Erstklassige Uferlage – äußerst ertragreich

In Berlin eigentlich nur noch eine Randnotiz:

Die East Side Gallery, also der noch stehende Mauerteil auf Ostberliner Seite, soll in Teilen „weichen“, wie man sagt, weil dort ein Investor Luxuswohnungen bauen will. 62 Mietwohnungen „für Singles und Familien“ und 167 Hotelzimmer werden errichtet. Zu den künftigen Mieten berichtet der Tagesspiegel:

Die Vermietung dürfte in der erstklassigen Uferlage äußerst ertragreich sein. Eine Zwei-Zimmer-Wohnung im achten Stock des Nachbarturms wurde zuletzt auf einem Immobilienportal für rund 1540 Euro Kaltmiete angeboten. Über das Preissegment der Mieten und Hotelzimmer am Pier 61-63 äußern sich die Investoren nicht.

Ist eine Zweizimmerwohnung eine für Singles oder für Familien?

Interessant auch die Frage nach den Bauherren:

Die Projektentwicklungsgesellschaft führt die Bebauung in einem Joint Venture mit einer internationalen Investorengemeinschaft durch, deren Mitglieder anonym bleiben und ihre Anteile nicht kommunizieren wollende Eigentümer.

Man müsste naiv sein, um solche Projekte nicht in erster Linie als Gewinnverschiebungskonstrukte zu betrachten. Konkret besetzt wird ein weiteres Stück Fläche in der Stadt, das soziale Probleme verschärft. Aktuell ist rein juristisch wohl nicht mehr viel zu machen, Berliner Vorgängerregierungen – allesamt SPD – haben hier Standards gesetzt.

Die größte Sorge gilt der SPD nach wie vor der Renditemehrung der wenigen Prozent ganz oben, da hilft deren vereinte sozialpopulistische Rhetorik nichts. Das Glanzstück des Bundesjustizministers Maas war übrigens die Mietpreisbremse, von der er heute sagt, sie habe keinerlei Effekt. Das führt nicht etwa zu Rücktritt. Sondern zur Zwei-Zimmerwohnungen für 1.540 Euro kalt. Das eigentliche Glanzstück von Herrn Maas sind seine sehr gut sitzenden Oberhemden und Anzüge. Er sollte Model werden.

Ansonsten: It´s Sozialstaat.

(Foto: genova 2015)

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16 Antworten zu Erstklassige Uferlage – äußerst ertragreich

  1. hANNES wURST schreibt:

    Ich fände es OK wenn die Stadt etwas daran verdient und damit etwas für arme Kinder tut. Aber wahrscheinlich kauft der Bürgermeister sich davon nur ein teures Auto und die denen das Haus gehört die lachen sich kaputt und stecken den ganzen Reibach in Clubs in denen sie andere Menschen nur zum Spaß quälen.

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  2. Leo Brux schreibt:

    Wie kommt es, dass sich die Interessen des Kapitals fast immer in der Politik durchsetzen?

    1. Damit, dass Politiker korrupt sind, lässt es sich nicht erklären, hANNESwURST.
    2. Eine direkte Kapital-Verschwörung ist auch nicht zu sehen.
    3. Dominantes Erklärungsschema der Politik: Was gut ist für das Kapital, ist auch gut fürs Volk.
    4. Die Wahler murren, aber im Grunde teilen sie diese Sicht.
    5. Dafür sorgen die Träger der politischen Meinungsbildung.
    6. Auch die Eliten, die Gewinner in dieser Struktur.
    7. Der Möglichkeit dieser Täuschung zugrunde liegt das materialistische und ego-orientierte Selbstverständnis einer konsumistisch orientierten – kapitalistischen – Kultur.
    8. Keine der Bundestagsparteien (außer vielleicht, partiell, der Linken und der Grünen??) kann und will sich dem Sog der Kapitallogik und des Konsumismus entziehen.
    9. Wem (als Verlierer oder Beinahe-Verlierer) „das Ganze“ am Ende zu sehr stinkt, der wendet sich eher wütend nach rechts als nach links. denn er versteht nicht, wieso „das Ganze“ so frustrierend läuft.
    10. Ergo: „Die Ausländer sind schuld. Die Linken sind schuld. Du bist schuld, genova. Der Autor dieser Notiz ist schuld. Nieder mit den Parasiten! Nieder mit den Volksverrätern!“
    11. Treibt dieses „System“ auf einen neuen Faschismus zu?

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  3. Leo Brux schreibt:

    Ich widerspreche mir gern. Also trete ich mir jetzt mal gegen das eigene Schienbein:

    „Du hast ja keine Ahnung, Leo, was einem Bauherrn alles an Einschränkungen und Auflagen zugemutet wird, und wie viel ihm der Fiskus vom Brot nimmt. Dem Bauherrn oder Eigentümer bleibt nicht viel übrig. DARUM wird nicht genug gebaut – und DARUM gibt es zu wenig Wohnungen – und DARUM wird Wohnraum so teuer. Die sozialistischen und bürokratischen Folterinstrumente sind die Ursache des Problems! Im übrigen: Ich kann das Gejammer der Faulenzer und Versager nicht mehr hören. Man muss halt was leisten in der Leistungsgesellschaft. Wer nicht genug Leistung bringt, den bestraft das Leben. Zurecht! Das mag hart sein für einige, aber es ist gut fürs Gemeinwohl. Der harte Wettbewerb macht uns reich, macht uns stark, macht uns überlegen. Die echten Leistungsträger können sich auch die Berliner Mieten leisten.“

    Wie viele Bundesbürger würden dieses Credo unterschreiben?
    Wie viele würden es vielleicht nicht unterschreiben, aber doch resignativ akzeptieren?
    Wie viele würden sich politisch konsequent dagegen wenden?

    Und: Wenn wir jetzt mal nicht moralisieren – inwiefern ist das Credo falsch?

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  4. hANNES wURST schreibt:

    Ein sehr gutes Selbstgespräch, Herr Brux, darin scheinen Sie Übung zu haben. Recht haben Sie mit dem Leistungsprinzip, das steckt schon im Wort: sich etwas leisten können soll, wer auch etwas leistet. Aber auch Ihrem sozialistischen Alter-Ego kann ich etwas abgewinnen, z.B. die zoologische Erkenntnis, dass der Wahler murrt.

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  5. Jakobiner schreibt:

    Das Leistungsprinzip wird auch von sozialdemokratischen Professoren wie Herfried Münkler geteilt und als wesentlicher Bestandteil deutscher Leitkultur propagiert. Münkler befürwortet einen Verfassungspatriotismus gepaart mit dem protestantischen Arbeitsethos und dem Leistungsprinzip , der Leitlinie für die Intergation auch von Migranten sein soll.Inzwischen sehen aber viele Deutsche das Leistungsprinzip auch ad absurdum geführt, vergleichen die Lohnspreizung zwischen Managergehältern und denen von Arbietern, wird bejammert, dass man 45 Jahre was leiste und arbeite, um dann in der Altersarmut zu versinken, klagen Mütter, das ihre unbezahlte Erziehungsleistungen nicht honoriert werden, Kinder sogar ein Armutsrisiko darstellen, das man sich leisten müssen kann. Letzteres wird von den sozialdarwintischen Leistungsbefürwortern als Aufruf gesehen, dass sich nur noch jene vermehren sollen, die sich Kinder auch ohne staatliche Alimentierung leisten können.Und dieser Konflikt wird sich eher noch zuspitzen, zumal auch die AfD ein wirtschaftspolitisches Programm hat, von dem die FDP neidisch keift, dass sie ihres abgeschrieben habe.Die momentane Konzentrierung der GroKoverhandlungen auf Persoanlienfragen wie Schulz/Gabriel verhindert, die weltwitrschaftlichen Parameter und geradezu naturgewaltlichen Sachzwänge zu sehen, unter denen ein neuer Außen. Wirtschafts-, Verteidigungs- und, Finanzminister jeglicher Partei und Coleur agieren muss. . . Zum einen kommt es mit Trumps Unternehmenssteuerreform zu einem weltweiten steuerlichen Unterbietungswettlauf, dem sich kein Land der Welt entziehen kann. China hat jetzt schon nachgezogen. Dies bedeutet weltweit geringere Steuereinnahmen, Abbau der Sozialsysteme und weitere Kürzungen in anderen Bereichen. Der Großteil der Steuerlast wird dann von jenen Teilen der Bevölkerung geleistet werden, die nicht ihr Kapital auf irgendwelche Steuervermeidungsoasen umsiedeln können. Die soziale Polarisation wird weiter zunehmen, auch in Deutschland.Zweitens bedeuten die Finanzmarktderegulierungen, wie sie nun von Trump, dem neuen Fedchef und auch China vorgenommen werden, das ähnliches auch in anderen Ländern erfolgen wird, insofern man den Finanzstandort halten will. Bedeutet faktisch, dass der Spekulation wie vor der Finanzkrise 2008 wieder Tür und Tor geöffnet werden wird und man damit einer noch kräftigeren zukünftigen Finanzkrise den Boden bereitet.Drittens ist es durchaus möglich, dass die Börsenstürze ein Ende des Zwischenbooms ankündigen. Auch wenn es nochmals zu einer Erholung kommt, so sind dies doch die ersten Sturmvögel.

    Viertens ist eine militärische Aufrüstungsspirale zu erwarten, da die drei revisionistischen Großmächte USA, China und Rußland und die drei revisionistischen Regionalmächte im Nahen Osten Türkei, Saudiarabien und Iran sich auch militärisch auf eine Neuaufteilung der Welt vorbereiten. In Deutschland wird dieses Thema auch bei den GroKoverhandlungen noch medial herausgehalten, obgleich die Zustimmung zum 2%Ziel der NATO zusätzliche 36 Milliarden Euro Steuergelder erfordern wird. Statt sich diesen Parametern zu stellen und wie man damit umgeht, kreist die Diskussion um die Personalie Schulz/Gabriel und die Ministerienverteilung.

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  6. Leo Brux schreibt:

    Jakobiner,

    auch ich bin ein Anhänger des Kapitalismus und des Leistungsprinzips. Allerdings in Balance mit dem sozialistischen Ausgleichsprinzip, der Gerechtigkeit & Fairness; der Unterordnung der Wirtschaft unter die Politik). Die – offene! – Frage ist, wie gestaltet man das, und lässt es sich gestalten – oder kippt das Ganze unvermeidlich in Richtung Kapitalismus pur, Leistung pur?

    DAZU hätte ich gern kluge Gedanken.

    Auch von hANNES wURST.

    Die Realität gibt mir DIESE dystopische Antwort:
    „Leo, steck dir deine Balance in den A…! Das Ganze IST gekippt, und du kriegst deine geliebte Balance nicht mehr, weder national noch europäisch noch global. Die Sache ist gegessen. Hör auf, sozialstaats-nostalgisch zu jammern! Mach dich fit für die brutale Welt des siegreichen Neoliberalismus und des weltweiten mörderischen Chaos, das nötig ist, um die Menschheit auszumerzen und durch die Herrschaft einiger Finanzherren mittels hochintelligenter, alles Nötige produzierender Maschinen (plus ein paar Haussklaven) zu ersetzen … “

    Ich würde das nicht gern auf mir sitzen lassen!
    Gramsci: Das Denken ist pessimistisch – der Wille optimistisch.
    Also: Täuscht mich die dystopische Antwort? Oder eröffnet sie uns eine klügere Praxis?

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  7. hANNES wURST schreibt:

    Hier mein kluger Gedanke: ich meine dass jede ordentliche Dystopie entweder mit dem Untergang der Menschheit aufgrund von Seuchen oder Naturkatastrophen rechnen muss. Wenn das nicht reicht, dann werden die von Ihnen beschriebenen „hochintelligenten Maschinen“ der Menschheit den Rest geben. Da ist es heute auch egal, ob die Einwohner von Berlin von Immobilienspekulanten aus der Stadt gedrückt werden.

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  8. Jakobiner schreibt:

    So antiquiert sich dies anhört: Es braucht eine neue Linke Internationale, die die sozialen Bewegungen und Kämpfe internationalisiert und politisch globalisiert und sich perspektivisch für einen Weltsaat oder zumindestens eine Art internationale Kooperation in neuer Form stark macht. Die Kommunistische Internationale ist tot, die Sozialistische Internationale hat sich gespalten und de facto aufgelöst, der Internationale Bund Freier Gewerkschaften vertritt leider im wesentlichen Standortnationalismus seiner nationalen Mitgliedergewerkschaften, zumal viele Gewerkschaten in autoritären Ländern ohnehin Staatsgewerkschaften und keine richtigen Gewerkschaften sind.Nötig ist aber sich mit den historischen Fehlern des Stalinsimus/Trotzkismus/Maoismus/Kommunismus sowie der Sozialdemokratie auseinanderzusetzen.Ohne Vergangenheitsaufarbeitung wird das nicht funktionieren.Auch gilt es die Frage zu klären, wer überhaupt sozialer Träger einer solchen internationalen Gesellschaftstransformation sein kann. Allein die Arbeiterklasse ist es ja wohl nicht.

    Zum Wohnungsbau: Die GroKo hat jetzt eine Grundsteuer C zur Besteuerung von leerliegenden, sozial ungenutzten Grundstücken beschlossen, um Spekulation und Leerstand entgegenzuwirken. 1,5 Millionen Wohnungen sollen so entstehen. Für den Wohnungsbau sind in den näcjhsten 4 Jahren 2 Milliarden Euro vorgesehen–eine lächerliche Summe, 500 Millionen Euro pro Jahr, die nicht einmal gänzlich für den sozialen Wohnungsbau dient.

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  9. hANNES wURST schreibt:

    Sich für einen Weltsalat stark machen – das ist bis jetzt die konstruktivste Idee hier.

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  10. genova68 schreibt:

    Vielleicht bräuchte es die permanente Revolution. Sonst werden alle träge. Die SPD hat sich von einer revolutionären Kraft zur rechten neoliberalen Verteidigerin kapitaler Interessen gemausert bzw. von einer Massenpartei zum Karrierenetzwerk. Vielleicht ist das ganz normal, man kann nicht 125 Jahre von unten nach oben gucken. Leider sieht es nicht so aus, als löse sich die SPD in den nächsten Wochen komplett auf.

    Wohnungsbau: Der Wohnungsmarkt ist keiner und muss aus der Verwertung rausgenommen werden. Solange diese Perspektive fehlt, ist jegliche Baupolitik sinnlos, ein Tropfen auf den Stein, der heiß ist, wie man sagt.

    Vielleicht sollte man den Kapitalismus schon ablehnen, weil er offenbar dazu führt, dass man die absurdesten Missstände toleriert. Vermutlich ist Kapitalismus böse und erzeugt böse Menschen.

    Aber zu diesem Thema ist alles gesagt und wir sind mittlerweile so weit, dass man nichts mehr sagen kann. In China kommt jetzt übrigens die totale Kontrolle: Jeder Bürger bekommt ein Verhaltenskonto, das sich aus allen Internetregungen dieses Menschen speist, lebenslang. Ein an sich praktisches System für die Machthaber. Dann kann man sich auch die langen öffentlichen pseudodemokratischen Auseinandersetzungen sparen. Alles geht schneller.

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  11. Jakobiner schreibt:

    Ohne eine Demokratisierung Chinas und ohne deren organisierte Arbeiterklasse und freie Gewerkschaften ist eine Linke Internationale zumindestens unvollständig. Zumal, wenn der Trend momentan zu einem neruen Totalitarismus mittels eines sozialen Verhaltenskontos wie Genova das richtig schildert geht.

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  12. Leo Brux schreibt:

    Ich stimme Jakobiner zu.
    Gegenüber genovas knapper Bemerkung zum Kapitalismus: Mir scheint, man könnte ihn befürworten UND ablehnen. Dialektisch mit ihm umgehen, sozusagen.

    Aber der Punkt, auf den ich hinauswollte, ist ein anderer: Gibt es eine hinreichend machtvolle gesellschaftliche, politikfähige Bewegung, die national, europäisch und global dem schrankenlosen Kapitalismus politische und soziale und kulturelle Grenzen zu setzen imstande ist?

    Ich sehe keine. Ich sehe schon einzelne Aufwallungen, podemos oder Syriza oder Blockupy und hier dies und dort das. Unterstützenswert. Lädt auch mich immer wieder ein zur Solidarität, zur Unterstützung.

    Aber das alles reicht auch nicht annähernd.

    Stellt euch vor, eine Amateurmannschaft spielt gegen den FC Bayern München und schafft es, in der ersten Halbzeit zweimal den Ball einen halben Meter über die Mittellinie zu spielen, bevor sie ihn wieder verliert – und zur Pause steht es 27:0. Möchtet ihr da von hoffnungsvollen Ansätzen sprechen, die einen Sieg der Amateure in der zweiten Halbzeit zumindest denkbar machen?

    (Um mein Bild zu ergänzen: Auch der FC Bayern München hat da ein Problem. Die Zuschauer sind gelangweilt und bleiben weg – und entziehen damit dem Verein die Finanzbasis … – Ist DARAUS Hoffnung für künftige Spiele zu ziehen?)

    Jakobiner, genova und Leo klagen. hANNES wURST hampelt rum. Wenn ich hilflos bin, will ich das zumindest mal unmissverständlich klarstellen, mir selbst und der Welt gegenüber.

    Und dann frage ich:
    Seh ich es falsch?
    Wenn ja, inwiefern?
    Wenn nein, was folgt daraus?
    Heißt das dann, ich mach was falsch –
    oder ist nur einfach, es ist nix zu machen?
    Worauf läuft dann (wenn nix zu machen ist) Unterwerfung unter das, was ist, hinaus?

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  13. Leo Brux schreibt:

    Das erste „ist“ im vorletzten Satz ist zu streichen.

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  14. hANNES wURST schreibt:

    Rumhampeln? Glauben Sie mir, ich schreibe die besten Kommentare – im Rahmen meiner jeweiligen Möglichkeiten. Im Übrigen ist mir ein gütiger Kapitalist lieber also ein niederträchtiger Sozialist.

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  15. Jakobiner schreibt:

    Zu Leo Brux:

    „Ich sehe keine. Ich sehe schon einzelne Aufwallungen, podemos oder Syriza oder Blockupy und hier dies und dort das. Unterstützenswert. Lädt auch mich immer wieder ein zur Solidarität, zur Unterstützung.Aber das alles reicht auch nicht annähernd. “

    Es ist nicht verwunderlich, dass nach der totalen Kastastrophe des Scheiterns der größten linken Bewegung und ihren Abgründen, des Kommunismus die Linke nachhaltig geschwächt ist. In der augenblicklichen Lage gilt es neben die verbleibenden Linken und die sozialen Bewegungen zu unterstützen, erst einmal theoretische Aufarbeitung der historischen Fehler zu betreiben, daraus zu lernen und dadurch überhaupt einmal eine neue Linke wieder rekonstruieren zu können. Gut möglich, dass es da zuvor weltweit zu dramatischen Rückschlägen, Diktaturen,etc, kommt, aber wie auch die Menscheit trotz aller Kriege, Hungersnöte und Katstrophen von 1 Milliarde nun auf 7 Milliarden und demnächst 12 Milliarden gewachsen ist und weiter wächst, wird auch die Linke dies überleben und vielleicht nach der Katharsis wieder wie Phönix aus der Asche steigen. Vielleicht muss sie sich zwischenzeitlich eben auch in den Winterschlaf und den Untergrund begeben. Aber man sollte sich eben auch gedanklich vorbereiten für wirklich ungemütliche Zeiten.

    Als grundsätzliche Schriften dazu, die einem neue Idden und Gedakenanregungen bringen können:

    Das Manifest des Globalismus
    http://www.global-review.info/2015/09/18/identitat-globaliserung-und-ich-bin-malala/

    http://www.global-review.info/2015/12/22/manifest-des-globalismus-gegen-kapitaklismus-kommunismus-und-nationalstaatenkonkurrenz-teil-2/

    und die Diskussion um das Manifest des Akzelerationismus, eine Streitschrift für eine neue Linke für eine postkapitalistsche Welt in einer digitalisierten, hochtechnologischen Welt:

    https://www.global-review.info/2016/07/01/akzeleratismus-die-revolution-durch-die-forderung-der-katharsis-ist-das-links/

    https://www.global-review.info/2016/07/13/akzelerationismus-liberalkommunismus-und-globalismus-ein-vergleich-ubereinstimmungen-und-unterschiede/

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