Koch-Mehrin: Kein Geld für Attac

Noch mal kurz zu Silvana Koch-Mehrin:

Die gute Frau hat in einem Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung gefordert, Attac die (indirekt geleistete) finanzielle Unterstützung durch die EU zu streichen. Begründung: Attac „demonstriert gegen die EU“.

Wörtlich sagt sie in Bezug auf Attac: „Für mich aber ist unklar, warum die EU ihre Gegner finanzieren soll“.

Davon abgesehen, dass Attac nicht „gegen die EU“ ist: Geld soll also nur noch bekommen, wer keine Kritik übt. Wer das tut, fliegt raus. Demokratietheoretisch eine interessante Einstellung.

Im selben Atemzug mit Attac nennt sie die NPD: Die sollten auch kein Geld kriegen, denn die sind gegen Demokratie.

Ich glaube, die Frau ist einfach überfordert. Sie will viel Geld verdienen, egal wo und womit, und dann soll sie sich plötzlich in politisch komplizierte Materien einarbeiten, z.B. in Grundlagen von Demokratie. Eigentlich ist Silvana Koch-Mehrin Unternehmerin. Dummerweise ist sie irgendwie ins EU-Parlament gerutscht.

Interessant auch das Interview allgemein: Es wurde am Donnerstag veröffentlicht, dennoch kommt das aktuelle Thema der Anwesenheitszeiten, des möglichen Meineids, der rabiaten Methoden und Drohungen ihrer Mitarbeiter, der allgemeinen Kritik an ihrer diffusen Politikauffassung nicht oder kaum zur Sprache. Aus journalistischer Sicht unglaublich.

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