Mein Beitrag zum 1. Mai

135(Foto: genova 2012)

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4 Antworten zu Mein Beitrag zum 1. Mai

  1. Jakobiner schreibt:

    1. Mai–Tag der Arbeit, aber wie sieht dier bald aus? 10 Millionen DGBler, die noch beschäftigt sind marschieren an 40 Millionen WErwerbstätigen vorbei? Schon mal was von Industrie4.0 gehört? Wird seit der Hannovermesse auf höchster Ebene diskutiert. Bedeutet wahrscheinlich die 4.industrielle Revolution mit 5-10 Millionen gefeuerten Arbeitskräften.Dazu habe ich ml eine Umfrage bei Abgeordnetenwatch gestartet–von der Linken. Grünen, SPD, CDU/CSU bis zur FDP.Anbei meine Standardfrage, die ich an alle schickte.

    Sehr geehrte Frau Wagenknecht,

    seit der Hannovermesse kursiert das Schlagwort „Industrie 4.0“, das auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel enthusiastisch propagiert und gehypt und als Vorbedingung für ein zukunftsfähiges Deutschland gesehen wird..Laut Experten soll es sich bei den „smart facories“, die mit RDFI-Chips, Internet of Things und dezentralen Produktionsprozessen ausgerüstet werden um die 4. industrielle Revolution handeln.Glauben sie, dass die Industrie 4.0 real werden wird? Was bedeutet das–massiven Abbau von Arbeitsplätzen und nur noch Softwareingenieure und MINT-Spezialisten?
    Wird durch Industrie 4.0 auch der Fachkräftemangel behoben und zugleich die Immigration gestoppt? Hat die Linke schon Antworten darauf, wie man die Industrie 4.0 sozial gestalten kann?
    Was passiert, wenn dabei 5- 10 Millionen Aberitskräfte freigesetzt werden sollten–wäre dies der endgültige Kollaps unserer Sozial- und Renetensysteme? Müsste man da eine Maschinensteuer oder Steuern auf Wirtschaftswachstum und Produktivitätszuwächse zur Finanzierung der Sozialsysteme einführen? Wie sehen Sie und die Linke das?

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  2. genova68 schreibt:

    Die aktuelle Kampagne über „Facharbeitermangel“ (der Begriff ist einem schon sehr vertraut, merke ich) ist wohl wirklich eine zur Lohnsenkung via Arbeitszeitverlängerung etc. Die Entwicklung wird vermutlich weiter in die von Jakobiner beschriebene Richtung verlaufen. Mitarbeiterfreie Bibliotheken und Supermärkte werden ja gerade in der Realität getestet.

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  3. Jakobiner schreibt:

    Zum 1.Mai noch ein Diskussionbeitrag von Oskar Lafontaine, in dem er die Abschaffung des Euros fordert. MÖge ihm die Linkspartei folgen:

    Wir brauchen wieder ein europäisches Währungssystem
    Ein Diskussionsbeitrag von Oskar Lafontaine
    Die Europapolitik der Bundeskanzlerin gerät immer mehr unter Druck. Neben dem europäischen Kommissionspräsidenten Barroso hat jetzt auch der von dem italienischen Präsidenten Napolitano mit der Regierungsbildung beauftragte Politiker Enrico Letta die ins Desaster führende Austeritätspolitik Merkels abgelehnt. Schon lange wissen Europas Politiker nicht mehr weiter. Die wirtschaftliche Lage verschlechtert sich von Monat zu Monat und die Arbeitslosigkeit erreicht ein Ausmaß, das die demokratischen Strukturen mehr und mehr in Frage stellt.
    Die Deutschen haben noch nicht erkannt, dass die Südeuropäer einschließlich Frankreichs angesichts der wirtschaftlichen Misere früher oder später gezwungen sind, sich gegen die deutsche Hegemonie zur Wehr zu setzen. Insbesondere das deutsche Lohndumping, das von Anfang der Währungsunion an ein Verstoß gegen den Geist der Verträge war, setzt sie unter Druck. Merkel wird aus ihrem selbstgerechten Schlaf erwachen, wenn die unter dem deutschen Lohndumping leidenden europäischen Länder sich verbünden, um eine Wende in der Krise zu Lasten der deutschen Exportwirtschaft zu erzwingen.
    Die einheitliche Währung hätte von Bestand sein können, wenn die beteiligten Staaten eine aufeinander abgestimmte produktivitätsorientierte Lohnpolitik verfolgt hätten. Weil ich diese Lohnkoordination für möglich hielt, habe ich den 90er Jahren die Einführung des Euro befürwortet. Aber die Institutionen zur Koordinierung, wie vor allem der makroökonomische Dialog, sind von den Regierenden unterlaufen worden. Die Hoffnung, dass durch die Einführung des Euro auf allen Seiten ökonomische Vernunft erzwungen würde, hat getrogen. Heute ist das System aus den Fugen. Um eine annähernd ausgeglichene Wettbewerbsfähigkeit wieder zu erreichen, müssten, so Hans-Werner Sinn kürzlich im Handelsblatt, Länder wie Griechenland, Portugal oder Spanien gegenüber dem Durchschnitt der EU-Länder um 20 bis 30 Prozent billiger und Deutschland um 20 Prozent teurer werden.
    Die letzten Jahre haben aber gezeigt, dass eine solche Politik keine Realisierungschance hat. Eine reale Aufwertung über steigende Löhne, wie sie im Falle Deutschlands notwendig wäre, ist mit den deutschen Unternehmerverbänden und dem diesen folgenden neoliberalen Parteienblock, bestehend CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen, nicht zu machen. Die reale Abwertung über sinkende Löhne, die 20 bis 30 prozentige Einkommensverluste in Südeuropa und sogar in Frankreich verlangt, führt – wie wir in Spanien, Griechenland und Portugal schon sehen können – zur Katastrophe.
    Wenn reale Auf- und Abwertungen auf diesem Wege nicht möglich sind, , dann muss man die einheitliche Währung aufgeben und zu einem System zurückkehren, das, wie beim Vorläufer der Währungsunion, dem Europäischen Währungssystem, Auf- und Abwertungen erlaubt. Im Kern geht es darum, kontrollierte Abwertung und kontrollierte Aufwertung über ein von der EU getragenes Wechselkursregime wieder möglich zu machen. Dazu sind im ersten Schritt strikte Kapitalverkehrskontrollen unumgänglich, um die Kapitalströme zu regulieren. In Zypern hat Europa diesen ersten Schritt ja schon gemacht.
    In der Übergangsphase muss man den Ländern helfen, ihre Währungen, die mit Sicherheit abwerten werden, auch durch Intervention der EZB zu stützen, um einen Absturz zu verhindern.
    Voraussetzung für ein europäisches Währungssystem, das funktioniert, ist auch, dass der Finanzsektor nach dem Vorbild der öffentlichen Sparkassen neu geordnet und streng reguliert wird. Die Zockerbuden müssen verschwinden.
    Der Übergang zu diesem System, das kontrollierte Auf- und Abwertungen wieder ermöglicht, sollte schrittweise erfolgen. In Griechenland und Zypern hätte man anfangen können. Die Erfahrungen die Europa mit der Währungsschlange und dem europäischen Währungssystem gemacht hat, müssen dabei genutzt werden.
    http://www.oskar-lafontaine.de/links-wirkt/details/b/79/f/1/t/wir-brauchen-wieder-ein-europaeisches-waehrungssystem/

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  4. Jakobiner schreibt:

    Endlich: Oskar Lafontaine- die proletarische Gegenantwort zur neoliberalen Alternative für Deutschland. Mit der AfD wählt man zwar den Euro ab, aber ebe auch das neoliberale Steuerkonzept von Kirchhof (flat tax ala Reagan/Thatcher von 25%für alle, auch die Reichen, was zu einem ewigen Finanzloch in der Staatskasse und der Abschaffung des Sozialstaates führen würde). Mit der AfD wählt man auch ein neoliberlaes Cameron-Europa mit weiteren Privatisierungen, Deregulierungen, Sozialabbau,etc.Endlich: Lafontaine macht mal die antineoliberlae Position auf.Ich hoffe nur, dass sich er und Wagenknecht gegen die Kippings und Riexinger durchsetzen können. Und wo steht der Gysi? Man muss erst mal begreifen, dass der Euro ein vor allem deutsches Projekt ist, das alle anderen niederkonkurriert. Der Euro ist bestens für die deutsche Exportwiortschaft, fegt aber alle anderen Länder weg. Und der Euro ist zwar gut für den Export aufgrund des Wechselkursdumpings, aber die damit eingehenden Rettungspaklete werden vielleicht bei der ersten Krise eines Eurolandes dazu füjhren, dass sie real eingelöst werden. Fann ist Deutschland nicht mehr das Exportwunder, sondern der weltweit am meisten verschuldete Staat und müssen die Arbeiterklasse und die Mittelschichten dies vor allem bezahlen.Wie sagte der Ex-Bundespräsident Herzog: Ein Staatsbankrott ist verfassungskonform. Zeit, dass Oskar Lafontaine einmal diese Eurofanatiker in die Grenzen weist. Denn der Euro ist nicht Europa. Europa gab es schon zuvor,als EWG als EU ohne Euro und dieses Europa funktionierte bestens.Und der Euro ist auch keine Frage von Krieg oder Frieden–als würde FRankreich oder Deutschland bei Abschaffung des Euros gegegneinader militärisch marschieren. Völliger Quatsch!

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