„… nur einen Weg gibt, diese Übel loszuwerden“

Na, wer hat´s gesagt?

„Technologischer Fortschritt führt häufig zu mehr Arbeitslosigkeit statt zu einem Milderung der Last der Arbeit für alle. Das Gewinnmotiv ist in Verbindung mit der Konkurrenz zwischen den Kapitalisten für Instabilität in der Akkumulation und Verwendung des Kapitals verantwortlich, und dies bedeutet zunehmende Depressionen. Unbegrenzte Konkurrenz führt zu einer riesigen Verschwendung von Arbeit und zur Lähmung des sozialen Bewusstseins von Individuen.

Diese Lähmung des Individuums halte ich für das größte Übel des Kapitalismus. Unser ganzes Bildungssystem leidet darunter. Dem Studenten wird ein übertriebenes Konkurrenzstreben eingetrichtert und er wird dazu ausgebildet, raffgierigen Erfolg als Vorbereitung für seine zukünftige Karriere anzusehen.

Ich bin davon überzeugt, dass es nur einen Weg gibt, diese Übel loszuwerden, nämlich die Errichtung eines sozialistischen Wirtschaftssystems, begleitet von einem Bildungssystem, das sich an sozialen Zielen orientiert.“

Bestimmt irgendsoein Gewerkschaftsfritze, oder einer von der Linkspartei.

Falsch. Es war Albert Einstein in dem Essay „Warum Sozialismus?“.

Scheint so, als sei der Mann nicht nur in physikalischen Dingen seiner Zeit voraus gewesen.

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Geschichte, Politik abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu „… nur einen Weg gibt, diese Übel loszuwerden“

  1. T. Albert schreibt:

    Ach, der Einstein war kein VWLer. Der konnte auch nicht auch nicht alles wissen.
    So hab ich das von den lustigen liberalen Bloggern gelernt.

    Liken

  2. hanneswurst schreibt:

    Einstein wünschte, dass wenigstens die Flugbahnen der Studenten berechenbar gemacht würden.

    Liken

  3. Neuköllner Botschaft schreibt:

    «ein Bildungssystem, das sich an sozialen Zielen orientiert» vermisste ich 20 Jahre nach seinem Tod auf meinem humanistischen Gymnasium immer noch: statterndewegen wurde die sogenannte «reformierte Oberstufe» eingeführt – eine parakademische Disziplin, die vielleicht die «Mengenlehre» ablösen sollte, in der Tat allerdings zur «Lähmung des sozialen Bewusstseins von Individuen» führte: Die Mitschüler genossen fortan keine «Menschenbildung» mehr (humanistisch oder nicht sei dahingestellt), sondern kaprizierten sich gezwungenermassen auf Kalkulationen von Punkten, Fächerkombinationen und anderen Parametern, die der MATURA dienen sollte.

    Das ist jetzt eine Weile her und ich bin ganz dankbar für diese einsteinige Erinnerung heute Abend, kommt es mir doch selbst derweilen immer wieder vor – wie eben – eben jenes Vergessen dieser «Unbegrenzten Konkurrenz» gegen das ich damals mit artistischen Mitteln vorging, zu vergessen.

    Danke.

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.