In den Ungers diagonal reingehen

„Früher wären wir in den Ungers mit unseren Sachen diagonal reingegangen. Das brauchen wir heute nicht mehr.“

Sagt Wolf Prix, mittlerweile 72 Jahre alt, von Coop Himmelb(l)au anlässlich ihrer Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt,  das wiederum von Ungers, dem Quadratefanatiker, gebaut wurde (bauwelt 28/2015, S. 4). (Oder sollte man sich das englische „designed“ angwöhnen? Gebaut haben ja andere, namenlose.) Andererseits: Coop Himmelb(l)au können in einen Ungers gar nicht anders als diagonal reingehen. Kein Foto eines Projektes von ihnen, das an der ungerschen Wand nicht diagonal präsentiert würde.

In den Ungers mit unseren Sachen diagonal reingehen, eine schöne Formulierung. Hat auch etwas was englisches, spachlich so locker und leicht und völlig unideologisch konstruiert.

(Foto: genova 2015)

 

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