Geraderücken II

„Städte werden vor allem von Bauten geprägt, die nicht in Architekturzeitschriften veröffentlicht werden. Dadurch entsteht auf dem Papier ein geschöntes Bild der Wirklichkeit. Um das wieder etwas geradezurücken, wird auf dieser Seite gezeigt, wie der Alltag wirklich aussieht.“

deutsche bauzeitung

Stadtrand in Chemnitz:


(Foto: genova 2011)

In Fortsetzung dieses Artikels.

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15 Antworten zu Geraderücken II

  1. Tony Mach schreibt:

    Also, mir wäre hier ein geschöntes Bild irgendwie lieber als die Wirklichkeit…

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  2. hanneswurst schreibt:

    Das Bauwerk sieht nach einer guten Balance aus Funktionalität und Augenschmauss aus. Nur der Farbton trifft nicht meinen Geschmack, ein Braunton hätte meiner Meinung nach besser gepasst.

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  3. genova68 schreibt:

    Den Braunton kann man sich in Chemnitz und Umgebung ja mühelos dazudenken. Haha.

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  4. Mister_Y schreibt:

    Also wenn ich als kind ein Modernes Industriegebäude designt hätte, dann sähe das so aus. Offensichtlich ist mir da jemand zuvorgekommen.

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  5. georgi schreibt:

    …und dieses Gebäude ist nicht einmal das Schlimmste. Ganze Stadtgegenden und Straßenzüge sind leergezogen in Chemnitz. Überall verlassene Ruinen in Chemnitz! Fürchterlich! Naja, Karl-Marx-Stadt war noch nie schön.

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  6. genova68 schreibt:

    Ja, leer ist es da wirklich. Überdimensionierte Straßen ohne Verkehr, an einem sonnigen Tag um 18 Uhr wenig los in der Innenstadt. Da möchte man nicht wohnen. Dazu kommt, dass die Stadt, die sich „Stadt der Moderne“ oder so ähnlich nennt, ausgerechnet Kollhoff einen massiven Bunkerklotz in die Innenstadt bauen ließ. Aber sicher ist das Gebäude da oben irgendwie cool, sonst hätte ich es ja nicht fotografiert.

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  7. InitiativGruppe schreibt:

    Nein, genova,
    mich legst du nicht rein.
    Das ist eine Fotomontage.
    So einen Bau verbricht KEIN Architekt oder Bauherr.
    Ausgeschlossen.
    Pauher & Arschitickt wären beim Anblick dieses von ihnen gezeugten Bastards vor Schreck und/oder Scham gestorben, und das wär groß bei Spiegel Online gekommen. Kam aber nix.

    Ergo: Fotomontage. Sag ich.

    Oder beweise mir, dass dieser Bau wirklich real echt ungefälscht so ausschaut!
    Du kannst es mir beweisen, indem du mir eine Hin- und Rückfahrkarte München – Kemmnizz spendierst, damit ich mich selber überzeugen kann.
    (Meine Kontonummer schick ich dir per eMail.)

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  8. genova68 schreibt:

    :-)

    Vielleicht war das Ding früher ein Getreidesilo. Und der Stadtrat hat dem Bauherrn die Spiegelglasanbauten geschenkt, damit das Gebäude an der wichtigen Stadteinfahrt „etwas hermacht“.

    Falls hier ein Chemnitzer mitliest, möge er uns aufklären. Bis dahin schwöre ich schon mal, dass ich kürzlich an dem Kasten leibhaftig vorbeigefahren bin und es gesehen habe.

    Statt Bahnfahrt nutzt man heute google earth:

    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/6870/display/26561931

    Von oben sieht der Kasten schon weniger grausam aus, aber wer hat schon einen Hubschrauber.

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  9. Torsten schreibt:

    Als gebürtiger Karl-Marx-Städter kann ich mich dunkel erinnern, dass auf diesem Gelände in DDR-Zeiten die „Fettchemie“ stand. Nach der Wende wurde das Chemiewerk abgerissen und das kontaminierte Erdreich großflächig abgetragen. Danach hatte man natürlich eine große brach liegende Fläche. Das Gebäude wurde bereits recht früh nach der Wende dort hingesetzt. Es heißt übrigens „Solaris-Turm“, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob das der offizielle Name oder eine Mischung aus offiziellem Namen und Volksmund ist. Ich glaube nicht, dass die Vermietungsquote recht gut ist. In Chemnitz gibt es ohnehin eher ein Überangebot an Büroflächen.

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  10. genova68 schreibt:

    Sehr freundlich, vielen Dank für die Informationen!

    Im Solaris-Turm kann man Büros ab 6,60 Euro pro qm inklusive Betriebskosten mieten:

    http://verwaltung.solaris-chemnitz.de/fimmobilien.htm

    Hammer.

    Die Namensgebund in Bezug auf Lem ist auch nicht ohne.

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  11. InitiativGruppe schreibt:

    Da könnte ich mir also für 330 Euro (warm?) 50 qm mieten, ein Bett reinstellen, eine Kochnische einbauen (wenn nicht schon eine drin ist) …

    Aber wenn das schon für Büros so billig ist, kriegt man in Chemnitz Wohnraum für noch weniger? 50 qm vielleicht schon für 200 Euro? Da bräuchte man kaum noch zu arbeiten, wenn man mal berücksichtigt, dass man sich für weitere 100 Euro im Monat durchaus zureichend und gesund ernähren könnte. Da käme man beinahe schon mit 400 Euro im Monat hin, auf jeden Fall, wenn sich zwei zusammentun würden. Wär auch was für Hartzer.

    Nur ein bisschen Schmerzensgeld müsste man noch raushandeln können, wegen des unzumutbaren Anblicks des Gebäudes von außen. Oder man stellt beim Sozialamt einen Antrag auf bedarfsgerechten täglichen Hubschrauber-Transport. Wär mal was Neues Skandalnudeliges für die BILD. „Hartzer stellt Antrag auf … “ – Den Hubschrauber kriegt man nicht, schon klar, aber ein paar Mäuse von der BILD wären vielleicht drin für die Lieferung einer schlagzeilenträchtigen Story gegen die überhandnehmenden Hängemattenexistenzen.

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  12. genova68 schreibt:

    Nicht warm, sondern nur Betriebskosten ohne Heizung. Du könntest in deinem neuen Büro nicht nur wohnen, sondern auch Deutschkurse geben. Was man da spart! Das Problem ist nur, dass man die Kursbesucher aus dem Westen rankarren müsste.

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  13. John Dean schreibt:

    OT – aber doch wichtig:

    Wie kommst du eigentlich dazu, Genova, irgendwelchen Dogmatikern die Lügen über mein Leben abzunehmen, welche mich nicht kennen (aber aus „politischen“ Gründen ablehnen), während du das, was ich persönlich aus meinen Leben berichtet habe, als „Lüge“ bezeichnest?

    (Wusstest du eigentlich, dass Momo mich explizit sogar eingeladen hatte bei ihm unter einem anderem Pseudonym weiter zu kommentieren? Ich also tat als „Sonnenschein“ genau das, nämlich dieser Einladung zu folgen.)

    Ist deine Positionierung, dahingehend dass ich ein Lügner sein müsse, nicht ein wenig unvorsichtig deinerseits? Faktenfremd ist es ohnehin. Ich nehme dich gerne mal auf eine meiner Mülltauchtouren mit. Wenn du willst, sieben Mal die Woche. Und was wiederum gilt, wenn ich in Wirklichkeit sogar noch deutlich beschissener dran bin und noch mehr Randgruppe, als aus dem hervorgeht, was ich über mich veröffentlicht habe?

    Alles Lüge?

    Aus dem Umstand, dass ich Leuten wie Momorulez unbequem war, solltest du nicht folgern, dass ich über meine eigenen Person Mist verbreitet habe.

    Geraderücken III sozusagen. Und ich finde, du bist mir etwas schuldig – ein paar Worte in deinem Blog. Worte, die das mit der „Lüge“ gerade rücken. Ich liefere dir auch gerne die Beweise, wenn du weiter zweifelst.

    Ich neige nicht zum Lügen. Pardon, falls das nicht genehm sein sollte. Grüße und schöne Tage an dich!

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  14. genova68 schreibt:

    Hi, Dean
    hat ja in der Tat was von Geraderücken ;-)

    Falls es wen interessiert, es geht um dieses Posting hier:

    http://che2001.blogger.de/stories/1951150/#1960318

    Dean,
    ich kenne dich nur aus dem Netz und ich habe auch keinen Dogmatikern irgendwas geglaubt, sondern nur das beschrieben, was ich gelesen habe. Du hast ein merkwürdiges, man könnte wohl sagen neurotisches Verhältnis zu momorulez. Du kommst immer wieder mit neuen nicks in seinen Blogs und tust so, als wärst du eine neue Person. Du versuchst, seine Aufmerksamkeit zu erheischen. Also alles recht devot (was ich dir vor über einem Jahr, in der Schwulschick-Diskussion, mal vorgeworfen habe). Dann dieses komisch pseudo-selbstlose Momorulezverteidigen.

    Das ist mir alles zu merkwürdig, und das habe ich in dem Kommentar bei che kurz ausgedrückt. That´s all.

    Dass du wirklich Flaschensammler bist oder sonstwas, was weiß ich, das ist hier auch nicht der Punkt. Ich habe dich auch nie einen Lügner geannnt, sondern würde aus deinem Verhalten schlicht folgern, dass du im Internet in unterschiedlichen Rollen auftrittst. Aus welchen Gründen auch immer.

    Eine kleine Sensation wäre es natürlich, wenn Momorulez nach außen hin dich basht und intern dich bittet, unter anderem Namen bei ihm weiterzuposten, wie du das behauptest. Wäre ich Bunte-Chefredakteur, würde ich jetzt versuchen, daraus eine große Geschichte zu basteln.

    Bin ich aber nicht.

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  15. che2001 schreibt:

    @“Naja, Karl-Marx-Stadt war noch nie schön.“ —– Es gibt da durchaus schöne Ecken, Gründerzeithäuser und dieses Riesenfenster, ich glaube, das größte klassische Bleiglasfenster der Welt.

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