Flughafen Tempelhof: ein deutsches Dilemma

Kommenden Sonntag können die Berliner wieder einmal volksabstimmen. Eigentlich eine nette Sache. Aktuell geht es aber um die Zukunft des Geländes des ehemaligen Flughafens Tempelhof, mitten in Berlin und mehr als drei Millionen Quadratmeter groß. Es wird einmal mehr – neben der kapitalistischen Barbarei – ein typisch deutsches Dilemma deutlich: Die Ablehnung von Stadt.

Der Hintergrund: Der Flughafen ist seit 2008 geschlossen, das Gelände ist seit einigen Jahren für alle geöffnet. Es herrscht hier eine wunderbare Atmosphäre: grillen, skaten, joggen, abhängen, Drachen steigen lassen, kleingärtnern, seinen Rausch plegen, radfahren und ins Weite gucken: Es ist alles möglich. Kein Baum stört den Blick, in Berlin eine Seltenheit.

Nun ist im Kapitalismus eine solch große Fläche naturgemäß ökonomischem Verwertungsdruck ausgesetzt. Lokale Politiker haben deswegen seit Jahren feuchte Hände. Grund genug, gegenzusteuern.

Das Gegensteuern sieht in Berlin allerdings so aus, dass konservative, egoistische Ökos – noch rechts von den Grünen – exakt alles so lassen wollen, wie es ist. Einerseits verständlich, andererseits herrscht hier Wohnungsnot und es gibt Pläne des Senats, etwa 20 Prozent der Fläche, also die Ränder, zu bebauen.

So würde das aussehen:

tempelhof

Rot umrandet sind die geplanten Neubauflächen. Es könnten zwei- oder dreitausend Wohnungen entstehen in einem Gebiet, das verkehrstechnisch hervorragend erschlossen ist. Es wäre also eine einmalige Gelegenheit, den vielen Menschen, die innerstädtisch wohnen wollen, eine Bleibe zu bieten. Es wäre ökologisch sinnvoll, zumal wenn man bedenkt, dass stattdessen auch fünf- oder zehntausend Eigenheime im Speckgürtel entstehen könnten.

Das Problem: Wir leben im Kapitalismus. Und so war der aktuelle Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) auch schon auf der Luxusinvestorenmesse in Cannes und pries das komplette Gelände für Luxuseigentumswohnungen an. Offiziell will die Stadt einen kleinen Teil der Wohnungen (acht Prozent!) zu „sozialen“ Mieten anbieten. Heißt „sechs bis acht Euro pro Quadratmeter“ nettokalt. Wobei ich mich frage, was diese Spanne soll? Es deutet eher darauf hin, dass selbst bei acht Prozent der Wohnungen unter acht Euro nichts gehen wird.

Und man ist nun darauf angewiesen, einem Sozialdemokraten zu glauben. Eine absurde Vorstellung, von der dringend abzuraten ist. Es waren Sozialdemokraten, die die Wohnungsbautätigkeit der Stadt auf null runterfuhren und eine konsequent neoliberale Stadtpolitik betreiben, inklusive Deportationen. Es ist eher davon auszugehen, dass unter 15 Euro nettokalt nichts gehen wird. Von Cannes rede ich hier gar nicht.

Angesichts dieser realkapitalistischen Logik der Sozialdemokratie ist es sinnvoll, Widerstand zu entwickeln. Doch wie sieht der in Berlin aus?

So: Die Bürgerinitiative „100 % Tempelhof“ will nichts geringeres als, dass alles komplett so bleibt, wie es ist. Keine einzige Wohnung. Ich kenne diese Leute nicht persönlich, aber sie als egoistische Neokonservative zu bezeichnen, die die Ökologie nur vorschieben, kommt wohl so ungefähr hin. Im benachbarten Schillerkiez stehen Wohnungssuchende schon mal mit 50 anderen Schlange, 12 Euro nettokalt im Prolbemkiez sind keine Seltenheit. Das ist den rechten Ökos egal. Hauptsache, sie sitzen in ihrer schicken Altbauwohnung.

So hat man als fortschrittlicher Mensch am kommenden Sonntag keine Chance. Entweder man stimmt für die rechten Pseudoökos oder man stimmt für die Versprechen von Sozialdemokraten.

Beides ein Ding der Unmöglichkeit.

Dabei wäre so viel möglich: Die Fläche gehört komplett dem Land, man könnte Mustersiedlungen in Sachen Ökologie oder Mehrgenerationenwohnen oder überhaupt neue Wohnformen, neue Formen des Zusammenlebens ausprobieren, man könnte mit neuen Materialien arbeiten, man könnte innovative Architekten zum Zuge kommen lassen, man könnte autofrei wohnen, man könnte mit recyletem Material bauen, man könnte EU-Subventionen für fortschrittliches Bauen abgreifen, man könnte Menschen zum Mitgestalten bewegen, man könnte man könnte. Man könnte auch ohne jede Subvention Nettokaltmieten für maximal fünf Euro bieten.

Es wäre auch endlich einmal ein Zeichen, dass diese Stadt auch politisch ihrem Ruf gerecht wird: progressiv, aufgeschlossen, nachhaltig, zukunftsorientiert. Es wäre eine radikale Wende zur herrschenden Politik, die sich nur als Erfüllungsgehilfe des Kapitals betrachtet: Schloss, Stadtautobahn, Investorenarchitektur, steigende Mieten, das war´s.

Es wird genau dabei bleiben. Zum einen natürlich wegen der herrschenden kapitalistischen Machtverhältnisse, die jede soziale Regung auf dem Tempelhofer Feld künftig unterbinden wird. Der Architekturkritiker der Berliner Zeitung, Nikolaus Bernau, erklärt uns, warum es auf alle Fälle einen Park braucht:

„…das Tempelhofer Feld ist eine industrielle Verkehrsfläche, seine Wiesen sind nur mit intensiver Pflege zu halten, schon brechen Bäumchen durch die Asphaltbahnen. Egal, wie die Abstimmung ausgeht: Hier wird ein Park entstehen müssen.“

Schlimm schlimm, Bäumchen zerstören den Asphalt. Was auf einer Autobahn problematisch wäre, ist auf dem Feld egal.

Aber eben auch wegen der rechten Ökos, die lieber in einem Dorf wohnen würden, Dichte ist ihnen ein Graus. Aber aus mir nicht erklärlichen Gründen sind sie in Berlin gelandet. Und jetzt Berlin zum Dorf machen wollen. Es ist das Ergebnis neoliberaler Politik: Die Reaktion darauf ist regressiv. Kreuzberger Wutbürger kaschieren ihre Rechtslastikeit naturgemäß mit dem Hinweis auf Natur.

Meine Empfehlung: Die Abstimmung kommenden Sonntag ignorieren.

Stattdessen: Drachen steigen lassen. Und auf wenigstens einen dieser neurechten Ökos abstürzen lassen.

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21 Antworten zu Flughafen Tempelhof: ein deutsches Dilemma

  1. frank schreibt:

    vorschlag der stadt ablehnen – auf augenhöhe neu verhandeln. maximalforderungen stellen um überhaupt über einen annehmbaren kompromiss diskutieren zu können bzw überhaupt an der diskussion über das wie beteiligt zu werden. so läuft das leider mit einer solchen regierung. wir brauchen mehr bezahlbaren wohnraum? dann soll die stadt gefälligst aufhören ihre wohnungen an privatinvestoren zu verscheuern. machense aber nich. da wird mit fadenscheinigster argumentation versucht noch mehr öffentlichen raum der privatwirtschaft zu erschließen. dieser politik gilt es am sonntag eine klare absage zu erteilen.

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  2. Babewyn schreibt:

    Teile Deine Meinung von Öko-Gutmenschen. Glaube aber nicht das die Bebauungspläne des Senats dazu führen werden, was wir anscheinend beide gerne hätten – Bezahlbare Wohnungen im Inneren Berlins, und demographisch gemischte Nachbarschaften.

    Ich werde gegen die Bebauungspläne des Senats stimmen, allein aus dem Grund, das das Gelände zuerst von der Stadt „erschlossen“ werden müsste d.h. mit Kanalisation, Strom- und Wasserleitungen ausgestattet werden müssten, und weil ich fast überzeugt bin, dass reine Investitionsimmobilien dort gebaut werden werden, auch die vereinbarte ‚Bezahlbarkeit‘ der wenigen Prozent der zu bauenden Wohnungen ist Zeitlich wenige Jahrer begrenzt. Auch die Zahlen des Senats überzeugen mich nicht.

    Ich möchte nicht das nicht gebaut wird, aber ich möchte nicht das so gebaut wird wie der Senat und die Investoren es in diesem Fall vereinbart haben. Ich habe aber nur die Option dafür oder dagegen. Dann bin ich schweren Herzens dagegen.

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  3. Chris(o) schreibt:

    Vielleicht ließen sich die „Ökos“ überreden, wenn sicher gestellt werden könnte, dass das neue Wohnviertel Energie-technisch autark konzipiert würde (einschließlich der Windräder, anstelle von Bäumen plus Sonnenkollektoren auf jedem Hausdach, vielleicht noch ein kleines Blockkraftwerk für wind- und sonnenlose Tage).
    Dein Konzept der Flächenbebauung liegt schon im Rathaus?

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  4. genova68 schreibt:

    Babewin,

    wogegen? Es gibt ja zwei Abstimmungen, einmal 100 Prozent-Initiative, einmal der Senatsvorschlag.
    Ja für 100 Prozent, das empfehlen auch Grüne und Linke für die Abstimmung: Für 100 Prozent, weil damit wengistens der Senat nicht durchkommt. Man kann aber auch beide Male mit nein abstimmen oder sich enthalten.

    Chris,
    100 Prozent heißt, da gibt es kein Verhandeln. Meinen Vorschlag habe ich schon Wowereit persönlich unterbreitet. Der meinte, ich müsste schon ein paar Hunderttausend auf den Tisch legen, dann wolle er sich gerne für meinen Plan einsetzen.

    Ich hatte das Geld gerade nicht dabei.

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  5. tikerscherk schreibt:

    Ohne rechtsöko zu sein, werde ich für 100 % Feld stimmen. Aus dem gleichen Grund wie Babewyn.
    So, wie bebaut werden soll, möchte ich das nicht.
    Sollte eines Tages mal ein Plan vorliegen, woran ich nicht glaube, das Feld mit bezahlbarem Wohnraum zu bebauen, können sie es meinetwegen zu 100 % zupflastern.

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  6. Chris(o) schreibt:

    Alle „Entweder – Oder“- Abstimmungen sind öde.Da bleibt für die Alternativen, die Ansätze kreativer Optionen aufzeigen, einfach kein Spielraum mehr.

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  7. Pingback: Stadtraum und Eigensinn: Die Bebauung des Tempelhofer Feldes | AISTHESIS

  8. Babewyn schreibt:

    Chris(o), Süße(r) die Abstimmung ist übermorgen. Jetzt wird erst einmal nicht mehr diskutiert, jetzt kommts zur Abstimmung. Danach können wa alle wieder kreativ sien. ;-)

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  9. genova68 schreibt:

    Es werden also eine Menge Leute für 100 Prozent stimmen, die eigentlich eine Bebauung wollen. Das zeigt die Misere, die ich im Artikel behandele. Ich tue mich schwer, etwas zuzustimmen, was ich ablehne. Andererseits: taktisch kann ich das nachvollziehen.

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  10. tikerscherk schreibt:

    Vielleicht sollten wir schon mal Wetten abschließen, ob, bzw. wann sich der Senat über das Bürgervotum (sofern die Initiative am Sonntag die Mehrheit bekommt) hinwegsetzen wird, weil längst Verträge geschlossen wurden, die man nun zu erfüllen hat.

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  11. genova68 schreibt:

    Ja, das ist wohl so. Architekten hat der Senat ja schon heimlich beauftragt, das verrät schon viel. Könnte in einer funktonierenden Demokratie Grund für einen Rücktritt sein.

    http://www.berliner-zeitung.de/tempelhofer-feld/tempelhofer-feld-senat-beauftragt-heimlich-architekten-fuer-tempelhof,22786336,27210792.html

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  12. fly schreibt:

    Und was regst du dich dann über angeblich rechte Ökos auf?
    Schön auch dein Tunnelblick bezüglich Wohnbebauung, das Tempelhofer Feld ist natürlich die einzige Brache in Berlin, nicht wahr?
    Was uns da an Ärger erwarten wird wenn die künftigen Bewohner ständig die Polizei rufen, und das werden sie, ist dir wohl auch noch nicht in den Sinn gekommen.
    Aber schön arrogant rummaulen, das kannste…pfui!

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  13. genova68 schreibt:

    Dass man anderswo auch bauen kann, ist ein lustiges Argument. Ähnelt dem, dass Flüchtlinge doch bitte irgendwo andershin flüchten sollen.

    Und, verstehe ich dich richtig: Du bist also gegen die Bebauung, weil die neuen Bewohner wegen Ruhestörung die Polizei rufen könnten? Ich schlage vor, Berlin komplett aufzulösen, denn hier wohnen ja schon 3,5 Millionen Menschen, also besteht die Gefahr, dass die 3,5 Millionen mal die Polizei rufen. Jeden Tag! Das darf nicht sein.

    Es bestätigt meine Vermutungen: Die wahren Gründe der Ablehner ist die Ablehnung von Stadt. Das will man nur nicht so direkt sagen, also werden Gründe vorgeschoben. Analog zu der Aussage, dass man nichts gegen Ausländer hat, aber…

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  14. fly schreibt:

    jungejungejunge, was für ein geschmackloser Vergleich…
    Vorallem wenn man bedenkt das hier Wohnungen im gehobenen Segment entstehen werden.
    Desweiteren handelt es sich hier derzeit nicht um ein schon existierendes Wohngebiet sondern um eine FREIZEIT/Grünfläche, Konflikte sind hier, anders als in Wohngebieten vorprogrammiert…

    Ich wohne übrigens mitten in der Stadt in einem urbanen Wohngebiet, bin hier sogar aufgewachsen, aber klar eigentlich bin ich gegen „Stadt“!
    Und wahrscheinlich sogar gegen Ausländer!

    Wie peinlich bist du denn drauf?!

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  15. genova68 schreibt:

    Es gibt Konflikte, wenn da Wohnungen gebaut werden? Weswegen? Weil ein Drache auf ein Haus stürzen könnte? Ich schlage vor, wir schaffen Berlin ab, da könnte sonst ein Meteroit drauf fallen.

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  16. fly schreibt:

    Ich zitiere dich: „Ruhestörung“.
    by the way: sehr souveräner Diskussionsstil, zeugt von einer souveränen Persönlichkeit, mein Beileid…

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  17. genova68 schreibt:

    Gestern die Abstimmung:

    Klarer Gewinn für 100 Prozent, wobei ich den Eindruck habe, dass keineswegs ein Viertel der Bevölkerung für 100 Prozent Stillstand ist, sondern viele lediglich taktisch für die Initiative gestimmt haben, weil sie Wowereit nicht trauen. Nachzuvollziehen, wenn man sich den Gegenvorschlag des Senats anschaute: Dort wurde versprochen, dass man die Bebauung „behutsam“ entwickeln werde. Wie soll man über einen solch dehnbaren Begriff abstimmen?

    Denkzettel für die Politiker war das wohl. Henkel meinte allen Ernstes, es sei schade, weil er ja so gerne bezahlbare Wohnungen bauen würde. Da sei nun eine Chance vertan worden.

    Ein Interview in der taz mit dem Chef von 100 Prozent, das die reaktionäre Gesinnung dieser Leute gut zeigt:

    Die wollen generell keinen Neubau, sondern „Bestandspolitik“, was auch immer das sein soll.

    http://taz.de/Initiativen-Sprecher-ueber-Tempelhof-Sieg/!139194/

    P.S.: Ein angenehmer Artikel über Tempelhof in der SoZ:

    Sonderlich fortschrittlich war die deutsche Romantik nie. Größenteils war sie reaktionär und auf jeden Fall ziemlich apolitisch und eskapistisch. Als die Industrialisierung die feudalen Verhältnisse hinwegfegte, träumten sich die Romantiker an ferne Sehnsuchtsorte, dorthin wo die Zitronen blühen.Im Jahr 2014 blühen in Berlin die Zitronen auf dem Tempelhofer Feld. Und damit das so bleibt, will die Bürgerinitiative «100% Tempelhofer Feld» jegliche Bebauung verhindern. Die Berliner sollen mit Blick auf den Horizont den romantischen Sonnenuntergang genießen.

    http://www.sozonline.de/2014/05/das-tempelhofer-feld-in-berlin/

    Kommt ganz gut hin: reaktionäre Ökos in unseliger deutscher Tradition.

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  18. fly schreibt:

    Noch ein Aspekt, ich zitiere aus dem Telepolisforum(wahrscheinlich auch ein rechter Öko):

    „Es gibt noch riesige teilweise bahneigene, teilweise stadteigene Gelände in Tempelhof östlich des Tempelhofer Feldes, in Schöneberg und Tiergarten und teilweise Kreuzberg. Da sind noch grosse Brachflächen, zentrumsnäher als das Tempelhofer Feld und verkehrsmässig (U- und S-Bahn) besser angeschlossen.

    Die geplanten Wohngebiete auf dem Tempelhofer Feld waren im Wesentlichen Gentryfizierungsfoci für das westliche Neukölln. Mit „hochklassigen“ Wohnungen westlich der U8 hätte man einen Hebel für flächendeckende Mietspiegelanhebungen gehabt und damit die störenden Unterklassen aus einem citynahen Wohngebiet (Boddinkiez) vertreiben können. Die Profite bei einer solchen Umwandlung hätten die von Prenzlauer Berg wohl noch übertroffen.

    Längerfristig hätte einer Filettierung des gesamten Tempelhofer Feldes wenig im Wege gestanden. Mit der neuen Luxusbevölkerung hätte man den Hebel gehabt, mit Hilfe der
    „Ansässigen“ die nervenden Kleingärtner und Erholungssuchenden in ihre Schranken zu weisen. Am Ende hätte ein voll kommerzialisierter Disneypark gestanden.“

    Das Sein bestimmt das Bewusstsein, und jetzt bitte wieder hochgeistiges fabrizieren du Ignorant!

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  19. genova68 schreibt:

    Quellenangabe via link wäre nett.

    fly, ich stimme diesem Beitrag im Wesentlichen zu, die Probleme der Gentrifizierung wurden erkannt. Aber das kann kein Grund sein, überhaupt nicht mehr zu bauen. Genau das ist ja das regressive Moment dieser 100-Prozent-Leute. Est steht ja oben in dem Artikel, dass man soziale Forderungen hätte aufstellen können.

    Aber: Wo sind denn die riesigen Gelände in Berlin? Das ist mir zu ungefähr. Und selbst wenn: Die dürften dann bebaut werden? Inklusive Gentrifizierung?

    Ich schreibe demnächst mal einen Artikel über die neoliberale Verwirrung, die immer wilder wird. Hier die 100-Prozent-Leute, dort die neuen Montagsdemos, dann die AfD, die besonders in abgehängten Städten im Osten gewählt wurde, undundund. Die Leute spüren ein Unwohlsein, sind aber nicht in der Lage, das begrifflich zu fassen oder gar ernstzunehmende Alternativen zu entwickeln. Stattdessen will man irgendwie einen status quo erhalten, weil man fühlt, dass es nur schlimmer werden kann.

    Das aber ist das Gegenteil emanzipierter Politik und politisch als rechts einzustufen.

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  20. Jakobiner schreibt:

    Ich weiss ja nicht, wie das mit dem Hochhausbau in Berlin geregelt ist.Was ist denn da das höchste Gebäude? Ich kann mich nur an die hässlichen Trabantenstädte aus „Wuir Kinder vom Bahnhofzoo“erinnern. In München gilt noch die Devise, dass kein Gebäude höher als die Frauenkirche sein darf.Wir haben da so einen hässlichen 99-Meter-Klotz, der isoliert herumsteht.Vielleicht wäre es sinnvoll ein Stdatgebiet für Hochhäuser auszuweisen, damit die Optik stimmt, anstatt sie nur vereinzelt zu genehmigen.Statt in die Breite zu bauen, wäre ja auch eine Alternative in die Höhe zu bauen und gleichzeitig mehr Grünflächen zu belassen.Hochhäuser und Grillen statt Villen. Aber umgekehrt gefällt mir in Deutschland, dass die meisten Städte noch ihren“Kleinstadtcharakter“bewahrt haben verglichen zu den Megacities Asiens (Tokio, Bangkog, Peking, Shanghai)..Aber wenn man schon mal in einem Hochhaus in Hongkong oder Peking gewohnt hat, merkt man, dass das für den Mitteleuropäer erst äusserst gewöhnungsbedürftig ist.

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