„Straffe Selektion des Humankapitals“: Neues vom Untertan

Als Spießbürger oder Spießer werden in abwertender Weise engstirnige Personen bezeichnet, die sich durch geistige Unbeweglichkeit, ausgeprägte Konformität mit gesellschaftlichen Normen, Abneigung gegen Veränderungen der gewohnten Lebensumgebung auszeichnen.

Aus der Wikipedia

Kürzlich entdeckt: Den fleißigen FAZ-User und -Kommentator Ottfried Meyer, der sich im FAZ-Forum „Gladium“ nennt. Eine kleine Auswahl seiner Ansichten zu vieldiskutierten Themen der vergangenen Monate in O-Tönen, ganz lustig zu lesen und eines jeden Kommentars entbehrlich:

Abstimmung über ESM und Fiskalpakt im Bundestag und die Kläger beim Bundesverfassungsgericht:

„Sozialistische Wutbürger drohen Europa in den Untergang zu treiben
Irgendwo muss mal Schluss sein mit der Klagerei und Abstimmerei. An den Märkten ist man bereits außerordentlich verärgert und man sollte die Händler nicht zum Äußersten treiben. Die können nämlich auch ganz anders.

An den Märkten entscheiden Macher mit allerbester Ausbildung äußerst kompetent darüber, wie sich die Welt entwickelt. Durch jahrelange Erfahrung und durch ihre hervorragende Ausbildung haben nur sie den dafür notwendigen Durchblick. Hierfür brauchen sie aber Freiheit und gleichzeitig Schutz vor sozialistischen und anderen linken Experimenten.“

Oberstes US-Gericht billigt Obamas Gesundheitsreform:

„Ein fatales Urteil. Damit sind die USA von einem Land der Freiheit zu einem Land der sozialistischen Gängelung geworden. Es muss den Leuten selbst überlassen sein, ob sie sich krankenversichern oder nicht. Das ist wahre Freiheit. Jetzt werden all die Habenichtse, Faulpelze und Sträflinge dem US-Steuerzahler auf der Tasche liegen und sich für lau Luxus-Behandlungen finanzieren lassen. Das ist nicht mehr mein Amerika!“

Bürgerentscheid zum Flughafen München:

„Tja, so ist er nun einmal, der Deutsche Wutbürger: linksgrün, wirtschaftsfeindlich, technologiefeindlich und von gestern. Daß man nun auch in Bayern den Anhängern des Kommunismus und Sozialismus folgt, sollte uns bedenklich stimmen. Es ist das Ende des Wirtschaftsstandorts Bayern.

Was jetzt einfach nur noch hilft, ist einfach die Startbahn ohne Berücksichtigung solcher „Volksentscheide“ zu bauen. Beim Bau gilt die normative Kraft des Faktischen. Also fangt an zu bauen!“

Hartz-IV-Empfänger muss Münzsammlung verkaufen:

„Der gute Herr selbst sollte ARBEITEN gehen, bevor er Leistungen in Anspruch nimmt. In Deutschland gibt es genug offene Stellen. Zum Beispiel als Straßenfeger oder als Reinigungskraft im Bereich der öffentlichen Toiletten.“

Katholikentag in Mannheim:

„Unsere Kirche hat die Gläubigen nicht mehr im Griff!

Wie kann es angehen, dass kaum noch Kinder geboren werden, wo doch Verhütungsmittel im Rahmen der Enzyklika „Humanum vitae“ von Papst Paul VI. ex cathedra verboten sind und zwingend zur Exkommunikation führen? Bei mir als romtreuer, rechtgläubiger Christ macht sich die Vermutung breit, die Priester und Bischöfe hätten die Gläubigen überhaupt nicht mehr im Griff!“

„Mission, Mission, Mission!“

„Die von unserer hl. römisch-katholischen Kirche verbreitete Wahrheit ist nun einmal die einzig wahre Wahrheit. Unsere hl. römisch-katholische Kirche steht in apostolischer Sukzession, d.h. die Reihe der Päpste reicht bis hin zum Apostel Petrus zurück, dem unser Herr Jesus Christus dazu auserkor, der Felsen zu sein, auf dem er seine Kirche bauen wollte. Auf dieser Grundlage kann und darf es keine Abweichung geben. Es sei denn, die Menschen ziehen nach ihrem Tode nicht das Ewige Leben an der Seite Jesu Christi vor, sondern die ewigen Qualen in der Hölle. Ich meine, die Priester, Diakone und Bischöfe müssen hier klar Position beziehen und auf die Folgen sündhaften Verhaltens eindringlich hinweisen.“

„Wenn in einer rechtmäßig geschlossenen Ehe keine Kinder geboren werden, ist es eine fundamentale Aufgabe des Priesters, das Gespräch mit den Eheleuten zu suchen und zu klären finden, welche Gründe für die Kinderlosigkeit vorliegen. Dies ist Teil seiner seelsorgerlichen Arbeit.“

Urheberrechtsdebatte und Downloads:

„Was wir brauchen, ist staatlichen Schutz. Die Politik muss endlich hart gegen die Diebe durchgreifen und auch sicherstellen, dass illegale Downloads BESTRAFT werden. Und zwar mit Gefängnis. Die Politik muss hier endlich FÜHREN.“

Präsidentschaftswahlen in Frankreich:

„Mein DRINGENDER Aufruf an die Wähler von Marie Le Pen: Wählen Sie bei der Stichwahl Präsident Sarkozy. Ein Wahlsieg Hollandes würde Europa und die Welt in den Abgrund reißen und unser Abendland bedrohen. Sollten sich die Wähler in Frankreich dagegen anders entscheiden, muss die Frage gestellt werden, ob Präsidentschafts- und Parlamentswahlen auf Grund ihrer großen Reichweite überhaupt noch zeitgemäß sind.“

Piraten:

„Die Piraten sind eine Partei, deren Mitglieder nichts vom Recht auf Geistiges Eigentum halten. Sie wollen dieses Recht sogar abschaffen. Das dürfte normalerweise reichen, um gegen diese unsägliche Partei ein Verbotsverfahren einzuleiten. Die Partei ist ganz schlicht und ergreifend verfassungswidrig.“

Christian Wulff:

„In vielen Ländern dieser Erde ist es üblich, dass bürgerliche Politiker in herausragender Position für ihre Politik belohnt werden. Sie werden dafür belohnt und bekommen auch dafür etwas zugesteckt, dass sie ihr Land vor dem Linksruck und dem Mob bewahren. Lasst endlich Christian Wulff in Ruhe!“

„In allen Anderen Laendern der Erde waere das alles kein Thema. Nur in Deutschland tobt der Neidhammel. Man neidet dem Bundespraesidenten Wulff alles, sein Einkommen, seine Freunde, seine wunderschoene und gleichzeitig auch sehr intelligente Frau. Deutschland sollte stolz auf solch ein schoenes Praesidentenehepaar sein!“

Super-GAU in Fukushima:

„Jetzt ist Ruhe oberste Bürgerpflicht!“

„Ich warne vor Panikmache, denn japanische Ingenieure gehören zu den Besten der Welt. Sie werden einen richtig guten Job machen und das Problem schon lösen.
Japan kann genausowenig wie Deutschland nicht ohne Kernenergie auskommen. Es gibt zu ihr einfach keine Alternative.“

Gesetzliche Frauenquote:

„In den Unternehmen ist man sich aus tagtäglicher Anschauung über einen Grundsatz klar:
Frau am Steuer, das kommt teuer.
Von der Leyen ist das beste Beispiel.“

„Frauen sind nach meinen Erfahrung schon aus biologischer Sicht nicht in der Lage, herausragende Vorstandsposten zu besetzen, weil sie nicht die Männern angeborenen Jagdinstinkte, für Spitzenjobs erforderliche Brutalität haben. Die Wirtschaft braucht knallharte Männer, die in der Lage sind, im großen Stile Wirtschaftskriege zu führen. Die Wirtschaft braucht Siegertypen und keine Gutmenschen oder Glucken. In der Wirtschaft erweisen sich Frauen ganz einfach als das, was sie sind: das Schwache Geschlecht. Und in der Wirtschaft gilt:
FRAU AM STEUER, DAS KOMMT TEUER.“

Stuttgart 21 und Bundeswehreinsatz im Innern:

„Der Fall Stuttgart 21, bei dem gewalttätiger Aufwiegler versuchen, eine Landesregierung zu zwingen, bereits geschlossene Verträge zu brechen zeigt doch, wie dringend der Bundeswehreinsatz im Innern nötig ist. Deutschland braucht Freiheit und Sicherheit für Unternehmen und Dienstleister und keine sozialistischen Experimente oder andauernd wechselnde Regierungen. Die Terroristen, die unser Vaterland nun bedrohen, wissen ganz genau, wo die Schwachstellen in unserem System sind. Und sie wissen ganz genau, wie sie die sogenannte Öffentlichkeit manipulieren können. Ich möchte nicht wissen, wie viele Islamisten sich zu den Aufwieglern und Revoluzzern in Stuttgart zählen.
Ach ja – und an alles Nörgler: in Ägypten herrscht seit 1981 Ausnahmezustand. Und trotzdem ist Ägypten ein Freies Land für Unternehmer und Investoren, in das es sich lohnt zu investieren, EBEN WEIL dort Armee UND Polizei eine Einheit bei der Inneren Sicherheit bilden und nach klaren Vorgaben handeln.“

„Ich glaube kaum, dass man Herrn Ministerpräsident Mappus in Saudi-Arabien und in den Emiraten am Golf freundlich empfangen würde, wenn der Bahnhofsneubau von einem Mob auf der Straße gekippt wird. Es ist bekannt, dass asiatische und arabische Investoren schnell sehr verärgert reagieren und sich zurück ziehen.“

„Jeder weiss, dass die sogenannten Proteste in Stuttgart in Wirklichkeit von linksextremen Kräften in unserem Land gesteuert werden, die die Bevölkerung mit abartiger Propaganda gegen zukunftsweisende Projekte aufwiegeln.“

„Und den Demonstranten kann ich nur zurufen: GEHEN SIE NACH HAUSE! Sie haben kein Recht, Deutschlands Zukunftsfähigkeit und Deutschlands guten Ruf im Ausland für immer zu beschädigen!“

„In den USA und Israel sowie an den internationalen Finanzplätzen werden die Entwicklungen in Stuttgart mit großer Sorge und zunehmendem Zorn beobachtet. Kommt Stuttgart 21 nicht, dann ist Deutschland nicht zukunftsfähig, weil es nicht in der Lage ist, Verträge und verbindliche Zusagen einzuhalten. Das Deutsche Volk wird schon sehen, was es davon hat, wenn die Revoluzzer und Berufsaufwiegler nicht nach Hause gehen.“

Reihenuntersuchungen für Arbeitnehmer:

„Wirtschaft und Sport sind keine demokratischen Veranstaltungen, sondern Haifischbecken, in denen knallharter Wettbewerb hersscht. Nur dieser Wettbewerb mit seiner straffen Selektion des Humankapitals sichert dauerhaften Erfolg und stärkt den Standort Deutschland.
Geisteskranke Mitarbeiter tragen durch ihr krankheitsbedingtes unberechenbares Verhalten in einem erheblichen Maße mit dazu bei, dass Unternehmen gravierende finanzielle und ganz besonders große Imageverluste erleiden. Andere müssen dann für die Geisteskrankheit eines Einzelnen büßen und zahlen. Schon allein aus diesem Grunde erscheint mir als Unternehmer eine medizinische Früherkennung in Form von gesetzlich vorgeschriebenen Reihenuntersuchungen bei Arbeitnehmern als außerordentlich wichtig.“

Sozialstaat:

„Die Leistungsträger werden zur Notwehr gezwungen“

„Allen, die mehr Geld für Arbeitsscheue und Faulenzer fordern sei gesagt, dass niemand auf der Welt das Recht hat, sich zu Lasten anderer den Wanst voll zu fressen und das Geld und Eigentum anderer zu verprassen. Dies passiert in Deutschland jedoch Millionenfach. Das Land der Dichter und Denker ist ein Land der Arbeitsscheuen und Faulenzer geworden und wird es immer mehr.
Dass Leistungsträger, wie Klaus Zumwinkel und viele andere inzwischen zur Notwehr greifen, sollte die Deutschen zum Nachenken anregen. Täglich verlassen immer mehr Leistungsträger unser Land, täglich bringen immer mehr Leistungsträger Deutschlands ihr sauer verdientes Geld ins Ausland, um es vor der Umverteilung an Arbeitsscheue, Gammler und Faulenzer zu bewahren.
Es wird Zeit, dass in Deutschland gegen Gammler, Faulenzer und Arbeitsscheue rigoros durchgegriffen wird. Notfalls mit harten Mitteln.“

Amoklauf in Lörrach:

„Das Recht, Waffen zu besitzen und sie als Sportschütze oder Jäger zu gebrauchen ist ein Kennzeichen FREIER LÄNDER. Nur in sozialistisch-stalinistische Diktaturen gibt es diese FREIHEIT nicht. Jäger und Schützen sind Bestandteil der deutschen Traditionspflege und gehen mit ihren Waffen verantwortungsvoll um. Der Deutsche Schießsport ist bei internationalen Wettbewerben absolute Weltspitze und sorgt dafür, dass Deutschland als freiheitliche Sportnation in den olympischen Medaillienspiegeln Spitze ist.
Deutschland ist ein FREIHEITLICHES Land, Deutschland ist eine Nation, in der Schützenverein TRADITIONS- und BRAUCHTUMSPFLEGE in Stadt und Land betreiben. Ohne die Träger des Grünen Rocks wäre die Deutsche Traditions- und Kulrupflege längst untergegangen.
Manche fragen nun, was denn die Opfer des bedauerlichen Vorfalls in Lörrach für den Vorfall könnten. Sie waren zur falschen Zeit am falschen Platz. Der Mensch denkt eben – Gott, als allmächtiger Herrscher über Himmel und Erde, Leben und Tod lenkt. Auch das ist Kennzeichen der Freiheitlichkeit. Möge unser Herrgott der Seelen der Toten gnädig sein. Wir wollen sie in unser Gebet einschließen.“

„Die Waffe ist des Mannes Zier. Wider den sozialistischen Ungeist.“

HRE-Manager bekommen 25 Millionen Bonuszahlungen:

„Sonst werden Top-Manager in Zukunft einen großen Bogen um das sozialistisch-stalinistische Deutschland, wo man meint, Verträge nicht einzuhalten, machen.“

Tarifverhandlungen:

„Wann sieht die Politik endlich ein, dass die Gewerkschaften ein Überbleibsel des Kommunismus-Stalinismus sind? Mit ihren andauernden Forderungen pressen sie die Leistungsträger dieses Landes bis aufs Mark aus. Unternehmer haben nun einmal nichts zu verschenken, sie brauchen FREIHEIT. Das Kartell der sogenannten „Arbeitnehmer“ droht ihnen jedoch den Todesstoß zu versetzen. Hier kann nur eines helfen: Verbot der Gewerkschaften und dafür Einführung der bedingungslosen VERTRAGSFREIHEIT zwischen Unternehmen und „Arbeitnehmern“. So etwas hat sich den USA bestens bewährt. Dort treffen Unternehmer und Humankapital in Augenhöhe aufeinander.“

Studenten:

„Wenn ich mir die deutschen Bummelstudenten an den sogenannten deutschen Universitäten so anschaue, dann wird mir richtig schlecht. Mit dem Stipendienprogramm fördert der Staat Faulenzerei und Kommunismus-Stalinismus, Revoluzzertum und Aufsässigkeit. All das kann sich Deutschland nicht mehr erlauben, all das schadet dem Ansehen Deutschlands an den internationalen Finanzplätzen, in den USA und in Israel.“

„Nicht jeder kann und darf studieren, sondern nur derjenige, der sich vollständig zu Freiheitlichkeit und Marktwirtschaft bekennt, der weiß, wo sein Platz ist und der DIENT und nicht immer nur dumme Fragen stellt. Es wird ja nicht umsonst inzwischen davon gesprochen, die 68er hätten ein akademisches Proletariat geschaffen. Um erfolgreich zu sein, bedarf es weitaus mehr, als einen Hochschulabschluß. Man braucht erlesenste Manieren und eine erlesenste Herkunft. Ein Unternehmensführer repräsentiert nicht nur das Unternehmen, das er leitet, sondern auch seine Familie. Und ein Prolet bleibt immer ein Prolet. Er kann niemals führen. Das hat auch etwas mit familiärer Abstammung zu tun.“

Produktionsstandort Nordkorea:

„Nordkorea steht mit den Kims an der Spitze für Stabilität und Kontinuität bei konkurrenzlos günstigen Lohnkosten und einem Höchstmaß an unternehmerischer Freiheit und Sicherheit in den dortigen Produktionsstätten. Ich persönlich habe kein Problem damit, wenn dort produzieren zu lassen, denn in Nordkorea habe ich als Unternehmer EINEN Ansprechpartner für alle Produktionsstandorte im gesamten Land. Vor allem, seitdem sich China durch steigende Löhne als Produktionsstandort vom Weltmarkt verabschiedet, wird Nordkorea für Unternehmen und Anleger zunehmend interessant“

NRW-Wahl 2010:

„In Deutschland gehen mit dieser Wahl im wahrsten Sinne des Wortes die Lichter aus.
Man muss sich als Bürgerlicher der christlich-konservativen Mitte inzwischen wirklich fragen, ob man das Deutsche Volk überhaupt noch wählen lassen kann.“

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So ist es :-)

Quelle

P.S.:

Kurt Tucholsky seinerzeit über Manns Untertan:

„Hier ist er ganz — in seiner Religiosität, seiner Erfolgsanbeterei und namenlosen Zivilfeigheit“

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28 Antworten zu „Straffe Selektion des Humankapitals“: Neues vom Untertan

  1. hanneswurst schreibt:

    Sehr löblich, wie Herr Meyer mit Herz und Verstand zu Felde zieht. Ich lade ihn ein, sich bei der Christen-Front (http://www.rasputin.de/CF/) zu engagieren. Hat Herr Meyer auch eine redliche Heimseite?

    Übrigens meine ich, dass die „Spießer“ Definition auf Wikipedia des Pudels Kern verfehlt. Was vielleicht daran liegt, dass ich dieser Definition zufolge selber ein Spießer bin. Meinem Selbstverständnis nach bin ich jedoch keineswegs ein Spießer, sondern ein angepasster Kleinbürger ohne jede Courage. Was zu einem Spießbürger jedoch unbedingt dazugehört, ist der feste Wille, in das Tun und Lassen seiner Mitmenschen hineinzudirigieren. Mit anderen Worten: wer – wie ich – einfach nur engstirnig, angepasst und konservativ ist, der kann ein Spießer sein, nämlich dann, wenn er bemüht ist, die Weltoffenheit, Unkonformität und Progressivität seiner Mitmenschen zu unterdrücken. Tut er dies nicht, dann ist er auch kein Spießer (er zieht nicht mit seinen Spießgesellen um das Dorf um Fremde aufzuspießen).

    Andererseits gibt es durchaus spießige Ausgeflippte, die nämlich nichts anderes tun, als äußerst spießig die kleinbürgerliche Lebensweise ihrer Mitmenschen anzugreifen.

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  2. genova68 schreibt:

    Ja, die Spießerdefintion ist nicht perfekt, das Tucholsky-Zitat trifft es besser. Vielleicht sollte man auch besser von Kleinbürger reden, der sich unter anderem dadurch auszeichnet, dass er kein Bewusstsein von seiner eigenen sozialen Lage/Schicht/Klasse hat, nach oben strampelt, nach unten tritt. DAS kommt ja bei Herrn Meyer so schön raus.

    Das Hineinreden von Herrn Meyer in die Sexualität anderer ist übrigens verwandt mit der Beschneidung, meines Erachtens. Unterm Mantel der Religiösität sind Sachen möglich, die ansonsten nicht möglich wären. Die drei Abraham-Religionen zeichnen sich derart intensiv durch die totale Kontrolle aus, das fällt mir immer stärkerauf. Vielleicht stand Hitler deshalb mit der Kirche auf Kriegsfuß. Es war eine Kontrollkonkurrenz.

    Wenn eine Defintion dich als Spießer beschreibt, dann ist die Definition kaputt.

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  3. Nihilist schreibt:

    Wenn es so einen Menschen nicht geben würde, müsste man ihn erfinden.

    Jeder ist für etwas gut, so auch der zitierte Typ, um als schlechtes Beispiel zu dienen.

    Wie sangen wir beim Bund – der Spieß wir nie Reservist, weil der eine D…sau ist

    Und Spießbürger – das ist der Erfolg der geistig moralischen Wende hin zur Dummheit der Menschen, denn nur Dumme lassen sich leicht manpulieren.

    Früher wurden die Menschen ja sowieso in Dummheit gehalten. Es reichte aus, wenn die „Elite“ wusste, wohin der Weg führt. Inzwischen sind wir auf dem Weg zurück. Lehrer? Wozu denn? Schulische Bildung – ach da reicht doch die Zeitung die diese Bezeichnung frech als Name führt – da steht alles das drin, was der Mensch wissen darf. Andere Zeitungen passen sich ja schon an.

    Nicht mal auf die Sonne kann man sich mehr verlassen. Ich hatte so gehoft, der „Tsunami“ würde die TV und anderen Satelliten beseitigen. Dann gäbe es eine Verdummungsmethode weniger.

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  4. landbewohner schreibt:

    ottfried meyer ist wahrlich der perfekte untertan und leider gibt es nicht nur in dieser republik zuviele meyers. nur in einem hat sogar der meyer recht.
    Frau am Steuer, das kommt teuer.
    Von der Leyen ist das beste Beispiel.”

    die dame ist wirklich eine zumutung – nicht nur für spieß- oder kleinbürger.

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  5. MondoPrinte schreibt:

    Sehr löblich, dass Du eine für viele Leser äußerst lästige Lese-Routine übernimmst, aber verschaffst Du diesem Knilch nicht auch ein Mü zuviel Publizität?

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  6. genova68 schreibt:

    Hi, Mondoprinte,
    mit der Publizität ist das so eine Sache: Wenn ich Artikel zu politischen Themen schreibe, verlinken mich machmal viel gelesene Polit- und Finanzseiten wie cashkurs und wirtschaftsfacts und sowas. Da kommen dann viele hundert Zugriffe und plötzlich ist eine Publizität da, bei der ich mich manchmal frage, ob ich mich nicht hätte mehr anstrengen sollen. Dieser Artikel hier wurde ebenfalls massiv verlinkt, was mich wunderte und ich mich nach dem Grund fragte. Aber mal kurz in die Seele eines solchen Knilches zu blicken ist wohl für viele ganz interessant.

    Dass ich dem Typen zuviel Publizität gebe, finde ich nicht, sowas gibt es meines Erachtens gar nicht. Entweder man liest es oder man liest es nicht, wir haben Internet und jeder liest das, was er will. Zuviel Publizität ist ein Kriterium, wenn Jakob Augstein den Bild-Redakteur Nikolaus Blome zur gemeinsamen Talkshow einlädt, oder Stuckrad-Barre mit Blome das gleiche macht. Da wird ein Arschloch salonfähig, das ist problematisch und auch eine Frage des Anstands. Dieser FAZ-user ist ein kleines Licht, vielleiht Frührentner, der zunhause hockt und in seinem Geifer draufloskommentiert als sich nicht selbst bewusste Persiflage des Untertanen. Den kann man nicht wichtiger machen als er ist, man kann in seinem Fall nur ein Beispiel eines Typus herausstellen, in seinem Fall fast schon eine reale Karrikatur.

    landbewohner,
    so ganz frei von der meyerschen Perspektive scheinst du nicht zu sein, wenn du seiner Sicht auf Frauen zustimmst, nur weil dich von der leyen nervt.

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  7. Aletheus schreibt:

    Mich beschleicht hier ein ausgeprägtes Störgefühl: In diesem Blog scheint es Grundkonsens zu sein, dass die Thesen und Ausführungen von Herrn Ottfried „Gladium“ Meyer grundfalsch und schlichtweg abwegig seien. Ich bin da anderer Meinung und möchte das mit einigen Beispielen begründen.

    1. Stabilität und Kontinuität in Nordkorea: Sowohl anerkannte Studien deutscher Wirtschaftsinstitute, als auch meine ganz persönlichen Erfahrungen lassen es nicht als unplausibel erscheinen, dass sich der Produktionsstandort VR Nordkorea beachtlich gemausert hat: Mein Nachbar beispielsweise (Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens, Marktführer in der Produktion von Funktionstürbeschlägen (Türfeststeller, Drücker, Schließer, Panikverschlüsse, etc.)) hat sich vor zweieinhalb Jahren für die Eröffnung eines Produktionsstandortes in der Sinuijuprovinz entschieden. Ein unternehmerischer Volltreffer! Mit kulturellen Gegebenheiten am Produktionsstandort muss man sich überall arrangieren! Gerade in Nordkorea, wo die traditionelle „Juche“-Mentalität nach wie vor das Wirtschaftsleben prägt. Und das ausgesprochen effizient: Politische Autorität führt zu wirtschaftlicher Prosperität, ohne dabei kulturell-religiöse Wurzeln zu verletzen. Mein Nachbar hat es nicht bereut, Cash-Flow und Umsatzentwicklung geben ihm Recht (von der Kostenseite ganz zu schweigen …). Und genau das ist es doch, was Meyer mit Stabilität und Kontinuität meint: Eine Wirtschaft auf Basis eines festgefügten, verlässlichen, kulturellen Fundaments.

    2. Es gibt kein Land, in dem die Finanzmarkttransaktionssteuer dermaßen thematisiert wird, wie in der Bundesrepublik. Die Vermutung Meyers, dass „Top-Manager in Zukunft einen großen Bogen um das sozialistisch-stalinistische Deutschland [machen werden]“, ist vor diesem Hintergrund doch nicht von der Hand zu weisen! Wir besteuern die Umsätze, andere tun es nicht. Folge: Finanzmarkthändler, die nicht selten Abschlüsse renommierter (Ostküsten)-Universitäten in der Tasche haben, werden ihr Kapital anderswo investieren. Zurecht! In Frankfurt zahlt man doch nur noch Steuern. Außer Spesen nichts gewesen!

    3. Die „Kausa Wulff“. Schlimm, wie ein solch verdienter Staatsmann niedergemacht wird! Franzosen und Amerikaner würden es nie in solchem Ausmaß an Respekt gegenüber ihrem Staatsoberhaupt vermissen lassen. Ich glaube wirklich, dass es an unserer ausgeprägten Neidkultur liegt. Der deutsche Sonderweg der Kleinlichkeit. Da hat einer eine sehr hübsche, eloquente, und reizende Frau an seiner Seite, und schon wird ihm der Anspruch auf einen 08/15-Kredit streitig gemacht. Bei anderen ist es der Doktortitel. Wir verprellen unsere Eliten, das stellt Meyer ganz richtig dar!

    Eine offenere Gesprächskultur ohne Diffamierungen täte uns allen sehr gut! Andernfalls gilt das Motto: In gladium incumbere (sich [argumentativ] ins eigene Schwert stürzen).

    Respektvoll: Christopher Strack

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  8. genova68 schreibt:

    Christopher Strack,
    es gibt hier keinen „Grundkonsens“, ich betreibe den Blog alleine.

    Zu deinen Punkten ganz flott:

    1. Möglich, dass man in Nordkorea preisgünstig produzieren lassen kann. Es ist doch eher die Perspektive auf ein komplett diktatorisches und menschenverachtendes Regime, auf ein Land, das ausschließlich unter Renditegründen gesehen wird, sowohl von Gladium als auch von dir. Dein Nachbar bereut nicht wegen der Rendite, klar.

    2. Dass es „kein land“ gibt, in dem die FTS so thematisiert wird, ist eine schnelle Behauptung, ein beliebter Trick, sowohl bei dir wie bei Meyer. Man stellt Deutschland als etwas besonders Krankes hin, nur hier sind die Leute so neidisch etc. Reine Legende, würde ich sagen. Aktuell ist der Stand der Debatte, dass die Steuer dort abgeführt werden muss, wo der Akteur seinen Hauptsitz hat. Außerdem sind solche technischen Finessen Nebelkerzen: Gerade Deutschlands Politik der vergangenen zehn Jahre hat zu massiven Vermögensverschiebungen geführt, das weiß mittlerweile doch jedes Kind. Es geht also um die Frage, wie man das korrigiert, nicht um Dauerablehnung.

    3. Neidkultur in Deutschland, respektabler Staatsmann, hübsche Frau, Guttenberg als verdienter Staatsmann, geilomat, du verbrätst alle Klischees. Hier ist das Kranke an Deutschland nun die Kleinlichkeit.

    Offene Gesprächskultur, ja, gerne, das ist zumindest hier im Blog nicht das Problem.

    Dein Problem ist das gleiche wie bei Meyer: Nicht emanzipiert, unterwürfig dem Kapital gegenüber, den Menschen als reine ökonomische Verfügungsmasse begreifend, zwischenmenschliche Strukturen auf bloße Zahlen reduzierend. Daraus ergeben sich deine im wahrsten Sinne schrecklichen Ansichten und Forderungen: Diktatur, Polizeitstaat, massive Repression, Abschaffung der Grundrechte, keine Wahlen, selbst das Verbot von Verhütungsmitteln und mehr. All das stört dicht nicht, solange die Rendite gesteigert wird.

    Du verfolgst die kapitalistische Logik einfach nur konsequent, systemimmanent hast du recht, das traut sich das Kapital nur nicht zu sagen. Insofern danke für deinen Beitrag.

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  9. hanneswurst schreibt:

    Ich war früher selber einmal arbeitsscheu, habe am liebsten gegammelt und gefaulenzt – und das auf Kosten anderer. An meinem vierzehnten Geburtstag habe ich mich grundlegend gewandelt. Ich habe ab diesem Zeitpunkt keine Steuern mehr bezahlt und viel gebetet. Das heißt nicht, dass ich den Staat nicht unterstützt hätte! Ich war nie zu geizig etwas zu spenden oder um beispielsweise Wulff oder seiner bezaubernden Gattin eine kleines Geschenk oder einen gewissen Vorteil zukommen zu lassen. Diese armen Schweine leiden ja schon genug.

    Ich verstehe auch den hier im Blog vorherrschenden Argwohn gegen Nordkorea nicht. Natürlich ist das ein Entwicklungsland, natürlich brauchen die modernere Waffen, und wenn dabei ein kleiner Profit für mich herausspringt –vergelt’s Gott!

    Jetzt noch zwei Takte zur Rolle der Frau in Deutschland. Da liegt ja wohl einiges im Argen. Wenn Meyer schreib „Frauen sind nach meinen Erfahrung schon aus biologischer Sicht nicht in der Lage, herausragende Vorstandsposten zu besetzen“ dann kann ich nur sagen: das ist lachhaft. Natürlich kann eine Frau auch Spitzenämter und –positionen in Wirtschaft und Verwaltung besetzten! Die tendenziell sanftere, aber hartnäckigere und fleißigere Mentalität der Frau ist in vielen Situationen von großem Vorteil. Dazu kommt, dass Frauen um einiges preiswerter sind als Männer und – falls nötig – sehr leicht unter Druck gesetzt werden können, weil sie in den meisten Fällen ihrer Familie gegenüber ein schlechtes Gewissen haben und sowieso denken, dass sie nur aus Gnade eine Spitzenposition ausfüllen dürfen.

    Insgesamt würde ich jedem raten, in Nordkorea Türbeschläge herstellen zu lassen und eine sächsische oder thüringische Frau als Geschäftsführerin einzustellen.

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  10. genova68 schreibt:

    Danke für diesen sehr differenzierten Beitrag, Herr Wurst. Ich gebe lediglich zu bedenken, dass die Funktion einer Sächsin oder Thüringerin als Geschäftsführerin in Nordkorea im Vorfeld mit Kin jung il (oder so ähnlich) abzusprechen ist. Nicht, dass es sonst zu politischen Komplikationen kommt, die die Rendite schmälern.

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  11. hanneswurst schreibt:

    Nein, das ist gar kein Problem, Kim Jong ist überhaupt nicht fremdenfeindlich. Im Gegenteil, er wird die Damen kaum wieder hergeben, das muss man einkalkulieren (ich setze üblicherweise 6 Jahre in der Afa an).

    Das öffentliche Bild Nordkoreas ist wirklich verzerrt. Die Nordkoreaner sind zum Beispiel überhaupt nicht rassistisch. Sie geben zwar unabhängig von Herkunft oder Geburt sehr wenig auf ein Menschenleben, sind dabei jedoch vorurteilsfrei. Man sagt, in Nordkorea ist ein Menschenleben ungefähr so viel wert wie eine Klopapierrolle. Das kann ich bestätigen, denn als einer meiner Mitarbeiter mit seinem Kopf in eine Profilfräse geriet, ging ein Raunen durch die Werkhalle, als ich eine Papierrolle holte, um die Gehirnreste aufzuwischen.

    Daran kann man ableiten, dass die Mitarbeiter nicht nur fleißig und gefügig, sondern auch äußerst sparsam sind. Und so etwas ergibt sich einfach nur aus einer guten Führung.

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  12. kalewssohn schreibt:

    Wie wärs denn mit „Wenn in einer rechtmäßig geschlossenen Ehe keine Kinder geboren werden, ist es eine fundamentale Aufgabe des Priesters, der Ehefrau selber welche zu machen“?

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  13. Sünnerklaas schreibt:

    Das Problem ist nicht allein Herr Meyer selbst. Das erschreckende sind die vielen zustimmenden Reaktionen – sei es in Antworten auf seine Kommentare oder aber in von anderen Usern vergebenen positiven Bewertungen seiner Kommentare.

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  14. genova68 schreibt:

    Ich habe mir seinerzeit die Reaktionen andere user auf Herrn Meyer nicht angeschaut. Ich war vollends mit ihm selbst beschäftigt. In Zeitungsforen sind, glaube ich, viele Frührentner unterwegs, viele Idioten, die früher am Fensterbrett hockten mit dem Kissen und Falschparker aufschrieben. Die haben jetzt ein neues Betätigungsfeld. Es ist nicht repräsentativ, denke ich.

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  15. Niklas schreibt:

    Hübsche Diskussion, aber wie ein Leser ganz richtig bemerkte, „wenn es ihn nicht gäbe, müsste man ihn erfinden“. Das ist er nämlich, erfunden. Eine Kunstfigur, die latente und weniger latente Ressentiments, die im FAZ-Forum rumgeistern, sammelt und auf die Spitze treibt.
    Der Autor macht sich seinen Spaß, indem er es auf teilweise ungeheure Zustimmungszahlen einerseits und erschrockene Reaktionen andererseits anlegt. Das ist Satire, leider nicht ohne Hintergrund, gewiss. Épater la bourgeoisie, so nannten die Franzosen das im 19. Jhdt. Eine Technik zur Entlarvung, die offenbar – obwohl kaum getarnt – immer noch funktioniert.

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  16. genova68 schreibt:

    Niklas,
    und woher weißt du das? Quelle?

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  17. Niklas schreibt:

    Da gibt es keine Quelle, das beruht auf literarischer Analyse. Ich treibe mich dort ziemlich regelmäßig rum und lese seine Texte schon seit einiger Zeit. Frappant sind seine Verweistechniken auf die wirklich dumpfen Kommentare, die aber im Regelfall grammatikalisch und orthographisch genau das Niveau haben, das man erwartet.
    „Gladium“ – allein der Benutzername ist schon eine Botschaft, die auf die literarische Kultur der Rechten in der Weimarer Republik deutet – bezieht sich auf diese und stilisiert sie in einer Art der Prosa von Ernst Jünger aus den zwanziger Jahren, die man aus dem Band „Politische Publizistik“ kennt. Es ist zwar meistens nicht so viel Raffinement in seinen Kommentaren, dass sie wirklich gut sind, aber doch erheblich mehr, als die Blödheit der Meinungen zulassen würde. Die Diskrepanz von Form und Inhalt hat die Aussage: Dieser Text lügt und wer ihm zustimmt, ist ein Idiot.

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  18. genova68 schreibt:

    Da gibt es keine Quelle, das beruht auf literarischer Analyse.

    Mutig :-)

    Mir erschließt sich aber dennoch nicht, warum der Typ nicht real sein sollte. Schaut man sich Pi-News und ähnliches an, gibt es diesen Typus des rechtsradikalisierten Kleinbürgers en masse. Diskrepanz von Form und Inhalt: ja, irgendwie schon, aber (ich habe gerade nochmal geguckt, gladium gibt es immer noch bei der faz) wer soll sich denn jahrelang diese Mühe machen, ohne dass im Forum irgendwer ernsthaft auf ihn reagiert?

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  19. tikerscherk schreibt:

    Ich lache immer noch.

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  20. genova68 schreibt:

    :-) Ich schon wieder.

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  21. Niklas schreibt:

    Dass niemand ernsthaft reagiert, stimmt nicht. Zum einen hat er eben seine Zustimmungsclicks. Die sind schon mal ein schöner Indikator für die Leserschaft. Zum anderen gibt es immer wieder viele bestürzte Antworten, die häufig dem Tenor folgen: „Irgendwie haben Sie ja recht, aber sie sagen es vielleicht etwas drastisch.“ Ich habe ihn auch schon mal direkt auf den Fake angeschrieben, aber er hat nicht darauf reagiert, wie er auch sonst nie mehr als ein Statement pro Topos abgibt.
    Auch das zeigt den Charakter, denn die echten Schreihälse verteidigen und verschärfen in der Diskussion noch ihren Standpunkt. Da geht’s dann richtig rund, selbst der „Vaterlandsverräter“ ist dort noch ein benutzter Terminus.
    Wer sich die Mühe macht, weiß ich natürlich nicht. Ich hatte schon mal den Verdacht, dass es ein Feuilleton-Redakteur der FAZ selbst ist. Der Kontrast zwischen Politik und ihrer Leserschaft und dem Kulturteil und deren Anhängern ist dort ziemlich eklatant. Könnte mir schon vorstellen, dass ein gelangweilter Feuilletonist sich dort seinen Spaß macht, indem er die Leser ‚verarscht‘. Aber das ist natürlich Spekulation.

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  22. besucher schreibt:

    Das passt doch alles nicht zusammen: Der Typ ist angeblich römisch-katholisch, redet wie ein Calvinist, geht wahrscheinlich zu overperformenden Sexarbeiterinnen die nordkoreanischen „Tariflohn“ erhalten und fühlt sich top dabei. Der perfekte Irre!

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  23. besucher schreibt:

    @Niklas Gute Punkte die Du aufzählst! Wie gesagt, man bekommt den Eindruck dass da jemand aus allen Kanonenrohren reaktionäre Salven abfeuert, die sich widersprechen.

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  24. genova68 schreibt:

    Niklas,
    schreib gladio doch noch mal an und verweise ihn auf diesen Blogartikel hier. Vielleicht erklärt er sich ja dann.

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  25. Niklas schreibt:

    Hab‘ ihn eingeladen. Viel versprechen sollte man sich aber nicht, denke ich.
    Ich bin mir zwar sicher, dass er Fake ist – die Religionsfrage, die Besucher hier ansprach, ist besonders bemerkenswert, die hatte ich noch nicht erwähnt -, aber für alle, die zweifeln, habe ich noch ein schönes Beispiel: In der Debatte um ein bedingungsloses Grundeinkommen hat Gladium geäußert, dass ein solches dem Völkerrecht widerspräche und Krieg bedeuten könnte. Das ist so absurd, dass es wirklich komisch ist. Kein richtiger Rechtsaußen würde auf so einen hübschen Einfall kommen. Wie eine Teilnehmerin des FAZ-Forums sehr treffend bemerkte: Das ist echter Punk.

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  26. genova68 schreibt:

    Hui, danke, da sind wir ja mal gespannt.

    Was ist ein „richtiger Rechtsaußen“? Ich habe das Gefühl, dass du diese Leute intellektuell zu ernst nimmst. Die sind verwirrrt, sonst wären sie nicht rechtsaußen. Das schon oben erwähnte Portal PI-News gibt einen schönen Einblick in die Denkwelt solcher Leute. Da ist nix mit Rationalität, da geht es ums Hassen, um die Konstruktion von Feindbildern, bei gladium konkret um das Buckeln nach oben und das Treten nach unten. Gladio ist der PI-Autor kewil in einer halbwegs zivilisierten Variante. Mit einem rationalen Herangehen – im Sinne des Ernstnehmens bzw. Prüfens von Argumenten – kommst du da nicht weiter.

    Wäre diese gladio wirklich ein Fake oder ein FAZ-Redakteur, wäre das schon eine lustige Geschichte.

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  27. Ben Jamin schreibt:

    Kleiner Tipp: Der Don-Alphonso-Blog vom 24.12. im FAZ.net („Weihnachtsgeschenke für autonome Randalierer“) wird um 09:09 Uhr von einem „kinky So“ kommentiert – „Gladium“ lässt grüßen. Die gleiche Diktion, der gleiche Versuch, durch eine groteske Ballung reaktionärster Klischees ebenjene ad absurdum zu führen.

    Anders als Meyers Ottfried reagiert „kinky So“ seinerseits auf Ansprache. Siehe z.B. seine Äußerungen zum Alphonso-Blog „Raubkunstfreunde wie wir“ vom 28.11.

    Womit die Fake-These bewiesen sein sollte.

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  28. Johannes schreibt:

    Ich bin auch schon seit Jahren ein „Fan“ von Gladuim und seinen skurrilen Thesen. Schön, dass hier noch einmal gebündelt zu finden.

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