Folter für die taz kein Thema mehr

Die Noch-Chefredakteurin Bascha Mika und Stefan Reinecke bringen es in der taz fertig, Frank-Walter Steinmeier ausführlich zu interviewen , ohne den Fall Kurnaz zu erwähnen. Bei jeder herkömmlichen Tageszeitung wäre das zwar erwähnenswert, aber nicht erstaunlich. Bei der taz frage ich mich, was dahintersteckt.

Machen die Steinmeier-Berater eine Interviewzusage davon abhängig, dass Kurnaz ausgeklammert wird? Sind Mika und Reinecke vergesslich? Ist das Thema durch? Die beiden wissen, dass viele taz-Leser das Thema erwarten. Warum also kommt keine Frage dazu? Meine Fragen dazu werden von der taz auch nicht beantwortet.

Wahrscheinlich muss man jetzt nach vorne schauen. Es geht um die Wahl und um die alte Tante SPD. Was interessiert da schon ein Folteropfer.

Vielleicht hat Bascha Mika eine leise Ahnung, dass etwas nicht stimmt. In ihrem Abschiedsinterview sagt sie jedenfalls, sie sei in „großer Sorge um die Zukunft der taz“. Warum, sagt sie nicht.

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Eine Antwort zu Folter für die taz kein Thema mehr

  1. Max Krapp schreibt:

    Vielleicht wurden nicht genug Frauen gefoltert?

    Ok, der war schlecht. Aber es stimmt schon, dass auch in der Taz, wie in allen deutschen Medien die Folter nur dann eine Rolle spielt, wenn es entweder schlimme Bilder oder deutsche Politiker in Beteiligung gibt. Oder wenn es sich politisch verwenden läßt….

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