Bukarester Bricolagen

Zwei Aspekte fallen in den Straßen Bukarests besonders ins Auge: erstens die schwarzen Stromkabel:

Selbst der Palast des großen Conductors ist von Kabelsalat umgeben:

Zweitens die gelben Gasleitungen:

Der Gaszähler an der Außenwand ist praktisch. Man kann jederzeit nachschauen, wie viel Gas der Nachbar verbraucht. Praktisch auch das Notruftelefon in Reichweite, falls eine Leitung undicht ist.

Gas ohne Haus:

Auch die Gasleitungsstützen sind gelb angemalt:

Deutsch anmutendes Gasleitungsambiente:

Manchmal kommt es dann zu solchen wunderbaren Koalitionen: schwarz und gelb in Eintracht zusammengebastelt:

(Fotos: genova 2010)

Dieser Beitrag wurde unter Fotografie, Städte abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

15 Antworten zu Bukarester Bricolagen

  1. Sensenmann schreibt:

    Beeindruckend. Meinen Glückwunsch zu diesen Aufnahmen.

    Liken

  2. genova68 schreibt:

    Danke!

    Was übrigens selbst ich mit meinen nicht vorhandenen Rumänischkenntnissen mitbekommen habe, sind die derzeit laufenden sozialen Auseinandersetzungen. Die Regierung will die Gehälter im öffentlichen Dienst um 25 Prozent kürzen:

    http://krisenzeiten.wordpress.com/2010/09/28/polizisten-streik-mit-folgen/

    Liken

  3. Sensenmann schreibt:

    Na ja, die blasen den Beamten halt keinen Zucker in den Arsch. So wie hier hierzulande z.B. den Moslems.

    Liken

  4. HF schreibt:

    Erstaunlich, dass die Leitungen zumindest gelb angestrichen werden.

    Liken

  5. Sensenmann schreibt:

    In Bukarest wurden wir mal von Rotationseuropäern (alias Sinti und Roma alias Zigeuner) ohne viele Worte „überzeugt“, ihnen unsere Kamera zu überlassen. Kurz darauf in Berlin waren es wieder Rotationseuropäer, die uns zu einem leichteren Rucksack verhalfen. Zwei Jahre später in Frankfurt a.M. schließlich hat uns ein Türke stolz die Klinge sein Messers gezeigt und und für diese Vorstellung 50 Euro aus unserer Geldbörse verlangt. Und dieses Jahr wurde unser Auto von aufmerksamen Polen freundlicherweise nach Polen überführt.

    Ich liebe dieses Europa.

    Liken

  6. Nihilist schreibt:

    Na, genau so habe ich den Sensenmann eingeschätzt, nach seinem Kommentar vom 18.10. um 22:02 mUhr.

    Auch so ein Hetzer. So viel Dummheit auf einem Haufen. Erstaunlich, Einstein hat den vorhergesagt. Der Spruch mit der Unendlichkeit der Dummheit.

    Liken

  7. genova68 schreibt:

    Hinter Sensenmann versteckt sich mal wieder Freund Redford/Knut etc. Der schreibt hier mittlerweile, vorzugsweise nachts, Kommentare mit Inhalten wie „Deutschland erwache“ oder er versucht, mit homosexuellen Anzüglichkeiten einen Kontakt zu mir herzustellen. Eine interessante Mischung. Und gerne mal 30 oder 40 Kommentare in 24 Stunden. Man könnte mit den gesammelten Kommentaren eine aufschlussreiche Psychostudie dieser Gestalt herstellen.

    HF
    ja, erstaunlich. Das dadurch hergestellte Stadtdesign ist vermutlich nicht beabsichtigt, aber unübersehbar, vor allem, weil die Stadt sonst eher farblos ist, im eigentlichen Wortsinn.

    Liken

  8. InitiativGruppe schreibt:

    Bei der von „Sensenmann“ behaupteten Falldichte – 4mal zum Opfer geworden in nur ca. 4 Jahren – in der Mitte Europas – nehme ich an, dass er etwas für Räuber Anziehendes haben muss. Oder dass er Märchen erzählt.

    Mir selber ist in den 60 Jahren meines Lebens noch nie was geraubt worden, weder in Deutschland noch auf Auslandsreise, und geklaut worden ist mir nur vor zwei Jahren ein gutes Fahrrad – nachdem ich es mal das ganze Wochenende versehentlich unabgesperrt an der Hauswand geparkt hatte. Ich kann mich jetzt auch nicht erinnern, dass einer meiner Freunde oder Bekannten mal hier in Europa irgendwann einmal Opfer eines richtigen räuberischen Überfalls geworden wäre – ja doch, ein Freund ist vor 20 Jahren in Dublin beraubt worden. — Der „Sensenmann“ schafft einen Schnitt von einmal im Jahr! Ein Pechvogel, wie er im (Märchen-)Buche steht.

    Liken

  9. genova68 schreibt:

    Ja, sicher ist das alles erfunden. Wobei der Typ ja schon sein Ziel erreicht hat, dass man bei Fotos aus Bukarest tatsächlich den Thema Zigeuner und Klauen diskutiert. Ganz wie im richtigen Leben.

    Liken

  10. Nihilist schreibt:

    Da wünsche ich mir doch fast, dass dem Sensenmann einmal wirklich der richtige Sensenmann bei einem Überfall auf ihn erfolgreich ist.

    Und zum Überfallerlebnis. Meine ehemalige Lebensgefährtin wurde einmal im Stadtpark von einem Mann in Anarchottracht, also ganz in Schwarz mit Kapuze, anghehalten, der von ihr ein Feuerzeug gefordert hat. Nicht einfach, haben Sie mal Feuer. Sie war so erschrocken dass sie ihm ihr Feuerzeug gab und er verschwand im Gebüsch. Sie erzähle, ihr Eindruck war, das ist ein Kiffer der sich da seinen Joint gönnen wollte und sein Feuerzeug wohl den Geist aufgegeben hatte. Aber erschrocken war Sie schon darüber. Am hellichsten Tag, aber keine weiteren Menschen in der Nähe, mitten in der Stadt im Park.

    Es war eines dieser Einwegfeuerzeuge. Ich vermute, wenn Sie so geistesgegenwärtig gewesen wäre zu antworten, ich habe keines, ich bin Nichtraucherin, wäre die Sache erledigt gewesen.

    Liken

  11. chriwi schreibt:

    Wie häufig waren Stromausfälle? Bei der Kabellegung kann ich mir vorstellen, dass sie häufiger vorkamen.

    Liken

  12. genova68 schreibt:

    Ich habe in den vier Tagen keine Stromausfälle mitbekommen. Wesentlich wahrscheinlicher ist, dass in Frankreich das Benzin ausfällt.

    Liken

  13. InitiativGruppe schreibt:

    Ist das mit diesen irren allgegenwärtigen Stromleitungen gefährlich?
    Finden sich die rumänischen Elektriker durch das Kabelgewirr durch, wenn sie da mal was reparieren müssen?
    Es hat vielleicht auch Vorteile, wenn man die Kabel frei durch die Luft verlegt: Man muss keine Wände aufhauen, wenn man an ein Kabel ran will oder wenn man ein neues verlegen will.

    Mir hat das Centre Pompidou in Paris gut gefallen: Was sonst verborgen ist, wird hervorgekehrt und sichtbar gemacht. Bukarest als Kunstwerk?

    Liken

  14. genova68 schreibt:

    Ja, Bukarest als Kunstwerk, das passt. Man könnte da tagelang rumlaufen und nur Kabelsituationen fotografieren, eine schöner als die andere. Es ist überhaupt dieses Rumgebastele dort, das die Stadt interessant macht. Ich bringe noch ein paar mehr Fotos die Tage, gleich mal die versprochenen zum Thema Radfahren.

    Mit den Stromleitungen könnte es schon gefährlich sein, denke ich. Aber ich habe nichts dergleichen mitbekommen.

    Liken

  15. Pingback: Nachtrag | Exportabel

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.