Wie der Islam die Verschwulung unserer Kinder verhindert

Yavuz Özoguz, Chef des radikal-schiitischen Muslim-Marktes und treuer Fan des herrschenden Regimes im Iran, hat sich unlängst zum Thema „Islam und Homosexualität“ geäußert. Schwul ist bäh im Islam, klar. Aber der Fachmann Özoguz weiß, wie man Jungs vorm Schwulwerden bewahrt:

Der Islam selbst hat durch zahlreiche kleinere und bedeutsame Hinweise bei der Erziehung von Jungen und Mädchen zu Mann und Frau dazu beigetragen, dass bereits im frühkindlichen Alter eine Entwicklung in eine falsche Richtung vermieden wird. Dazu gehören z.B. die Berücksichtigung der Wirkung von Farben und Stoffen. Informierte Muslime ziehen ihren Jungen keine rötlichen Farben und keine Stoffe mit Seide an und frisieren sie bewusst männlich. Männliche Muslime dürfen kein Gold tragen. Seide und Gold sind der Zartheit der weiblichen Haut vorbehalten.

So ist es. Wer seinem kleinen Sohn ein rotes T-Shirt anzieht und ihm die Haare nicht schneidet, muss sich nicht wundern, wenn er sexuell derangiert. Der wird sich schon im Kindergarten zum Perversen entwickeln.

Sowas kommt raus, wenn man sein Hirn mit dem Lesen 1.400 Jahre alter Texte überbeansprucht. Totale gesellschaftliche Kontrolle im Namen eines erfundenen Superchefs. Man könnte Özoguz als durchgeknallten religiösen Fundamentalisten bezeichnen und liegt damit sicher richtig. Trotzdem sollte man sich klarmachen, dass solche Leute die staatliche Ermordung Homosexueller gutheißen. Einfach nur, weil sie homosexuell sind. Im Iran steht auf homosexuelle Handlungen die Todesstrafe.

Was ich mich noch frage: Wie soll man nun laut Koran mit Eltern umgehen, die ihren dreijährigen Söhnen rote T-Shirts anziehen? Da laut Mister Özoguz diese Eltern aktive Verschwulung und somit die Sünde fördern, kann man schon fast von Kindesmissbrauch reden. Müssen solche Erziehungsberechtigten nicht in Gewahrsam genommen werden? Oder gleich Todesstrafe? Was sagt der Koran zu Eltern, die rote Kleidung kaufen? Da muss doch etwas zu finden sein!

Es gibt auch andere Meinungen über Islam und Schwule, tolerantere, empfehlenswert ist nach wie vor das Buch von Georg Klauda, aber es geht ja eh nicht um die Meinung eines toten Gottes, sondern um die Instrumentalisierung einer mit Autorität ausgestatteten Lehre, um das eigene Süppchen zu kochen. Allah wird als weltlicher Führer betrachtet, der der Reaktion helfen soll, die Angst vorm Selbst zu verdrängen. Dazu kann es sinnvoll sein, einem Schwulen die Kehle durchzuschneiden. Allah hat bei Özoguz die Funktion eines ordinären Diktators.

Derselbe Özoguz hat kürzlich die vollzogene Todesstrafe an einer vergewaltigten Frau im Iran gelobt (die den Vergewaltiger während der Tat erstochen hatte).

Ein fanatisierter Mensch, der banales Geschwätz als heilige Worte verkauft und gleichzeitig den Mord an tatenlosen Menschen – wohl auch Kindern – fordert. (Naturgemäß ist Özoguz auch ein extremer Judenhasser.)

Gott will es so. So geht Religion. Nicht nur die islamische.

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11 Antworten zu Wie der Islam die Verschwulung unserer Kinder verhindert

  1. Garfield schreibt:

    Todesstrafe im Iran: da sieht man ja oft die Bilder mit den Baukränen… ich dachte erst „wie human“ … auch wenn’s martialisch aussieht, durch die Fallhöhe ist wenigstens ein schneller Tod gesichert – was beim Erhängen ja keinesfalls selbstverständlich ist…
    tatsächlich werden die Leute aber vom Boden aus hochgezogen – also eigtl gar nicht< erhängt, sondern langsam stranguliert (wer sich "live" überzeugen will: [Video])

    Zwei grundsätzliche Methoden des Hängens sind zu unterscheiden: das Strangulieren des Verurteilten sowie die Hinrichtung durch den so genannten „langen Fall“. Beim Strangulieren wird dem Delinquenten eine Schlinge um den Hals gelegt, […] Die Folgen sind die Blockierung der Halsschlagadern, der Wirbelarterien sowie der Atemwege. Sie bewirken, dass das Gehirn nicht mehr durchblutet und der Verurteilte bewusstlos wird. Nach einigen Minuten erstickt er. Zu den Begleiterscheinungen können die unwillkürliche Darmentleerung sowie bei Männern der Samenfluss gehören.
    Beim „langen Fall“
    […] Ziel ist der schnelle Tod durch Genickbruch. Diese Hinrichtungsmethode erfordert seitens des Henkers ein hohes Maß an Erfahrung, da er die Länge des Stricks entsprechend dem Gewicht des Todeskandidaten berechnen muss. […] Ist der Fall dagegen zu kurz oder wurde der Knoten nicht an der richtigen Stelle platziert, kann der Verurteilte schwer verletzt noch leben. Um seinen Tod herbeizuführen wird er dann an den Beinen nochmals nach unten gezogen.
    (Amnesty International)

    Top-„Executer“ bleibt China, zuletzt auf 5.000 geschätzt. Weil die Zahlen geheim sind, war AI inzw so konsequent, das Schätzen ganz einzustellen – aber wenn man sich allein mal den Katalog mit Tod bedrohter Vergehen anschaut: u.A. Bestechung, Benzin-Diebstahl, Gefängnisausbruch, Geldfälschung, Herstellung/Vorführung Pornographie, schwerer Gemüsediebstahl …

    _ _ _
    hatten wir zwar schon x mal – aber sich _nur_ auf die negativen Seiten von Religion zu fixieren ist MMN einseitig. Natürlich kann man z.B. die Todesopfer des Christentums aufrechnen – polit. Ideolgien (Faschismus, Sozialismus, Kapitalismus…) dürften da aber gut mithalten; und auch die Kirche besteht halt nur aus Menschen… was bei Religionskritik leicht untergeht, weil privat & weniger spektakulär: aber wenn’s ans Existenzielle geht, die wahren Katastrophen – Ideologien (die mind. ebensoviel Religiöses haben, nicht nur was Dogmatismus betrifft…) helfen da seltener; man kann sich vllt zudröhnen… aber Fakt ist halt: Gläubige kommen mit sowas besser klar. Der Mensch ist nicht bloß kalter „Verstand“.
    Die Potenzierung der negativen Seiten durch den Anspruch auf den „Draht zum Boss™“ ist natürlich problematisch – aber Glaubens-Überlieferung ohne irdische Institution könnte schwierig werden

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  2. genova68 schreibt:

    Ich rechne nichts auf, sondern zeige ein Detail. Und womit kommen Gläubige besser klar? Mit dem Erhängen von Schwulen? Offensichtlich.

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  3. Opperfield schreibt:

    Islam und islamisch geprägte Staaten zeigen leider sehr gut, was Religion auch im Jahre 2014 noch anrichten kann. Das Christentum ist ja inzwischen weitgehend „zahm“, dafür kommt der Islam nun umso brachialer daher (nicht erst seit ISIS). Man kann solchen Hardcore-Ideologen nicht mit Fakten und Stuhlkreisen kommen, da hilft im Ernstfall nur noch kaputt bomben wie jetzt in Kobane. Traurig, aber wahr.

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  4. Garfield schreibt:

    @genova
    scheinbar hab ich in letzter Zeit starke Kommunikations-Probleme…
    „Aufrechnen“ war als Möglichkeit der Religions-Kritik gemeint, nicht daß du das tust oder lassen sollst.

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  5. besucher schreibt:

    Männer ziehen keine Seide an? LOL, da kennt dieser Spinner wohl seine eigene Religion nicht: demnach sind wohl alle männlichen Muslime bis Anfang des 20. Jhs. stockschwul gewesen.

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  6. genova68 schreibt:

    Garfield,
    neinnein, so meinte ich das nicht. Ich freue mich über deine Beiträge. Kommunikationsprobleme sind normal, wenn man sich einerseits persönliche nicht kennt, andererseits nur schriftlich miteinander verkehrt.

    besucher,
    das war wohl die Phase der islamischen Dekadenz.

    Oppermann,
    kaputtbomben wie in Kobane ist vielleicht aktuell sinnvoll, aber Gotteskrieger (und Märtyrer!) wirst du damit nicht zum Schweigen bringen. Ich würde eher politisch rangehen und dann wird klar, dass vor allem die Amis in der Region ein Machtvakuum geschaffen haben, eine riesige Fläche eines faktischen faled state. Was wäre hier los, wenn in ganz Deutschland und in angrenzenden Gebieten der Staat komplett im Eimer wäre? Ich würde nichts darauf verwetten, dass es weniger grausam zuginge. Man braucht irgendeine Ideologie, die man zur Legitimation seiner Gewalt gebrauchen kann, das kann der Islam sein oder das Christentum oder Faschismus oder sonstwas, es lässt sich alles benutzen.

    Vielleicht lässt sich hier auch eine Brücke zu den Unzufriedenen, zu den Medienkritikern schlagen: Die Vehemenz, mit der deutsche Medien und Politiker gerade gegen Putin wettern, von mir aus zurecht, wird schal, wenn man sich deren Reaktionen vor zehn Jahren anschaut, Bush und sein Irakkkrieg. Merkel wollte unbedingt, dass auch deutsche Soldaten dort morden. Dagegen ist die Krim ein Pups, aber damals rief niemand nach Sanktionen etc.

    Es ist eine perfide Politshow, vornedran die verlogene Merkel, die von den Medien praktisch wie eine Königin behandelt wird. Unwohlsein stellt sich da automatisch ein, wenn auch die aktuellen Kritiker nichts kapieren.

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  7. Opperfield schreibt:

    Du weißt doch, Krieg ist nur die Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln :(

    Im Grunde gibt es für diese ganze ISIS & Co.-Geschichte gar keine echte Lösung: Man kann diese Leute weder zur Vernunft bringen, noch sie vollständig „eliminieren“. Wir werden uns mit diesem islamischen Extremisten wohl noch einige Jahre oder gar Jahrzehnte um die Ohren schlagen müssen, egal, wie deren Name dann aktuell auch lauten mag.

    Bei Merkel habe ich zumindest die Hoffnung, dass die irgendwann genug hat und nicht mehr antritt. Oder das der gemeine Wähler doch noch begreift, wen man da in Amt und Würde gehoben hat.

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  8. garfield080 schreibt:

    @Opperfield
    dafür kommt der Islam nun umso brachialer daher (nicht erst seit ISIS)

    ich weiß nicht, kompliziertes Thema… ohne jetzt nen meterlangen Kommentar draus machen zu wollen: aber ich glaub die Sache ist viel komplexer, und Religion – hier wie dort – nur das Ventil für Symptome, deren Ursachen ganz woanders liegen…

    warum sind z.B. unter den aktuellen „Kriegsreisenden“ so viele dt. Konvertiten – die vom Islam eigtl kaum was wissen können, außer dem was ihnen einige Spezialisten eingetrichtert haben…? (eigenständige Auslegung von Islam/Koran – die eine™ gibt’s halt nicht – ist ohne _gründliche_ Arabisch-Kenntnisse MMN eh nicht möglich)

    Ich bin jetzt kein NO-Experte, aber ich denke dort ist es ähnlich. z.B. die palästinensischen Selbstmordattentäter – ich versuche mal ein grob vereinfachtes Bsp: hier laufen perspektivlose, frustrierte Männer im Jobcenter Amok – dort kann man sich wegmachen & das Objekt des Zorns gleich mitnehmen – verschafft der Familie damit aber gleichzeitig ne kleine „Rente“ (…und tritt auch nicht als Durchgeknallter, sondern gefeierter Held ab).
    Speziell beim IS kommen noch die ganzen, mehr als verworrenen Faktoren der Region dazu… wobei man auch nicht vergessen sollte, daß er ohne großzügiges Sponsern syrischer Terroristen Freiheitskämpfer vermutlich nie diesen Status erreicht hätte*

    was bei „islamisch geprägten Staaten“ immer leicht untergeht – nb dem Iran oder S-A gibt es zig Staaten, die so islamisch geprägt sind wie Europa „christlich-jüdisch“ – wo aber keine Frauen gesteinigt oder Hände abgehackt werden…
    meinem Eindruck nach werden diese Länder aber (…vllt gerade deshalb?) kaum bis gar nicht als „Islamisch“ wahrgenommen, bzw scheinen im Bild der islam. Welt nicht zu existieren.
    Auch Scharia ist nicht = Scharia. Dort herrscht halt generell ne andere Kultur, u.A. auch, daß Frauen teils weniger Rechte haben –
    aber auch im ach so aufgeklärten Westen ist es gar nicht so lange her, daß Frauen praktisch Bürger 2ter Klasse waren (Arbeitserlaubnis/Ehemann, „eheliche Pflichten“…) oder Homosexuelle im Knast landeten

    klerikale Staaten sind immer problematisch, da bin ich ganz bei dir. Der christl. Fall wär aber sicher auch „spannend“… wenn ich sehe, was evangelikale schon i.d. sakulären USA zustande kriegen, Evolution aus dem Unterricht verbannen etc… auch Todesstrafen-Befürworter berufen sich ja direkt auf die Bibel

    *) weil man bei „IS“ schnell auf diese Quelle stößt: bei der Gelegenheit mal über „adopt a revolution“

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  9. Nazienkel schreibt:

    Naja, bei allem Verweis auf Auswüchse anderer religiöser Irrer ist das, was z.B. im Iran oder Saudi-Arabien mit Homosexuellen, Drogensüchtigen oder „Ehebrecherinnen“ passieren kann, schon von besonderer Qualität, bedenkt man die fortschrittliche Entwicklung in anderen Sektoren. Es gibt eben doch Zusammenhänge zu rigider Auslegung des Islams, der Handlungsanweisungen enthält (ich finde in diesem Zusammenhang Aussagen von Hamed Abdel-Samad oder Ahmed Mansour sehr interessant, die hier sehr genau und koranbezogen argumentieren).

    …wobei man den Blick, möchte man sich Auswüchse von Fundamentalismus anderer Art zu Gesicht führen, nur nach Hessen oder Nordrhein-Westfalen schweifen lassen muss: Dort fragwürdige Förderung neuzeitlicher Medizinmänner (Homöophaten), hier die Aufnahme biblischer Schöpfungsgeschichte in Biologiebücher.

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  10. genova68 schreibt:

    Das Braun-Esoterische mit Wunderwasser und Wunderenergie ist auch eine Form von Fundamentalismus, neo-religiös oder banal-religiös. Gemein ist allen diesem „Denken“: man erfindet Fehlstellen, statt zur Lücke zu stehen.

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  11. Garfield schreibt:

    …wobei man den Blick, möchte man sich Auswüchse von Fundamentalismus anderer Art zu Gesicht führen, nur nach Hessen oder Nordrhein-Westfalen schweifen lassen muss

    Tatsache… was man so alles verpasst. das geschah vor 7 Jahren: Hessens Kultusministerin Karin Wolff (CDU) will die biblische Schöpfungsgeschichte im Lehrplan des Faches Biologie aufnehmen

    „Die Kultusministerin berief sich darauf, dass das hessische Schulgesetz ein fächerübergreifendes Lernen vorsieht.“ – na dann ;)

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