Endlich: Künstlerisch hochwertige christliche Fotokunst

Wir alle kennen das Problem: Während früher Künstler von Rang und Namen sich in christlichen Dienst stellten und GOtt, seinen Sohn, die Verwandten und überhaupt die christliche Welt alle naselang künstlerisch gut, sehr gut und sogar avantgardistisch abbildeten, ignorieren heute die tonangebenden, wie man sagt, Fotografen dieses Sujet. Handeln tut Not.

Ich rufe hiermit die weltweit führenden Fotografen auf, sich dem Thema Christus umfassend fotokünstlerisch zu stellen und mache gleich den Anfang.

Wir gedenken heute am 26. Juli beim kontemplativen Betrachten dieses Bildes Anna. Anna ist die Mutter von Maria. Maria ist die Mutter von Jesus. Anna ist somit die Oma von Jesus. Jakob übrigens ist der Vater von Josef. Die Frage ist nun, ob Jakob der Opa von Jesus ist, wobei man erst klären müsste, ob Josef der Vater von Jesus ist. Wie sah eigentlich Jesus diese Frage? Nannte er Jakob Opa? Wurde er von Maria überhaupt einmal über die merkwürdigen Umstände dieser schamfhaft „Empfängnis“ genannten Situation aufgeklärt? Und was sagt Anna zu der verworrenen Herkunft ihres Enkels? Ist Jesus der Heilige der Patchworkfamilie? Zwei Väter und keiner weiß, wer der echte ist. Wie kommt ausgerechnet die katholische Kirche auf die Idee, geordnete Familienverhältnisse zu fordern?

Vielleicht gibt uns dieses Bild – wie gesagt: künstlerisch extrem avantgardistisch – eine Antwort. Die Antwort gebe nicht ich. Sie ist eingeschmuggelt von Gott.

(Foto: genova 2016)

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7 Antworten zu Endlich: Künstlerisch hochwertige christliche Fotokunst

  1. dame.von.welt schreibt:

    Anna ist die Mutter von Maria. Maria ist die Mutter von Jesus. Anna ist somit die Oma von Jesus. Jakob übrigens ist der Vater von Josef. Die Frage ist nun, ob Jakob der Opa von Jesus ist, wobei man erst klären müsste, ob Josef der Vater von Jesus ist. Wie sah eigentlich Jesus diese Frage? Nannte er Jakob Opa? Wurde er von Maria überhaupt einmal über die merkwürdigen Umstände dieser schamfhaft „Empfängnis“ genannten Situation aufgeklärt? Und was sagt Anna zu der verworrenen Herkunft ihres Enkels? Ist Jesus der Heilige der Patchworkfamilie?

    Diese und andere Fragen werden bei Anna Selbdritt noch diskutiert.
    Anna ist auf alle Fälle (und unter anderem) die Schutzpatronin gegen Ehebruch und Gewitter.

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  2. dame.von.welt schreibt:

    Scusi, vergessen. Cristina García Rodero reiste in den 1970/80er Jahren durch Spanien auf der Suche nach merkwürdiger Religionsfolklore: España oculta (sind nicht alle Bilder aus dem sehr tollen Buch, das es btw. in ziemlich vielen Leihbüchereien gibt).

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  3. genova68 schreibt:

    Was? Ausgerechnet die Frau, deren Enkel aus einem unentwirrabren Sumpf aus Sperma und Theologie entstand, ist Schutzpatronin gegen Ehebruch? Ich lach mich schlapp. Wobei: Die Oma kann nichts dafür, was ihre Tochter treibt. Von pädagogischen Fragen einmal abgesehen. Die Oma wird quasi von der Kirche als Pflock gegen das Treiben der eigenen Tochter missbraucht.

    Ob die Oma als Gewitterabwehrwaffe taugt, wage ich bei dieser Scheinheiligkeit zu bezweifeln. Ich persönlich suche da lieber Buchen.

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  4. genova68 schreibt:

    Wahnsinnig tolle Bilder in diesem Buch von Rodero, vielen Dank. Pinkelnde und nackte Menschen bei religiösen Umzügen. Die Katholiken scheinen mehr drauf zu haben, als ich bislang dachte. In gewisser Weise ist die katholische Kirche in Deutschland ja auch von den Langweilern der Protestanten kastriert worden. Das Buch muss ich mir mal genauer anschauen. Wird das in Deutschland Mode, trete ich sofort bei. Das schwöre ich beim Augenlicht Gottes.

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  5. dame.von.welt schreibt:

    Der Vatikan muß in Spanien in den späten 70ern eine Umfrage gemacht haben, wie es denn so stehe mit der Gläubigkeit (es ist darüber nix im www zu finden, mir wurde das aber von mehreren Spaniern erzählt und ich glaub’s). In dieser Umfrage bekannten sich mehr als 90% der Befragten zur römisch-katholischen Kirche, aber nur etwas über 50% glauben auch an Gott, Jesus und den Hl. Geist. Der ganze große Rest glaubt an Heilige und zwar wie: das ist Polytheismus unter dem weiten Mantel des Katholizismus. Jede Romeria, Semana Santa, religionsgestützte Feria, die ich in rund 25 Jahren erlebt habe, hatte ein für Nordeuropäer erstaunliches Maß an Sex&Drugs&RocknRoll. Es ist auf dem Land z.B. völlig normal, daß einer rückwärts auf den Knien nach Sonstwohin rutscht, weil er eine Prüfung bestanden hat, sich mit anderen Youngstern um das Tragen des Ortsheiligen kloppt und ein ansonsten und im Rahmen der Möglichkeiten hedonistisches Leben führt.

    Fahren Sie bloß nie ins ländliche Bayern, da geht’s mitunter ähnlich zu. Nicht, daß Sie Ihren Schwur noch wahrmachen müssen…;-)…

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  6. hANNES wURST schreibt:

    Ich kann die katholische Kirche auch empfehlen.

    Pro:
    – Coole Feiertage, die als Nicht-Katholik weniger Spaß machen
    – Schöne Familienzusammenkünfte außerdem zu Taufe und Erstkommunion; dazu feierlichere kirchliche Hochzeit
    – Vorteile bei einigen konfessionellen Kindergärten, Schulen, Arbeitgebern
    – Kirchen gibt es fast überall (notfalls evangelische), sind meist kühl, wohlriechend und laden zum Verschnaufen ein, z.B. nach langem Shoppen oder Pokemon Go spielen (das kann auch der Ungläubige, wird sich dort aber wohl kaum recht zuhause fühlen)
    – Priester trotz schlechtem Ruf sehr gute Ansprechpartner in allen ernsten Lagen, da meist philosophisch gebildet und zugewandt
    – Mitgliedsgebühr einkommensabhängig, keine weiteren Bedingungen für Mitgliedschaft

    Contra:
    – Je nach Einkommen hohe Mitgliedsgebühr, ca. 2000 € p.a. für Familie mit gutem Einkommen. Dazu kommen Folgekosten wie Spenden.
    – Gottesdienste oft langweilig
    – Kirchen zu oft geschlossen, hier wäre 24/7 wünschenswert
    – Kaum Kirchen in Asien
    – Keine Pokestops in Kirchen

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  7. genova68 schreibt:

    Dame von Welt,
    dann müssen wir hier den schädlichen Einfluss des Protestantismus in Norddeutschland tilgen, die versauen das heiligen Sex-Drugs-Rocknroll.

    Ich werde noch heute aus Protest rückwärts durchs Brandenburger Tor rutschen.

    Hannes,
    vielen Dank für die sorgfältige Abwägung, durch die fundierte Mithilfe der Leser wird dieser Blog immer mehr zum Service- und Dienstleistungsblog.

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