Sarrazin und das notdürftig Kaschierte

Weil ich es im internen Bereich von WordPress gerade mal wieder gesehen habe: die Rangliste der beliebtesten deutschsprachigen WordPress-Blogs derzeit. „Beliebt“ meint meistgelesen, meistgeklickt:

1. SOS – ÖSTERREICH

2. Deutsche Erde

3. Der Honigmann sagt…

4. quotenqueen

Nazis, Rechtsradikale, Rassisten, Judenhasser, Moslemhasser, Verschwörungstheoretiker, Durchgeknallte. Bestenfalls notdürftig kaschiert als „Verteidiger des Abendlandes“. So sieht es aus in der Blogosphäre. Da sind die gängigen Mobaustobeinrichtungen wie PI noch nicht mitgezählt.

Es wird hier deutlich, wieso Sarrazin bislang 1,2 Millionen Bücher verkaufen konnte. Und es wird deutlich, wieso diese Blogger sich so darüber freuen, dass jemand mit einem Doktortitel ihnen mittels „Statistiken“ zustimmt. Selbst die FU Berlin hat das Arschloch kürzlich zu einer „Diskussion“ eingeladen. Der Begriff des Extremismus der Mitte wird immer sinnfälliger. Passt schon.

(Foto: genova 2010)

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24 Antworten zu Sarrazin und das notdürftig Kaschierte

  1. frank peso schreibt:

    die „neuen medien“ funktionieren wie die alten. an welcher stelle der blog-parade steht denn „exportabel“?

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  2. genova68 schreibt:

    Weiß nicht, es werden nur die ersten vier angezeigt. Der Blog hier ist aber „ferner liefen“. Rechts unten ist eine Verlinkung zu blogoscoop, da siehst du die Page Impressions. Überhaupt ein interessantes Thema, die extrem hierarchische aufmerksamkeitsökonomische Situations von Blogs.

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  3. frank peso schreibt:

    sieht doch gar nicht so schlecht aus, laut „bloggerei“.

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  4. hanneswurst schreibt:

    1,2 Millionen Bücher? Ich kotz ins Essen.

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  5. frank peso schreibt:

    PR – bertelsmann

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  6. genova68 schreibt:

    Ja, PR, aber damit alleine ist das nicht zu erklären. Und in dem Fall haben Spiegel und Co. die PR gemacht. Die konnten davon ausgehen, dass sich das lohnt.

    Hannes,
    bitte nicht während des Nachtmahls (17.12 Uhr, holländische Verhältnisse) im Internet surfen.

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  7. genova68 schreibt:

    aus der FAZ:
    „Der Bertelsmann-Vorstandschef hat sich von dem bei seinem Antritt im Jahr 2008 ausgegebenen Ziel verabschiedet, bis 2015 den Jahresumsatz des Medienkonzerns auf 30 Milliarden Euro zu steigern, der derzeit nur etwa die Hälfte beträgt.“

    In sieben Jahren Umsatzverdoppelung, bei dem Niveau ein ehrgeiziges Ziel, wie man in diesen Kreisen wohl sagt. Da wird der Sarrazin nicht reichen. Was kommt als nächstes? Mein Kampf? Das ist doch sicher das zweitbestverkaufte Sachbuch aller Zeiten in deutschen Landen. Da würde man sich auch das leidige Honorar für den Verfasser sparen.

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  8. frank peso schreibt:

    genova68, die spürnase vom blog. wird ja schon lange gefordert, die wissenschaftskritische augabe von „mein kampf“. wahrscheinlich arbeitet bertelsmann schon dran. spannend ist die frage, wer hat denn nun „mein kampf“ geschrieben?

    Der Urheberrechtsschutz für „Mein Kampf“ läuft am 31. Dezember 2015 aus.
    http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2008/04/11/gebt-adolf-hitlers-%E2%80%9Emein-kampf%E2%80%9C-frei_289

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  9. genova68 schreibt:

    2015 ist zu spät, da will Bertelsmann den Umsatz schon verdoppelt haben. Das muss schneller gehen.

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  10. frank peso schreibt:

    die koinzidenz der ereignisse 2015 ist wieder mal ein numerologisches lachsbrötchen für mich. 1925 veröffentlicht ist das urheberrscht also 90 jahre gültig. 3*30 jahre, 30 milliarden umsatz! sag mal, merkts du was? ich verwette meinen arsch darauf, dass die 90 jahresfrist eine idee von richard wagner, dem gott der contentmafia, ist. wer kann das gegenteil beweisen?

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  11. InitiativGruppe schreibt:

    Ich hab mir früher mal etwa 50 oder 60 davon durchgeschaut und bin ziemlich deprimiert gewesen …

    „Deutsche Erde“ ist verrückt, und zwar nicht nur metaphorisch, sondern klinisch. Die schreiben zum Beispiel, die ägyptische Rebellion gegen Mubarraks Regime sei angezettelt worden von — von — dem Juden George Soros, im Interesse Israels! Und das ist noch nicht das Schärfste.

    Gut ist der Blog an der 6. Stelle: frl krise interveniert. Den solltet ihr euch mal anschauen. Da wird das Bloggen genial:
    http://frlkrise.wordpress.com/

    Auf Platz 43 ist auch ein guter Blog: almabu. http://almabu.wordpress.com/
    Der hat einen Hitzähler, der zurzeit auf 108 000 oder so steht. Ich hab ihn gelegentlich verfolgt und schätze, er kriegt ungefähr 300 hits pro Tag. Also nicht so viel mehr wie exportabel, und eigentlich weniger als BlogIG (Januar-Mittel: 482 hits pro Tag). Wenn das so stimmt, dann müssten wir eigentlich auch irgendwo unter diesen ersten 100 auftauchen.

    Ich schätze, mehr als die Hälfte der unter den ersten 100 aufgeführten „beliebtesten“ Blogs sind entweder blöd oder abartig oder zum Kotzen oder schlicht verrückt. Wir befinden uns also in schlechter Gesellschaft, genova68! Ich hoffe, die färbt nicht ab …

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  12. genova68 schreibt:

    Wo gibt es denn diese Hitliste, IG?

    frl.krise ist gut, ja, es gibt ja hin und wieder blogs, auf die man zufällig trifft, gut findet und dennoch gleich wieder vergisst.

    Ich halte die Hits eher für irrelevant, weil rein quantitativ. Als Silvana Koch-Mehrin in die Bredoullie geriet (faul und inkompetent), clickte ihr Büro wie verrückt meine Artikel zu ihr an, viele hundert mal. Daraus kann ich Schlüsse ziehen, aber nicht in Bezug auf die Beliebtheit dieses Blogs. Außerdem sieht man ja, welche Themen ziehen. Sarrazin, zum Beispiel. Aber sicher gibt es Blogs, die in bestimmter Weise kompetent sind und angeklickt werden.

    Frank Peso,
    da ich das Gegenteil nicht beweisen kann, hast du wohl recht.

    Wahrscheinlich hat R. Wagner auch seinerzeit Mubarak ins Amt geschickt, 0der? Und dass der 1928 geboren wurde, seit 1981 im Amt ist und ausgerechnet 2011 seine Absetzung gefordert wird… also, wenn man aus den drei Zahlen nicht irgendwas basteln kann, dann hol mich der Kuckuck.

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  13. frank peso schreibt:

    frlkrise ist eher was für alphabeten, sollte ein roman schreiben. almabus blog hat gute schlagzeilen:
    „Lena-Langweiler: Zehntausende fordern Stefan MubaRabs Rücktritt!“ „MubaRab“ find ich extrem passend. ich nenn ja den mann, der z.zt. alle litfaßsäulen und plakatwände in berlin mit seinem musical zukleistert, den „neuen pabst“ odu lendenbirg. so mächtige pr-kampagnen erinnern, ebenso wie frolleinwunder lena, schon schwer an kommunistischen personenkult. so isses, wenn depressive kulturstaatler unterhaltungsindustrie machen.

    als zahlenmensch hat mans hier aber auch nicht einfach, herr genova. mit den mythen haben wirs wohl nicht so? ein bißchen aufklärung könnte ihnen wirklich nicht schaden.

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  14. genova68 schreibt:

    Roman schreiben, ja, deshalb habe ich die Seite wohl auch direkt wieder vergessen. Guter Text im falschen Format.

    Als Zahlenmensch hat mans hier nicht einfach, ja, gut möglich. Ich gehe vielleicht anders an Zahlen ran. Die Zahl, die mich gerade interessiert, lautet 40.000.000.000. Das ist das Vermögen der Mubarak-Familie. Da wird es dann gesellschaftlich relevant, dann interessieren mich Zahlen auch.

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  15. frank peso schreibt:

    ich schätze mal, da muss ne alte oma lange für stricken. trotzdem gibt es eine philosophische betrachtung der zahl, die der materialismus nur scheinbar aufhebt. die qualität der natürlichen zahl ist das mass für die abstraktion in der selbsterkenntnis. das kann seit nietzsche, dem fürchterlichen vollstrecker von aristoteles, allerdings als „spätgriechisches dekandenzphänomen“ betrachtet werden und regelt folglich die kunst- und erkenntnishierachien in der moderne. das ist durchaus gesellschaftlich relevant, ohne das man es wahrnehmen muss.

    zitat:
    Zahlen sind auch und vor allem eindeutige Qualitäten im Sinne der platonischen Ideenlehre. Nach PLATO ist mathematische Erkenntnis gleich Selbsterkenntnis.

    für IG
    Prof. Dr. Johannes Heinrichs
    Die triadische Natur
    des Menschen

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  16. InitiativGruppe schreibt:

    Wie ich die Hitliste finde?
    Ich gehe auf Dashboard.
    Da ganz unten gibt’s eine Abschlussleiste, in der steht: „Vielen Dank, dass du mit wordpress arbeitest.“ Das Wort „wordpress“ kann man anklicken, dann kommt man auf eine Seite, in der erst einmal die Top sechs zu finden sind: Heute angesagte Blogs. Klick auf Mehr, und du hast die (meist) grauenhaften 100.

    Ich vermute, die stellen diese Liste nicht oder nicht nur nach Hits zusammen. Denn dann müsste auch BlogIG dabei sein. Es gibt ja auch die Möglichkeit zu zählen, wie oft ein Blog anderswo verlinkt wird. Oder sie zählen die BesucheR (nicht die hits, die BesuchE). Kann auch sein, dass ich da einfach etwas nicht richtig verstanden habe … Die Zahlen interessieren mich schon, aber ein Fachmann fürs Zählen bin ich nicht.

    Was die Qualität anbelangt, bleibe ich dabei, dass „flr krise interveniert“ genial ist – der beste aller Blogs auf dieser Liste. Die Frau hat ein Auge für Situationen und kann sie dann auch anekdotisch präsentieren. Ein Genuss. Und zugleich erfahre ich etwas über die Wirklichkeit, was nur so zu erfahren ist. Fangt mal mit dem ersten Artikel an und lest euch Tag für Tag voran … Das ist Shakespeare Comedy Live in Berlin.

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  17. genova68 schreibt:

    Ah, danke. Ja, das sind nur Page Impressions, denke ich:

    http://botd.wordpress.com/?lang=de

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  18. Nihilist schreibt:

    Zahlen – ja die sind interessant – zum Beispiel Fermats Problem –

    Und mit einer Zahl (keine Ahnung ob ich das hier schon mal irgendwann geschrieben habe) kann ich die Unmöglichkeit meiner Existenz belegen:

    2 Hoch 80 = 1.208.925.819.614.629.174.706.176

    Vorfahren muss ich haben, wenn ich die Möglichkeit hätte, eine Ahnentafel über 80 Generationen aufzustellen. Schade das diese Art der Ahnentafel nicht gefordert wurde damals. dann hätten die keine Zeit gehabt was anderes zu machen. Also für das „nächste Reich“ besser eine Ahnentafel verlangen die wirklich gründlich ist. 80 Generationen müssten es mindestens sein. Und wehe da ist dann ein „Ausländer“ drunter.

    Dagegen ist die 2 hoch 65 Minus 1 liegende Menge Reiskörner auf dem Schachbrett geradezu lächerlich gering: 36.893.488.147.419.103.231

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  19. frank peso schreibt:

    @nihilist:
    da triffst du den kern der sache. das problem von fermat ist nur ein problem, wenn man die herleitung des satzes des pythagoras nicht versteht. dann nämlich versteht man das zahlenkonzept der griechen und die hitorische bedeutung der definition der quadratzahlen sowie die qualität der zahl nicht. rein dialektisch wird pythagoras auch gerne als schamane betrachtet.

    Klicke, um auf fermat.pdf zuzugreifen


    Pierre de Fermat (1601–1665) war von Beruf Jurist, betrieb jedoch Mathematik als Hobby wie wir heute sagen würden.

    Fermat stellte sich die naheliegende Frage, was aus der pythagoräischen Gleichung wird, wenn man den Exponenten 2 durch 3 oder durch irgendeine natürliche Zahl n > 2 ersetzt. Besitzt die entstehende Gleichung ebenfalls ganzzahlige, positive Lösungen?

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  20. Nihilist schreibt:

    Nein, da es sich bei hoch 2 um Flächen handelt, hoch 3 geht noch als Volumen zu „begreifen“, aber dann …

    Das bekannte „Dreieck“ das schon die Ägypter benutzten, mit 3, 4 und 5 ist ja die einfachste Lösung für das Problem. Bei Volumen gibt es ebenfalls eine elegannte Lösung, 3, 4, 5 und 6 (27 + 64 + 125 = 216).

    Für n = 2 gibt es unendliche Lösungen, da jede ungerade „kurze Seite“ die aus einer ungeraden Quadratzahl besteht eine der Lösungen ergibt.

    Also 3 – 4 – 5 (9 + 16 = 25) ist in der Qadratzahl 9 schon die Antwort für die beiden anderen Seiten enthalten (9-1) /2 = 4 und 4+1 = 5

    25 ( 25-1) / 2 = 12 und 12+1 = 13 – Kontrolle:

    5, 12 und 13 sind also die nächste Lösung für das Problem = 25 + 144 = 169
    7, 24 und 25
    9, 40 und 41
    11, 60 und 61 und so weiter ist jede ungerade Zahl die kürzere Seite eines der Dreiecke.

    Warum – 1, + 3 = 4 + 5 = 9 + 7 = 16 + 9 = 25 + 11 = 36 und so weiter und so weiter.

    Deswegen ist das „Quadratwurzelziehen“ eigentlich nur eine Subtraktion der fortlaufenden ungeraden Zahlen. Beispiel 49 = 1 + 3 + 5 + 7 + 9 + 11 + 13

    Das klappt aber nur bei ganzzahligen Lösungen.

    Jede nicht wie aufgeführt erreichte Lösung für die Formel lässt sich aber auf eine der „Grunddreicke“ ableiten, denn es stimmt auch das 2fache der ersten Nennung, also 6, 8, 10 oder auch das drei- und mehrfache 9, 12, 15 oder 12, 16, 20.

    Bei Körpern (also n = 3) gibt es auch eine leicht zu erkennende Steigerung. Es muss also nur geschaut werden, ob die Differenz zweier aufeinanderfolgender Würfel einen „dazwischenliegenden“ Würfel ergeben könnten.

    Das ist nicht möglich – obwohl das wieder ein Gödel ist – ich kann es nicht beweisen, das Gegenteil kann mir nicht bewiesen werden.

    Und zur Steigerung bei aufeinanderfolgenden Würfeln (was n = 3 entspricht)

    1 – 8 – 27 – 64 (die ersten vier) Steigerung von 1 auf 8 = 7 (1*6 +1) von 8 auf 27 = 19 (3*6+1) von 27 auf 64 = 37 (6*6+1) was erkennen lässt:

    1*6 + 1 (+2) = 3*6+1 (+3) 6*6+1 (+4) 10*6+1 (61 + 64 = 125 = 5) (+5) 15*6+1 (91 + 125 = 216 = 6 und so weiter und so weiter.

    Um also aus einem großen Würfel und einem Würfel dessen Seite um 1 geringer ist in ebenfalls in Würfel zu verbasteln benötige ich ZWEI Würfel. Wie das Beispiel 3, 4, 5 und 6 zeigt. Oder auch:
    1, 6, 8 = 9 (1 + 216 + 512 = 729)
    3, 10, 18 = 19 (27 + 1000 + 5832 = 6859)

    Auch hier funktioniert das mit dem Mehrfachen:

    6, 20, 36 = 38 (216 + 8000 + 46656 = 54872)
    9, 30, 54 = 57 (729 + 27000 + 157464 = 185193)

    Wobei die Differenz der beiden „großen“ Würfel erst 1, dann 2 dann 3 beträgt. Und es funktioniert auch mit den weiteren Versuchen.

    Als ich mich (auch so als Hobby) mit dem Fermatssatz beschäftigt habe, entdeckte ich noch eine Besonderheit. Mein Geburtsjahr ist die Differenz zweier aufeinanderfolgender Kubikzahlen – und die beiden Seitenlängen zusammen ergeben die Jahreszahl in dem Jahrhundert. Davon gibt es nur drei mögliche Lösungen. Die erste Lösung: 9 und 8 (729 – 512 = 217 / 9 + 8 = 17) die dritte Lösung 34 und 33 ( 39304 – 35937 = 3367 / 34 + 33 = 67)

    Ich wurde in dem Jahr der zweiten Lösung geboren. Grins.

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  21. frank peso schreibt:

    ich rede von zahlen, nicht von flächen und körpern. der „ägyptische seilspanner“ besteht aus 12 einzelnen knoten, die für die zahlen stehen (3+4+5)! aus der angewandten methode wird der satz des pythagoras entwickelt, indem die knotenmenge, also nur die zahl, quadriert wird (3×3, 4×4, 5×5). der begriff der quadratzahl ist in dem fall als menge aufzufassen.

    das soll deine interessanten überlegungen keineswegs schmälern. methodisch muss man die etwicklung der zahl von der abstrakten geometrie trennen, weil die zahl bei den griechen auch philosophie ist.

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  22. Nihilist schreibt:

    Ja, aber als n = 2 oder n = 3 ist es eben leichter sich die Sache vorzustellen, wenn man an Flächen (Quadrat) oder Körper (Würfel) denkt.

    n > 3 ist zwar kein Problem beim Rechnen, aber sich das „bildlich“ vorzustellen halte ich für unmöglich.

    Das die Ägypter das zur Landvermessung (wegen der Nilüberschwemmungen) so einen rechten Winkel erzeugten, war schon vorher bekannt. Pythagoras hat aber die Gesetzmäßigkeit dafür „erkannt“.

    Ein Dreieck war „nur“ ein Rechteck bei dem eine Seite NULL war. Das bei einem rechtwinkeligen Dreieck der Satz stimmt ist ja auch einfach zu „beschreiben“.

    Ein Rechteck mit den Seiten 3 und 4 (Fläche 12, Umfang 14) wird „umgeben“ von jeweils zwei Quadraten mit den Flächen 9 und 16. Die „Umflächen“ betragen also 50. Dadurch das ich nun dieses Rechteck Diagonal teile, behalte ich jeweils ein Quadrat mit 9 und 16, wobei die beiden anderen Quadrate sich „vereinen“ und somit die Umfläche um das so entstandene Dreieck immer noch 50 beträgt.

    Das ist nun einmal die Erkenntnis (soweit es mir aus meiner Schulzeit in Erinnerung geblieben ist) die Pythagoras hatte. Daraus folgte eben sein bekannter Satz.

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  23. frank peso schreibt:

    auch hier liegst du wieder richtig, denn es geht am beginn der modernen wissenschaft um die sinnliche vorstellung. der methodische ansatz, von dem ich spreche, ist die dreieckszahl und das berühmte symbol der pythagoreer, die tetraktys:

    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Dreieckszahl
    Aufgrund dieser Verwandtschaft mit einer geometrischen Figur zählen die Dreieckszahlen zu den figurierten Zahlen, zu denen auch die Quadratzahlen und Kubikzahlen gehören.

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