Schwule sind pervers und gehören interniert

Das konnte man im Westdeutschland der fünfziger Jahre vermutlich ohne großen Widerspruch sagen, die entsprechenden Gesetze waren noch in Kraft. Heute geht das, abgesehen von ein paar durchgedrehten Foren im Internet, nicht mehr. Wer sowas sagt, hat den Rahmen der öffentlichen Debatte verlassen.

Das ist sicher ein zivilisatorischer Fortschritt. Aber was tut man im Jahr 2014 als waschechter Schwulenhasser?

Sowas hier, zum Beispiel. Der als Rechtsausleger bekannte FAZ-Redakteur Jasper van Altenbokum befürchtet anlässlich des Outings von Thomas Hitzlsperger, dass bald schon „Mut dazu gehört zu sagen: ´Ich bin heterosexuell, und das ist auch gut so.`“ Soweit „sollte es in Deutschland nicht kommen.“ Altenbokum dreht den Spieß einfach um: Die Schwulen beherrschen den öffentlichen Raum, die Heteros müssen sich ducken. Hitzelsperger habe außerdem mit der Erwähnung von „Sotschi“ bei seinem Outing behauptet, dass die Verhältnisse für Homosexuelle in Deutschland gleich denen in Russland seien. Das bedeute:

Für die große Mehrheit der Deutschen, die mit Homosexuellen so normal umgeht wie mit Heterosexuellen, ist das ein Schlag ins Gesicht. Es ist eine Form der Diskriminierung.

Dafür solle sich Hitzelsperger „rechtfertigen“. Jetzt hat also Hitzelsperger die zig Millionen Heterosexuellen diskriminiert. Diskriminierung Schwuler dagegen gibt es gar nicht.

Es lohnt den schreiberischen Aufwand nicht, diesen Kommentar inhaltlich auseinanderzunehmen, aber er ist dennoch interessant. Interessant, weil die FAZ solch einen Blödsinn abdruckt, obwohl die doch einen gewissen intellektuellen Anspruch haben.

Das Vorgehen Homophober geht heute den üblichen rechten Umweg: Eine de facto unterprivilegierte Gruppe wird als überprivilegiert dargestellt, als übermächtig, derer wir uns erwehren müssen. Das läuft analog mit den Moslems oder mit “Linken”. Wenn wir uns nicht wehren, machen die uns fertig. Altenbokum (Jahrgang 1962) verteidigt im selben Artikel auch die homophobe Petition aus Baden-Württemberg, deren Unterstützer suggerieren, dass nun schwule Lehrer (bestimmt Achtundsechziger) unsere armen Kinder umbiegen. Da müssen wir uns doch wehren!

Altenbokum geht strukturell genauso vor. Die unverschämten Schwulen schlagen uns ins Gesicht! Sie drangsalieren uns! Dabei sind wir doch so wahnsinnig tolerant.

Interessant ist eben, dass solche Leute jegliche intellektuelle Integrität sausen lassen, derer sie gewöhnlich wohl habhaft sind. Ihr Hass auf Schwule und ihre Angst vorm Verlust ihrer Männlichkeit müssen enorm sein. Vielleicht ist Altenbokum auch einfach nur selbst schwul und hat ein Problem damit.

Unter dem FAZ-Kommentar steht ein Hinweis auf einen anderen Kommentar zum Thema. Titel: „Die Homophobie ist nicht besiegt.“ Autor ist Michael Horeni. Er braucht in der Redaktion nur ein paar Zimmer weiterzugehen, um sich bestätigt zu sehen.

Ähnlich geht der „Popautor“ Alexander Wallasch vor. Im European stimmt er Altenbokum zu und meint zu Hitzelsperger:

Ok, der Mann ist schwul, ja und? Wen interessiert’s? Doch höchstens Schwule. Mir als Hetero geht das jedenfalls am Besagten vorbei.

Auch hier nehme ich nicht an, dass Wallasch zu unterbelichtet ist, um die gesellschaftliche Dimension des Outings eines Profifußballers zu erkennen. Er ignoriert es und überbordet das Thema stattdessen mit Ausflüchten: In China gebe es Probleme mit Menschenrechten, in Indien auch. Darum müsse man sich kümmern. Und für Sotschi sei die Politik zuständig, nicht Hitzelsperger. Wallasch lässt seine Homophobie anders raus, etwas weniger offensichtlich als Altenbokum.

Sein zweites Argument: Sexualität ist Privatsache, also hat Hitzelsperger gefälligst das Maul zu halten. Tut er das nicht, belästigt er mich Hetero, also einen Normalen.

Beide Schwulenhasser behaupten, es gebe in Deutschland keinen Schwulenhass.

Eine tolle Strategie hat sich  AfD-Chef Bernd Lucke beim hessischen Landesparteitag ausgedacht: Er wolle Hitzlsperger nicht kritisieren, aber:

„Ich hätte es gut gefunden, wenn Herr Hitzlsperger das Bekenntnis zu seiner Homosexualität mit einem Bekenntnis verbunden hätte, dass Ehe und Familie für unsere Gesellschaft konstitutiv sind.“

Die AfD-Mitglieder tobten vor Begeisterung, schreibt die FAZ. Warum wohl?

Arme Homophobe: Was waren das doch für selige Zeiten, die fünfziger Jahre. Irgendwie war es auch intellektuell redlicher, sich mit seiner Homophobie offen zu outen. Heute muss geschwurbelt werden. Wie gesagt, ein zivilisatorischer Erfolg, kein intellektueller.

P.S.: Zu der homophoben Petition in Baden-Württemberg gibt es hier ein lesenswertes Interview.

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44 Antworten zu Schwule sind pervers und gehören interniert

  1. GoryB schreibt:

    Die Frage ist ob Lucke hier nicht letztlich die Möglichkeit schaffen möchte,dass Herr Hitzlsperger eine Familie gründen kann? http://www.localxxl.com/muenchen-stadt/afd-chef-lucke-will-auch-familienmodell-fuer-homosexuelle-wie-ex-fussballstar-hitzlsperger-staerken-1389489631-ftu/

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  2. genova68 schreibt:

    Eine eigenartige Interpretation. Angesichts der rechten Haltungen der Partei vielleicht ein wenig naiv?

    Deine Quelle ist auch nicht seriös: Die beziehen sich auf die FAZ, die aber von dieser angeblichen Intention Luckes nichts schreibt.

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  3. european_07 schreibt:

    Das ist schon unverschämt, wenn nicht sogar strafrechtlich relevant, den Kollege/in, Wallasch vom TheEuropean als „Schwulenhasser“ zu beschimpfen. Ebenso ist das bei Ihnen als sein „zweites Argument“ Aufgeführte inhaltlich nicht das, was Sie dazu bei TheEuropean/Wallasch lesen können. Die Gleichstellung Wallaschs mit diesem AFD Bürschchen allerdings ist die größere Unverschämtheit. Aber gut: umso lauter umso schriller. Sie möchten schrill sein? Ok. Was rechtlich zu sagen ist zum „Schwulenhasser“ usw. mögen andere klären.

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  4. Chris(o) schreibt:

    @ european07 „Aber gut: umso lauter umso schriller.“
    Gar nicht gut! Es heißt: Je lauter, um so schriller.

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  5. besucher schreibt:

    Mich würde interessieren für welche Klassen die Erwähnung der Homosexualität im Lehrplan aufgenommen werden soll. Ich halte es z.B. nicht für sinnvoll mit unter 10jährigen darüber zu diskutieren.

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  6. El_Mocho schreibt:

    Sehr guter Kommentar zum Thema:

    „„Das ist das Problem dieses Bildungsplanes: Eine einzelne Lobbygruppe ist dabei, ihre Partikularinteressen ins Curriculum zu hieven. Dies gelingt, weil in den Landesregierungen flächendeckend Politkommissare aus dem Gendertröten-Pool installiert werden konnten, die in alle Prozesse der Ministerialbürokratie eingebunden werden müssen, und an denen offenbar kein Papier mehr vorbei kommt, in dem irgendwelche Leitlinien entwickelt werden sollen. …Diesem Bildungsplan nach sollte es nicht reichen, seine eigene sexuelle Identität zu erkennen und die anderer Menschen gelten zu lassen. Nein, die Schüler sollen sich intensiv mit einer ganz bestimmten Spielart von Sexualität auseinander setzen. … Wieso schert sich der Bildungsplan einen Dreck um die Nöte der Arbeitslosen und die Kinder aus Arbeitslosenfamilien? 15%(!) aller Kinder haben einen arbeitslosen Vater. Weit mehr als die, die einen schwulen Bruder haben oder eine lesbische Schwester oder selbst entsprechende Polung. Müsste das nicht Thema sein in der Schule? Gibt’s hier keine Diskriminierungen, wenn diese Kids echte Gracelands von Deichmann tragen statt Nike? Der Bildungsplan erwähnt sie nicht. Nicht ein Wort. … Bei Frauen gibt es eine Prävalenzrate von 10% für Depressionen. Weit mehr Frauen sind depressiv als lesbisch. Erwähnung im Bildungsplan? Nada. Nein. All diese anderen Teil-, Rand-, und Sondergruppen haben keine institutionalisierte Lobby. Noch nichtmal die Behinderten haben es geschafft, im Bildungsplan Erwähnung zu finden. Das schaffen nur die von der Gendertrötenmafia Betüttelten. „

    http://stadtfuchsensbau.wordpress.com/2014/01/12/warum-ich-die-petition-unterschrieben-habe/

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  7. besucher schreibt:

    Nein, die Schüler sollen sich intensiv mit einer ganz bestimmten Spielart von Sexualität auseinander setzen.

    WIE intensiv soll es denn sein? Ich würde gern mal konkret wissen was den Schülern (welche Alterklassen eigentlich) gelehrt werden soll. Wo kann man das nachlesen?

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  8. besucher schreibt:

    so, endlich diesen Bildungsplan im Artikel gefunden. Es ist schon augenfällig dass hinter jedem Stichpunkt die LSBTTI-Fraktion auftaucht und omnipräsent im Lehrplan erscheint. Dahat der Stadtfuchs wohl Recht wenn er meint dass andere Minderheiten die einen größeren Anteil an der gesamtbevölkerung stellen überhaupt nicht erwähnt werden. Ich bin der Meinung dass dieses Thema der Biologie, Ethik und den Sozialwissenschaften vorbehalten sein soll und nicht im Lehrplan überrepräsentiert werden soll.

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  9. besucher schreibt:

    @el mocho Der Kommentar von Max bringt die Problematik in dem von Dir verlinkten Artikel noch einmal gut auf den Punkt.

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  10. Pingback: Kick it like Hitzlsperger | Am Fenster

  11. genova68 schreibt:

    Meine Güte, mocho,
    was ist eigentlich los? Woher kommt die Angst vorm Pimmel? Du findest diesen rechten Scheiß ernsthaft sehr gut?

    Der Verfasser dieses „sehr guten Kommentars“ attestiert der Petition „nicht nur unterschwellige Homophobie“, unterschreibt sie aber trotzdem. Wenn diese Ausführungen lese, komme ich zu dem Schluss, dass der Typ homophob ist und das nicht zugibt, eine weitere Rechtsvariante zu den oben genannten Drei. Hier werden halt alle, die sich mit Gleichstellung beschäfigen, als Tröten bezeichnet, die unglaublich viel Macht besitzen. Nicht nur Tröten, sondern eine „Mafia“ ist das. Klar, dass wir uns da wehren müssen, übrigens mit allen Mitteln. Ist ja Mafia.

    Dann kommt der übliche Sermon (haben nix gegen Schwule), um die Homophobie dann über den Umweg rauszulassen: Es gibt auch Arbeitslose und Depressive, um die kümmert sich keiner (das ist oben China und Indien), um Behinderte auch nicht. Es werden also klassisch verschiedene unterprivilegierte Gruppen gegeneinander ausgespielt. Transsexuelle dürfen keine Erwähnung finden, weil es zu wenige von ihnen gibt. Aha.

    Auch schön der Schluss.

    Und ganz ehrlich: Wir, als Gesellschaft, als Eltern, als Lehrer, als Kinder und Jugendliche, wir haben andere Sorgen. Es wird Zeit, dass wir diesen Ideologen das Handwerk legen

    Klar, die schweigende Mehrheit und das gesunde Volksempfinden.

    Das ist alles ein übler schwulenfeindlicher Scheiß, sonst nichts. Der Typ hätte genauso gut schreiben können, dass Homos interniert gehören, traut er sich aber nicht.

    Ich würde einfach mal empfehlen, sich grob vorszustellen, was ein 13jähriger auszuhalten hat, der merkt, dass er schwul ist und damit umgehen muss, am besten noch im Schwarzwald und anderen rechten Ecken.

    Alleine vor diesem Hintergrund halte ich solche Kommentare für ziemlich grenzwertig. In dem oben verlinkten Interview heitß es: Homophobie ist keine Meinung. Ein eventuell gefährliches Statement, aber man sollte es im Hinterkopf behalten.

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  12. genova68 schreibt:

    Zum Kommentar von Max:
    Der merkt jedenfalls, dass die Petition homophober Scheiß ist.

    Konzentration auf Trans- und Intersexuelle: Die werden genannt, es geht ja gerade um die gleichberechtigte Darstellung. Es geht nicht um Hervorhebung, wie Max das suggeriert. Dann kommt er auch mit den offenbar unvermeidlichen Obdachlosen, um die man sich nicht kümmert. Was kommt als nächstes? Massentierhaltung? Atomkraft? Solange es die gibt, sollen Schwule das Maul halten?

    Keine guten argumentativen Voraussetzungen von Max, um sich mit Gender auseinanderzusetzen.

    Ich bin kein Fachmann, mich interessiert das auch nicht sonderlich, aber wer behauptet denn, dass es kein biologisches Geschlecht gebe? Niemand, vermute ich. Es geht darum, dass soziale Konstruktionen als solche bewusst werden.

    Max weiter:

    Kinder und Jugendliche sollen, das ist die Konsequenz, möglichst geschlechtsneutral erzogen werden, um sie von den Fesseln der bipolaren Geschlechtlichkeit zu befreien. In der Umsetzung bedeutet dies, dass sich Mädchen und vor allem Jungs nicht mehr so verhalten dürfen, wie es ihrer Neigung entspricht, denn diese Neigungen sind ja nur Konstrukte, mit denen uns das pöhse Patriarchat unterdrückt .

    Aha, die Neigungen werden also unterdrückt. Ich halte das alles für üblen reaktionären Blödsinn. Wie läuft das denn konkret? Darf der Junge nicht mehr mit der Carrerabahn spielen? Wir sie ihm weggenommen? Und er in seiner Neigung unterdrückt?

    Da werden m.E. alte linke Utopien von vor hundert Jahren von einer komplett neugestalteten Welt und Stadt, wo auch Stadtplaner übelste Visionen hatten hervorgekramt und mit Positionen emanzipatorischer Politik gemischt. Die Tendenz ist immer dieselbe: Die Übermächtigen, die uns Normalos fertigmachen wollen.

    Und da geht es nicht um Nadine Lantzsch und solche Gestalten. Die sind als Feindbild aber auch willkommen, habe ich so das Gefühl. Gäbe es sie nicht, die Reaktion müsste sie erfinden.

    besucher,
    unter 10 darf Homosexualität nicht thematisiert werden. Heterosexualität aber schon, oder? Darf ein Kind nicht wissen, dass es Homos gibt? Ist das also doch irgendwie gefährlich?

    Fragen über Fragen.

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  13. El_Mocho schreibt:

    Genova, ich kenne keine Statistik, nach der sich mehr als eine einstellige Zahl von Menschen als homosexuell bezeichnen. Kann auch garnicht anders sein, sonst wären wir längst ausgestorben.

    Das dürfte bei Schülern nicht anders sein, mehr als 90% sind hetero. Warum reicht es nicht, wenn die Minderheit nicht diskriminiert und verfolgt wird? Warum soll den Schülern darüber hinaus ein positives Bild vermittelt werden, von etwas, was für sie nicht von vorrangigem Interesse ist? Was für Prioritäten werden hier gesetzt?

    Das passt alles ganz wunderbar in die übliche neoliberale Agenda, nach der alle gesellschaftlichen Konflikte auf Fehlverhalten von Individuen zurückgeführt werden und soziale und ökonomische Verhältnisse außen vor bleiben. Diskriminierung, nicht Ungleichheit und Ausbeutung ist das Problem.

    Gabriel hat vor einigen Wochen gesagt, mit der CDU sei kein gerechteres Steuersystem zu machen, damit müsse man sich abfinden. Am gleichen Tag verkündete Frau Schwesig, wenn sich die CDU nicht bei der Homoehe bewege, werde es keine Regierung mit der SPD geben. Mir klingelten die Ohren, bei dir nicht? Und es ist ja auch so gekommen, der einzige Punkt, bei dem die CDU hart geblieben ist: keine höheren Steuern für die Reichen.
    Dafür wird es jede Menge Antidiskriminierungs-Klimbim geben, und wer das kritisiert ist ein Homophober oder ein Rassist usw. und disqualifiziert sich als ernsthafter Gesprächspartner.

    „If, for example, you are looking to promote someone as Head of Sales in your company and you are choosing between a straight white male and a black lesbian, and the latter is in fact a better salesperson than the former, racism, sexism and homophobia may tell you to choose the straight white male but capitalism tells you to go with the black lesbian. Which is to say that, even though some capitalists may be racist, sexist and homophobic, capitalism itself is not.“

    http://newleftreview.org/?view=2731

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  14. Chris(o) schreibt:

    Ich glaube, die Unterzeichner der Petition reagieren auf sehr viele unterschiedliche Dinge, die in den letzten Jahren und Monaten die Öffentlichkeit beschäftigt haben: Missbrauchsfälle durch Priester und Pädagogen,Pädophile Haltungen in der Grünen-Vergangenheit,Forschung zu Gender und „reproduktiver Gesundheit“….
    Und jetzt also auch noch „sexuelle Vielfalt“als Unterrichtsfach.Homophobie scheint mir nicht der entscheidende Beweggrund zu sein, sondern die schiere Panik, was den Kindern denn jetzt schon wieder „angetragen“ werden soll, ohne dass Eltern darauf Einfluss nehmen könnten.Und das kann ich nachvollziehen.Alles, was Kinder brauchen, um keine Homophobie zu entwickeln, ist das Wissen, dass jeder über seine Präferenzen selbst zu entscheiden hat und uns die der anderen vor allem gar nichts angehen.Das aber dürfte an den Schulen bereits Konsens sein.

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  15. genova68 schreibt:

    Alles, was Kinder brauchen, um keine Homophobie zu entwickeln, ist das Wissen, dass jeder über seine Präferenzen selbst zu entscheiden hat und uns die der anderen vor allem gar nichts angehen. Das aber dürfte an den Schulen bereits Konsens sein.

    Konsens? Wo lebst du denn, Chris? Schwul ist nach wie vor das Schimpfwort Nummer eins in Schulen. Es gibt viele Berichte über das Thema, auch via youtube. Homophobie wird alleine durch diese Diskussion entwickelt: Es scheint Probleme zu geben mit Schwulen, deshalb wird diskutiert.

    Was soll denn angetragen werden? Die Vermittlung dessen, dass es mehr als Heterosexualität gibt. Das scheint schon etwas schlimmes zu sein.

    Mocho,
    es ist grauenhaft, was du da zusammenschreibst. Das hier ist homophob par excellence:

    Das dürfte bei Schülern nicht anders sein, mehr als 90% sind hetero. Warum reicht es nicht, wenn die Minderheit nicht diskriminiert und verfolgt wird? Warum soll den Schülern darüber hinaus ein positives Bild vermittelt werden, von etwas, was für sie nicht von vorrangigem Interesse ist? Was für Prioritäten werden hier gesetzt?

    Diese Minderheit wird diskriminiert und verfolgt, täglich und massenhaft, auf vermutlich jedem Schulfhof in diesem Land. Der Begriff Antidiskriminierungsklimbin spricht ja schon Bände. Ein „positives Bild“ ist schon zu viel? Was sonst? Offenbar ein negatives Bild. Und dann das Ausspielen eines verantwortungsvollen Sexualunterrichts gegen Steuerpläne der SPD. In dieser Logik sind die Schwulen Schuld, dass es keine gerechere Steuerpolitik gibt.

    Nicht derjenige, der die Steuerpläne kritisiert, ist homophob, sondern der, der die Unterzeichner solcher Petitionen unterstützt.

    El Mocho, alles was recht ist, aber du outest dich gerade ganz hervorragend. Übel, übel. Es ist krass, was in diesem Land noch möglich ist. Neoliberale Politik führt vermutlich erst zu solchem Sozialdarwinismus.

    Ihr beide macht euch gerade zu Komplizen erzreaktionärer religiöser Fundis. Traurig.

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  16. Chris(o) schreibt:

    Dass es „mehr als Heterosexualität“ gibt, wird bereits unterrichtet.“Sexuelle Vielfalt“ als Unterrichtsfach, wird nichts zum Verschwinden von Schimpfwörtern beitragen, es sei denn, man verbietet die Schimpfwörter.
    Es geht also um mehr, als um Sexualerziehung.Es geht um respektvollen Umgang als Schulregel.Die würde ich sofort einführen und dafür auch eine Petition unterschreiben.

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  17. El_Mocho schreibt:

    Allerdings, solche albernen Lehrpläne tragen genau so wenig zur Bekämpfung der Homophobie bei wie das Herumändern in Kinderbüchern zur Bekämpfung des Rassismus, es ist reine Symbolpolitik.

    Und es ist ja nicht meine Erfindung, dass immer mehr ehemals linke Kräfte sich diese Politik zu eigen machen unter gleichzeitiger Vernachlässigung ökonomischer Fragen. Die französische sozialistische Regierung bekommt nichts, aber auch garnichts in ihrem Land auf die Reihe, aber die Homoehe wird durchgesetzt. Schlag mal an einem beliebigen Tag die linksliberale Presse auf, Süddeutsche Zeitung oder Zeit, und du findest bestätigt, was ich sage. Kürzlich stand auf einer Seite, Europa müsse endlich seine moralische Verantwortung gegenüber den Flüchtlingen aus aller Welt wahrnehmen, und direkt gegenüber fand sich ein Artikel über Spanien, in dem es hieß, die dortige Wirtschaft werde nicht auf die Beine kommen, wenn nicht endlich der viel zu hohe Kündigungsschutz reformiert werde.

    Mann muss sich wirklich fragen, wer sich hier zum Komplizen von wem macht.

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  18. genova68 schreibt:

    Die Ökonomie ist hier nicht das Thema, mocho. Du versuchst, die von mir aus miserable ökonomische Politik von Hollande gegen Schwule auszuspielen. Motto: Wenn der Sozialismus nicht eingeführt wird, müssen Schwule weiter diskriminiert werden.

    Weiter oben wurden Obdachlose und Behinderte instrumentalisiert, um irgendwas gegen Schwule in der Hand zu haben, dann ist es deren kleine Zahl, jetzt ist es ein Franzose, der als Kronzeuge herhalten muss. Ich warte noch auf die Juden, die haben da doch bestimmt auch was verbockt.

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  19. El_Mocho schreibt:

    Natürlich ist Ökonomie das Thema. Das ist typisch für linke Neoliberale, dass sie möglichst nicht über Ökonomie sprechen wollen und sich stattdessen lieber mit „Diskriminierung“ beschäftigen.

    Natürlich kann und sollte man sich für beides einsetzen, für weniger Ungleichheit und für weniger Homophobie, aber seltsamerweise geschieht das immer weniger. Die 15% Schüler, die einen arbeitslosen Vater haben, finden jedenfalls wesentlich weniger Berücksichtigung, als die 0,5% Transsexuellen.

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  20. genova68 schreibt:

    Hallo?? Es geht hier um Diskriminierung von Schwulen, nicht um Ökonomie. Wenn Hollande eine vernünftige Wirtschaftspolitik machen würde, wäre die Nichtdiskriminierung von Schwulen ok. Da er das nicht macht, sollen Schwule weiterdiskriminiert werden.

    Du brauchst die Ökonomie nur, damit du dein Schwulenbashing irgendwie begründen kannst, ohne zu behaupten, Schwule seien krank. Aber interessant, dass du deine eigene Argumentation nicht kapierst. So langsam kapiere ich das Prinzip der zeitgenössischen Homophobie.

    Bitte erzähl mir nicht, dass du „natürlich“ gegen Homophobie bist. Du tust hier gerade alles dafür, damit es mehr Homophobie gibt.

    P.S.: Du versuchst offenbar in die Richtung zu argumentieren, dass die Linke in postmodernen Zeiten sich zu wenig um Ökonomie kümmert und deshalb die Neoliberalen aufsteigen konnten. Das ist richtig, und wenn Linke sich um so einen Blödsinn wie das Binnen-I kümmern, stimme ich dir zu. Aber Homophobie ist eben eine andere Geschichte und ich glaube mitterweile nicht mehr, dass du das einfach nur nicht kapierst.

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  21. besucher schreibt:

    Was ist denn der Unterschied zwischen einer Unterrichtsleitlinien-Broschüre die nach jedem Absatz auf den Gender- Queer- und Transsexuellen-Aspekt hinweist und die konsequente Beachtung des Binnen-Is (neuerdings ja _i oder _I, damit sich Transgender die sich nicht mit dem Binnen-I identifizieren können, nicht diskriminiert fühlen) ?
    Geht doch beides in dieselbe Richtung.

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  22. genova68 schreibt:

    Bei der Leitlinie geht es um konkrete Diskriminiuerung, das Binnen-I ist ein Ersatzschlachtfeld für Mittelklasse-Heinis.

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  23. El_Mocho schreibt:

    Also ich bin z.Z. in Kolumbien und habe nur begrenzt zugang zum Internet. Wuerde gerne mehr schreiben, aber nur ein paar Einwuerfe.

    Genova, was glaubst du warum die Angehoerigen der Unterschicht besonders homophob und rassistisch sind, hat das nichts mit Oekonomie zu tun? Ware es evtl. denkbar, dass sie es weniger waeren, wenn sie mehr Geld und bessere Bildung haetten? Koennte es evtl. sein, dass die Proleten, die Noah Sow in der 2. Klasse der Bahn anstarren und sie zwingen in der teuren 1. Klasse zu fahren dass nur sind, weil sie in ihrem Alltag nie mit Farbigen Kontakt haben (weil kein Geld um zu reisen, keine Sprachkenntnisse usw.)? Koennte es evtl. sein, dass die homophoben Massen im Stadion, ueber die sich momo beschwert das nur sind, weil sie ueber wenig Selbstvertrauen durch niedrigen sozialen Satus verfuegen und sich deshalb durch dergleichen selbst ein wenig Mut machen?

    Nur mal als Beispiele, andere liessen sich finden. Es macht ueberhaupt keinen Sinn, im oekonomschen wurzelnde Probleme zu moralischen hochzustilisieren wie du das hier tust.

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  24. genova68 schreibt:

    Woher beziehst du denn die Erkenntnis, dass die Unterschichtler besonders homophob wären? Die 140.000, die diese BW-Petition unterschrieben haben, könnte man ja mal nach diesem Kriterium untersuchen.

    Ökonomische Schieflagen erzeugen Druck beim betroffenen Individuum, das den irgendwie ablässt. Die Hinwendung nach rechts ist ein beliebter Ausweg, aber kein notwendiger.

    Worauf soll deine Argumentation eigentlich hinauslaufen? Wenn ein Marzahner Schwuchtel schreit, dann ist das erklärbar durch sein Hartz IV? Man könnte unter selbigen Beziehern eine Umfrage durchführen, nach deiner Logik müssten die in hohem Maße homophob sein, das Besitzbürgertum dagegen gefeit davor. Ich halte das für konstruiert.

    Kommt mir ein bisschen vor wie die Argumentation, wenn es den Deutschen schlecht geht, wollen sie einen Führer. Da kann man nix machen. Eine stillschweigende Zustimmung.

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  25. m schreibt:

    Hass auf Schwule halte ich für den besseren Begriff als Homophobie.
    Ich kann das jetzt nicht ausführen was Phobien und Hass unterscheidet, weil ich kein Psychologe bin. Gelesen habe ich aber durchaus meinen Adorno.
    Der Hass auf Schwule zieht seine Kräfte aus Aggressionen des Individums. Dass die auch auf Grund der ökonomischen Situation bestehen, daran besteht kein Zweifel. Das hat aber deswegen nichts mit der sozioökonomischen Lage zu tun, aus der man kommt weil es nichts mit der Bildung zu tun hat, ob jemand aufs Hassen kommt, sondern mit Entsagungen, die er sich selbst zufügt um in der realen Welt zu bestehen. Das kann eben auch der/die Angestellte mit ihrer 50 Stunden Woche sein.
    Hass kann sich auf den richten „der auffällt ohne Schutz“ – und wie steht jemand unter dem gesellschaftlichen Schutz und jemand nicht? Hier haben sehr wohl moralische Einstellungen was mit zu tun. Wer Schwule und Lesben und die von ihnen praktizierten Lebensweisen entwirklicht – so wie die Dumpfbacken El_Mocho und Besucher – hält ihr Bild als gesellschaftlich Geächtete aufrecht. Vermutlich passt euch das sogar in den Kram.
    Den Hass wird es auch trotz solcher Bildungsziele geben, nicht unabhängig davon passiert auf wen oder was er sich richtet.

    Toller Blog BTW

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  26. genova68 schreibt:

    Danke für den Kommentar, gut ausgedrückt. Wobei der Hass eben nicht mehr offen rüberkommt, rüberkommen darf, das ist ja die Crux dieser Leute.

    Nebenei interessant, dass sich die Kirchen (oder Teile davon) mal wieder auf die rechte, menschenverachtende Seite stellen, also dorthin, wo sie seit 1500 bzw. 2000 Jahren stehen. Heuchler ist wohl der richtige Begriff. Und nach wie vor das Heil des Menschen für sich proklamieren. Problematisch ist, dass diese Typen noch bei irgendwas mitzusprechen haben, was sie nichts angeht.

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  27. besucher schreibt:

    @m Oha, von der Kritik am Lehrplan wird hier sofort die Zustimmung zur Ächtung von Homosexuellen konstruiert, alle Achtung. Du bist wahrscheinlich auch so einer der wenn man ihn mal kritisiert sofort denkt der will mich umbringen.

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  28. m schreibt:

    Ach. Kritik kann ich schon vertragen. Manchmal greife ich mit Anschuldigungen zu kurz, das kenne ich. Ich denke aber mal, dass ich dich richtig eingeordnet habe.
    Du warst ja der Ansicht Kinder unter zehn Jahren wären Diskussionen über Homosexualität nicht zu zumuten. Warum eigentlich? Wenn daraus keine Ächtung schwul oder lesbisch lebender Menschen spricht, dann weiß ich auch nicht.
    Wie begründest du das? Du bist ja tolerant, aber Kinder können sich ja noch nicht selbstständig entscheiden?

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  29. besucher schreibt:

    Tja warum wohl? Vielleicht weil es nicht relevant ist? Ich möchte mal einen unter Zehnjährigen sehen der ein sexuelles Interesse woran auch immer hegt. War in meinen Jahrgängen damals nicht üblich. Es kann natürlich auch sein dass die Sexualisierung schon die Lebensbereiche der I-Dötzchen erfasst hat. Vielleicht liegt es ja an den Hormonen im Trinkwasser. Vielleicht hat ein Mitleser hier dafür ein paar Belege

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  30. m schreibt:

    Ok Besucher. Die Dumpfbacke nehm ich zurück. Wäre ich nicht darauf gekommen, dass du das so meinst. Es geht ja bei dem Bildungsplan auch sicher nicht bloß Aufklärung über Sexualpraktiken, und was als normal und nicht normal gilt, was einen zu Männlein oder Weiblein macht lernen Kinder schon früh. „Was, du hast zwei Mamas/Papas?“ Darum gehts doch auch.

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  31. besucher schreibt:

    Wenn das Kind von seinem Elternhaus nicht dahingehend „geeicht“ wird so etwas als „bäh“ zu empfinden, dann wird es wohl keine negative Meinung zu „zwei Mamas/zwei Papas“ haben.

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  32. Thomas schreibt:

    Zitat „besucher“: Wenn das Kind von seinem Elternhaus nicht dahingehend „geeicht“ wird so etwas als „bäh“ zu empfinden, dann wird es wohl keine negative Meinung zu „zwei Mamas/zwei Papas“ haben.

    Und eben da irrt er: Denn auch ohne dass das Elternhaus „bäh“ „dazu“ sagt, ist ein zehnjähriges Kind über dieses Thema stark verunsichert. Das weiß ich, weil ich selbst als 10-/11-Jähriger eine erste Ahnung davon bekam, dass ich „anders“ war als die anderen.

    Es ist eben so, dass Homosexualität in unseren Breiten zwar rechtlich (seit 1994!) nicht mehr unter Strafe gestellt wird, aber für „Betroffene“ oft immer noch einen schweren inneren Konflikt bedeutet. Da mögen es viele das Thema Homosexualität als noch so tolerant und Mainstream empfinden, den Lesben und Schwulen hilft das wenig.

    Ebensowenig hilft es ihnen, wenn Heteros sagen, dass sie ja um Himmels willen nichts gegen Homos haben, aber… ihr eigenes Kind soll dann bitteschön doch nicht zu „denen“ gehören.

    Und genau DA fängt das Problem an – denn genau DIESE/R Jugendliche bräuchte die unbedingte und unverbrüchliche Unterstützung seiner Eltern und der übrigen Familie – die „gesellschaftliche Akzeptanz“ nützt ihm/ihr in diesem Augenblick nämlich genau: EINEN SCHEISS!

    Verstanden, Ihr engstirnigen Heten, oder könnt Ihr Euch einfach nicht mal in die Lage anderer versetzen? Na ja, ist ja so schön einfach, wenn das eigene Weltbild das Mainstreambild ist. Das macht viele von Euch im Denken eben so abgeflacht. Und deswegen gibt es eben unter Homos auch viel mehr Künstler und Intellektuelle.

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  33. genova68 schreibt:

    Ich glaube, dass du, Thomas, da nicht weit von dem besucher weg bist. Du erweiterst die Aussage halt von Elternhaus auf Gesellschaft. Ich sehe nicht, dass der besucher dem widersprechen würde.

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  34. Jakobiner schreibt:

    „All diese anderen Teil-, Rand-, und Sondergruppen haben keine institutionalisierte Lobby. Noch nichtmal die Behinderten haben es geschafft, im Bildungsplan Erwähnung zu finden. Das schaffen nur die von der Gendertrötenmafia Betüttelten. “

    Na, die Beobachtung stimmt ja erst einmal so, aber die Frage ist, ob diese Kritiker des LGBTIQs die anderen diskriminierten Gruppen auch im Lehrplan haben wollen oder diesegegeneinander ausspielen, gegenseitig streichen, bis das Thema Diskrminierung gänzlich unter den Tisch fällt.

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  35. genova68 schreibt:

    Woher hast du denn dieses Zitat?

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  36. Jakobiner schreibt:

    Von El Mocho–siehe weiter oben. Zudem sollte man auch ergänzen, sass etwa LGBTIQ-Gruppen stark die Außenpolitik gegenüber Rußland beeinflussen, wie etwa die Grünen um Volker Beck, der bei einer Schwulendemo ins Moskau eine aufs Maul bekam und deswegen Putin gar nicht mag. Zwar werden Schwule in Rußland unterdrückt und sollte man das auch anprangern, aber nicht zum dominanten Emotionsimpuls bei der Rußlandpolitik machen. Eine Neue Ostpolitik zur Beilegung der Ukrainekrise sowie eine Abrüstungsinitiative wäre sinnvoll. Mit Putinbashing ist das aber nicht zu haben.

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  37. Jakobiner schreibt:

    Im übrigen bin ich auch gegen die Früh- und Zwangssexualisierung von Kindern, die diese unter Druck setzen. Das wurde ja schon in den Kinderläden seitens der Anhänger von Wilhelm Reich und dessen „Massenpsychologie des Faschismus“probiert, die die kleinbürgerliche Familie und deren Sexualmoral niederficken wollten und endete im Fiasko sowie Untersuchungsausschüssen über pädophile Strömungen innerhalb der Grünen und Linken. Die Kirche und Odenwaldschule lassen grüssen.

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  38. genova68 schreibt:

    „Früh- und Zwangssexualisierung von Kindern“
    Warum verwendest du diesen AfD-Begriff? Deine ganzen Herleitungen bis zur Odenwaldschule sind absurd. Jakobiner, man muss nicht zu allem seine Meinung haben. Wenn man keine Ahnung hat, kann man schweigen.

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  39. Jakobiner schreibt:

    Egal, ob die AfD diesen Begriff verwendet. Früh- und zum Teil auch Zwangssexualkisierung gab es nun mal in den Kinderläden. Das haben Cohn Behndit und deren Anhänger posthum auch als Fehler eingeräumt. Du hast auch zu allem eine Meinung.

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  40. genova68 schreibt:

    Zwangsalkisierung bei Kindern finde ich auch blöd.

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  41. Jakobiner schreibt:

    Die sexuelle Befreiung war ambivalent. Zum einen Befreiung von moralisch überholtem und prüdem Sexualverhalten, zum anderen aber wurde da-vor allem auf Frauen- ein Gruppenzwang ausgeübt nach dem Motto: „Wer einmal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“ und „Sei nicht prüde, mach die Beine breit!“.,Darauf weist auch Alice Schwarzer hin. Und die Ideen Wilhelm Reichs, dass die Unterdrückung von Sexulaität innerhalb der kleinbürgerlichen Familie die Basis für mentale Verhärtung und Faschismus bis Stalinismus war auch nicht ganz falsch, wurde dann aber eben so extrem übertrieben, dass man die höchtsmögliche Anzahl an Geschlechtsverkehr bis hin zum Gruppensex und zu frühestmöglichen Lebensalter als Befreiungsoption sah. Bei der reichitisch.marxitischen Gruppe in Freiburg gab es sogar reglerechte Fickpläne, wo das Ganze wissenschaftlich und planwirtschaftlich angegangen wurde. Jaques Derrida hat dies in einer Kritik der sexuellen Revolution und der Reichinarer ganz gut beschriebn und auf die Zwangshaftigkeit und die repressiven Seiten der sogenannten sexullen Revolution hingewiesen. Dies als AfD-Propganada hinzustellen, verknnt die linken Positionen zur Debatte um FRüh- und Zwangssexualisierung.Mir zeigt dies eher, dass Genova sich vor allem mit Adonrno und der FRankfurter SChule und niemlas mit Wilhelm Reich und seinen Adlaten bei den 68ern beschäftigt hat.

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  42. Jakobiner schreibt:

    Ein französischer Postmodernist hat dies in einer Kritik der sexuellen Revolution und der Reichianer ganz gut beschrieben und auf die Zwangshaftigkeit, die repressive Gruppendynamik und die geradezu autoritären Seiten der sogenannten sexuellen Revolution hingewiesen. Er kritisierte, dass Wilhelm Reich in Anlehnung an Sigmund Freud den Sexualtrieb als das eigentliche Antriebsmotiv von Menschen und als das Leben schlechthin definiere, alle Neurosen und Zwangsvorstellungen und autoritären Charaktere durch den Sexualtrieb erkläre, aber Erotik, Zärtlichkeit, die Existenz des Menschen als holistisches Wesen, das auch Triebbefriedigung in platonisch-geistigen Beziehungen, Lesen, Drogen, Alkohol bis zu kulinarischen Genüssen oder eben auch Abstinenz von allem erfahre, begreife durch Freuds und Reichs Theorien und alleiniger Konzentrierung auf den Sexualtrieb einfach negiert würde.Es gebe eben auch liberale und progressive Menschen, die kein sonderliches Sexualleben haben. Möglicherwesie, weil sie sich eben nicht irgendwelchen aufdoktrinierten Befriedigungen vermeintlich allesbestimmender Sexualtriebe oder generell als wichtig postulierten Trieben neurotisch unterwerfen, sondern das Ganze eben ganz lässig sehen und so handeln, wie sie sich eben gerade fühlen..Dies als alleinige AfD-Propaganda hinzustellen, verkennt die linken Positionen zur Debatte um Früh- und Zwangssexualisierung und um die „sexuelle Revolution“, die teilwesie eben eine sexuelle Konterrevolution war.

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  43. genova68 schreibt:

    Die kleinbürgerliche Familie wegficken hört sich gut an. Mehr fällt mir zu dem Thema nicht ein.

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