Die Jugend von heute

Stadtplaner der TU Berlin waren kürzlich mit Berliner Schülern aus fünften und neunten Klassen unterwegs. Ziel des Spaziergangs: In der Stadtentwicklung „auch Rücksicht auf die Meinung von Kindern und Jugendlichen zu nehmen“, wie der Tagesspiegel schreibt. Was kritisieren die jungen Menschen? „Herumliegenden Müll und verfallende Bauruinen.“

Das Fazit der Stadtplaner: „Der Sinn für Ordnung und Sauberkeit ist bei Kindern besonders ausgeprägt – ähnlich wie bei Senioren“. Peng.

Ein „Max“ (entweder Fünft- oder Neuntklässler) sagt angesichts der parkenden Autos auf einem Platz wörtlich: „Da ist Potenzial verschenkt“. Nochmal Peng.

Eine Hausruine wird von denen also nicht mehr als spontaner Abenteuerspielplatz verstanden, sondern als Unrat. Und wer bringt Pubertierenden Begriffe wie „Potenzial“ bei? Die Lehrer? Die Eltern? Guido Westerwelle? Sind das die neuen Klugscheißerkinder aus dem Prenzlauer Berg?

Seit wann haben Jugendliche im Alter von zehn oder vierzehn Jahren den Ordnungsbegriff ihrer Großeltern? Und wo soll das hinführen?

Offenbar gibt es wirklich Gründe, sich über die Jugend von heute zu beschweren.

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