. Sie formieren sich gemeinsam gegen die Corona-Maßnahmen, und Du hast selber schon geäußert, dass Du eine kritische Einstellung dazu nachvollziehen kannst und die einseitige Berichterstattung im ÖR bescheiden findest.

    Nach wie vor gibt es kaum eine seriöse öffentliche Diskussion von Meinungen, die vom Corona-Mainstream abweichen. Wer es doch versucht, egal ob Beamter, Wissenschaftler oder Journalist, muss damit rechnen, von einem verängstigten Mob als dummer Nazi-Spinner abgestempelt zu werden. In diesem Zusammenhang freue ich mich über jeden, der den Mut hat (ich habe ihn nicht), öffentlich gegen die Corona-Angst aufzubegehren, ist mir völlig egal wer da mitmarschiert. Ein Nazi, der für seine Freiheitsrechte auf die Straße geht ist mir allemal lieber als ein Nazi, der gegen Migranten wettert. Ich bin auch für öffentliche Mundschutzverbrennungen.

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  35. genova68 schreibt:

    Hugo,
    so ist es.

    Hannes,
    deine Argumentation macht mir so langsam Angst. Diese Diskussion führt zu nichts. Wenn ich dich nicht kennen würde, würde ich dich aufgrund deiner Argumentation als rechtsradikalen Spinner abtun. Nicht wegen deiner Meinung zu Corona, sondern wegen deiner Haltung zu rechtsradikalen Demos.

    Am besten kommst du am 29. August nach Berlin, dort kannst du mit den zehn Millionen Anderen demonstrieren. Keine Angst: Dort mitzugehen, erfordert keinen Mut.

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  36. hANNES wURST schreibt:

    „Wenn ich dich nicht kennen würde, würde ich dich aufgrund deiner Argumentation als rechtsradikalen Spinner abtun.“
    q.e.d.

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  37. Hugo schreibt:

    „Dort mitzugehen, erfordert keinen Mut.“
    Das kommt noch dazu, in Polen auf ne LGBTQI*-Demo zu gehen oder aktuell in Belarus das Wahlergebnis anzuzweifeln ist mutig. Die komischen Querdenken-Demos sind noch ned ma cool irgendwie…

    Gefällt 1 Person

  38. genova68 schreibt:

    Diese Demos sind das Ergebnis der letzten zehn, zwanzig Jahre. Internet, Neoliberalismus, verwaltete Welt, Vereinsamung. Das Ergebnis ist ein Schrei nach Liebe, nach Zusammenhalt. Wobei die Entwicklung in den USA wohl besorgniserregender ist. Die Truther – und bei der Demo in Berlin hatten wir exakt das deutsche Pendant – sind dort wirkmächtiger, scheint mir. Die haben ja schon den aktuellen Präsidenten möglich gemacht. So ein Idiot ist das Ergebnis nachhaltiger Trutheraktivitäten. Wollen wir hoffen, dass es hier nicht ebenso irrational wird.

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  39. hANNES wURST schreibt:

    Das Truthern am Thanksgiving Tag ist ein schöner Brauch, ich bitte herzlich darum darüber nicht auch noch zu schimpfen.

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  40. genova68 schreibt:

    Entschuldigung, da habe ich mich vertan.

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  41. genova68 schreibt:

    Neues von der Covidiotenfront:
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/querdenker-demonstration-in-berlin-so-will-die-extreme-rechte-den-corona-protest-unterwandern/26123250.html#

    Wobei der Artikel verharmlost: Die Demo wird nicht etwa unterwandert, sondern die Organisatoren um Querdenken Stuttgart sagen ganz offen, das sie keinerlei Distanzierung wollen. Selbst Holocaustleugner und lupenreine Nazis sind willkommen. Um Covid geht es nur sehr am Rande.

    Wobei mir völlig unklar ist, was diese Organisatoren bezwecken wollen. Sie stehen mitten im Leben, Unternehmer, aber vermutlich seit langem rechtsradikal, esoterisch, strunzdumm. Truther.

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  42. Hugo schreibt:

    https://www.br.de/puls/musik/aktuell/akne-kid-joe-posting-systemgegner-interview-100.html
    (Auch das facebook-statement von denen mal lesen und zumindest des erste Lied nebenbei hören.)
    In dem aktuellen Plastic Bomb (Punk-Fanzine) werden die auch interviewed u.a.wegen dem statement; jedenfalls muß da wohl ein Spaßvogel die bei fb als „Merkelpunks“ bezeichnet haben und er will des dem SO36, wo die nächstes Frühjahr spielen (wollen), mitteilen *lol*.

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  43. hANNES wURST schreibt:

    Möglicherweise kommen zu der Covidiotendemo auch noch einige Fridays for Future Aktivisten, weil sie sich gegen den unangemessenen Corona-Alarmismus stellen, der vom Treibhauseffekt ablenkt. Das wäre dann ja wohl die Höhe, diese Leute sind zum großen Teil nicht einmal wahlberechtigt.

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  44. Hugo schreibt:

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-08/berlin-verbietet-corona-demonstrationen
    Gibt wohl keine Demo.
    Halte ich für einen Fehler; wegen Einhaltung der Demo- und Infektionsschutzauflagen hätten die mehrere Tausend Büttel nach Berlin karren können und die hätten eindringlich drauf geachtet, daß die Auflagen eingehalten werden. Im Zweifelsfall würde die Demo für beendet erklärt und dann dürften die Bullen mal wieder „Knüppel aus dem Sack“ üben. Gabs ja diesjahr ned soviele Gelegenheiten dazu. Das Überstundenkonto der Büttel dürfte auch ins Minus gehen; es gab/gibt keinen Fußball mit Zuschauern, keine Volksfeste, kein Rock am Ring, Wacken & Co. .

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  45. genova68 schreibt:

    Bei 20.000 oder 40.000 Leuten eine Demo einfach zu beenden, ist eher theoretischer Natur. Es funktioniert in der Praxis nicht. Und die Veranstalter haben deutlich genug durchblicken lassen, dass sie sich nicht an die Hygieneauflagen halten. Es ist halt ein Dilemma: Sie sollen mit Masken gegen die Maskenpflicht demonstrieren.

    Wobei ich vermute, dass die Veranstalter gegen die Entscheidung klagen. Und es wäre nicht das erste Mal, dass erst am Tag der Demo diese dann doch erlaubt wird.

    Hannes,
    ich möchte dich bitten, auf den Begriff „Covidioten“ hier im Blog zu verzichten. Das sind aufgeklärte, besorgte Bürger, die medizinisch bewandert sind und sich lediglich um unser Grundgesetz sorgen.

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  46. Hugo schreibt:

    „Es funktioniert in der Praxis nicht.“ Da da wohl kaum „Berufsdemonstranten“ dabei wären, halte ich des ned für unmöglich.
    Unfassbar dumm war übrigens die Aussage Deines Innensenators: „Ich bin nicht bereit, ein zweites Mal hinzunehmen, dass Berlin als Bühne für Corona-Leugner, Reichsbürger und Rechtsextremisten missbraucht wird“, wird er zitiert. „Der Staat lässt sich nicht an der Nase herumführen.“ Ned nur das Volk braucht dringend Nachhilfe in Sachen Demokratieverständnis sondern auch gewählte Vertreter einer ehemaligen Volkspartei *kopfpatsch*.
    Ich hab die Kommentare unter nem Artikel beim Spiegel mal überflogen; manche Leute tun ja so, als ob morgen die Diktatur ausgerufen wird. Daß Demos untersagt werden wegen „Sicherheitsbedenken“ ist ein alter Hut.

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  47. Jakobiner schreibt:

    Die Corona-Kritiker rufen trotz Demoverbot weiter zu ihrer bundesweiten Coronademo in Berlin auf.Linksesoteriker und Rechtsradikale in einer Querfront. Es werden also trotzdem einige Tausend kommen und wenn die Polizei es versucht zu unterbinden,werden sie dies mit dezentralen Aktionen oder zivilen Spaziergängen versuchen zu unterlaufen und etwaige Festnahmen oder Sanktionierung als Beweis für die Repression durch die vermeintliche Merkeldiktatur samt entsprechenden Youtubebildern in sozialen Medien sehen und darstellen.Verbietez man die Demo nicht werden noch mehr kommen und die Polizei es schwer haben,Maskenpflicht und Sicherheitsabstand durchzusetzen.Entweder das staatliche Gewaltmonopol wird als zahnlos vorgeführt oder als Erfüllungsgehilfe der vermeintlichen Coronadiktatur oder beides zusammen.

    Es sind aber diese Doppelstandards,die die Coronaleugner zu recht kritisieren.Bei den BLM-AlQuds und 1.Maidemos wurden die AHA-Regeln auch nicht durchgesetzt oder beiClanfeiern. Wenn muss das für alle gelten.BeiBLM befürchtete man wohl den Vorwurf rassistischer Staatsgewalt.Ebenso hat der Berliner SPD-Innensenator das Demoverbot nicht nur medizinisch,sondern politisch begründet,als er sagte,dass er keine Rechtsradikalen,Verschwörungszheoretiker und Reichsbürger durch die Hauptstadt marschieren sehen will.Damit hat er es politisch und nicht medizinisch begründet.Aber diesen Leuten steht leider laut GG dieselbe Versammlungsfreiheit zu wie BLM-,islamistischen und antisemitischen Al Qudsdemonstranten oder Linksextremen.

    Also keine einfache Entscheidung.Querdenken 711 will die Sache jetzt vors Bundesverfassungsgericht bringen.

    Zum Glück unterstützt die Mehrheit der Bevölkerung den Merkel/Söderkurs,aber das kann sich ändern,wenn die absehbareWirtschaftskrisemit Massenarbeitslosigkeit undPleitewellen kommt.Diese Demos sind nur die ersten Sturmvögel.

    Die Mimireform des Wahlrechts führt zudem zu weiterer Parteienvetdrossenheit.

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  48. genova68 schreibt:

    Ja, diese Pseudoreform, die gestern vorgestellt wurde, ist in der Tat unglaublich. Da bastelt eine Kommission unter Schäuble sieben Jahre herum und schafft nichts außer Veräppelung der Bevölkerung. Und dann besitzen die noch die Frechheit mitzuteilen, man werde nun eine weitere Kommission einsetzen, die weitere fünf Jahre Zeit hat, um etwas zu ändern. Schäuble und andere Verantwortliche müssten nach solch einer Leistung zurücktreten. Eigentlich. Aber der deutsche Journalismus regt sich lieber über Trump und Putin auf. Es gibt meines Erachtens in Deutschland mittlerweile sehr ausgeprägt diesen Typus Hofberichterstatter, nach oben buckeln, nach unten treten. Es ist diese typisch deutsche Tradition.

    WAs sind AHA-Regeln? Und um welche Al-Quds-Demo geht es? Gab es jüngst eine? Habe ich nicht mitbekommen.

    Bei BLM wurden die fehlenden Masken kritisiert, aber die Demo war nicht darauf angelegt, die Regeln zu umgehen. Die Covidioten aber tun genau das. Das ist ein Unterschied.

    Noch eine Frage: Was sind Linksesoteriker?

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  49. Jakobiner schreibt:

    AHAregel ist Abstand halten, Händewaschen,Atemschutz.

    Linksesiteriker sind jene Althippies und hedonistischgeprägten 68er Generation oder Spassgeneration der 90er,deren Linke Ansichten zunehmend mit esoterischen Quatsch Hand in Hand gehen.

    Ich bin inzwischen dafür,sie demonstrieren zu lassen.Je mehr man diesem erklecklichen Haufen von vielleicht 40 000 Rechtsradikalen und Covidioten Aufmerksamkeit schenkt und ihnen einen Märtyrerstatus gibt,desto wichtiger werden sie.

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  50. genova68 schreibt:

    AHA, danke, hätte ich mir denken können. Ja, Linksesoteriker sind dort auch vertreten. Das ist wohl eine typisch deutsche Tragödie, dass Linke ins Esoterische kippen und dann Demos gemeinsam mit Nazis veranstalten, weil die ja auch nur Menschen sind.

    Ich könnte mir vorstellen, dass die Demoverbote juristisch gekippt werden. Wie du ganz richtig schreibst, hat die Begründung von Innensenator Geisel einen unterirdisch schlechten Passus. Die Begründung nämlich, dass „Berlin“ keine Plattform für Rechtsextremismus sei. Das DARF ein Richter ja kaum durchgehen lassen.

    Ich müsste nochmal den Link suchen zu einem Essay im Spiegel, wonach diese Coronademonstranten die deutsche Tradition der irrationalen nationalen Romantik aufnehmen. Leider habe ich den Namen des Autoren vergessen.

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  51. Jakobiner schreibt:

    Zur irrationalen deutschen Romantik hat Safranski auch ein hervorragendes Buch geschrieben,das historisch von den Anfängen der Romantik über die Nazis zu den Hippies führt.Ist ja auch interessant,dass Rechte und Linke samt Hippieanhang Tolkiens Herr der Ringe gleichermaßen lobten.Wäre eine spannende Verlängerung zu den Linsesoterikern der Coronademoszene.

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  52. Jakobiner schreibt:

    Die Al Qudsdemos zur Befreiung Jerusalems werden von Islamisten im gesamten Greater Middle East und in Deutschland jährlich zum Al Qudstag abgehalten.In Deutschland vor allem von Iran-und Hisbollahanhängern,den Özugusbrüdern und Fatima Özuguz,deutschen Rechtsradikalen und orthodoxen Rabbis,die die Existenz des säkularen Israel nicht anerkennen,weil der Messias noch nicht gekommen sei.

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  53. Jakobiner schreibt:

    Ja,das stimmt schon.Kern des Freiheitsbegriffs ist auf den Coronademos die Maskenpflicht und des Sicherheitsabstands,bei BLM und anderen Demos nicht.Das ist schon ein Unterschied.

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  54. genova68 schreibt:

    Danke.

    Ich habe den Link zu dem Spiegel-Essay wiedergefunden:

    https://www.spiegel.de/kultur/corona-proteste-in-stuttgart-politische-esoterik-a-e0d064f1-952c-4afc-b835-be9267ce4949-amp#aoh=15985499209300&referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com&amp_tf=Von%20%251%24s

    Das Irrationale, so der Tenor, war schon immer Teil des deutschen „Denkens“, von Nietzsche und dem Übermenschen über Thomas Mann und seine Betrachtungen eines Unpolitischen bis hin zu den frühen Grünen, dazu kommen Teile der Waldorfschulen (die ja auch schon auf einen Ken Jebsen hereingefallen sind), alle möglichen Esoteriker, Öko-Bauern und mehr.

    In dem Essay wird auch gut gezeigt, warum es keine Berührungsängste zu Nazis gibt. Nazis sind Teil dieser Bewegung.

    Eine deutsche Seuche, deren Bekämpfung schwieriger als die von Corona scheint. Der deutsche Sonderweg, er lebt.

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  55. Jakobiner schreibt:

    Wohl gemerkt,demonstriert hier eine Minderheit.Also bisher keine deutsche Seuche oder Sonderweg.Und diese Linksesoterik ist in Kalifornien und den USA viel ausgeprägter als in Deutschland.Spätestens seit Charles Manson sollte das klar sein.

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  56. Jakobiner schreibt:

    Vielleicht ist es nicht nur Linksesoterik,sondern auch Liberal-oder gar Libertäresoterik.Solche Typen sind im übrigen kein alleiniges deutsches Phänomen und die Romantik ebenso nicht.Derartige Strömungen gibt es in allen Ländern.Du betreibst da etwas provinziellen Nabelschau. Und wie gesagt:Dass Esoterisches auch nach rechts abgleiten kann,zeigte sich spätestens mit Charles Manson.Helter Skelter und Rassenkrieg. Und die neuen Ideologen sitzen heute im Silicon Valley und streben den neuen Übermenschen an,wie bei Ray Kurzweil oder in Yuvaö Hararis Homo Deus beschrieben.Eher Nietzscheianische Sciencefictionesoterik.

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  57. Jakobiner schreibt:

    Auch dieses Gerede von der Neuen Zeit und der Zeitenwende verbindet die Hippiemässige Hoffnung auf The Age of Aquarius/das Zeitalter des Wassermanns,wie er beim Musical Hair besungen wird mit kommunistischen oder faschistischen Hoffnungen auf Revolution und Konterrevolution oder aber des Liberalismus auf Fukuyamas Ende der Geschichte.

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  58. Hugo schreibt:

    “ Aber der deutsche Journalismus regt sich lieber über Trump und Putin auf.“ Beim SPIEGEL brauchense nen Prof, der das versucht zu erklären:
    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/wahlrechtsreform-der-grossen-koalition-hilft-csu-a-82c2dfd6-fbb7-4e58-94ba-c74bc2958c36
    Ich hatte mich, als das mit den Überhangmandaten für verfassungswidrig erklärt wurde, mal bißchen mit beschäftigt; wemmer die Wahlkreiskandidaten ned mit einfacher sondern mit absoluter Mehrheit wählen würde, gäbe es den ganzen wahlstimmenverzerrenden und BT-aufblähenden Quatsch ned. Allerdings gäbe es desöfteren eine Stichwahl zwischen den erstplatzierten Kandidaten. Der Aufwand sollte „uns“ ein demokratischeres Wahlrecht durchaus wert sein.

    Und nu erklär mal das den GG-Krakeelern, die haben weder jenes noch den Föderalismus kapiert. Daß die eher logischerweise vor ihren eigenen Landtagen Rabatz machen sollten, anstatt in Berlin mal wieder den Verkehr lahmzulegen, sieht der nichtverblendete Mensch bei der Einigung über die deutschlandweite Abstimmung der pandemiebedingten Ausnahme(zustands)regeln.

    Ob allerdings Irrationalität ein deutscher Sonderweg ist, glaub ich ned. In Brasilien z.B. ist die (Spät-)Abtreibung bei einem durch ihren Onkel jahrelang mißbrauchten zehnjärigen Mädchens weitaus schlimmer als der Umstand des flächendeckenden Mißbrauchs von Schutzbefohlenen…
    Von den USA und daß dort 70+% den lieben Gott ca. 200 Jahre nach Darwin & Co. immernoch für den Weltenschöpfer halten und ein beträchtlicher Teil sogar die dadurch eingeführte 7-Tage-Woche für Wahrheit hält, mal ganz abgesehen.

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  59. genova68 schreibt:

    Jakobiner,
    das Phänomen dieser Rechtsesoterik gibt es offenbar vor allem in Deutschland und in den USA. Es kann wohl auch unter dem Trutherbegriff subsumiert werden. Die Covidioten behaupten auch gern, dass sie die Wahrheit kennen und diese zu verbreiten könne kein Verbrechen sein. Samuel Eckert, ein führender Kopf der Covidioten, ist auch Prediger, vermutlich ein rechter Fundi. Die Parallelen zu den USA sind offensichtlich. Schwerpunkt in Deutschland ist Baden-Württemberg, warum auch immer. Dort ist das ganze Walldorf- und Steinerding ausgeprägter als anderswo.

    Ich würde jedenfalls mittlerweile meine Kritik an den ÖR-Medien schärfer formulieren. Kürzlich maischberger: Experten waren Lauterbach und der unvermeidliche Palmer aus Tübingen. Absurd. Gestern maibritt illgner und lanz: Lauterbach, der neoliberale Füst und ein paar andere. Kritiker kommen nicht vor. Baktadis Buch verkauft sich laut Spiegel sehr gut, aber in die aktuellen Talkshows wird er nicht eingeladen. Die leben offenbar tatsächlich in ihrer eigenen Blase.

    Ich habe mit dieser Kritik bewusst das Ende der Sommerpause abgewartet, aber es scheint bewusstlos weiterzugehen.

    Die Auswahl der eingeladenen Journalisten ist auch peinlich: Jörges vom Stern, Blomes vom Spiegel/Bild, Fleischhauer. Andere Journalisten scheint es nicht zu geben. Für ein zwangsgebührenfinanziertes Programm ist das absurd.

    Bei Illgner gestern: Das Plappermäulchen Manuela Schwesig, die vermutlich schon ein Klon ist. Es ist eine Beleidigung der Zuschauer.

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  60. genova68 schreibt:

    Hugo,
    diese Kommission, die den Bundestag verkleinern soll, arbeitet seit sieben Jahren. Das Ergebnis ist miserabel. Gleichzeitig gibt man bekannt, dass man weitere fünf Jahre brauche. Es ist schlimmer als in der DDR. Der Journalismus müsste hier kampagnenartig Stimmung machen. Der Rücktritt von Schäuble sollte das mindeste sein.

    Ja, es gibt diese Covidioten nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA in Brasilien. Also dort, wo es durchgeknallte Christen gibt. Was sagen eigentlich durchgeknallte Moslems zu Corona?

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  61. genova68 schreibt:

    Gerichte haben nun das Demoverbot gekippt, was vermutlich völlig ok ist angesichts der peinlichen – politischen – Verbotsbegründung von Innensenator Geisel. Man glaubt kaum, dass in dieser Position so peinliche Fehler gemacht werden. Berlin wird in der Tat von einem Haufen Dilettanten regiert. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Aufmerksamkeitstechnisch ist das alles hochinteressant. Der Demoinitiator Ballweg ist ein perfekter Stratege: Eine läppische Demo von bundesweit 20.000 Covidioten und Rechtsradikalen ist zwei Tage vor dem Stattfinden medial omnipräsent. Selbst Provinzzeitungen aus dem Südwesten haben sie auf Seite eins. Eine perfekte Inszenierung für Leute wie Elsässer (auch ein Medienprofi) und Sellner von den Identitären. Live-Berichterstattung von mehreren großen Zeitungen, jeder Schritt wird beobachtet.

    Romantisch-irrationale Covidioten zeigen sich als ziemlich rational agierend.

    Leider bringt die Mainstreampresse immer noch die falsche Erzählung, hier sei eine bürgerliche Masse in Aktion, die von Rechtsradikalen gekapert werde. Nein, die Masse ist rechtsradikal, auch wenn die das größtenteils nicht merken. Deutsche Idioten, gehirngewaschen.

    Es laufen rührende Bilder im TV: Familienväter, die mit Frau und Kind anreisen und vor laufenden Kameras erzählen, dass man hier noch keine Nazis gesehen habe. Diese Väter sind so dumm, das ist nicht gespielt.

    Interessant auch, dass diese deutsche Haltung sich am 250. Geburtstag von Hegel vollzieht. Das dauerreaktionäre, irrationale Deutschland, gegen das sich Hegel wehrte, will wieder nach oben. Musikalisch unterstützt von der Kitschballade „Freiheit“ von Westernhagen. Was sagt der eigentlich zu deren Dauerabspielen auf Covidiotendemos?

    Neoliberale Zumutungen – die Ursachen des Übels – werden mit Rechtsradikalismus beantwortet. Hier, in den USA und anderswo. Eigentlich ganz spannend, dass man bei solchen Massenhysterien live dabei sein kann.

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  62. genova68 schreibt:

    Dieses Wochenende bietet noch mehr Anschauungsmaterial. Merkel hielt gestern ihre Jahrespressekonferenz ab und ich sah zufällig die Tagesthemen und stöberte heute Morgen durch verschiedene Zeitungen. Was sich die sogenannten bürgerlichen Medien – also fast alle – hier erlauben, fordert massiven Widerstand heraus.

    Egal welche Zeitunge oder welche TV-Station, es ist eine Huldigung der Königin. Keinerlei Kritik, stattdessen haufenweise Menschliches, Unterwürfiges, typisch Deutsches. Bewunderung für diese Regentin allerorten.

    Der deutsche Unterwürfigkeitsjournalismus. Unerwürfig natürlich nur gegenüber der Obrigkeit. Pressefreiheit unterm Kapital. Unterm deutschen Kapital, müsste man wohl ergänzen.

    Das, was man als irrational-rechte Romantiker bezeichnen kann, also die gerade in Berlin Demonstrierenden, ist das eine. Die nur unzureichend entwickelte Kritikfähigkeit deutscher Journalisten – Ausnahmen gibt es immer – ist auch ein Produkt deutscher Geschichte. Von 1815 über Sand über Karlsbad, den verhinderten 48ern bis zu Bismarck, dem man auch gerne huldigte.

    Heute drückt sich diese Unterwürfigkeitsgeste gerne in der Hufeisentheorie und dem Geplapper von „Links- und Rechtspopulismus“aus. Merke: Wir in der Mitte sind die einzig Ernstzunehmenden.

    Angefüttert wird die journalistische Malaise mittlerweile von merkwürdigen Neu-Linken, komischen Frauen, die im Gendersprech ihr Heil suchen.

    Man müsste einmal untersuchen, inwieweit Gendersprech und irrationale Romantik ähnliche Strukturen aufweisen.

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  63. Jakobiner schreibt:

    Sturm von 300 Rechtsradikalen auf den Reichstag,vor der Tür des Reichstags nur 3 Polizisten.Verfassungsschutz will kaum Rechtsradikale wahrgenommen haben.Seehofer,Scholz,Maas“bestürzt“

    Desweiteren Ausschreitungen Rechtsradikaler vor russischer Botschaft.War das ein Pro-oder Contra-Putinmob?Näheres erfährt man nicht.

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  64. Hugo schreibt:

    Genova: „Bewunderung für diese Regentin allerorten.“
    Da diese PK ja sowas ähnliches wie ein Rechenschaftsbericht ist, wäre zumindest eine Frage z.B. zu den immernoch im Mittelmeer Ersaufenden und das Voranschreiten von Verhandlungen mit den betroffenen Ländern usw. usf. angebracht gewesen. Hab die PK tw. nebenbei live gehört/gesehen, das war wirklich eher „Frag mal Mutti“.

    Genova: „Man müsste einmal untersuchen, inwieweit Gendersprech und irrationale Romantik ähnliche Strukturen aufweisen.“
    Ich schreibe im Internetz meist im „Gendersprech“, einfach mal um zu testen wie sich des schreibt und liest.
    (Kann ich hier auch weglassen wenns zuuu sehr nervt…)
    Die Diskussionen und was sich irgendwann mal durchsetzen wird, sollen andere führen; in allen offiziellen Dokumenten sollte meiner bescheidenen Meinung nach eine genderneutrale Schriftsprache weiter vorangetrieben werden. Das gerne gebrachte Argument mit dem generischen Maskulinum wird auch durch Dauerwiederholung ned besser. Meinetwegen können in (journalistischen) Artikeln weibliche und männliche Begriffe zufällig/wechselseitig verwendet werden: „Die Mehrzahl der Direktorinnen in Thüringen (war gestern bei ner Einschulungsfeier) spricht sich für eine Begrenzung der Klassengröße auf 21 Schüler aus.“ Auf den ersten Blick wirst auch Du nur an die weiblichen Schulchefs und alle Schulkinder gedacht haben. Würde da Direktor stehen, wären allgemeinverbindlich die weiblichen mitgemeint, bei Schülerinnen würdeste kurz stutzen. Demzufolge ist „Schüler*innen“ und „Direktor*innen* eine rationale Lösung im Diskurs um Verständlichkeit und dem Mitmeinen aller Teilmengen einer Gesamtmenge und in die Zukunft gedacht. Was da jetzt die Schnittmenge mit dystopischen Pseudohippies ist, müßtest Du dann doch mal näher erläutern!

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  65. genova68 schreibt:

    Ich bin auch nicht wirklich informiert, aber deshalb, weil ich mich die letzten Tage nicht informiert habe außer täglich 15 Minuten Tagesschau. Wobei man vielleicht uach gar nicht mehr wissen muss. Außer in Sachen Demonstration vor der russischen Botschaft. Vielleicht sind das Nazis, die von Putin einen Friedensvertrag verlangen und glauben, dass das mit ihrem Führer glimpflich abgehen wird.

    Friedensvertrag: Würde verhandelt, würden wir vermutlich Billionen Euro Reparation zahlen. Diese Nazis sind zu dumm, um das zu verstehen.

    Reichstagssturm: Ich bin verwundert, wie bescheuert die Polizeiführung ist. Da verkünden Rechte seit Wochen, dass sie am 29. August den Reichstag stürmen wollen. Dann machen sie das und es stehen exakt drei Polizisten an der Stelle, um das zu verhindern. Ein Polizeisprecher sagte, man habe eben nicht überall sein können, lol. Das wäre doch mal. einen Rücktritt wert.

    Verwunderlich auch, dass die Polizei da nicht härter reagiert. Fünf-, sechs-, siebenmalige Aufforderungen, die Rampe zu räumen, werden ignoriert (mit dem Hinweis, man sei „Presse“), und kein Polizist zieht seine Waffe.

    Wie hätte die Reaktion ausgesehen, wenn dort keine Nazi-, sondern Anarchistenfahnen geschwenkt worden wären?

    Die Außwenwirkung der Covidioten ist allerdings ok: Es gibt keine Abgrenzung zwischhen diesen angeblichen Coronakritikern und Nazi. Wer dort mitläuft, ist rechtsradikal und strunzdumm. Wer solche Demos befürwortet, ebenso. Das war vorher schon klar, jetzt aber weiß es die komplette Tagesschaunation.

    Hugo,
    bitte schreibe, wie du willst. Im Gegensatz zu den Genderfreaks mache ich keine Vorschriften. Allerdings ist das ein anderes Thema. Ich habe hier im Blog zweimal etwas dazu geschrieben. Kurzversion: Eine Form, eben die männliche, reicht, weil es. bei Arzt oder sonstwas nicht darum geht, wie es zwischen den Beinen aussieht. Geschlecht ist egal. Und woran man denkt, ist Gewohnheitssache. Wenn man Gendersprache bentuzt, denkt man wirklich an ein bestimmtes Geschlecht. Wenn nicht, dann renkt sich das irgendwann ein. Sprache lernt dazu. Außerdem ist Gendern umständlich und nicht durchziehbar. Was ist, beispielsweise mit „jemand“? „Jemenschd“ wäre korrekt.

    Die Engländer machen es richtig. Das sollte unser Vorbild sein.

    Das Gemeinsame zwischen diesen rechten Romantikern und den Genderleuten ist das Irrationale und die vermeintliche Unbedingtheit, auf der richtigen Seite zu stehen. Es ist in immer mehr Gruppen die Regel. dasss man ohne Gendern unterbrochen wird und nicht ausreden kann. Umgekehrt gibt es das nicht: Wer gendert, darf immer ausreden.

    Insofern: Gendere hier bitte, so viel du willst. :-)

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  66. genova68 schreibt:

    Eine Zeitung namens „Rheinpfalz“ (erscheint in Ludwigshafen) berichtet über die Ereignisse in Berlin und unternimmt den Versuch einer rationalen Einteilung der Demonstranten in vier Gruppen: Rechte, Bürgerliche, Verschwörer und Esoteriker, Religiöse, Hippies.

    Bürgerlich wäre hier eine Kategorie, die man erst einmal definieren muss. Wenn im Jahr 2020 eine Provinzzeitung von Bürgertum spricht, steckt vermutlich nichts dahinter. Die Beschreibung der Demonstranten in dieser Kategorie zeigt es: Die Leute sehen so aus, „eher bürgerlich, die Mitte der Gesellschaft“.

    Merke: Mitte ist gleich bürgerlich. Manometer.

    Besonders lustig ist dieser Passus. in der Rheinpfalz:

    „Manche aus aus akademischen Milieus. Sie tragen Plakate mit Botschaften wie „Hannah Arendt: Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen.“

    Merke: Wer ein Plakat mit einem Arendtspruch drauf halten kann, kommt aus einem akademischen Milieu. Manometer.

    Interessant auch, dass der ehemalige Leitende Polizeidirektor von Berlin, Michael Knape, zu der Polizeitaktik am Samstag sagt: „Eine klare Einsatzkonzeption war schwer auszumachen.“

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  67. Hugo schreibt:

    Nuja, Leute, deren, hm, linke „Aktivist*innenbubble“ so ziemlich die einzige ist, in der sie sich aufhalten, geht schon in Richtung Kloster, mit dem Unterschied, daß die im Kloster bei Gästen barmherziger sind *lol*, aber die sind halt meist im Zweifelsfall auf der „richtigen Seite. Und ja, „lupenreines“ mündliches Gendern ist Quatsch. Ich hab mir „mensch“ anstatt „man“ angewöhnt und ab und an halt die weibliche Form für alle. Die Gegenüber gucken da immer etwas irritiert haha. Wenn ich mal ganz viel Zeit=Lust hab, äußere ich mich da selbstverständlich mal, da laufe ich schnell Gefahr, nen halben Roman zu schreiben…

    @Polizeitaktik am Sonnabend in Berlin:
    https://taz.de/Corona-Proteste-am-Reichstagsgebaeude/!5706372/ naja, *gähn*
    Seh das so wie Du, allerdings müssen die ned mit Knarren rumfuchteln, da muß schon eine Verhältnismäßigkeit im Einsatz der „Kampfmittel* da sein. Aber soviel Konsequenz, daß bei solchen Demos das nächste mal die Kinder daheimgelassen werden und solche Veranstaltungen ned in Spaßveranstaltungen mit Bongokrach „ausarten“!!! Und hoffentlich bleiben dann noch Leute wie die eine grauhaarige Pseudohippietante, wo in den tagesthemen zu sehen war, auch daheim. Die sind als „Weichspüler/zeichner“ gesamtgesellschaftlich schlimmer als die ganzen s/w/r-Flaggenschwenker, weil die vergiften in (haha) homöopathischen Mengen.

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  68. genova68 schreibt:

    Das ist der Link zu dem Artikel übers Gendern, den ich im April geschrieben habe:

    https://exportabel.wordpress.com/2020/04/15/liebe-r-antisemantin-von-der-seuche-gendersprache/

    Ich merkte gerade beim Zweitlesen, dass ich dort scharf formulierte.

    Nebenbei: Das Gendern ist seit Jahren großes Thema, das angebliche Diskriminieren. Untersuchungen im Fach Germanistik über neoliberale Sprache dagegen werden nicht verfasst und sind pratisch nicht möglich. Das liegt an der Drittmittelregelung. Für ein ernsthaft kritisches Thema gibt es in den sogenannten Geisteswissenschaften einfach keine Drittmittel. Also probiert ein Professor gar nicht, in diesem Bereich zu forschen. Es ist die perfekte Zensur. Darüber regt sich niemand auf. Man beschwert sich lieber darüber, dass ich gerade „Professor“ und nicht irgendwas mit Sternchen geschrieben habe.

    Das ist nur ein Beispiel für die Infantilisierung der Gesellschaft. Die Coronaleugner kann man da sicher irgendwo verorten. Zumindest beim Thema „fehlende Bildung“.

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  69. genova68 schreibt:

    Knarren sind vielleicht überflüssig, mir kam der Gedanke bei einem Youtube-Video, in dem ein Polizist (einer der drei) einen Rechtsradikalen wiederholt aufforderte, die Stufen am Reichstag wieder runterzugehen, was er deutlich ablehnte („Ich bin Presse, ich brauche die Übersicht.“). Der Polizist weiß in dieser Situation vermutlich besser als ich, was dann angeraten ist.

    Ich habe übrigens gerade im Bahnhofszeitschriftenhandel in der aktuellen Compact-Ausgabe geblättert, die dort gut sichtbar platziert war. Das Layout ist überraschend seriös, kein Krawallmagazin, rein optisch. Dazu ein Artikel von Ron Paul, einem bekannten amerikanischen Libertären. Dort sagt er, die Welt solle sich an Querdenken ein Beispiel nehmen.

    Die Querdenker werden als Querfront beschrieben, Anselm Lenz taugt als linke Gallionsfigur.

    Man muss es diesen Leuten lassen: Strategisch läuft das alles perfekt. Eine Demo mit 40.000 Leuten ist einen Tag später in aller Munde und auf allen Zeitungen auf Seite eins. Manch ein PR-Berater wird sich verwundert die Augen reiben.

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  70. Hugo schreibt:

    Ich wollt vorhin schon mal bei Compact gucken, was die mal wieder für Teilnehmerzahlen halluzinieren; da ist wohl der Server überlastet. Vermutlich seit von facebook/instagram endlich (aus eher kapitalistischen und leider ned nur ethischen Gründen) deren Accounts gelöscht wurden. Auch so ne Geschichte, die die Faschos und deren potentielles Mitläufergesocks in ihre mimimi-Märchen miteinflechten.
    Waren, mal am Rande, so ca. 4 Mio, die in Berlin gewesen sind. Weiß ich aus ner Quelle aus zweiter Hand, die der zweiten Hand auch mal verklickern wollte, daß das dieses Jahr geplante und abgesagte große NATO-Manöver die Übernahme der Bundesrepublik durch die USA sein sollte (oder so ähnlich, manches ist echt zu blöd um da weiter drüber nachzuforschen).

    Genova: „Interessant auch, dass der ehemalige Leitende Polizeidirektor von Berlin, Michael Knape, zu der Polizeitaktik am Samstag sagt: „Eine klare Einsatzkonzeption war schwer auszumachen.“
    Das ist billig; einmal so einmal so: https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/04/volksbuehne-demo-versammlungsfreiheit-gg-polizei-berlin.html
    „Missfallen hat mir die rigorose Vorgehensweise der Polizei und die äußerst niedrige Einschreitschwelle gegen die Versammlungsteilnehmer, die teilweise auch mit Mundschutz ausgestattet waren und versuchten, den Abstand einzuhalten.“
    Aber was geht dem sein Geschwätz von gestern an…

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  71. Jakobiner schreibt:

    Da machen also Rechtsradikale Trockenübungen für einen faschistischen Staatsstreich und den Sturm auf die Basteille und was ist die Reaktion.Laiwarmrs Gewäsch,dass das Ansehen Deutschlands lim Ausland eide (Trump und Putin haben wahrscheinlich applaudiiert) und die Würde des Hohen Hauses beschmutzt werde.Die haben echt Sorgen.An Hitler war wahrscheinlich auch das Schlimmste,dass das Ansehen Deutschlands litt.Womöglich soll.man sich jetzt wieder schämen für seine „Landsmänner“wie am Ballermann.Nee,sehr ich gar nicht ein.Für solche blöden Kommentare hätten es die Abgeordneten verdient,dass die Nazis die Bude gestürmt hätten,um sie mal richtig als Weckruf abzuwaschen.

    Der Geisel hat im übrigen das Verbot nur aus medizinischen Gründen beantragt.Drr Passus mit den Rechtsradikalen,die er nicht sehen wolle,war sein Kommentar,mit dem er Haltung zeigen wollte.

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  72. genova68 schreibt:

    Danke für die Info zu Geisel. Ich hatte ich auch schon gefragt, was denn wirklich in seiner Verbotsbegründung stand. Merkwürdig ist aber schon, dass die Demo in Hanau kurz zuvor, bei der man der Opfer des Terrors vor einem Jahr gedenken wollte, wegen Corona abgesagt wurde. 40.000 Trottel dürfen sich dagegen austoben.

    P.S.:
    Das lustigste Argument an diesem Demowochenende kommt von Michael Ballweg, dem Organisator von Querdenken, persönlich. Die Süddeutsche schreibt:

    Er „kritisierte am Sonntag vor allem Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD), dafür, dass nicht genügend Polizeitkräfte am Reichtstagsgebäude zur Verfügung gestanden hätten.“

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  73. Jakobiner schreibt:

    Das nenne ich Chupze.Erst es darauf anlegen,dass die Polizei und die Staatsmacht überfordert ist,von Diktatur quaken und dann wegen des selbst herbeigeführten Zustands nach mehr Gewaltmonopol schreien.Der Irrsinn kennt keine Grenzen.

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  74. Jakobiner schreibt:

    Das Parlament plant jetzt einen Graben um das Reichstagsgebäude.Die machen sich ja völlig lächerlich.Was für eine Kapitulation.Fehlt nur noch eine Wehrmauer und Zugbrücke.Ja,so sans die alten Rittersleut.Stoff für Genovas architektonische Betrachtungen.

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  75. Jakobiner schreibt:

    Ja,eine Wehrmauer,von der man Pech runtergiessen kann,wenn man es hat. Die Mauer muss wieder her

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  76. hANNES wURST schreibt:

    Ich bitte Sie, Herr Jokobiner! Reichsbürger, die auf den Stufen des Reichstags Selfies schiessen, das sind entwürdigende und verachtenswerte Szenen, wie wir Deutschen sie NIE WIEDER sehen wollen!

    https://www.liveleak.com/view?t=0VGY_1598854254

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  77. Hugo schreibt:

    @Jakobiner: „Die Bau- und Raumkommission des Ältestenrats hatte im Februar dieses Jahres mehrheitlich beschlossen…“, „Der Bau hat ohnehin noch nicht begonnen, die Fertigstellung war ursprünglich für 2023 geplant.“ (aus https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-proteste-am-reichstag-bundestag-soll-sicherer-werden-a-b246eeaa-83ed-4882-9a02-01102fc519b4 )

    Als alter Punker&Anarchist in Personalunion sind mir „Symbolbilder“ Rille; unterhaltungswerttechnisch hätten die Faschos aber mindestens am Pförtner vorbei auf ner Innentreppe stehen müssen. Das Bild, daß da ne halbe Hundertschaft vor dem RT-Haupteingang gestanden hätte und sich ned in der Nähe eingreifbereit die Beine vertreten, wie es schlicht und einfach mal war, wäre jetzt auch ned soo meine Alternativlösung gewesen…

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  78. Jakobiner schreibt:

    Querdenken 711 führt jetzt keine Demos mehr in Berlin durch.Das macht jetzt Querdenken 30. Querdenken 711 will in Stuttgart weiter demonstrieren. Ballweg war gestern in der RBB-Sendung Wir müssen reden.Moderator und Teilnehmer unterbrachen ihn ständig,das hätte es auch nicht gebraucht.Aber er erklärte auch,dass er keine Rechtsextremen auf der Demo gesehen habe.Zudem hätten „V-Männer „Reivhskriegsflaggen an die Demonstranten verteilt,die gar nicht gewusst hätten,was sie da trügen.

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  79. Jakobiner schreibt:

    Umgekehrt hat Ballweg darauf hingewiesen,dass eine Demo nun mal keine geschlossene Veranstaltung mit Einlasskontrolle und Türsteher ist und da jeder hin kommen könne. Ich frage mich auch,wenn ich Demoverranstalter wäre,wie ich es machen würde.Früher war es so,dass es klar getrennte linke und rechte Demos gab. Aber spätestens seit den Friedensdemos 2014 ist das anders.Liegt es an den Parolen,an der Mobilisierungsorganisation? Viele Rechte sind ja nicht sichtbar und auch ohne Reichskriegsflaggen und Nazidevotionalien.Wie soll man die rausfiltern und wer würde die dann rausschmeißen? Wenn man merkt,dass unter den Tausenden Demonstranten auch Tausende Rechte sind oder einige sichtbare Hunderte Rechte sind-soll man dann die Demo teilen und sich räumlich separieren und wie? Käme es da nicht zu Handgreiflichkeiten und Gewalt? Ist das überhaupt praktisch machbar darüber hinaus,dass man sie nicht als Redner zulässt.

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  80. Jakobiner schreibt:

    Die Version Ballwegs, dass V-Männer des Verfassungsschutzes hinter alle dem stehen und es auch mit der „Grundrechtecoronademo“nichts zu tun hätte, verbreitet nun auch der Vorsitzende der Bundesvorsitzende der AfD :
    ´
    „Tino Chrupalla: War der „Sturm auf den Reichstag“ am Ende gar gewollt?

    Berlin, 1. September 2020. Bundessprecher Tino Chrupalla stellt zehn offene Fragen, die Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD), der Verfassungsschutz und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble beantworten müssen:

    1. War am 29. August eine eigenständige Kundgebung vor dem Reichstag angemeldet, die nichts mit der Demonstration für Grundrechte zu tun hatte?
    2. Von wem war diese Kundgebung angemeldet?
    3. Stimmt es, dass der Verfassungsschutz den Kreis der Anmelder kannte und er seine Informationen zu den Personen an den Berliner Innensenator Andreas Geisel weitergegeben hat?
    4. Stimmt es, dass der Verfassungsschutz Mitglieder des Anmelderkreises des Terrorismus verdächtigt?
    5. Warum hat Senator Geisel angesichts einer Kundgebung unmittelbar vor dem Reichstag keine entsprechenden Schutzvorkehrungen getroffen?
    6. Konkret: Warum waren zum Zeitpunkt der Kundgebung nur drei Polizisten auf der Reichstagstreppe?
    7. Und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble muss sich fragen lassen: Wo war eigentlich die aus 180 Beamten bestehende Bundestagspolizei? Waren die alle beurlaubt? An so einem Wochenende?
    8. Haben die Behörden also den angeblichen „Sturm auf den Reichstag“ bewusst „genehmigt“?
    9. Hat der Verfassungsschutz Senator Geisel mitgeteilt, wie viele V-Leute bei der Aktion auf den Treppenstufen dabei waren?
    10. Zu guter Letzt: Warum stellt kein Journalist solche Fragen?

    https://www.afd.de/tino-chrupalla-war-der-sturm-auf-den-reichstag-am-ende-gar-gewollt/

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  81. Jakobiner schreibt:

    Höcke und die AfD sehen jedenfalls Potential in der Coronademonstrations-Querfront:

    „„ Hier könnte ein neues Wir entstehen“.Auf dieser Demonstration könnte Geschichte geschrieben werden. So kommentierte Thüringens AfD-Landes- und Fraktionschef Björn Höcke im COMPACT-TV-Studio die Großdemonstration der Querdenker am 29. August in Berlin.“

    https://www.compact-online.de/compact-tv-bjoern-hoecke-hier-koennte-ein-neues-wir-entstehen-video/

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  82. Jakobiner schreibt:

    Möglicherweise liegt das Problem darin,dass dies nicht mehr Bewegungen der Arbeiterbewegung,der Linken und deren Parteien und Gruppen sind,sondern eben im schlechtesten Dinne „Bürgerbewegungen“von Kleinbürgern und vermeintlichen Bildungsbürgern(noch schlimmer als der ungebildete Kleinbürger). Aber wann gab es denn die letzte große Linke Demonstration oder Bewegung oder gar einen Streik? Nach der Anti-TTIPdemo mit 250 000 Leuten aus Attac,Gewerkschaftlern und Linken nichts. Die Linke scheint passiv,nicht mehr kampfeswillig,hat scheinbar keine Themen,die sie ausserparlamentarisch malmauf die Strasse odrr per Streik in die Betriebe bringen würde-von Wohnungsnot bis Friedenspolitik herrscht Friedhofstille und Sahra Wagenknechts Aufstehen fehlte auch der Mobilisierungswille und Programm,war ein Rohrkrepierer.

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  83. Jakobiner schreibt:

    Mein Gott und das sage ich als Atheist.Das Diskussionsniveau auf diesem Blog seitens Hannes Wurscht und Hugo ist unterirdisch.Immer nur blöde Witzchen,die Genova noch als ernste Diskussionsbeiträge sieht.Am besten würde dies klar,als ein Philosoph Hanneswurst oberflächliches Wissen und seine Flucht in noch unterirdischer Witzchen,die intellektuellen Tiefgang bei gewisser Lockerheit vortäuschen wollen,blossstellte.Alles hat ein Ende und nur Hanswurst hat 2.Zumal rechtfertigt er die ganze Zeit diese Rechte Sossr.

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  84. hANNES wURST schreibt:

    Also meine Kommentare sind super, ich freue mich immer darauf. Meine Nähe zur Reichsbürgerbewegung ist ja wohl Privatsache, immerhin bin ich mitte-links Reichsbürger und plädiere für die Grenzen von 1970 (ich hätte auch 1988 schreiben können, aber dann heißt es wieder das wäre ein rechter Code). Auch Hugo schreibt gute Kommentare, nur leider oft „ned“ statt „nicht“, das ist wohl so eine Art identitätsstiftendes Merkmal. Beim Jakobiner, sonst auch ein guter Kommentator, kommen oft Kommentarkolonnen, das ist gewöhnungsbedürftig. Genovas Kommentare sind mir ein bisschen zu verbohrt, sonst aber gut.

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  85. genova68 schreibt:

    Ein guter Kommentar im Tagesspiegel zu den Covidioten. Titel:

    Die Corona-Demonstranten verdienen kein Pardong

    Tenor: Diese Leute sind alle rechtsradikal, manche wissen es nur noch nicht.

    Es gibt nun auch diese gefährliche Erzählung in den sogenannten Mainstreammedien, wonach die Coronademonstranten von rechts unterwandert würden. Nö, die Organisatoren der Coviddemos sind durch die Bank rechtsradikal, ohne jede Distanzierung von Nazis.

    Auszug:

    Wer sich einreiht und mitläuft macht sich schuldig – und will am Ende wieder nichts gewusst haben. Wenn man gegen das, was auf der Demonstration zu sehen war, keinen vehementen Widerspruch einlegt, hilft man die katastrophalste Ideologie der Menschheitsgeschichte erneut salonfähig zu machen.

    Hier ist auch kein Klassismus der niedrigen Erwartung angebracht, der einigen Demoteilnehmern implizit einen zu primitiven Geisteszustand attestiert, als dass sie in der Lage wären, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden. Wenn man es ihnen vernünftig erklärte – so der paternalistische Irrglaube – sagten sie den braunen Kameraden ade.

    https://www.tagesspiegel.de/politik/pro-und-contra-zum-corona-protest-die-corona-demonstranten-verdienen-kein-pardon/26159294.html

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  86. hANNES wURST schreibt:

    Genova: Ich finde komischerweise diesen Kommentar viel besser: https://www.tagesspiegel.de/politik/pro-und-contra-zum-corona-protest-wer-den-demonstranten-kumpanei-vorwirft-muss-eigene-politische-abstandsregeln-hinterfragen/26159426.html

    Ironie des Schicksals, dass die gewalttätigen Krawalle in Leipzig Dir jetzt wahrscheinlich nahelegen, Deine eigenen Abstandsregeln zu Menschen auszuloten, die in Sachen „bezahlbarer Wohnraum“ ins gleiche Horn stoßen wie Du.

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  87. Hugo schreibt:

    @Leipzig; die gestarteten Hausbesetzungen wurden rückgängig gemacht und ein paar Leute haben sich gemäß den Regeln (MNS) vor der mißliebigen Polizeiwache in Connewitz getroffen (Nachrichtenvariante).
    Für mich als Unterstützer solcher Aktionen heißt das: Die Aktivisten haben auf ein Problem aufmerksam gemacht (seit Dekaden leerstehende Häuser vs. bezahlbarer Wohnraum) und dem nach ignoranter Beseitigung seitens der Staatsgewalt Nachdruck verliehen.

    Als realistische Lösung des Konflkts zwischen verschiedenen Bürgerinteressen müsste die Stadt/der Stadtbezirk/der Ortsteil zwischen den jetzigen Eigentümern der Häuser und den Interessenten („Hausbesetzer“) vermitteln. Da die Gebäude dank des langen Leerstands und im zuvor bewohntem Zustand aufgestauten Renovierungsdefizits stark sanierungsbedürftig sind, was quasi einem Abriß und Neubau gleichkommt oder sogar teurer ist, wären die Grundstücke maximal soviel wert wie erschlossenes Bauland im nahen Altenbug (ab 70 Eier/qm). Sollte die/der Stadt/~ zumindest der Verteter der Eigentümer ned innerhalb einer Woche habhaft werden können, wird enteignet und den Eigentümer(n) eine Entschädigung in Höhe der realen Kosten von bebauten Grundstücken von Seiten der Interessenten zugesprochen.

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  88. genova68 schreibt:

    Hannes,
    der Kommentar, den du anführst, baut auf einer falschen Prämisse auf. Ariane Bemmer tut so, als seien die Querdenker nicht rechtsaffin, als hätten sich Rechtsradikale gegen ihren Willen an die Bewegung drangehängt.

    Das ist schlicht falsch. Es gibt mittlerweile hunderte Belege, wie rechts die Veranstalter sind. Der Pressesprecher bekennt sich offen zu einem Holocaustleugner, Schiffmann hat diesen Holocaustleugner eingeladen, eine Rede zu halten, Ballweg sprang plötzlich auf das Thema Friedensvertrag und neue Verfassung auf, signalisierte also den Nazis, dass sie willkommen sind, Samuel Eckert, einer der wichtigsten Köpfe, ist Kumpel von Elsässer und plaudert mit ihm stundenlang über die Demo, wobei Elsässer den Begriff der „Reichspopbewegung“ erfindet und Eckert nichts dagegen hat. Die Deutsche Stimme, die Zeitung der NPD, hatte, wenn ich das richtig gesehen habe, einen eigenen Wagen und verteilten munter ihre Zeitung. Nazigruppen hatten ebenfalls eigene LKW zu der Demo angemeldet und eingesetzt. Dazu kommen die Hauptredner bei der ersten Demo. Wer da noch behauptet, Querdenken werde von Rechten manipuliert, ist vermutlich selbst rechtsradikal oder völlig ahnungslos.

    Bei den Düsseldorfer Rebellen siehst du das gleiche. Nazis, die lange Reden über die Reichsflagge halten etc.

    Bei der Coronademo in Wien wurde unter lauten Beifall auf der Bühne eine Regenbogenflagge zerissen:

    https://www.derstandard.at/story/2000119813596/regenbogen-fahne-bei-demogegen-corona-massnahmen-in-wien-zerrissen

    Das hat alles total viel mit der bösen Mund-Nase-Maske zu tun, nicht wahr?

    Wie gesagt, es gibt hunderte solcher Beweise und Bemmer will das alles nicht sehen. Insofern baut der Kommentar auf fake news auf und ist schlechter Journalismus. Dazu kommt, dass sie diese fake news als Wendung benutzt und ablenkt. Beispielsweise, wenn sie meint, dass ein Untersuchungsausschuss mit den Stimmen der kompletten Opposition, also auch der Afd zustandegekommen sei, was dann ebenso verwerflich sein müsse. Es ist völliger Blödsinn und ich frage mich, wie so ein Kommentar überhaupt durchrutschen kann.

    Davon abgesehen geht es Querdenken nicht um Corona. Es geht darum, Rechtsradikalismus hoffähig zu machen.

    Der Leipzigbezug ist auch billig, Hannes. Es ist klassischer Whataboutism. Du suggerierst, dass meine Position zu Querdenken unehrlich sei, weil ich angeblich mit den Leipziger Autonomen sympathisiere. Wie soll das zusammenhängen?

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