Die RAF und Helmut Kohl – neue Erkenntnisse

Dieses Foto wurde mir kürzlich aus einschlägigen Kreisen zugespielt und es beweist, dass die Geschichte der RAF umgeschrieben werden muss. Bislang ging man davon aus, dass die Leute um Hogefeld und Grams die RAF ab Sommer 1984 neu aufgebaut haben. Das hier erstmalig veröffentlichte Foto zeigt jedoch eine Entführung, die schon 1982 stattgefunden hat, bis heute aber von interessierten Kreisen geheimgehalten wird.

Es handelt sich um nichts Geringeres als die Entführung von Helmut Kohl durch die RAF. Er saß im Mercedes, hinten im Bild. Seine Personenschützer hatten im Passat Platz genommen, vorne im Bild. Kohl – seinerzeit noch Oppositionsführer – war auf dem Weg in ein Sägewerk im Südpfälzischen, das als konspirativer Treffpunkt für die damals populären Geldkofferübergaben galt. Schäuble war an diesem Tag verhindert. Von wem Kohl an diesem Tag Geld erhalten sollte, ist nicht bekannt.

Auf dem Hof des Sägewerks schlugen Grams und Hogefeld zu: Sie stoppten die beiden Staatslimousinen mit ausgestreuten Sägespähnen, rissen die hintere linke Tür des Mercedes auf und zerrten Kohl aus dem Wagen. Gleichzeitig schüchterte Hogefeld die Personenschützer im Passat mit einer Holzpistole ein, sodass die beiden die Flucht ergriffen.

Die Terroristen versteckten Kohl unter Pressspahnplatten, die auf einem benachbarten Hügel herumlagen und drohten ihm mit Holzsplittern. Dort wurde auch das Foto aufgenommen.

Im Zuge der grassierenden postmodernen Beliebigkeit der 1980er Jahre vergaßen die Linksextremisten aber ihre politischen Forderungen und verlangten nurmehr Saumagen auf Lebenszeit. Obwohl sowohl Hannelore als auch die Buben umgehend davor warnten, auf die Forderungen einzugehen, signalisierte der CDU-Kreisverband Pfalz Zustimmung.

Kohl wurde nur 48 Stunden später freigelassen und marschierte – über Anstand, Moral und Willy Brandt meckernd – zur nächsten Telefonzelle.

Wie ich aus informierten Kreisen erfahren habe, liefert die CDU Pfalz noch heute wöchentlich mehrere Kilo Saumagen an Hogefeld und Grams, die sich im Ausland befinden sollen. Als Übergabeorte dienen abwechselnd eine Autobahnraststätte bei Oggersheim und ein jüdischer Friedhof in Frankfurt.

In beiderseitigem Einvernehmen wurde Stillschweigen über den Entführungsfall vereinbart. Doch nach einer jüngst erlittenen Lebensmittelvergiftung entschloss sich Hogefeld auszupacken. Sie trat an mich heran und versprach, das Beweisfoto zu übermitteln, wenn ich ihr im Gegenzug verspreche, ab sofort die wöchentlichen Saumagenlieferungen zu übernehmen – neuerdings auf biologischer Basis und mit artgerechter Tierhaltung.

Nach einiger Bedenkzeit sagte ich zu. Meine Motive sind Staatsräson und die Verpflichtung zur historischen Wahrheit.

(Foto: B. Hogefeld 1982)

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2 Antworten zu Die RAF und Helmut Kohl – neue Erkenntnisse

  1. hANNES wURST schreibt:

    Eine schöne Geschichte, allerdings allzu leicht als Fake enttarnt, denn es ist doch ganz offensichtlich, dass Helmut Kohl niemals in ein so kleines Auto gepasst hätte.

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  2. genova68 schreibt:

    Es handelt sich um eine Mercedes S-Klasse, die auf der Aufnahme allerdings gestaucht und deshalb als Mercedes 190 erscheint. Das liegt an den mangelhaften fotografischen Fähigkeiten von Hogefeld, die das Foto in einer hektischen Situation angefertigt hat. Ich habe mich bei der Fotoübergabe genau über diesen Mangel bei ihr beschwert, was sie allerdings nicht weiter interessierte. Ich bin mir sicher, dass Meinhof, wäre ihr dieses Malheur passiert, weitaus sensitiver auf Kritik reagiert hätte. Die erste Generation war ästhetisch noch deutlich sensibler, auch was das Branding der Marke RAF angeht. Hogefeld, Grams et al. – die dritte Generation – hatten hier nichts mehr Originelles zu bieten. Sie waren mit dem Stand des Materials hoffnungslos überfordert.

    Du sprichst hier also völlig zurecht einen wunden Punkt an, Hannes. Die nicht ausreichenden fotografischen und somit künstlerischen Fähigkeiten der dritten Generation bildeten das Grab für die politische Aktion. Kein Politik ohne Ästhetik.

    Hätte ich das Foto geschossen, wäre die S-Klasse nicht gestaucht abgebildet worden, selbstredend. Aber mich hat damals niemand gefragt.

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