Refugees welcome

160.000 Menschen – nach Angaben der Veranstalter eine halbe Million – demonstrieren in Barcelona für die Aufnahme von mehr Flüchtlingen. Kaum zu glauben.

Der Tagesspiegel schreibt:

Es war wohl eine der größten Kundgebungen für die Aufnahme von Flüchtlingen, die Europa bisher gesehen hat. „Willkommen, Flüchtlinge“, stand in mehreren Sprachen auf Transparenten. Und: „Macht die Grenzen auf.“ 160.000 Menschen demonstrierten nach Polizeiangaben in der nordspanischen Mittelmeerstadt Barcelona für mehr Großzügigkeit bei der Aufnahme von Zufluchtsuchenden. Der Protestmarsch stand unter dem Motto „Unser Haus ist euer Haus!

160.000 oder 500.000 sind kein Pappenstil. Spanien ist neben Portugal das mittlerweile letzte europäische Land, in dem sich keine starke rechtsradikale Partei etablieren kann. Obwohl die Probleme dort auf der Straße liegen. Woran liegt das? Was wäre in Deutschland bei solchen Arbeitsmarkt- und überhaupt Wirtschaftsdaten los?

Fragen über Fragen.

(Foto: genova 2015)

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2 Antworten zu Refugees welcome

  1. Jakobiner schreibt:

    Ich glaube, dass es in Portugal und Spanien keine nennenswerten rechtsradikalen Parteien gibt, hängt mit der noch frischen Erfahrung der Salazar- und Francodikatur zusammen, die einen Klerikalfaschismus mit autarkistischer, isolationistischer Außenpolitik hatten. Wahrscheinlich ist das noch im kollektiven Bewusstsein zu präsent, um das wieder haben zu wollen, zumal erst die Demokratie die Möglichkeit bot in die EU zu kommen.Auch wurde Salazar durch eine Revolution gestürzt, die Nelkenrevolution und nicht durch den Einmarsch fremder Armeen, ist also ein Produkt der Befreiung von einer Diktatur durch die eigene Bevölkerung.

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  2. genova68 schreibt:

    Ja, das könten Gründe sein. Bei den Oststaaten könnte man aber vermuten, ihre Erfahrungen mit Diktaturen laufen auf das gleich Ergebnis hinaus. Erfahrungen mit Diktaturen können also durchaus dazu führen, in Krisenzeiten wieder eine zu fordern. In Portugal beispielsweise war das interessante ja nicht, in die EU zu kommen, sondern die Vorteile, die sich daraus ergaben, zu genießen.

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