Was jetzt?!

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(Foto: genova 2004)

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5 Antworten zu Was jetzt?!

  1. hanneswurst schreibt:

    Sehr gut diese Aufkleber, mit denen der Bewohner eindeutig markiert, ob er Werbung und/oder Gratiszeitungen haben möchte oder nicht. Gibt es leider nicht in Deutschland, am meisten hasse ich die in Folien eingeschweißten Prospekte von der Post, die man nicht einmal straight ins Altpapier werfen kann. Das „Keine Werbung“ Schild an der Haustür und ein Anruf bei der Post konnten die Lieferung nicht verhindern. Ich möchte mal wissen, wie viele Megatonnen Müll da unnötigerweise produziert werden.

    Aber damit kein Verdacht aufkommt: ich bin KEIN ökologisch denkender Mensch! Ich bin nur zu faul, das Papier zum Container zu schleppen. Ich denke, Monsieur Nihilist kenn bestimmt einen Weg, dafür zu sorgen, dass nie und nimmer mehr je eine unerwünschte Sendung im Briefkasten landet. Es soll aber bitte legal sein.

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  2. genova68 schreibt:

    Ich denke, Monsieur Nihilist kenn bestimmt einen Weg, dafür zu sorgen, dass nie und nimmer mehr je eine unerwünschte Sendung im Briefkasten landet

    Ich tippe auf den Jahrzehnte andauernden Rechtsweg durch alle Instanzen.

    In vielen Mietshäusern gibt es ja die kluge Einrichtung eines Eimers neben den Briefkästen. Da wirft man direkt alles an Post rein, was man nicht mit in die Wohnung nehmen will (Werbung, Rechnungen, Mieterhöhungen, Mahnungen, Vorladungen, Räumungsklagen etc). Egal, ob eingeschweißt oder nicht.

    Die Putzfrau leert den Eimer einmal pro Woche.

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  3. Nihilist schreibt:

    @ Hannes – Asche auf mein Haupt – ich reagiere gelegentlich besonders frech.

    Meistens hängt dieser Einwurf mit einem kleinen Teil aus dem Briefkasten heraus. Also ziehe ich den Müll raus, reisse die Verpackung auf und werfe den Inhalt gleich in die große blaue Tonne die vor dem Haus für Altpapier steht. Die Hülle stecke ich Jackentasche und entsorge sie dann in der Wohnung in den noch vorhandenen gelben Sack. Da soll demnächst auch eine Tonne bereitgestellt werden.

    Aber, nun die gelegentliche freche Reaktion, wenn ich von einem Mieter geärgert wurde, z.B. Nachts von 2 bis 5 Uhr beatgedröhne, dann landet diese Ausgaben bei dem im Briefkasten, der hat dann zwei Exemplare.

    Manchmal ärgere ich mich dann aber doch, wenn z.B. mal wieder die „Gutscheine“ von McKotz drin gewesen sein sollen. Denn ab und an mag ich durchaus einmal einen Fischmäc mit Pommes und Cola, wenn ich mal im Nachbarort (ach schreib ruhig Bremen) auf Einkaufsbummel war oder mal wieder ein Schriftstück beim dortigen Landessozialgericht persönlich abgegeben habe. Oder auch, wenn mal wieder, wie in einigen Tagen notwendig, beim Facharzt meine neuen Kompressionsstrümpfe verordnet bekommen muss, da die jeweils alle sechs Moante neu angerfertigt werden müssen. Das kostet die Kasse pro Paar um die 600 € und wegen der Hygiene sind zwei Paar erforderlich, denn die sollten täglich gewaschen werden, brauchen aber zum Trocknen Zeit. Die dürfen nur zwischen zwei Handtüchern liegend etwas „ausgedrückt“ werden.

    Auch ein Punkt wo ich der Existenz des Internet dankbar bin. Denn dort habe ich die Beschreibung der komplexen physikalischen Entstauungstherapie für meine Krankheit gefunden und einen entsprechenden Arzt in Bremen empfohlen bekommen, nachdem ich eine Anbieterin dieser Therapie, die nicht von der Kasse übernommen werden wolle, angemailt hatte. Sie machte sich die Mühe ein telefonisches kostenloses Beratungsgespräch über mehr als eine Stunde mit mir zu führen.

    Der Arzt erklärte mir dann beim ersten Termin, er kenne nur drei Anbieter dieser Methode die in der Lage sind das auch anständig zu erledigen. In meiner Stadt kannte er keinen Anbieter. Ich hätte dann nur in Bremen diese Therapie erhalten können, war aber unmöglich, aus mehreren Gründen. So wurde dann doch ein Anbieter in meiner Stadt dem Test unterzogen. Inzwischen ist dieser Anbieter vom Arzt angenommen worden. Auch seine anderen Patienten aus meiner Stadt können nun hier behandelt werden. Eine enorme Verbesserung.

    Die Erkrankung ist übrigens invalidisierend. Gut das ich diese therapie und einen Arzt dafür gefunden habe. Sonst …

    Zurück zum Papier-Müll-Rohstoff. Die blaue Tonne hat zwar einen „Einwurfschlitz“, wurde aber schon von irgendwem mit Gewalt geöffnet, kann also der Deckel hochgeklappt werden. Und wenn ich da mal aus neugierde hineinschaue, sehe ich dort nicht nur Papier drinnen.

    Und an Genova – ja, zur Zeit habe ich gerade wieder eine Erwiederung an das Amtsgericht (3 Seiten) gegen die Aussage meines Vermieters erstellt, die ich nun wegen der Klage gegen die unwirtschaftlichen Kosten der Restmüllbeseitigung laufen habe.

    Ich habe einen Antrag auf Prozesskostenhilfe und die Beiordnung eines Anwaltes wegen der Schwierigkeit des Sachverhaltes beantragt. Dabei musste ich auch schon die Klagebegründung einreichen, mit dem Zusatz, diese Klage nur dann als eingereicht zu betrachten, wenn Prozeskostenhilfe bewilligt wird.

    Da ich hier keine Briefe mehr veröffentlichen soll … verzichte ich auf diesen Text.

    Ein wieterer Mieter hat ebenfalls diesen Weg eingeschlagen, nachdem meine bisherigen Erfolge gegen die Abrechnungen der Jahre seit 2005 sich herumgesprochen haben.

    Aber leider wehren sich andere Mieter (mit einer Aussnahme) nicht. Ich hatte einfach die Einzugsermächtigung widerrufen und den von mir vom Vermieter geforderten Betrag nach dem BGB mit der Mietleistung verrechnet. Da machten noch ein paar mit. Die trauen sich aber dann nicht mehr, nachdem der Vermieter einmal mit Mahnverfahren und fristloser Kündigung drohte. Ich habe den Vermieter dann „schriftlich ausgelacht“ und der buchte die Forderung am mich sofort aus. Die anderen Mieter (bis auf einen) bezahlten aus Angst sofort den einbehaltenen Betrag.

    Da hoffe ich mit einen nun einmal notwendigen Urteil zu erreichen, das sich mehr Mieter wehren. Bei mir hat der Vermieter bisher immer nachgegeben (Abrechung für 2005 bis 2009) um ein Urteil zu vermeiden. Jetzt geht es in die Endrunde (2010), denke ich. Ach, der andere streitbare Mieter hat ebenfalls Erfolg, seitdem er sich mit meiner Hilfe gewehrt hat (2007 bis 2009). Auch dieser Mieter hat nun den Weg über das Amtsgericht eingeschalgen. Seine Schreiben erstelle ich und er überarbeite sie, er ist etwas freundlicher von seiner Grundeinstellung her. Meine Texte sind zu „brutal“.

    Mal schauen, ob sich das Amtsgericht traut ein Urteil gegen den Vermieter (im Aufsichtsrat sitzten Ratsmitglieder) zu fällen. Ich gehe davon aus in die nächste Instanz zu müssen.

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  4. hanneswurst schreibt:

    Bietet der Entstauungstherapeut auch „Happy Endings“ an?

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  5. Nihilist schreibt:

    @ Hannes – das „glückliche Ende“ ist für mich, dass ich eben nicht Invalide geworden bin. Es hat nicht viel gefehlt.

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