Pointiert, geistreich und unbeschwert: Die „Zeit“ kooperiert mit neoliberaler Propagandatruppe

Wundert einen ja nicht mehr wirklich: Die Zeit unter dem smarten Giovanni di Lorenzo kooperiert nun ganz offen mit der neoliberalen Lobbytruppe „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM). Ob Guttenberg-Förderer oder banaler Propagandist des Kapitals: Für Geld macht di Lorenzo offenbar alles. Dabei hat die Zeitung früher die korrupte Vorgehensweise der INSM kritisch beschrieben.

„Essay-Wettbewerb“ heißt das offiziell (bemerkenswerterweise mit falscher Rechtschreibung) und:

Ein Angebot der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in Kooperation mit dem Zeitverlag.

Warum kooperieren die? Wie viel Geld kriegt die Zeit dafür? Warum schaltet die INSM nicht einfach eine Anzeige in der Zeit? Nennt man sowas schon korrupt? Und wieso stört sich in der Zeit nicht mal jemand an diesem lächerlichen Begriff des Angebots?

Aus der Eigenbeschreibung:

„Soziale Marktwirtschaft – unser Wirtschaftssystem steht vor neuen Herausforderungen. Wie selten zuvor bestimmen Wirtschaftsthemen die aktuellen Schlagzeilen: Euro, Banken, Demografie und Energiewende sind nur einige davon.

Die Soziale Marktwirtschaft gründet auf einem Fundament von Werten und Regeln: Freiheit, Eigentum und Wettbewerb. Ein ordnender Rahmen soll die Verantwortung für wirtschaftliches Handeln sicherstellen sowie für den Schutz der Schwachen, sozialen Ausgleich und gerechte Teilhabe sorgen.

Welche Rolle spielt Wirtschaft heute in unserem täglichen Leben? Was muss eine Soziale Marktwirtschaft heute leisten?“

Das übliche orwellsche Geplapper. Die Totengräber dessen, was man am Kapitalismus sozial nennen könnte, spielen sich als deren Verteidiger auf. Wobei dieses Segeln unter falscher Flagge ja en vogue ist: Die FDP ist für Freiheit, die katholische Kirche für Jesus, die NPD für Demokratie.  Das was man abschaffen will, wird nach außen hin als wesentlicher Inhalt betont. Wer soll da noch durchblicken?

Was will die Zeit unter di Lorenzo abschaffen? Auf jeden Fall seriösen Journalismus. Wenn die INSM von „Sozialer Marktwirtschaft“ redet, dann ist das objektiv eine orwellsche Verdrehung und wenn Journalisten da mitmachen, dann ist eine Grenze überschritten.

Vor sechs Jahren berichtete die Zeit noch kritisch über die INSM. Sieht man die Kooperation heute, wird klar, wie sehr das Wochenblatt auf den Hund gekommen ist. Götz Hamann, Wirtschaftsredakteur bei der Zeit, schrieb damals:

Die Initiative arbeitet im Innersten der deutschen Medienrepublik, dort, wo die Nachrichten des nächsten Tages entstehen, dort, wo die veröffentlichte Meinung gemacht wird. Sie setzt alles daran, Stimmungen zu verstärken oder zu drehen und medialen Druck zu erzeugen. Wer die Arbeit der Initiative kennt, versteht den fortschreitenden Wandel in der öffentlichen, politischen Kultur, denn ihre Macher glauben fest daran: Wer am Ende die Herrschaft in einer Debatte erringt, dem winkt der höchste Preis – eine Politik nach seinem Gusto …

Am Ende könnten die Lobbyisten größeren Einfluss gewinnen als die FDP. Denn anders als die Freidemokraten versteht es die Initiative, parteiübergreifend zu wirken. In der Zeitschrift The International Economy wurde sie schon »als nationales Kampagnen-Hauptquartier der Neokonservativen« aus Wirtschaft und Politik bezeichnet.

Fast neun Millionen Euro kassiert die Initiative jährlich vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall. Das ist in dieser Form nicht nur einmalig. Es ist auch ein immenses Budget für Lobbyisten. Von dieser Summe für PR-Arbeit kann mancher Gewerkschaftschef nur träumen. Zudem haben die Macher der Initiative eine Strategie gewählt, von der sie glauben, dass sie ihre neun Millionen Euro wie hundert Millionen Euro wirken lässt. Dafür »wenden wir uns an Multiplikatoren, also Journalisten, Wissenschaftler, Prominente, Lehrer und Priester. Wenn wir sie überzeugen, kann daraus ein ›Triple Down‹-Effekt werden, der nach und nach auch weite Teile der Bevölkerung erreicht«, sagt Dieter Rath. [Geschäftsführer der INSM]

Tja, wer will da schon widersprechen, wenn selbst ein Wirtschaftsredakteur der Zeit seinen Chef so eindeutig kritisiert. Vollends auf den Punkt kommt Hamman hier:

Je mehr die wirtschaftliche Krise ein Medium in den vergangenen Jahren personell ausgedünnt hat, umso geringer ist oft die Hemmschwelle, mitzumachen, wenn etwas nur Auflage und Aufmerksamkeit verspricht. So werden Medien zu Treibern und Getriebenen gleichermaßen.

Danke für die klaren Worte.

Inwieweit das korrupte Verhalten di Lorenzos am immer noch guten Image der Zeit kratzt, ist die Frage. Zu weit darf man solche Propagandaveranstaltungen fürs Kapital nicht treiben, sonst fängt das Bürgertum womöglich an zu grummeln und kündigt das Abo. Ich hätte ja vermutet, die INSM ist mittlerweile zu diskreditiert, als dass man sich mit denen noch zusammen sehen lassen könnte – mal abgesehen von der Bild-Zeitung.

Mitmachen bei dem Angebot des Essay-Wettbewerbs dürfen nur Studierende. Wer eine Lehre absolviert oder sonstwie lebt, dem wird wohl nicht zugetraut, das nötige neoliberale und also sozialdarwinistische Know-How aufzubringen, um den Essay INSM-gerecht hinzukriegen.

Wie soll der Essay aussehen? So:

„Die Beiträge sollen die vorgegebene Fragestellung pointiert, geistreich und zugleich unbeschwert bearbeiten. Fußnoten sind nicht erforderlich.“

Jo. So pointiert, geistreich und unbeschwert eben, wie das Kapital in der Postmoderne seine Aktionen zur Akkumulation zu präsentieren pflegt. Notwendig zu verwendende Begriffe: Verantwortung, Freiheit, sozial, Wachstum, Wohlstand. Der Gewinner kriegt 5.000 Euro und darf an der „ZEIT-Wirtschaftskonferenz 2012“ teilnehmen, was auch immer das ist.

Weitere Informationen zum Thema auf den nachdenkseiten, die die Leser zum Widerstand aufrufen und überdies anmerken:

Das ist nicht der erste Missgriff der „Zeit“. Sie steht seit langem in Kooperation mit den bildungspolitischen Bertelsmann-Ableger CHE, dem Centrum für Hochschulentwicklung. Ihm verdanken wir eine Reihe von Fehlentscheidungen in der Hochschulpolitik.

Es wird wohl Zeit (haha), diese Zusammenhänge stärker zu thematisieren. Die Zeit als immer noch linksliberal betrachtetes Bürgerblättchen, in Wahrheit eine neoliberale Propagandamaschine, die zunehmend zur Marke für die „Wissensgesellschaft“ verkommt. Natürlich immer schön ausgewogen, bei Bedarf auch mal was Kapitalismuskritisches im Feuilleton.

UPDATE:

Erst am 19. Oktober 2011 schrieb der Redakteur im Ressort Politik, Michael Schlieben, in der Zeit über die INSM:

„…die Lehrmeinung der INSM gilt mittlerweile als diskreditiert. Seit der Wirtschaftskrise traut sich nicht einmal mehr die FDP, einer Entstaatlichungs- und Arbeitgeberpolitik das Wort zu reden. Die Initiative tut sich seither schwer, prägnante Formulierungen zu finden.

 Die INSM mag an Reputation eingebüßt haben. Als Modell indes hat sie Schule gemacht. Das Lobbywesen in Deutschland hat sich professionalisiert…“

Perfekt. Die INSM hat an Reputation eingebüßt, die Zeit hilft ihr dabei, diese Delle auszumerzen.

(Foto: genova 2011)

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20 Antworten zu Pointiert, geistreich und unbeschwert: Die „Zeit“ kooperiert mit neoliberaler Propagandatruppe

  1. Peleo schreibt:

    Leider allzu wahr. Dem gehts nur noch um Geld, hab ich ihm auch schon geschrieben.
    In der Nachbarschaft ist ein Edel-Seniorenheim für die gehobene Gesellschaft. Der Korb des Briefträgers ist voller ZEITen.

    Noch gibt es in einzelnen Bereichen der ZEIT lesenswerte Artikel. Noch. Was kann man als Noch- ZEIT-Leser tun, um Di Lorenzo loszuwerden?

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  2. genova68 schreibt:

    lol, danke für den Hinweis auf das Seniorenheim. Wäre bestimmt ein schönes Bild, wenn donnerstags der Briefträger kommt.

    Klar, in der Zeit steht viel interessantes, keine Frage. Di Lorenzo loswerden? Vielleicht braucht es nur ein paar mehr Schoten wie Guttenberg und jetzt das, dann wird der Unmut in der Redaktion sicher größer. Die Frage wäre aber auch, ob die Zeit ohne solche Geschichten finanziell überleben könnte. Ich weiß es nicht.

    Nebenbei:
    Ich wollte diesen Blogartikel hier gerade als Link in der Zeit-Community unterbringen. Der Link wurde von der Community-Redaktion gelöscht mit dem Hinweis:

    Bitte bemühen Sie sich um eine sachbezogene und konstruktive Diskussion. Unterstellende und beleidigende Beiträge gegenüber ZEIT-Redakteuren oder Usern bitten wir zu unterlassen. Danke, die Redaktion/jz

    http://www.zeit.de/2011/51/Einfuehrung-Sozialismus?commentstart=129#cid-1758033

    Vielleicht fanden sie ja den Zeit-Artikel von Hamann beleidigend :-)

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  3. InitiativGruppe schreibt:

    Diesen alten Götz-Hamann-Artikel werden Giovanni di Lorenzo und seine Redakteure wohl nicht gekannt oder vergessen haben – eine verdienstvolle Sache, Genova, dass du ihn ihnen wieder in Erinnerung rufst. Ich sehe ein paar schamrote Köpfe in den Büros der ZEIT.

    Nach und nach erobert sich – finanziell hinreichend ausgestattet – die Finanz-Sphäre die Medienwelt.

    Aber freuen wir uns auf das verlogene Zeug, das da jetzt produziert werden wird – bzw. auf die Genova’schen Kommentare dazu. So wie Krimileser Verbrechen lieben, so lieben wir den Unfug, den andere schreiben, oder?

    Ok, ich sollte es ernster nehmen. Tu ich auch. Ich will nur nicht selber vergessen, dass man als „Journalist“ (auch als Blogger) vom Negativen lebt.

    Bezüglich der Essays, die da pro Marktwirtschaft geschrieben werden sollen: Wird es nicht interessant werden zu sehen, wie man HEUTE NOCH den Kapitalismus im allgemeinen, den Neoliberalismus im besonderen grundsätzlich verteidigen kann? Ist er nicht das geworden, bei dem man Ignaz Auers berühmten Spruch anwenden kann (damals gerichtet an den „Revisionisten“ Eduard Bernstein): „So etwas sagt man nicht, Ede, so etwas tut man.“

    Der Finanzkapitalismus braucht am Ende keine Rechtfertigung mehr, so wenig, wie ein absolut herrschender Monarch. Ist es aber noch nicht so weit? Das INSM-Propagandamanöver könnte auch ein Zeichen dafür sein, dass die Neoliberalen noch nicht sicher genug im Sattel sitzen.

    (In dem Absatz nach der Eigenbeschreibung hast du den Begriff Marktwirtschaft durch den des Kapitalismus ersetzt und dann vergessen, Artikel und Pronomen anzupassen.)

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  4. genova68 schreibt:

    IG,
    danke für den letzten Hinweis in Klammern.

    Aber ich freue mich nicht über die Kooperation. Die Auswirkungen sind kaum real spürbar, das geht ja heutzutage nicht mehr mit der ideologischen Axt, sondern so, wie das in dem Essaywettbewerb erwartet wird. Schau dich auf der INSM-Seite und diesem Neusprech um. Außerdem lebei ich als Blogger überhaupt nicht, was das Finanzielle angeht. Mich interessieren andere Themen eigentlich mehr als sich mit Hampelmännern wie Lorenzo auseinanderzusetzen.

    Wie das Hamann schreibt: INSM und ähnlich gelagerte Gruppen sind wesentlich gefährlicher als die FDP derzeit.

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  5. Pingback: Von der verlorenen zur geistbefreiten ZEIT « Notizen aus der Unterwelt

  6. hanneswurst schreibt:

    Die Zeit ist auf den Hundt gekommen

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  7. genova68 schreibt:

    Sehr schönes Wortspiel, danke.

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  8. genova68 schreibt:

    Die „Community-Redaktion von Zeit-online“ hat mir gegenüber per Mail begründet, warum sie den Link in der Zeit-Community auf diesen Artikel hier gelöscht hat (siehe Kommentar hier weiter oben).

    Im Wortlaut:

    Guten Tag,

    Sie haben recht, in Ihrem Äußerungen war keine Beleidigung oder Unterstellung enthalten. Auf der von Ihnen verlinkten Seite wird aber anhand eines Essaywettbewerbs u.a. unterstellt, die ZEIT wolle „seriösen Journalismus abschaffen“ und Giovanni di Lorenzo sei „korrupt“. Der erste Vorwurf ist ehrabschneidend, Belege oder gar Beweise gibt es dafür im übrigen auch nicht. Mit dem zweiten Vorwurf wird gar kriminelles Verhalten unterstellt. Auch hierfür kann ich keine Beweise finden, die Unterstellung einer kriminellen Handlung ohne Belege ist darüber hinaus als Rufschädigung nicht zulässig.

    Ich habe die Entfernung der Webseite daher belassen, die Anmerkung aber geändert.

    Mit freundlichen Grüßen
    Franziska Kelch
    ________________
    Community-Redaktion ZEIT ONLINE

    Dass die Vermutung, die Zeit wolle seriösen Journalismus abschaffen, ehrabschneidend sei, finde ich skurril. Es ist eine erkennbar mild polemische Schlussfolgerung aus dem im Artikel Beschriebenen, mehrfach begründet. Eine Meinungsäußerung. Mit einer solch engen Auslegung des Begriffs der Ehrabschneidung sind weite Teile des auch in Deutschland praktizierten Journalismus nicht mehr möglich, beispielsweise die aktuelle Debatte um den Bundespräsidenten.

    Kriminelles Verhalten: Naja, Korruption im juristischen Sinne ist das sicher nicht, aber unter Journalisten ist Korruption ja ein heißes Dauerthema: Darf man Journalistenrabatte bei der Bahn, bei Luftfahrtgesellschaften und in unzähligen anderen Fällen annehmen oder besser nicht? So gesehen finde ich die „Kooperation“ der Zeit mit einer hochproblematischen Lobbygruppe zumindest im Ruch des Korrupten. Warum setzt die Zeit ihren Markenwert mit sowas auf´s Spiel, wenn es keinen Ausgleich gibt? Wie viel hat die INSM dem Zeitverlag für die Kooperation gezahlt? Der Begriff der Korruption steht hier im Raum. Wenn sowas auf einem Blog nicht möglich sein soll, ohne dass daraus angebliche Unterstellung von kriminellem Verhalten resultiert, würde auch vieles nicht mehr geschrieben.

    Meinen Verdacht, dass man bei der Zeit lieber einen Link zu einem kritischen Blogartikel löscht als sich mit der Chefredaktion anzulegen, konnte Franziska Kelch jedenfalls nicht ganz ausräumen.

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  9. John Dean schreibt:

    Immerhin eine Korrektur. Jetzt müsste eigentlich nur noch die „Kooperation“ (i.d.R. fließen dabei Geldbeträge) mit der INSM beendet werden. Ich wüsste kaum etwas, womit sich eine seriöse Zeitung/Zeitschrift stärker beschmutzen könnte als mit einer „Kooperation“ mit der INSM.

    Sorry. Wer sich von der INSM kaufen lässt, verfolgt keine hohen journalistischen Ansprüche, Herr Lorenzo!

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  10. summacumlaude schreibt:

    Danke für die Hinweise, das Gutti-Interview erklärt sich mir nun.

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  11. hf99 schreibt:

    Hochinteressant! genau hier kann die sog. oder auch nicht sog. „Gegegnöffentlichkeit“ eingreifen! Ich wünsche mir Verlinkung bis dorthinaus. Nicht mit dem Ergebnis, die „ZEIT“ sei scheisse bis zum geht nnicht mehr. Aber mit dem Ergebnis: Die ZEIT kann lügen, so wie Hans-Horst Blablabla lügen kann.

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  12. summacumlaude schreibt:

    Bei di Lorenzo habe ich schon mehrfach in der Vergangenheit gedacht: Was ist denn mit dem los? Nun lässt er auch noch in Deinem Blog via Frau Kelch erklären, Kritik an ihm sei lediglich eine Unterstellung kriminellen Handelns; also eine V E R L E U M D U N G! Und damit – ebenfalls kriminell, justitiabel. Das ist schon übel genova, wie man Dir hiermit indirekt droht.

    Frau Kelch ist übrigens etymologisch schon im Irrtum. Unter korrupt wird auch eine insgesamte Haltung der moralischen Verdorbenheit verstanden, nicht nur die tatsächliche Käuflichkeit. Die Käuflichkeit ist justitiabel, die moralische Verdorbenheit nicht – und genau die ist ja wohl hier von Dir gemeint. Und das sieht nicht nur genova bezüglich des Herrn di Lorenzo so. Sondern z.B. auch summacumlaude. Und zwar der Echte.

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  13. genova68 schreibt:

    summacumlaude,
    danke für den Hinweis auf die Bedeutung von Korruption. Genau das dachte ich mir beim Lesen der Kelchschen Mail auch. Da wird man schnell in eine justiziable Ecke gedrängt, auch in so einem merkwüdig pseudoaufgeklärt-strengen Stil.

    Ob das justiziabel ist, frage ich mich überhaupt nicht. Zum einen bin ich kein Jurist, zum anderen müsste ich an das Funktionieren unseres Rechtssystems in solchen Fällen glauben, was ich nicht tue.

    Ich bin in solchen Fällen auch ganz froh, dass Blogs bei wordpress praktisch anonym sind, ansonsten würden einem diese Heinis vielleicht noch zeigen, dass sie mächtig sind.

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  14. Nihilist schreibt:

    Nun, mein Zeit-Abo habe ich schon vor einiger Zeit gekündigt.

    Auch wenn die Aussage – früher war alles besser –

    nicht gerade glücklich ist. Manches war schon besser, wenn man(n) so die Journailie betrachtet.

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  15. mercade schreibt:

    Von 2003 bis 2005 kürte die INSM zusammen mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung jährlich den „Reformer des Jahres“. Dabei sollten Personen ausgezeichnet werden, die sich im betreffenden Jahr in besonderer Weise für „marktwirtschaftliche Reformen“ in Deutschland eingesetzt haben. Mit dem Titel wurde 2005 der Verfassungsrichter Udo di Fabio ausgezeichnet, 2004 der CDU-Politiker Friedrich Merz und 2003 das spätere CDU- Kompetenzteam -Mitglied Paul Kirchhof . In den Jahren 2004 und 2003 wurde zusätzlich mit dem IG Metall -Vorsitzenden Jürgen Peters und dem SPD-Präsidiumsmitglied Andrea Nahles auch je ein „Blockierer des Jahres“ ernannt.

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  16. genova68 schreibt:

    Die Spambots werden immer raffinierter. Sie schreiben mittlerweile sogar sinnvolle Postings.

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  17. hf99 schreibt:

    DEN Schpämm hatte ich allerdings noch nicht. Naja, warte warte nur ein Weilchen…

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  18. hf99 schreibt:

    da ich nicht editieren kann, gleich hinterher: ich hatte allerdings schon ellenlange Zitate aus der Wiki, die so in etwa zum Thema passten/zu passen schienen…

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  19. Friedemann Wehr schreibt:

    @genova68: Ich habe heute auch Bekanntschaft mit der Zensurfranziska von der ZEIT gemacht und Euere Erfahrung mit der Dame verlinkt. Hier meine Beitrag: http://www.friedemann-wehr.de/12,206,eine-zensur-findet-selten-nicht-statt,item,0.html

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  20. genova68 schreibt:

    Tja, Friedemann, das Dumme an der Geschichte ist, dass man hinterher nicht mehr weiß, was da eigentlich gepostet wurde. Ohne deinen gelöschten Text kann ich mir kein Bild von der Sache machen.

    Sorry, aber oberflächliche Verbrüderungen sind mir naturgemäß ein Graus.

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