Stadtmarketing im Neoliberalismus

Gesehen in Dresden, einer insgesamt recht unsympathischen Stadt.

Man könnte beim Thema Neoliberalismus öfter den Begriff der Fata Morgana verwenden: Das Kapital sehnt sich permanent nach nichtkapitalistischen Verhältnissen, die dann kapitalistisch ausgebeutet werden können und somit verschwinden. Szeneviertel gehören naturgemäß dazu. Insofern ist es konsequent, auf sie gesondert hinzuweisen. Es ist die Düsseldorfisierung der Welt. Spannende Städte werden zu dummen Städten. In Dresden kommt verschärfend das historische Bewusstsein dazu, dass man etwas besseres ist. Ob starker August oder Elbflorenz: Antiemanzipatorisches Geschichtsbewusstsein trifft Kapital und Volkes Stimme.

010(Foto: genova 2013)

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3 Antworten zu Stadtmarketing im Neoliberalismus

  1. besucher schreibt:

    Eigentlich müsste Köln die richtige Stadt für Dich sein:
    Man war immerhin mal so emanzipatorisch dass man seinen eigenen Stadtherrn und Erzbischof vertrieben hat.

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  2. genova68 schreibt:

    Köln ist in der Tat eine interessante Stadt, fiel mir vor zwei Wochen wieder auf, als ich dort war. Geschichte auf Schritt und Tritt, haufenweise stadtplanerische Verfehlungen, aber eben lebendig, skurril, so wie das richtige Leben halt. Wer Köln nur hässlich findet, ist vermutlich ein uninteressanter Mensch.

    Bischöfe vertreiben sollte eine Selbstverständlichkeit sein :-)

    Bist du Kölner?

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  3. besucher schreibt:

    Ein Immi wie so viele hier ;-)

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