Bekenntnis: Ich unterstütze Pegida

Pegida fordert bekanntlich ein Zuwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild.

Aus dem „Kanada-Lesebuch“ von Patrick Pohlmann und Mechthild Opel:

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Im Einwanderungsland USA spricht man vom “melting pot”, vom Schmelztiegel, wenn es um die Integration der verschiedenartigen Völker im Lande zu einer Nation geht.

Das ist ein ziemlich krasser Unterschied zum kanadischen Konzept des Multikulturalismus: Denn hier entsteht keine gleichförmige Suppe, in der die Ecken und Kanten, die Besonderheiten verloren gehen.

Stattdessen behalten die verschiedenen kulturellen Hintergründe der eingewanderten Bevölkerungsgruppen ihren Stellenwert, und die einzelnen kulturellen Praktiken und Sprachen werden nicht nur akzeptiert, sondern gezielt gefördert, denn sie werden als Bereicherung der Gesellschaft verstanden…

Kanada ist also kein homogener Nationalstaat gemäß dem in Europa dominierenden “Westfälischen System”, auf einer gemeinsamen Sprache, einem gemeinsamen Mythos, einer gemeinsamen Kultur beruhend – Kanada kann und will das gar nicht sein.

Schon die “Väter” der kanadischen Demokratie, Baldwin und Lafontaine, hatten 1848 den Wert einer “fair society” mit dem Prinzip der Gleichheit und Teilhabe aller – ob anglophon, frankophon oder sonstiger Herkunft – an öffentlichen Gütern propagiert; gewaltsame nationalistische Attacken wurden verurteilt, und bereits damals wurde eine Einwanderungspolitik durchgesetzt, die Elemente des heutigen Multikulturalismus enthält.

Die föderale Regierung Kanadas proklamierte erstmals 1971 den Begriff einer multikulturellen Politik, die die Gesellschaft in ihrer ganzen Breite von Ethnien, Bräuchen, Religionen etc. anerkennt und dabei Gleichheit und gegenseitigen Respekt einfordert.

Es wurden dann entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen erarbeitet und schließlich 1988 – unter der konservativen Regierung Mulroney – das “Canadian Multicultural Act” verabschiedet.

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Diese Pegida-Leute fordern das Gegenteil von dem, was sie wollen. Das muss man erstmal hinkriegen. Die wollen unbedingt dem Mainstream gefallen und verbiegen sich deshalb um 180 Grad. Und aus dieser Verbiegung resultiert der Hass auf andere.

Passend dazu die Aussage Bachmanns auf einer Pegida-Pressekonferenz, als ein Journalist nachfragte, wie denn das Zuwanderungsrecht nach kanadischem Vorbild genau auszusehen habe: Darum sollten sich „die Politiker“ kümmern.

Nehmen wir sie beim Wort, dann sind wir uns einig.

Mit Dank an BlogIG.

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