Notwendige Betrachtungen zu einer Naturperversion

Die Welt ist aus den Fugen geraten. Das merkt man schon, wenn man eine Viertelstunde durch Berlin spaziert. Nach dieser Zeit ist man derzeit verklebt. Genauer: Mit Sperma über und über besamt. Das kommt von den notgeilen Linden, die überall umherstehen. Wie schon vor sieben Jahren notiert, verspritzen sie ihren Saft ohne Rücksicht auf Verluste, ohne einen Sinn für ihr eigentliches Anliegen, denn auf meinem T-Shirt und auf meinem Brillenglas wird keine neue Linde wachsen, dafür werde ich sorgen. Momentan scheinen sie besonders enthemmt, denn sie lassen zeitgleich mit ihrer durch und durch perversen Ejakulation noch massenhaft spermabenetzte Blätter fallen. Sie ejakulieren also zuerst abgefeimt und boshaft auf ihre eigenen Blätter und platzieren diese dann heimtückisch am Boden. Radfahrer wissen davon ein Lied zu singen, wie man sagt. Die Blätter kleben an den Reifen, die enthemmten Linden hemmen die Fahrt. Ein vorsichtiger Mensch kann das Haus praktisch nicht mehr verlassen, und wenn, dann nur noch mit einem Lindenschirm und mit Lindenketten, um die Schleudergefahr zu minimieren.

Ich fordere deshalb ein Drei-Punkte-Notprogramm:

  1. Die Ernennung des Papstes zum Weltoberhaupt. Die katholische Kirche ist traditionelle Garantin einer spermafreien Öffentlichkeit und wird sich der Spermaflut zu erwehren wissen.
  2. Die unverzügliche Etablierung des Ausnahmezustands. Nachhaltige Lindenschirme sind kostenlos zu verteilen, spritzende Linden werden vor Ort vor ein Standgericht gestellt und erschossen. Sie dienen somit auch benachbarten Kastanien und Pappeln als warnendes Beispiel. Man weiß ja nie.
  3. Die sofortige Ausrufung des Kriegsrechts. Sägen, insbesondere Kettensägen, müssen umfrangreich und ohne Sentimentalitäten eingesetzt werden. Entsprechende Massaker sind proaktiv zu inszenieren.

Panzer beziehen Stellung. Wo? Natürlich Unter den Linden.

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2 Antworten zu Notwendige Betrachtungen zu einer Naturperversion

  1. hANNES wURST schreibt:

    Ich verstehe Dein Problem nicht. Wenn ich durch eine blühende Lindenallee spaziere, steht mir vor Entzücken der Mund offen.

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  2. genova68 schreibt:

    Das ist eine gesunde Einstellung. Man sollte nehmen, was man kriegt. Ich werde darüber nachdenken.

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