Vom Kragen

Kürzlich hörte ich irgendwo im Radio ein Feature über rechtsradikale Parteien.

“Ohne Kragen verlasse ich nicht das Haus“

sagte plötzlich jemand, ich glaube von der „Jungen Alternative“, der Jugendorganisation der AfD.

Der Satz ist nicht unsympathisch, auch wenn er von Nazis kommt. Er könnte von Respekt den Anderen gegenüber sorgen, dafür, dass man draußen nicht nur sich von A nach B bewegt, sondern Teil der Öffentlichkeit ist, die sich immer irgendwie politisch präsentiert. Ein Kragen ist als Symbol nicht das schlechteste, wenn man ihn nicht als Symbol des Autoritären betrachtet, sondern als eins der Kleidungskultur.

Der AfD-Nazi trägt vermutlich ein ansprechendes Hemd, und die deutsche Linke täte gut daran, nicht den Kragen zu kritisieren, sondern den Träger. Tut sie das nicht, wird der AfD-Nazi den Satz flugs in

„Ohne T-Shirt verlasse ich nicht das Haus“

ändern.

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