Breivik, der Medienprofi

Noch zwei Bemerkungen zu Norwegen.

1.

„Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanität. Aber nie Naivität.“

Das sagt der norwegische Staatschef Jens Stoltenberg nach den Attentaten. Bemerkenswert, weil er offenbar davon ausgehen kann, dass diese humane, aufgeklärte, liberale Perspektive von einem Großteil der Norweger geteilt wird. Im Deutschland des Jahres 2011 unmöglich, das hätte ich mir höchstens noch bei Willy Brandt vorstellen können. Heute kommen sofort Vertreter christlicher Parteien und fordern schärfere Gesetze. Vertreter der Parteien wohlgemerkt, die nicht willens waren, sich von Sarrazin abzugrenzen und sich in Bierzelten fremdenfeindliche Ressentiments gern zueigen machen, nur subtiler.

2.

Breivik hat sein Ziel erreicht. Er wollte ein Attentat begehen und dadurch auf sein „Manifest“ aufmerksam machen. Es wird jetzt überall zum download angeboten, beim Tagesspiegel sogar ganz oben. Das Manifest (Alleine die Idee, einen Oberbegriff als individuellen Namen zu benutzen, ist genial, und alle machen mit. PR-Experten erblassen vor Neid.) bekommt jetzt mehr Aufmerksamkeit als letztes Jahr Sarrazin. Und es steht auf den 1.500 Seiten mitnichten wirres Zeug. Das Ding ist eine nette Zusammenfassung dessen, was seit Jahren in sogenannten islamkritischen Kreisen en vogue ist. Da hilft jetzt auch keine Distanzierung. Breivik saugte jahrelang wachsam auf, was ihm das Internet bot und interpretierte das keineswegs so dümmlich, wie das beim rechtsradikalen Fußvolk die Regel ist. Seine Ausführungen zum modernen Rechtsradikalismus beispielsweise, der nicht mehr offen antisemitisch und nicht mehr offen rassistisch sein darf, sondern sich als Kritik am „Multikulturalismus“ tarnen muss und freiheitsliebend die böse Ideologie des Islam kritisiert. Ein Rechtsradikalismus, der sich als bürgerliche Mitte oder als bürgerlicher Konservatismus tarnt, und zwar relativ raffiniert, wenn man sich jemanden wie Gert Wilders anschaut.

Die Rolle der Medien ist hier eine problematische. Sie müssen darüber berichten, sie müssen sich mit dem Geschreibsel auseinandersetzen. Aber in Zeiten, in denen der Inhalt nichts und die Aufmerksamkeitsökonomie alles ist (also die Hürde zu überwinden, überhaupt wahrgenommen zu werden), könnte es für Breivik und seine Kollegen nicht besser laufen. Via „Manifest“ wird nun verbreitet, was die neuen Nazis, auch Rechtspopulisten genannt, sich seit Jahren bemühen, unters Volk zu bringen. Und die tollen Fotos von dem smarten jungen Mann sind ja auch nicht zu verachten.

Dumm ist er nicht. Insofern wäre Stoltenbergs  Antwort zu präzisieren. Keine Naivität, ja. Was aber auch heißt, die notwendigen Zusammenhänge herzustellen. Womit wir übrigens auch wieder bei Broder wären.

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, Medien, Neoliberalismus, Politik, Rechtsaußen abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Breivik, der Medienprofi

  1. dingosaar schreibt:

    Auch die Bemerkungen gefallen mir sehr gut – nur eine Korrektur: Jeder redet vom „Manifest“, wohl, um den Titel nicht nennen zu müssen, aber der eigentliche Titel ist „2083. A European Declaration of Independence.“

    Er spielt im Titel auf die zweite wiener Türkenbelagerung 1683 an; im Untertitel natürlich auf die „Declaration of Independence“ der USA.

    Aber wie Du gesagt hast: Breivik hat genau das „umgesetzt“, was ihm unsere vergiftete Diskussionskultur in Europa ständig vorgebetet hat. Sein Manifest bzw. „2083“ hält der europäischen Stimmung den Spiegel vor – mit über 70 Toten. Leider hat vorher niemand beachtet, wie lächerlich und gefährlich es ist, wenn 80 Millionen Deutsche – davon je 26 Millionen alleine Mitglieder von EKD und der Romkatholischen Kirche – bei 3-4,5 Moslems (60% davon aus der Türkei, viele sehr sekulär lebend) Angst vor einer „Islamisierung Deutschlands“ haben (SPIEGEL-Titel).

    Ich HOFFE, daß das jetzt nicht in einen Kreuzzug gegen „rechtsextreme, aber nicht linksextreme“ Gruppen ausartet (Nahles); das Problem sind eben NICHT die Rechtspopulisten. Das Problem ist, daß diese Islamophobie und „Überfremdungs“-Hysterie, angefacht durch professionelle Panikmacher, sich längst durch alle Parteien, alle Medien zieht – auch wenn die SPD jetzt hinter jedem Baum was Rechtes zum Bekämpfen findet (Bundeswehr-Uni, Burschenschaften, NPD-Verbot) so ist die Nahles IMMER NOCH Sarrazin hinten rein gekrabbelt.

    Liken

  2. genova68 schreibt:

    Ach, der Begriff „Manifest“ stammt wirklich nicht von Breivik? Danke für den Hinweis. Breiviks Titel klingt ja eher wie ein Hollywood B-Movie. Die Medien als willige Vollstrecker.

    Dass die Rechtspopulisten nicht das Problem sind, sondern die Spur des Rechtspopulismus in den Parteien, wenn ich dich richtig verstehe: Ja, meinetwegen, allerdings richten sich Parteien nach dem Wahlvolk, und wenn Sarrazin 1,2 Millionen Bücher verkauft, dann hat das Auswirkungen. Die strukturellen Ursachen für diese Angstzustände sind anderswo zu suchen, in der Politik, in der Ökonomie. Der Angstbegriff wäre da zu thematisieren.

    Wo ist die Nahles dem Sarrazin denn hintenrein gekrabbelt?

    Liken

  3. dingosaar schreibt:

    Der Ausgang des Parteiausschlußverfahrens war für viele doch eine arge Enttäuschung und sendet m.E. die falschen Signale aus – deshalb habe ich aber auch die „Berliner Erklärung zur Einstellung des Verfahrens gegen Dr. Thilo Sarrazin“ unterzeichnet.

    „Illuminati“ oder „Harry Potter“ haben noch mehr Bücher verkauft, „Illuminati“ von Dan Brown wurde von vielen sogar ernstgenommen – trotzdem wird kein geistig gesunder Politiker Teile von „Illuminati“ öffentlich ernstnehmen. Es gibt viele Bestseller, denen Journalisten, Medien und Politiker mutig entgegen getreten sind, weil sie einfach falsche Aussagen transportiert haben. Sarrazin? Es wird davon berichtet, wie „Türken“ ihn in Kreuzberg hochkant rauswerfen, als er da mit einem Kamerateam im Schlepp „slumming“ ging.

    Ich will in einem Klima, das von „professionellen Angstmachern“ bestimmt ist und in einem Staat, der wegen „Terrorismus“ immer weiter in Richtung Autoritarismus geht, nicht leben. Und ich will nicht, daß – im Gegensatz zu Norwegen – in Deutschland Politiker von CDU/CSU, SPD und Grünen eine Katastrophe wie Oslo und Utöya schon für die Durchsetzung ihrer Ziele instrumentalisieren, bevor die Leichen der Opfer noch abgekühlt sind (entschuldige die Sanisprache).

    Seit 2001 haben wir eine stetige Vergiftung des Klimas erlebt. Es reicht. Es wird Zeit, zu handeln – und zwar genau so, wie Jens Stoltenberg es vormacht: „Die Antwort auf Gewalt ist größere Offenheit, mehr Demokratie und mehr politische Teilhabe“.

    Liken

  4. Kristof schreibt:

    Du beziehst dich auf die einhellige Meinung in Norwegen. Aber welche Stimmen hast du bis jetzt aus Norwegen gehört außer der von Stoltenberg?
    Die Freiheitspartei (ala FPÖ) lag in Norwegen bei 22% bei der letzten Wahl. Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, dass alle Norweger so gleichgeschaltet sind wie die deutsche Presse dies gern darstellt.

    Liken

  5. genova68 schreibt:

    Kristof,
    ja, stimmt, ich habe von Norwegen keine Ahnung und die 22 Prozent Freiheitspartei kann man nicht außen vor lassen. Ich kann über die Stimmung in Norwegen eigentlich nichts sagen, fand den Satz von Stoltenberg aber dennoch bemerkenswert, weil er nicht nur irgendwie beschwichtigte und irgendwas allgemeines von „westlichen Werten“ erzählte, sondern ganz konkret wurde. Den Part „mehr Offenheit“ würden wir in Deutschland von Merkel nach einer solchen Tat nicht hören, kann ich mir zumindest nicht vorstellen.

    Mir fällt zumindest auf, dass man hier mehr hört über die Rechtspopulisten aus Dänemark. Über die aus Norwegen habe ich noch nie was gehört.

    dingosaar,
    dass Sarrazin sich weiterhin Sozialdemokrat nennen darf, ist eine Enttäuschung, vielleicht aber auch nur für die, die von der SPD noch ernsthaft eine linke, emanzipatorische Politik erwarten. Die sind Teil der herrschenden Klasse, zumindest was die Führungszirkel angeht. Vor ein paar Tagen lief eine interessante Dokumentation in der ARD (glaube ich): „Sozialdemokraten“. Schön zu sehen, wie sich Schröder, Steinmeier, Gabriel, Gauck, Kahrs und andere die Bälle zuwerfen. Die haben mit der Sozialdemokratie Brandts oder gar noch früher überhaupt nichts mehr zu tun. Und wer neoliberale Politik propagiert, hat den Rechtspopulismus an der Backe.

    Andererseits finde ich die Überlegung interessant, einen Sarrazin in der SPD zu lassen und damit zu bändigen. Besser so als wenn der bei einer neuen Partei mitmachte.

    Was konkret Frau Nahles angestellt hat, weiß ich aber immer noch nicht ;-)

    Liken

  6. dingosaar schreibt:

    Nahles war in dem Ausschlußverfahren beteiligt und hat das Ergebnis am Ende verteidigt.

    Naja, die SPD (und Gewerkschaften) hatten immer schon ein „Champagnerlinken“-Problem – aber wenigstens vertreten sie nach außen, daß sie ihre Basis ernstnehmen. Die GRÜ verbreitet ständig, daß sie doch die armen unmündigen Bürger/Frauen/whatever vor sich selbst beschützen müsse.

    Noch was zum Manifest: Es ist, denke ich, eine Gewissensentscheidung. Die Medien wollten Breivik nicht die Genugtuung geben, seinen Titel zu wiederholen, und redeten deshalb nur von „dem Manifest“. Ich habe keine Probleme, von „2083“ zu reden – weil der Titel einfach nichtssagend ist, selbst wenn man den Bezug zu 1683 kennt. „A European declaration of Independence“ wäre aber auch für mich zu „stark“; dann würde ich auch von „Breiviks Manifest“ reden.

    Das Manifest ist vom Tagesspiegel veröffentlicht worden: http://www.tagesspiegel.de/downloads/4430082/4/manifest
    Die Gründe dafür sind in http://www.tagesspiegel.de/politik/psychogramm-eines-massenmoerders/4431098.html dargelegt.

    Ich finde das gut, weil damit jeder Zugriff aus einer seriösen Quelle hat. Werner Maser (dessen Meinungen zur Sowjetunion ich ausdrücklich NICHT teile) meinte zusammen mit Theodor Heuss, man solle „Mein Kampf“ für alle Deutschen verfügbar machen, weil eben „Mein Kampf“ die beste Waffe gegen Nazis sei (Serdar Somuncu). Damit hat er recht.

    Breivik ist ein narzistischer Egozentriker. Wenn jemand wirklich durch Lektüre von 2083 zu seinen Ansichten bekehrt wird, dann war dem auch vorher nicht zu helfen. Ich finde, man sollte keine zu schlechte Meinung von der Intelligenz der Anderen haben. Breivik spielt man in die Hände, wenn man sein Manifest kritiklos liest (deshalb würde ich sehr wohl eine Alterskontrolle „über 18“ anbringen – in D kein Problem, weil die wenigsten u18-jährigen gut genug Englisch können). Wenn man sich kritisch mit ihm auseinandersetzt und den politischen Diskurs hinterfragt – das hat Sigmar Gabriel m.E. sehr gut gemacht, wenn überhaupt, kann man seine Thesen kontrovers und sachlich diskutieren -, dann bestraft man Breivik „mit mehr Offenheit, mehr Toleranz und größerer politischer Teilhabe“ (Fabian Stang, Bürgermeister von Oslo).

    Erlaube mir, noch kurz als Mitglied im „Kreis liberaler Sozialdemokraten“ Deiner Aversion gegen „Neoliberalismus“ zu widersprechen: Ein reiner wirtschaftlicher Libertarianismus, wie er z.B. von der FDP vertreten wird, ist nur ein Bereich des Liberalismus; eine echte liberale Partei sind z.B. das Liberale Forum (LiF) in Österreich, und die „Piraten“ entwickeln sich in diese Richtung. Es gibt sehr wohl liberale Sozialpolitik (das LiF definiert die vorbildlich in seiner Charta), und es ist eine anerkannte sozialliberale Position, daß der Staat individuelle Ungleichheiten ausgleichen muß, um echte liberale Chancengleichheit aller Menschen zu fördern. Rafael Seligmann hat in einem der letzten „Vorwärts“ in diesem Zusammenhang einen sehr guten Artikel gegen die „Kirchof-Flat-Tax“ geschrieben, in dem er Milton Friedman für widerlegt erklärt.

    Liken

  7. genova68 schreibt:

    Danke für diesen angenehmen Beitrag.

    Champagnerlinke: Die Reportage „Sozialdemokraten“, die vor ein paar Tagen in den Öffentlich-Rechtlichen lief, machte das gut deutlich. Bei einem Treffen der Seeheimer war alles vertreten, was Rang und Namen hatte: Gabriel, Steinmeier, Schröder, wohl auch Steinbrück, der unvermeidliche Gauck hielt eine Ansprache und wandte sich direkt an Schröder und dankte ihm, dass er „gegen das Volk und gegen die Partei dringend notwendige Reformen durchgesetzt“ habe. Die Stimmung war bezeichnend. Mir fiel der Begriff Hochverrat ein.

    Die parlamentarische Linke in der SPD hingegen ist kaum mehr existent. Schreiner sagt nichts mehr, Wiezcorek-Zeul ist aus dem Geschäft, mehr fallen mir nicht ein. Die Art und Weise, wie seinerzeit Ypsilanti von den SPD-Häuptlingen weggemobbt wurde, sagt alles. Es ist eine Katastrophe.

    Tja, das ist so eine Sache mit dem Manifest. Einerseits ja, man sollte sich informieren können. Andererseits geht es um Symbole, um Zeichen, um Aufmerksamkeit. Und das alles bekommen er und seine Ideen. Und es gibt ja schon viele, auch ranghohe Politiker, die sagen: Er hat recht! In einer Zeit, in der Aufmerksamkeitsökonomie alles ist, ist Breivik der große Sieger dieser Geschichte. Genauso wie Broder, der es schafft, mit rechten Ressentiments ein Millionenpublikum zu erreichen. Diese Diskussion ist so ähnlich wie die um mehr Demokratie. Ist schon richtig, aber dann muss man auch fragen, ob mehr Demokratie und Bildzeitung zusammengehen. Hier kann man auch wieder auf Ypsilanti zu sprechen kommen, die seinerzeit mit Hilfe der Medien weggemobbt wurde, weil sie eine ernsthaft linke Politik wollte. Da versteht das Kapital keinen Spaß. Und das dumme Volk glaubt das. Insofern geht es weniger um die Missachtung von „Intelligenz“, sondern um das Anerkennen der Effektivität medialer Manipulationsmechanismen.

    Grabiels jüngste Bemerkung zu Sarrazin fand ich auch sehr angemessen, falls du die meinst, aber er wurde ja sofort zurückgepfiffen und hat das dann auch zurückgenommen. Eine karrieregeile Pfeife halt.

    Zum Neoliberalismus: Ich verwende den Begriff so, wie er sich seit vielen Jahren, vielleicht seit den 1980ern durchgesetzt hat: Eine Denkrichtung, die sich an den Chicago Boys orientiert und wesentlich sozialdarwinistische Merkmale zeigt. Eine umfassende Ideologie, die Begriffe besetzt. Es geht mir weder um Eucken noch um Soziale Marktwirtschaft, sondern um die radikalisierte Variante des „freien Marktes“. Der Begriff ist unscharf, wenn man die Freiburger und Ehrhard etc. darunter subsumieren will, aber das tut m.E. heute keiner mehr.

    Liberalismus an sich ist ja eine prima Sache, die Linke und jeder Sozialist benötigt den liberalen Beistand, das zeigt die Geschichte und das zeigt auch die Präformierung viele heutiger Linker, die immer noch totalitäre Tendenzen zeigt, auch wenn sie sich gerne undogmatisch nennt. Ein Linksliberalismus gibt es heute aber de facto kaum noch, immer nur auf Leutheusser-Schnarrenberger zu verweisen, ist zuwenig. Und er müsste sich dezidiert mit dem kapitalistischen System und seinen Zerstörgunsmechanismen auseinandersetzen, worauf er wohl auch nicht viel Lust hat.

    Es bleibt schwierig.

    Liken

  8. Nihilist schreibt:

    @Dingosaar

    Ich bin über 18, auch schon über 60, und kann keine Fremdsprachen. Zu meiner Schulzeit wurde keine unterrichtet. Auch habe ich Probleme (Schwerhörigkeit) bei dem Versuch gehabt, an der VHS Englisch zu lernen. Hab’s aufgegeben.

    Und einen „echten Babelfisch“ habe ich nirgends finden können, Übersetzungsprogramme sind etwas zum kaputtlachen. Da hab ich einen von mir erstellten Artikel einmal ins Englische übersetzt und das dann wieder in Deutsch zurückübersetzt. Im letzteren Text habe ich meine Aussagen nicht mehr erkennen können.

    Liken

  9. dingosaar schreibt:

    @Nihilist

    Ich sehe das Problem – es ist ein zweischneidiges Schwert: Als „Dokument zur Zeitgeschichte“ (und der schlimmste Amoklauf überhaupt – Breivik hat die Opferzahl von Südkorea 1982 weit überschritten – ist ein Teil der Zeitgeschichte) kann man in der Tat argumentieren, man solle „2083“ ins Deutsche übersetzen. Breivik hat das selbst gewollt, aber was Breivik will oder nicht, ist m.E. egal – muß es sein, sonst läßt man sich von ihm beeinflußen. Siehe Tagesspiegel-Link.)

    Dieses Dokument hat mit 1.583 Seiten den Umfang eines Telephonbuchs einer Großstadt. Das zu schreiben, war eine Mammutaufgabe; das zu übersetzen, wird noch schwieriger.

    Ich denke, das Dokument sollte in kommentierten Auszügen übersetzt werden (nicht, weil das vollständige Dokument so „gefährlich“ wäre, sondern einfach wegen der Übersetzungsarbeit). Auch, wenn es „Islamkritikern“ nicht gefällt – es wird hoffentlich Bücher geben, die den Amoklauf analysieren und sich mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit Breiviks Ideologie dazu beigetragen hat.

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.