Sarrazin: Die Wehrmacht war „tapfer“ und „tüchtig“

Der Schweizer Journalist Frank A. Meyer hat kürzlich für 3sat Thilo Sarrazin interviewt. Es ging um so manches und dann auch um die Mentalität der Deutschen, die das, was sie machen, konsequent machen, so die These Sarrazins. In dem Zusammenhang kam es zu folgendem Statement unseres neuen Volkshelden (ab 7.10 min):

„Man macht es ganz, das ist die deutsche Chance, darum waren die Deutschen meistens in dem, was sie tun, gut. Nur: Wer etwas schlechtes gut macht, der macht es dann besonders schlecht. Das ist das Risiko von zuviel Tüchtigkeit. Ich will jetzt nicht politisch inkorrekt sein: Hitler hätte mit italienischen Soldaten gar nicht so der Bösewicht sein können … Also das italienische Militär, es gibt sicher viele Italiener von großer  persönlicher Tapferkeit, nur das Militär war halt in Italien ein weitgehend untaugliches Instrument.“

Mir geht es nicht um Sarrazins These kultureller Unterschiede, die zu ignorieren Unsinn wäre. Das die faschistischen Regime in Italien, Spanien und Portugal  trotz teilweise wesentlich längerer Präsenz bei weitem nicht soviel Unheil anrichteten, würde ich auch kulturell erklären. Mir geht es darum, dass Sarrazin hier ganz beiläufig die Attribute „tüchtig“ und „tapfer“ indirekt der Hitlerschen Wehrmacht anhängt. Die italienischen Soldaten taugten nichts, bis auf ein paar Ausnahmen waren die nicht von großer persönlicher Tapferkeit, die deutschen im hier semantisch zwingenden Umkehrschluss aber schon. Und dass Hitler nur deshalb ein Bösewicht war, weil seine Soldaten so tapfer waren, tja, was soll man dazu sagen? War der deutsche Soldat in Stalingrad tüchtig? Was soll dieser Begriff überhaupt im Zusammenhang mit diesem massenmörderischen Treiben? Ist Sarrazin so blöd und merkt nicht, was für einen Unsinn er von sich gibt, oder ist das wirklich seine Sicht der Dinge? Und ist so einer prädestiniert, sich Gedanken zu machen über die Zukunft der Gesellschaft in Deutschland?

Dann sollte er in der Tat bei der NPD einen Mitgliedsantrag ausfüllen.

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20 Antworten zu Sarrazin: Die Wehrmacht war „tapfer“ und „tüchtig“

  1. Rainer schreibt:

    Was nimmt derTyp für Drogen? Erst die Euegenikscheisse, jetzt die Landsertour. Was kommt als nächstes?
    Ich glaub‘ langsam wirklich, dass der Depp eine lebende Blendgranate ist.

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  2. hANNESwURSTpROXY schreibt:

    Er verneint ja doppelt. Also: wer tüchtig etwas Schlechtes macht, richtet potentiell mehr Schaden an, als jemand der auf italienische Art etwas schlecht macht. Das erklärt auch, warum Hitler so viel Schaden angerichtet hat, denn er war ja eigentlich ein lieber Kerl. Also: Wenn gute Leut nicht tun das Rechte, dann guts Nächtle. So oder ähnlich, ich finde das vollkommen einleuchtend und freue mich schon auf Filme wie „Die abscheulichen Großtaten der guten Waffen-SS.“

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  3. genova68 schreibt:

    Lol. Auf den Film freue ich mich auch. Sarrazin rekurriert ja auf diesen beliebten Topos des gründlichen Deutschen, das kommt einem doch sehr vertraut vor, weswegen dem Interviewer Meyer wohl auch nicht aufgefallen ist, wie er mit Tüchtigkeit und Tapferkeit umgeht, obwohl ihm an anderen Stellen ein paarmal fast der Kragen platzt. Es erinnert auch an die Kritiker der Wehrmachtaustellung vor Jahren, die ja auch den Soldaten diese Begriffe unterschoben. Da hieß es allerdings noch, der deutsche Soldat sei ok, nur Hitler halt böse und der Soldat deshalb instrumentalisiert. Jetzt ist der deutsche Soldat tüchtig und Hitler genau deswegen böse.

    Ein Teil der Auseinandersetzung um Sarrazin hat wohl damit zu tun, dass der eher dämlich ist, keine soziale Intelligenz oder wie das heißt. Der lebt im luftleeren Raum. Das ist natürlich ungünstig, wenn man im gesellschaftlichen Mittelpunkt steht, denn dadurch befinden sich seine Anhänger ja auch irgendwie außerhalb oder am Rand. Bzw. wird der Rand in Bezug auf Empathiefähigkeit wird plötzlich die Mitte.

    Mich würde jetzt auch ehrlich mal interessieren, warum Sarrazin so stockend redet und selbst aus seinem Buch so stockend (äh, also) vorliest. Liegt das an dem seinerzeit aus dem Ohr herausoperierten Tumor? Oder woran? Sind nicht nur die Gesichtsnerven, sondern ist da auch das Sprachzentrum geschädigt worden?

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  4. InitiativGruppe schreibt:

    Vielleicht kann man das doch auch anders sehen:
    Als ich noch sehr jung und auf Orientierungssuche war, hab ich im Fernsehen einen mich ebenso faszinierenden wie irritierenden Film gesehen: den von den britischen Posträubern. Die Gangster sind in dem Film die Helden. Sie sind brillant. Wie sie alles exzellent planen … und kompetent durchführen … und sie sind doch Kriminelle, verdammt nochmal, und ich lehne Kriminelle ab, aber sie sind doch auch richtig gut in dem was sie tun … Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich helle Bewunderung und kategorische Abneigung in eine nachhaltige Balance gebracht habe.

    Man muss Sekundärtugenden von Primärtugenden trennen.

    Jemand kann der schrecklichste Verbrecher der Geschichte sein – und zugleich ein glänzender Redner, ein starker Organisator, ein nervenstarker mutiger Mensch, ein durchsetzungsfähiger Führer, ein treuer Freund sogar …

    Nehmen wir mal Stalin, in der Schilderung von Montefiore: ein genialer Organisator – und ein paranoider Mensch. Beides verbunden mit politischer Allmacht ergibt eine tödliche Mischung. Aber dass er ein genialer Organisator war, dieser Stalin, das kann niemand bestreiten – und ohne diese Fähigkeit wäre er niemals in die Position gekommen, die er dann als paranoider Typ so blutig nutzen konnte.

    Diese Unterscheidung zweier Urteilssphären könnte man nun auf Hitler übertragen … und auf die deutschen Soldaten des Zweiten Weltkriegs.

    Dann erscheint Sarrazins Äußerung nicht mehr so abwegig, wie ihr es im Moment seht.

    Ein Problem bei meinem Modell ist: Wie definiere ich die Primärtugenden? Wie macht Sarrazin das? Bei ihm könnte es leicht passieren, dass die Sekundärtugenden als Primärtugenden durchgehen … DANN lägt ihr Sarrazin-Verächter vielleicht doch nicht so falsch …

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  5. genova68 schreibt:

    Hm. Hitler war sicher ein guter Redner, die Wirkung war ja entsprechend, wobei man das heute nicht mehr nachvollziehen kann, das Pathos wirkt bekanntlich lächerlich, weswegen er sich heute so gut eignet als Witzfigur. Seine Genialität, worin soll die liegen? Vom Wohnheimbewohner zum Führer, ok, sowas macht man nicht jeden Tag. Von einem Genius würde ich dennoch nicht reden, eigentlich konnte der doch nichts.

    Und die Wehrmachtssoldaten: Es gibt ja viele Bewunderer dieser soldatischen Leistungen. Ich konnte damit nie etwas anfangen, ich habe mich nie damit beschäftigt, ich weiß nicht, ob das soldatisch tolle Leistungen waren, wenn man das jetzt mal rein aus dieser militärischen Perspektive sieht. Sie waren hochgerüstet, begannen Kriege ohne Kriegserklärung, bezogen das Konzept der verbrannten Erde von Anfang an mit ein. Das sind alles keine tollen Leistungen, und den Krieg haben sie ja auch verloren. Insofern waren das doch die größten soldatischen Nieten. Und ob der Wüstenfuchs so toll war oder die anderen Hampelmänner, ich halte das für eine schwierige Fragestellung. Man könnte ja auch Bomber Harris oder den Hiroshima-Flieger dafür loben, dass sie so präzise ausgelöst haben. Aber da wird es doch dann so langsam pervers.

    Diese Trennung von Technik und Moral ist aus einem spezifischen Blickwinkel vielleicht in Ordnung, wenn so etwas wie reinen technischen Fortschritt messen will.

    Deine Unterscheidung von Primär- und Sekundärtugenden verstehe ich hier nicht. Tapferkeit ist eine Primärtugend, wenn ich das richtig erinnere, und genau hier sehe ich das Problem. Ich würde der Wehrmacht von mir aus eine Sekundärtugend wie Ordnungsliebe oder Sauberkeit attestieren, aber Tapferkeit? Was ist tapfer? Sich erschießen zu lassen? Zurückzuschießen? Klaglos zu verrecken? „Tapfer weiter gen Osten zu marschieren?“ Die Zähne zusammenzubeißen, wenn die Kugel im Oberschenkel steckt? Mit dem Tapferkeitsbegriff hat unsere Gesellschaft ja Probleme, ähnlich wie mit dem Ehrbegriff. Wohl nicht umsonst.

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  6. InitiativGruppe schreibt:

    Ich denke schon, dass man Mut, Tapferkeit als wertvolle Tugend hoch halten sollte. Ohne Mut keine Freiheit. Ich muss mich trauen, meinem Chef auf die Zehen zu treten, meinem Freund eine unangenehme Wahrheit zu sagen, der Unfallgefahr beim Radeln ins Auge zu blicken … um nur mal ein paar harmlose Felder zu nennen, in denen alltäglicher Mut gefragt ist. Feigheit ist ja heute zur Tugend geworden. – Da bin ich also altmodisch.

    Aber ich betrachte Mut, Tapferkeit nicht als Primärtugend. Man kann ein gemeiner Verbrecher sein – und tapfer. Primärtugend muss was anderes sein. (Ich weiß, die Antike betrachtet Tapferkeit als Kardinaltugend. Ich sehe sie aber nicht so. Weisheit, Mäßigung, Gerechtigkeit wären Kardinaltugenden, weil sie – anders als Tapferkeit – sich nicht mit destruktiver Tätigkeit vereinbaren lassen.)

    Oder muss ich mein Konzept revidieren und sagen, Tugenden sind generell sekundär, und es kommt darauf an, worauf man im Leben zielt. Etwas wie Nächstenliebe wäre dann primär, und alle Tugenden müssten, um positiv zu wirken, an die Nächstenliebe gebunden sein. – Das hab ich mir noch nicht genug überlegt.

    Ich habe Hitler nicht genial genannt – aber ich denke schon, dass er große Fähigkeiten hatte – dass er „was konnte“. Das anzunehmen liegt schon deshalb nahe, weil wir anders nicht verstehen können, wie er vom Niemand im Jahre 1919 zum erfolgreichsten Staatsmann der Welt bis ca. 1941 aufsteigen konnte.

    Die deutschen Soldaten werden recht gut beschrieben in einem Buch des israelischen (!) Kriegsforschers Martin van Creveld: „Kampfkraft“. Da kannst du nachlesen, was die deutschen Soldaten und Offiziere so gut, so überlegen gemacht hat. Was in diesem Buch steht, darf wohl nur einer schreiben, der wie van Creveld über allen Verdacht auf Sympathie mit den Nazis (und den Deutschen) erhaben ist. Als Deutscher trau ich mich kaum, van Creveld zu referieren …

    Verloren hat das Deutsche Reich den Krieg letztlich, weil es vom Gegner in der Produktion von Waffen (in der Zahl der Soldaten) um ein Vielfaches überboten worden ist. Man kann das natürlich auch anders wenden und sagen: Es war Wahnsinn, gegen so viele Gegner, gegen eine solche Übermacht anzutreten. Insofern war es Überheblichkeit, die Deutschlands Untergang verursacht hat. Aber hätte die Reichswehr es geschafft, im Winter 1941 Moskau doch noch zu nehmen und damit die Moral der russischen Armee zu brechen, wer weiß, vielleicht hätte Europa das Unglück gehabt und der Faschismus hätte auf der ganzen Linie gesiegt … Spekulation, gewiss, aber mir scheint, der totale Sieg war für Hitler Herbst/Winter 1941 greifbar nahe. Als sich die russische Armee erholen und neu formieren konnte, war der Krieg nicht mehr zu gewinnen – aber er hätte deshalb nicht verloren gehen müssen, wenn Hitler die Fähigkeit gehabt hätte, mit weniger als dem Sieg zufrieden zu sein und sich auf eine geschickte Defensive eingelassen hätte.

    Zu deinem und meinem Glück, Genova68, hat Nazi-Deutschland verloren, wir beide gehören zu den Gewinnern bei dieser Niederlage, da uns ein siegreiches Nazi-Deutschland so, wie WIR BEIDE sind, nicht geduldet hätte.

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  7. genova68 schreibt:

    Mut und Tapferkeit sind wertvolle Tugenden, sicher, nur meiner Meinung nicht in Bezug auf die Wehrmacht. Die einzigen, vor denen ich da Respekt haben könnte, sind die Deserteure. Aber was ist da feige, was ist mutig: Das Desertieren oder das weiter Richtung Osten ziehen?

    War Hitler ein großer Staatsmann? Ich kann mich mit solchen Formulierungen nicht anfreunden, auch wenn ich weiß, was du meinst. Er war außenpolitisch auch vor Kriegsbeginn erfolgreich. Aber was ist ein Staatsmann? Woran misst sich sein Erfolg? Das ist alles beliebig. Und dass deutsche Soldaten und Offiziere so „gut“ waren, sorry, da kann ich nicht mit. Die Wehrmachtsausstellungen und Leute wie Goldhagen haben mit dem Klischee der sauberen Wehrmacht aufgeräumt. Und irgendwelche kämpferischen Tugenden und strategische Verhaltensweisen interessieren mich nicht, wenn es um Massenmord geht. Deutsche Soldaten und Offizieren haben sich der schlimmsten Massaker schuldig gemacht, da ist nix gut. Die einzigen, die da etwas gut gemacht haben, waren die Deserteure, wie gesagt.

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  8. InitiativGruppe schreibt:

    Mit „gut“ meinen weder van Creveld noch ich „sauber“. Mit gut meinen van Creveld und ich: sie haben ihren Soldatenjob sehr effizient ausgeübt. Dass sie es für eine kriminelle Sache getan hat, steht auf dem anderen Blatt. Das vergessen van Creveld und ich ja nicht. Wir mengen nur nicht beides zusammen.

    Jemand kann ein genialer Rechner sein und seine genialen Fähigkeiten für eine böse Sache nutzen. Er bleibt deshalb trotzdem immer noch ein genialer Rechner.

    Ich hab keine Schwierigkeiten, die Leistung in der einen Hinsicht von der Destruktivität in der anderen Hinsicht zu trennen – und beides dann, nachdem ich es als unterschiedlichen Kategorien zugehörig erkannt habe, wieder zusammenzufügen zu einem – im konkreten Fall – negativen Gesamtbild.

    Es ist schon klar, dass ich zum Beispiel einem genialen Politiker, der aber gleichzeitig den Sozialstaat kaputt machen will, nicht folgen werde, sondern im Gegenteil, dass ich ihn besonders fürchten werde. Aber wieso soll so ein destruktiver Politiker nicht, was die politischen Fähigkeiten angeht, genial sein können? Man kann genial das Schlechte tun, genauso wie man inkompentent das Gute zu tun versuchen kann.

    Wenn’s Krieg gibt und es darauf ankommt, ihn zu gewinnen, ist es schon wichtig, Kampfkraft richtig einzuschätzen, die eigene und die der Gegner.

    Vielleicht kommen da auch biografische Gegebenheiten zum Vorschein, die uns unterscheiden. Mein Vater und sämtliche meiner Onkel (bis auf einen, der noch zu jung war) waren Soldaten im zweiten Weltkrieg. Wann immer ich vom Zweiten Weltkrieg lese oder etwas über Fernsehen oder Film erlebe, sind sie mir gegenwärtig. Am intensivsten war das in Vilsmaiers Stalingrad-Film. Ich habe mit Interesse die Wehrmachtsausstellung angeschaut, mir den Katalog gekauft und darin gelesen … ich hatte das auch vorher schon so angenommen, es war nur ein deutlicher Beleg und eine notwendige öffentliche Richtigstellung und Mythenkritik.

    Das alles ändert nichts daran, dass ich mit meinen Verwandten als Kameraden im Schützengraben liege, im Bunker den Artilleriebeschuss und in der Ukraine den Winter erdulde, mitten im Häuserkampf von Stalingrad stecke, im Abwehrkampf an der Oder von einer russischen Artilleriegranate zerfetzt werde … Ich bin, 1950 geboren, einer der deutschen Soldaten von 1939 – 1945. Sag bloß nicht, dass ich verrückt sein muss …

    Schlussbemerkung: Von Goldhagen halte ich nichts. Er hat Brownings großartige Recherche zum Polizeibataillon 101 ausgebeutet, indem er sie emotionalisiert, sentimentalisiert hat, und er hat die unsinnige These daraus gezogen: dass der deutsche rassische Antisemitismus von Anfang an „eliminatorisch“ war. Der Mann hat nicht viel verstanden.

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  9. genova68 schreibt:

    Ja, ich verstehe, was du meinst und sehe das genauso. Ich habe dennoch mit dem Wording Probleme, weil ein guter Wehrmachtssoldat eben ein mörderisches System unterstützt hat und für 50 Millionen Tote mitverantwortlich ist. Das Attribut „gut“ ist da eben so eng zu führen, so dermaßen auf eine technisch-strategische Perspektive begrenzt, dass es schwierig wird. Wenn ein Familienvater seine drei Kinder innerhalb von einer Minute umbringt, ist er dann auch ein sehr guter, effizienter, gar genialer Mörder? Wenn wir die Amokläufer der letzten Jahre vergleichen, könnten wir auch eine Rangliste aufstellen: Wer erschoss in möglichst kurzer Zeit am meisten Schüler? Zählen Lehrer doppelt?

    Wem bringt diese Trennung zwischen technokratischer Tatausübung und der Tat an sich etwas? Dass die Wehrmacht vielleicht kriegstechnisch „gut“ war, ist eine für mich sinnlose Aussage, da dieser Sachverhalt untrennbar verbunden ist mit der Barbarei. Das wäre anders, wenn es eine verteidigende Armee gegenüber einem Aggressor gewesen wäre.

    Aber vielleicht gibt es da auch einen persönlichen Unterschied zwischen uns. Meine beiden Opas sind im Krieg gefallen, beide im Osten. Mich hat das aber nie interessiert, ich hatte zwei Stiefopas. Ich habe erst als Kind irgendwann kapiert, dass man keine vier Opas haben kann. Und mir tun die auch nicht leid, ich kannte sie ja nicht, vielleicht waren es üble Massenmörder, vielleicht nicht. Es war da einfach nichts bekannt. Das einzige, was ich weiß ist, dass einer der beiden 1938 das Sudetenland mitbesetzt hat. Man hätte sich früher mal um Infos kümmern können, jetzt ist es zu spät.

    Interessant finde ich vielmehr die psychologischen Aspekte der Überlebenden. Meine Elterngeneration hat einen umfassenden Psychoschaden wegen dieser Geschichten, das ist ja nicht zu übersehen.

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  10. InitiativGruppe schreibt:

    Vorsicht, nicht jeder Mörder ist genial, und es braucht keine Genialität, um in einer Minute seine drei Kinder umzubringen.

    Es könnte aber sein, dass der mordende Vater vor dem Mord eine so entspannte, fröhliche Atmosphäre entfaltet, so locker scherzt mit den Kindern, die er gleich ermorden wird – dass wir uns fragen: ist es Schizophrenie oder das Genie der Verstellung?

    Oder dass der Mörder es so raffiniert macht, dass ihm hinterher keiner draufkommt und die unschuldige Mutter lebenslang bekommt. Der perfekte Mord – trotz all der forensischen Mittel, die zur Verfügung stehen … Die Rafinesse des Mörders wird vielleicht nicht genial zu sein brauchen, könnte aber genial sein.

    Genial heißt schlicht und einfach NICHT: gut (im moralischen oder umfassenden Sinne). Und ein GUTER Soldat kann für eine schlechte Sache kämpfen, ein SCHLECHTER Soldat für eine gute. Dasselbe gilt für Politiker.

    Wir unterscheiden doch meistens ganz souverän zwischen dem instrumentellen „gut“ und dem moralischen, existenziellen „gut“. Warum nicht auch bezüglich Hitler, 2. Weltkrieg, Kampfkraft der Soldaten?

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  11. Nihilist schreibt:

    Weil Soldaten NIE gut sind – da gehe ich mit Tucholsky konform – Soldaten SIND Mörder. Nicht nur potentielle, wie man verniedlichend sagt.

    Schau die US-Soldaten an. Und das wurde einmal gut (besser genial) von Kubrick inszeniert – Full Metal Jacket.

    DAS wird aus MENSCHEN gemacht – Soldaten – die im blinden Gehorsam Verbrechen begehen, weil ihnen das eigenständige Denken ausgetrieben wird. Wie soll ein General gesagt haben – Hunde, wollt ihr ewig leben.

    Nein, da ist auch das Lied von Buffy Sainte Marie treffend. DAS WORT NEIN, ausgesprochen von allen Menschen, wenn Krieg angesagt ist, DAS ist MUTIG, das ist GUT.

    Alles andere ist doch nur Wahnsinn. Das führt immer wieder zur Eskalation der Gewalt. Siehe Nordirland, siehe Palästina, siehe viele andere Schauplätze, auch in Afrika, wo auch wir unsere Waffen hinliefern.

    Nur was moralisch gut ist, kann wirklich gut sein. Alles andere sind nur Beschönigungen für Taten die eben NICHT moralisch gut sind. Dissonanzreduktion, meine Vermutung. Wer kann schon mit moralischer Schuld umgehen – die Deutschen jedenfalls nicht. Und so ist es meines Erachtens der Versuch, die eigene moralische Verantwortung das so etwas nie wieder geschehen kann so zu „Entschuldigen“, wie Kohl es mit der „Gnade der späten Geburt“ versucht hat. Nein, es ist keine Gnade, wenn man nach begangenen Verbrechen geboren wird. Es ist die Last der Verantwortung, die auf den Schultern der Nachgeborenen liegt. Und unter dieser Last wollen eben manche nicht leben.

    Wer die Vergangenheit beschönigt, indem man einen Teil akzeptiert, der untrennbar mit Untaten verknüpft ist, dann ist man auf dem Holzweg.

    Und wieder einmal Moliere – wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.

    Man kann nicht beides nicht trennen. So kann man auch nicht begangene Verbrechen mit „guten Leistungen“ auf anderem Gebiet verrechnen und per Saldo dann die Gesamtleistung beschönigen.

    Wenn Merknix auf der einen Seite „gutes“ für die Energiewirtschaft verabschiedet, auf der anderen Seite einen Teil der Bevölkerung in Not und Armut drückt, und Tafeln die „Speisung“ der Armen sein sollen, so wie in den USA, dort wurden sie ja gegründet, um das schlechte Gewissen zu beruhigen, wenn den Erwerbslosen nur noch billiges Mineralwasser gegönnt wird, und Lebensmittel aus dem unteren Preissegment, auf Dauer, dann ist da per Saldo auch nichts gutes an diesen Taten zu sehen.

    http://www.stuttmann.de/archivseq.php?id=3755

    http://www.stuttmann.de/archivseq.php?id=3686

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  12. genova68 schreibt:

    Das ist halt die Frage, wie man Begriffe definiert: mit einem moralischen Anspruch oder diesen bewusst auslassend. Was ist ein guter Mensch? Kann ein guter Mensch ein guter Soldat sein? Das „gut“ definiert sich in diesen beiden Fällen ja grundverschieden. Wenn ein guter Mensch sein Gutsein als Soldat anwendet, wird er wahrscheinlich ein schlechter Soldat, wenn man davon ausgeht, dass irgendeine Form „ritterlichen“ Verhaltens in einem zeitgenössischen Krieg nicht mehr möglich ist.

    Andererseits muss es ja auch Begriffe geben, um soldatisches Tun angemessen zu beschreiben. Wie lauteten die? effizient, geschickt, brutal, verhältnismäßig, strategisch? Oder auch: zu human?

    Und genial kann ein Mord vielleicht geplant sein, aber es muss ja noch Begriffe unterhalb dieser höchsten Ebene geben, da sind wir dann schnell bei sowas wie „gut“?

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  13. genova68 schreibt:

    Ach so, zu Goldhagen: Dem wurde von der Mehrheit der deutschen Historiker ja ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Inwieweit der Antisemitismus in Deutschland und im Kaiserreich stärker oder gar fundamental anders ausgeprägt war als in anderen Ländern Europas, was weiß ich. Das weiß so genau kein Mensch. Aber Goldhagen hat versucht eine Antwort zu geben auf die Frage, warum der Holocaust in Deutschland und sonst nirgendwo passierte. Und die Frage war und ist nicht wirklich geklärt. Sarrazins Hinweis auf die Tüchtigkeit der Deutschen finde ich da gar nicht schlecht. Vielleicht war es ein ausgeprägter Antisemitismus gepaart mit dem fanatischen Ordnungswillen mit der geographischen Mittellage als einer Ursache. German Angst, die sich ein Ventil im Antisemitismus sucht. Feindbildsuche und dessen Bedienung.

    Klingt ja ziemlich aktuell.

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  14. InitiativGruppe schreibt:

    Nihilist,
    ich bin halt nun mal kein Moralist. Und schon gar kein fundamentalistischer. Ich hab auch kein rechtes Vertrauen zu Moralisten. Die sehen bevorzugt das, was (ihrer Überzeugung gemäß) sein SOLL, und dagegen verblasst dann, was tatsächlich der Fall IST. Ein Mangel an Realismus ist die fast unvermeidliche Folge.

    Im übrigen können wir uns nicht darauf einigen, was sein SOLL, und die Frage, die sich dann stellt, ist die selbe, die sich auch bei religiösen Differenzen (darüber, was Gott von uns WILL) stellt. Sind Moralfragen für dich diskursfähig? Und bis zu welchem Punkt?

    Ich teile – als kategorischer Nicht-Moralist – Tucholskys Diktum nicht, dass Soldaten grundsätzlich Mörder sind. Krieg war und ist nicht immer zu vermeiden – so unideal, wie wir Menschen nun mal sind. Der Mensch, so sagt Kant, ist aus krummem Holz gemacht, man tut gut daran, sich selbst und seine Mitmenschen und unsere Ordnungen kritisch, aber auch mit Respekt, Nachsicht und Freundlichkeit zu behandeln.

    Letzte Frage: Wieso nennt sich jemand, der fanatischer Moralist ist, „Nihilist“?

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  15. InitiativGruppe schreibt:

    Genova68,
    warum ist der Holocaust durch uns und nicht durch irgend jemand anderes geschehen?

    Darauf gibt die einschlägige Geschichte insgesamt die Antwort, nicht einseitig die spezifische Kultur der Nation, auch wenn diese mit eine Rolle spielt.
    Die deutsche Neigung zur Perfektion, zur unbedingten Lösung (keine schlechte Neigung, würde ich sagen, aber eine, die gefährlich werden kann) spielt mit. Aber am in Deutschland bis 1933 verbreiteten Alltags-Antisemitismus würde ich den Holocaust nicht ablesen können, ich würde ihn von dort aus nicht antizipieren können.

    Die radikal-antisemitischen Nationalsozialisten konnten 1933ff drei zentrale Probleme der deutschen Nation lösen (so, wie man diese Probleme damals gesehen hat): Arbeit, Versailles/nationale Ehre, innere Ordnung. Mit ihrer Politik wurde die Deflationskrise beendet, die Leute hatten wieder Arbeit; das Regime hat den Versailler Vertrag zerrissen, Deutschlands Bedürfnis nach stolzer Stärke voll befriedigt; ein erheblicher Teil der Deutschen hatte die „demokratische Unordnung“ satt und fand eine wirkungsvoll autoritäre Ordnung besser. Nehmen wir noch dazu, dass die rechte Hälfte des Volkes es gern gesehen hat, dass das linke Drittel des Volkes politisch entmannt werden konnte. Alles zusammen ergab eine geradezu wundersame Lösung für Probleme, die bis 1933 fast unlösbar erschienen. Hitler war ein politischer Gott angesichts dessen, was er in kürzester Zeit erreicht hat … und seinen radikalen, fundamentalistischen, fanatischen Antisemitismus hat man auf diese Weise mit eingekauft.

    Die Sache ist eskaliert. Musste eskalieren. Krieg war das Ziel, Krieg kam, Krieg war anfangs erfolgreich – bis zur Winterschlacht von Moskau … dann drehte sich das Blatt.

    Die Eskalation zum Krieg Deutschlands gegen den Rest der Welt ist es, was mein kluger Großvater (väterlicherseits) instinktiv von Anfang an verstanden hat. Ein Konservativer übrigens wie Churchill, aktives Mitglied der BVP damals. Das Problem mit der parallel laufenden Eskalation der antisemitischen Maßnahmen hat mein Großvater nicht verstanden.

    Der Schritt von der Exklusion der Juden zur Vernichtung der Juden geschah in der Folge der Kriegsereignisse – in Verbindung mit dem extremen Antisemitismus der führenden Nationalsozialisten – dieser Wille zur Extremlösung wurde von den meisten Deutschen nicht geteilt.

    Man konnte Deutsche natürlich individuell durchaus persönlich zu Tätern im Holocaust formen – aber das hätte man letztlich auch mit mir machen können. Diese Lektion habe ich von Orwells 1984 gelernt. JEDEN Menschen kannst du zum Massenmörder und zum Folterer machen – für jeden von uns gibt es ein Verfahren dazu … (Beim einen geht es leichter – siehe Milgram-Experiment, beim anderen weniger leicht, ich hoffe mal, dass es bei mir nur schwer ginge – aber machbar wäre es. Ich, Leo Brux, bin ein potentieller Massenmörder. – Das gehört zu dem, was ein Goldhagen in seiner moralistischen Beschränktheit niemals kapieren wird.)

    Alles in allem sind es also historisch kontingente Umstände, die dazu geführt haben, dass es ausgerechnet WIR waren. Zufälliges hin, Zufälliges her – wenn du’s gemacht hast, bist du voll verantwortlich und zahlst dafür den Preis, den – wiederum! – die geschichtlich kontingenten Umstände darauf aussetzen.

    Den nächsten Super-Massenmord (den man nicht Holocaust nennen sollte) werden möglicherweise die Amerikaner verüben – nicht aus einer der amerikanischen Kultur inhärenten Unmoral, sondern aufgrund konkreter historischer Umstände. Wobei gewisse problematische Elemente der amerikanischen Kultur natürlich mitspielen – aber eben nicht ursächlich sein werden.

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  16. Nihilist schreibt:

    Nun, es kommt auf die Interpretation des Begriffes Nihilist an.

    Es heißt, ein Nihilist sei eine Person, der die herkömmlichen Werte nichts gelten. Das ist nicht die ganze Wahrheit. Ein Nihilist ist jemand, der bestimmte Werte nicht anerkennt und neue Werte erschafft.

    Meine „Wert“ ist nun einmal Gerechtigkeit, weil nur Gerechtigkeit für alle ein friedliches Miteinander ermöglicht. So lange es Unrecht gibt, so lange wird es kein friedliches Miteinander geben, weil die „Geschädigten“ ihr Unrecht niemals auf Dauer hinnehmen werden. Irgendwann ist das Fass übergelaufen, und dann, da haben die in der DDR Glück gehabt, kann es zu Exzessen der Rache an den bisherigen Unterdrückern kommen. So wie es die französische Revolutuion gezeigt hat, oder der Unabhängigkeitskrieg gegen Großbrittanien, oder der Bürgerkrieg in den USA gegen die Sklaverei.

    Es reicht eben nicht sich als „gerechte Gesellschaftsform“ zu bezeichnen, dann aber einen Teil der Bevölkerung zu unterdrücken. Und das klappt nur, weil die Masse zu feige ist, sich gegen Unrecht der Unterdrücker zu wehren und sich nur gerne beteiligt an der Unterdrückung, weil sie so hoffen, nicht auch unterdrückt zu werden.

    Da passt die Zeile – und weil der Mensch ein Mensch ist, drum hat er Stiefel im Gesicht nicht gern, er will unter sich keinen Sklaven sehn, und über sich keinen Herrn.

    Und das ich die Urchristen als erste „Kommunisten“ ansehe, habe ich ja schon mal geschrieben. Das die Form des Kibbuz diesem Ideal auch entsprach, leider nicht mehr entspricht, ebenfalls.

    Da ist bei mir eben die Ratio der Reiter meines Ichs, nicht die Emotio.

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  17. Hannes W. schreibt:

    Ich bin gerade bei der Auseinandersetzung mit dem Thema „Tapferkeit“ über diesen Blog hier gestolpert und finde es erschreckend, wie schnell mangelnder Tiefgang, Textverständnis oder was auch immer einigen Beitragsverfassern fehlt, zu Diffamierungen bis hin zu Beleidigungen führen. Da will man besonders tolerant klingen und begibt sich ggü. nicht verstandenen Sarrazin-Äußerungen quasi auf stumpfestes Nazi-Hetzer Niveau (<>).

    Aber was hat Sarrazin denn nun wirklich gesagt?Lest doch noch mal genau und schaltet dazu vor allem euer Hirn ein. Sarrazin sagt, dass Tüchtigkeit keineswegs eine lobenswerte Tugend sein muß. Wenn die falsche Person (Hitler) oder die falsche Gruppe (deutsche Wehrmachtssoldaten) besonders tüchtig sind, geht es so richtig nach hinten los. Nein – jetzt habe ich selber etwas wichtiges überlesen: Er schreibt nicht „tüchtig“ – er schreibt „gut“. Gut ist in diesem Zusammenhang aber nicht positiv gemeint – genau so gut hätte er „akribisch“ oder „penibel“ schreiben können. Ja, die Nazis haben den Holocaust akribisch geplant und durchgeführt. Zugegeben, gefährlich hier „gut“ zu schreiben, dennoch waren sie tüchtige Massenmörder.

    Also – alles was Sarrazin schreibt, ist, dass die deutschen gerne dazu neigen, in ihrem Tun besonders akribisch und nachhaltig zu sein, dass dies aber keineswegs immer ein positives Ende nimmt, daher diese „Sekundärtugenden“ überzubewerten sind.

    Lafontaine hat mal Helmut Schmidt sehr direkt angefahren, das Sekundärtugenden wie Tapferkeit, Tüchtigkeit und Ordentlichkeit wertefrei sind – damit könne man auch wunderbar KZ-Aufseher werden. Recht hat er! Und recht hat Sarrazin!

    Also: Switch on brain before blogging!

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  18. Hannes W. schreibt:

    Sorry – da fehlt ein „NICHT“ vor meinem „überzbewerten“

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  19. Jakobiner schreibt:

    Wichtig ist doch, dass Sarrazin diese grenzwertigen Begriffe bewusst hernimmt, um die damit verbundende Diskussion erst auszulösen.Übrig bleibt eben das Hohelied auf den konsequenten, effizienten, produktiven Deutschen, ob nun in Bezug auf Wehrmacht oder halt bei der Fiskalpolitik–im Gegensatz zum Hallodri-Südländer.Da ist er ja mit Henkel einig und stimmen sich beide zu. Seltsam, dass Genova gerade diesen Punkt mal wieder als irrelevant erklärt hat.Die Message: Mit diesen „Italienern“ ist kein Krieg zu gewinnen, keine produktive Volkswirtschaft aufzuziehen und kein Euro zu retten.DAS ist der wesentliche rote Faden, der sich bei Sarrazin und Henkel durch alle Schriften und Vorträge zieht!

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  20. Jakobiner schreibt:

    Mit der Tapferhkeit ist es so eine Sache. Richtig ist Genovas Verweis darauf, ob die deutschen Deserteure nicht viel tapferer waren.Letztendlich hatten aber Soldaten und Deserteure nur dasselbe zu verlieren: Ihr Leben.
    Zudem ist die Frage, ob die Deserteure wirklich so tapfer waren: Man könnte argumentieren, dass sie sich hier tapfer gegen eine überwältigende Volksgemeinschaftsideologie stellten, während der Rest opportunistisch weiter mitmachte. Aber genauso könnte man argumentieren, dass Deserteure auch als die ersten das sinkende Schiff verliessen.
    Ähnlich ist es ja auch mit dem 20.Juli: Diese preussischen Offiziere machten ja solange mit, wie der Krieg erfolgreich war, als es dann aber in die Hose ging, versuchten sie die Lager zu wechseln und das unconditional surrender der Allierten abzuwenden. War der 20. Juli „tapfer“–das kann man auch so und so sehen.Zudem bin ich froh, dass der 20. Julöi scheiterte und die Allierten in Deutschland einmarschierten–sonst hätte es eben eine deutsche Militärdiktatur mit Ständestaat gegeben und das dann neutrale Deutschland wieder diesselben Spiele des deutschen Militarismus versucht wie die Schwarze Reichswehr.

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