Hinweis auf eine Wahlempfehlung für heute:

(Foto: genova 2011)

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8 Antworten zu Hinweis auf eine Wahlempfehlung für heute:

  1. HF schreibt:

    Interessante Geschichtssicht. Manchmal ist Satire die falsche Methode.

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  2. Tony Mach schreibt:

    Beim Ersten hinsehen: Ein netter Gag. Aber, Uhhhh, das ist aber irgendwie doppel- und dreifachdeutig – und je nach Kontext sehr sarkastisch oder sehr zynisch… Der „Patsy“ der benutzt wurde um die Demokratie auszuhebeln. Der sicher nicht stellvertretend war für den Anti-Faschismus. Und kein metaphorischer Brandstifter im Sinne von Biedermännern (Union und Konsorten) und Brandstiftern (PI usw.) mit denen wir es heutzutage zu tun haben. Außerdem, was soll van der Lubbe im Parlament? Das ist doch krude Sponti-Logik.

    Sinn macht das Plakat eigentlich nur wenn es sich Neo-Faschisten richtet die daran glauben das van der Lubbe ein „pöser“ Kommunist war der Deutschland abfackeln wollte…

    (Wie schön es ist ein einfaches Plakat überzuanalysieren. Und ist das überhaupt ein echtes Wort?)

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  3. Nihilist schreibt:

    Nun, mit dem Wahlgesetz in Berlin habe ich mich noch nicht beschäftigt. Ist das rechtlich in Ordnung?

    Gegen das Wahlgesetz meines Landes habe ich einen Widerspruch gegen die Wahl beim Landeswahlleiter und dem örtlichen Wahlleiter eingelegt. Meine Begründung:

    Schon vor der Wahl hatte ich per E-Mail Kritik an der Methode geübt und in dem Schreiben erklärt, dass ich die Wahl nach der vorgesehenen Methode anfechten werde. Das wurde ignoriert. Da die Wahl nach einer meines Erachtens rechtswidrigen Methode durchgeführt wurde, fechte ich diese Kommunalwahl nun an.

    Begründung:

    Mit meinen Stimmen will ich ein Mitglied in den Stadtrat wählen, das ich für fähig halte. Durch die Einteilung in Wahlbereiche kann ich das aber nicht.

    Denn ich will nicht einen Kandidaten eines „Stadtbezirkes“ wählen, sondern einen für ganz ORT. Da die Stadt kreisfrei ist, also nicht aus unterschiedlichen Gemeinden besteht, die bei der Besetzung berücksichtigt werden müssten, halte ich die Einteilung in Wahlbereiche in ORT für unsinnig.

    Wenn gewählte Ratsmitglieder ihren eigenen Wahlbereich bevorteilen, ist das nicht im Sinne der Verantwortung für die Stadt DORT an sich. Die Aussagen im Wahlkampf, die darauf zielen im eigenen Wahlbereich gewählt zu werden, sind somit nicht geeignet einen geeigneten Kandidaten zu erkennen. Alle Kandidaten müssten, so wie vorgesehen im Rat, die Interessen der Stadt vertreten. Ein Widerspruch zu der Einteilung in Wahlbereiche. Da die Kandidaten nicht einmal in ihren eigenen „Wohnbereichen“ auftreten, ist es für mich sowieso fraglich, warum ich auf die Kandidaten meines Wahlbereichs begrenzt bin. Denn Kandidaten wohnen in meinem Wahlbereich, treten aber in anderen Wahlbereich an.

    Wenn aber unter den in meinem Wahlbereich aufgeführten Kandidaten, schon durch die Wahlkampfaussagen, was sie für STADTTEIL erreichen wollen, keiner ist, den ich für geeignet halte die Interessen der Stadt ORT zu vertreten, sondern einen derartigen Kandidaten nur in einem anderen Wahlbereich erkenne, ist es mir unmöglich diesen Kandidaten zu wählen.

    Da die Stimmen der Wahlbereiche zusammen die Anzahl der Ratsmitglieder bestimmt, die Zahl der Stimmen für die Kandidaten in den Wahlbereichen dann ausschlaggebend sind für den Einzug in den Stadtrat, in meinem Wahlbereich aber ein Kandidat aufgestellt wurde, den ich nicht für geeignet halte, ist es unsicher, wer dann wirklich in den Stadtrat einzieht.

    Wenn also die Kandidaten in getrennten Wahlbereichen antreten, dann müsste pro Wahlbereich eine feste Zahl von Sitzen im Rat vergeben werden, also nach den „Bewohnern“ in den Bereichen gemessen, nicht an den Wahlberechtigten. Dann käme es sicher im Rat zu „Abstimmverhalten“ für den eigenen Wahlbereich. Schon das zeigt, das eine derartige Wahlmethode nicht im Interesse der ganzen Stadt sein kann.

    Quasi wähle ich eine „Wundertüte“, denn wenn ich die Partei wähle, deren meines Erachtens geeignete Kandidat in einem anderen Wahlbereich zur Wahl steht, könnte es geschehen, dass ich mit meinen Stimmen den Kandidaten in meinem Wahlbereich wähle, den ich für ungeeignet halte.

    Für mich gibt es nur die Stadt ORT im ganzen, nicht in vier Wahlbereichen. Deswegen halte ich es für notwendig, das die Parteien in allen Wahlbereichen eine Liste aller ihrer Kandidaten zur Wahl aufstellen, damit ich dann aus diesen Vorschlägen dem oder den aus meiner Sicht geeigneten Kandidaten meine Stimme geben kann.

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  4. genova68 schreibt:

    Tony March und HF,
    ich habe mir gar keine Gedanken gemacht, was die damit aussagen wollen. Man könte natürlich sagen, dass ich das Foto dann auch nicht hier bringen soll. Aber ich fand es zumindest aufmerksamkeitsökonomisch ganz gut und bei dem aktulellen bzw. gerade vorbeigegangenen Wahlkampf fand ich die Aussage zumindest kräftig. Vielleicht sollte ich mich erstmal auf den aktuellen Stand der van-der-Lubbe-Forschung bringen.

    Nihilist,
    wie oft willst du deine Klage gegen die Wahl hier eigentlich noch posten? Das war schon das dritte Mal, wenn ich mich nicht verzählt habe.

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  5. Nihilist schreibt:

    Nun, vielleicht findet sich ja in Berlin jemand, der sich auch mit dem Wahlgesetz beschäftigt und eventuell mit dem Wahlgesetz nicht zufrieden ist.

    Ich kann ja nicht überall sein. ;-)

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  6. InitiativGruppe schreibt:

    „aufmerksamkeitsökonomisch“
    wirkt es auf ca. 10 Prozent der jüngeren Wählerschaft. Mehr, glaube ich, kennen weder Marinus van der Lubbe noch die Story oder die Hintergründe des Reichstagsbrands.

    Bedeutung? – Ein paar Vorschläge:

    Möglichkeit A: Brennt den Reichstag ab! Die Leute sollen sehen, dass wir keine Demokratie mehr haben!

    Möglichkeit B: Piraten ins Parlament! Damit mal jemand der müden Politik etwas Feuer unter dem Arsch macht!

    Möglichkeit C: Wir sind „Die Anderen“ und sind alle wie Marinus van der Lubbe: lonely heroes ohne politischen Sinn und Verstand.

    Möglichkeit D: Was wir mit den Luxusautos machen können, das können wir auch mal mit dem Reichstag machen!

    Möglichkeit E: Wenn die Linken den Reichstag abbrennen, dann ist das UNSERE Chance, mit den Linken abzurechnen. Locken wir sie in diese Falle – blöd genug sind sie ja, um reinzufallen.

    Möglichkeit F: Ein guter Witz ist ein guter Witz ist ein guter Witz. (Er wird nicht besser, indem man ihn zu deuten versucht.)

    Möglichkeit G: Da gibt’s nix zu verstehen. Wir verstehen uns selber nicht. Wir wissen nicht, was wir tun. Wir plappakaten halt einfach mal so drauf los.

    Ich stelle mir vor, dass ALLE diese (und noch mehr) Möglichkeiten gelten und dass sie in der Summe sich der Wahrheit annähern.

    „aufmerksamkeitsökonomisch“ gut:
    zugleich aggressiv und rätselhaft, zugleich bösartig und gutmeinend, zugleich gefährlich und harmlos.
    Es fordert zum Denken UND zum Handeln heraus, aber man sieht nicht so recht, was man denn nun denken und wie man wirklich handeln soll.

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  7. genova68 schreibt:

    „zugleich aggressiv und rätselhaft, zugleich bösartig und gutmeinend, zugleich gefährlich und harmlos.
    Es fordert zum Denken UND zum Handeln heraus, aber man sieht nicht so recht, was man denn nun denken und wie man wirklich handeln soll.“

    Deswegen habe ich das auch fotografiert.

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  8. propagandix schreibt:

    Was darf die Satire? Alles!
    (Kurt Tucholsky).

    Umso mehr in Zeiten, in denen sich der Apparat samt Repräsentatanten alles herausnimmt …

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