Gift gegen Gentrifizierung

Eine Meldung aus dem real existierenden Kapitalismus, FAZ:

Milliardäre kaufen Luxuswohnungen in London: Das war bisher willkommen. Nach dem Anschlag von Salisbury könnte sich das ändern.

Und:

Nach einer Recherche von Transparency International befinden sich in London rund 40.000 Immobilien im Besitz von anonymen Briefkastengesellschaften in Offshore-Finanzzentren wie den Britischen Jungferninseln. Die wahren Eigentümer sind oft unbekannt.

Milliardäre als Käufer von Immobilien, die sie vermutlich gar nicht bewohnen, sind in London willkommen. Bisher jedenfalls. Nun will man sie „in die Zange nehmen“, wie es im Artikel heißt. Allerdings nur die, die die Herkunft ihres Vermögens aus legalen Quellen nicht belegen können. Ist man legal Milliardär, also nach den herrschenden Gesetzen einer kapitalistischen Gesellschaft, darf man auch weiterhin in London investieren, wie man sagt, wie es heißt.

Vielleicht geht der Anschlag ja auf das Konto von Gentrifizierungskritikern. Er scheint jedenfalls Wirkung zu zeigen.

(Foto: genova 2015)

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