„Hier sehen alle gleich aus, irgendwie individuell“

Sehr genial: Rainald Grebes „Prenzlauer Berg, Prenzlauer Berg“:

Ho-Ho-Holzspielzeug!

via Gentrificationblog

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9 Antworten zu „Hier sehen alle gleich aus, irgendwie individuell“

  1. hanneswurst schreibt:

    Könnte auch „Flingern-Nord, Flingern-Nord“ lauten.

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  2. hanneswurst schreibt:

    Mit „Hä-Hä-Häkelmützchen“ statt Holzspielzeug.

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  3. genova68 schreibt:

    Da fällt mir auf, dass der Gegensatz zwischen Flingern-Nord und Flingern-Süd einer der interessantesten in der sympathischen Landeshauptstadt am Rhein ist. Die Grenzstellen wären einen Blick wert. Leider ist ja mein Fotoapparat geklaut worden.

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  4. hanneswurst schreibt:

    Die S-Bahnlinie trennt die Stadtteile. Die Birkenstraße, die auf dem nördlichen Teil an der Grenze liegt, ist tatsächlich weniger dem Gentrifizierungsprozess erlegen, als zum Beispiel der nördliche Teil der angrenzenden Ackerstraße. Die Gentrifizierung ist erst recht nicht bis zur Fortunastraße vorgedrungen. Auch gibt es in Flingern-Süd mit dem „Luso“ ein relativ einsames Beispiel für ein „Trendlokal“ in Flingern Nord. Das sind so ungefähr die Schnittstellen.

    Über die Verschiedenheit der Flingern-Teile kann auch auf der Wikipedia etwas nachgelesen werden: http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf-Flingern

    Ich bin mir nicht sicher, inwieweit die Verkitschung (manchmal auch einfach nur Aufwertung) von Flingern-Nord, von Teilen Derendorfs oder Unterbilks wirklich eine Gentrifizierung genannt werden kann. Wirklich deutliche demographische Verschiebungen hat es natürlich am Investitionsprojekt Hafen gegeben, das war ja auch erklärtes Ziel der Stadt. Aber ist das eine Gentrifizierung – schließlich hat dort keine ansässige Szene einen attraktiven Standort aufgebaut. Ich bin kein Experte, aber ist dies außer höheren Mietpreisen nicht Bedingung für eine gestandene Gentrifizierung? Im Vergleich zum Prenzlauer Berg scheint mir das in Düsseldorf eher eine Gentrifizierung light zu sein.

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  5. genova68 schreibt:

    Ja, Hafen ist kein Gentrifizierung, und inwieweit Unterbilk davon betroffen ist, nun ja, es ist zumindest nicht sichtbar, bis auf das bescheidene Eckchen um die Bilker Kirche und Lorettostraße. Aber auch da funktioniert das nicht, es fehlt schlicht das Publikum. Das Mietniveau ist dort schon immer hoch. Es ist wohl auch so, dass die Leute, die im Medienhafen arbeiten, nicht in Unterbilk wohnen wollen. Gentrifizierung fällt in Düsseldorf nicht auf, das geht da alles so langsam, die wenigen Gründerzeitbauten sind schon längst in Besitz genommen, es fehlt das städtebauliche Potenzial, am ehesten halt noch in Flingern-Nord.

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  6. bersarin schreibt:

    Tja, ich hätte wohl im Sommer von Duisburg und Essen aus den Sprung auch nach Düsseldorf machen müssen.

    Grebes Lied ist teils treffend. Ja, das mit den Mieten stimmt in der Tat, die sind ja bezahlbar dort. Und wie sagten es vor einem Jahr im Urlaub auf der feinen Restaurant-Terrasse mit Meeresblick die Tischnachbarn: „Was soll das Gerede von Hartz IV und Armut. Denen geht es doch allen gut, sonst könnten die hier doch gar nicht essen und ständig verreisen.“ Ich habe lange über diesen Satz und den Sinn desselben gegrübelt. Vielleicht ist an ihm etwas dran.

    Allerdings, lieber genova, muß ich stark, ja sehr stark rügen: Jemand der so gute Photos macht wie Du, der einen intimen und gekonnten Umgang mit der Kamera pflegt, der dürfte sich seine Kamera allerdings nicht klauen lassen. Das ist ja, als ob man einem Cowboy das Pferd stiehlt. Also: das Lagerfeuer ausgetreten, die Winchester geschultert und den Dieb gesucht! Und wenn Du Verstärkung brauchst, dann kommen ich und die Kumpels von den War-Photographern vorbei und helfen ein wenig.

    (Ich hoffe jedoch sehr, daß der Photoapparat nicht allzu teuer war.)

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  7. genova68 schreibt:

    Danke für deine tröstenden Worte, bersarin. Die Kamera war meine kleine, mir sehr liebe Ixus 70, die wunderbar in der Hand und in der Hosentasche lag. Mehr schmerzt mich, dass die Kamera im Zuge eines Wohnungseinbruchs flöten ging, und zwar zusammen mit einem Laptop, auf dem die meisten meiner digital geschossenen Bilder lagerten. Gut, dass ich einige davon hier im Blog hochgeladen habe, die sind jetzt noch da. Ich habe jedenfalls daraus gelernt und mir einen Online-Speicherplatz zugelegt.

    Wenn du und deine Kumpels den Dieb finden, nur zu. Ich trete ihm dann in die Eier, eine Handlung, die ich mir sehr selten vorstelle, in diesem Fall aber hoffentlich durchziehen würde.

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  8. bersarin schreibt:

    Ja, das ist in der Tat übel und tut mir leid. Ein Grund mehr, weshalb ich meine externe Sicherungsfestplatte mit sämtlichen Photos demnächst woanders auslagern werde. Bei 500 GB Bildmaterial weiß ich leider nicht, ob sich das noch virtuell speichern läßt.

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  9. genova68 schreibt:

    500 GB? Ich gebe zu bedenken, dass sich irgendwann auch digitale Archive in nichts auflösen werden. Am besten irgendwann mal die besten Sachen ausdrucken.

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