Nazis 2.0

In den 1980er Jahren war die Welt noch in Ordnung: Damals kümmerten sich Nazis um die üblichen Themen: Deutschland hat den Krieg nicht begonnen, die Juden wollen uns vernichten und das deutsche Volk ist von den bösen Alliierten gehirngewaschen worden. Die Parteien hießen NPD oder Republikaner.

Mittlerweile ist es unübersichtlicher. Die herkömmlichen Nazis gibt es zwar immer noch.  Doch es ist eine neue Variante des Rechtsradikalismus hinzugekommen. Es sind Leute, die sich gerne als Beschützer der Juden aufspielen, als Freunde Amerikas (zumindest noch unter Bush) und als Retter von Demokratie und Grundgesetz. Die Bösen sind jetzt die Muslime, ferner und sehr generell Türken, Araber, „Südländer“, Linke, Grüne und „Gutmenschen“. Die neuen Rechtsradikalen bezeichnen sich skurrilerweise selbst als „islamophob“, sie leiden also an einer Phobie.

Türken: unzivilisiert, unkultiviert, böse

Die Grundidee dieser Leute geht so: Die Altachtundsechziger beherrschen Politik und Medien. Gleichzeitig holen sie immer mehr Muslime nach Deutschland, um das jüdisch-christliche Abendland zu zerstören. Und das dauert nicht mehr lange: Die Moslems hierzulande übernehmen die Macht, weil der Islam ihnen vorschreibt, die Welt zu beherrschen und überall die Scharia einzuführen. Moslems, Türken und Araber sind unzivilisiert, unkultiviert, generell böse. Wenige Ausnahmen bestätigen die Regel.

Diese Nazis 2.0 agieren vor allem im Internet. Betreiber und Leser von Seiten wie Politically Incorrect, die Grüne Pest oder der Blog eines Kewil durchforsten Tag für Tag das Netz auf der Suche nach Meldungen über „Ausländerkriminalität“ und „Belegen“ für den „Islam-Tsunami“. Das intellektuelle Niveau ist bescheiden, die Zahl der Falschmeldungen hoch, die moralischen Abgründe tief. Die Zugriffszahlen sind – dennoch oder deshalb – enorm.

Die Inhalte vieler Artikel auf diesen Seiten sind strafrechtlich relevant. Gegen das, was dort an Rassismus und Volksverhetzung publiziert wird, wirkt die Parteizeitung der NPD, die Deutsche Stimme, harmlos. Muslime sind Musel oder auch Museldreck, und in munteren Diskussionen erörtern die Leser das passende Waffensortiment, das man bereithalten solle, da es demnächst wohl „losgeht“. Diese Leute agieren aus naheliegenden Gründen gerne auf ausländischen Servern, die deutsche Justiz hat dort nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten.

Ein funtionierendes Feindbild

Dennoch bestehen sie darauf, als freiheitsliebende Demokraten verstanden zu werden. Ihre verbalen Taten belegen das Gegenteil, doch auf rationale Erklärungen kommt es nicht an. Das haben die Nazis 1.0 und 2.0 gemeinsam. Worauf es ankommt, ist ein funktionierendes Feindbild, und das ist immer irrational.

Wen man sich zum Feindbild formt, ist nicht wichtig. Ob es Muslime sind oder Juden, Linke oder Schwule, Schwarze oder „Südländer“: Wer nur intensiv genug am einmal gewählten Feindbild bastelt, kommt schnell zu einer in sich logischen Darstellung. Der Hass zielt notwendigerweise auf Vernichtung (wir oder die), auch wenn das selten ausgesprochen wird.

1914 beispielsweise waren es „die Franzosen“. Es wäre interessant, dieses Feindbild zu Versuchszwecken wieder rauszukramen und via google täglich zu füttern. Ganz spontan fallen mir diese Suchbegriffe ein: Gänsestopfleber, Algerienkrieg, Mururoa-Atoll, Rainbow Warrior, Atomkraftwerke, Froschschenkel. Das sollte reichen, um hassbereiten Gemütern aufzuzeigen, dass die Franzosen das Unglück der Welt sind.

Wer getreten wird, tritt selber

Woher kommt der Hass? Wahrscheinlich brauchten Erklärungsversuche psychologische Muster. Die „autoritäre Persönlichkeit“ von Adorno könnte hier weiterhelfen, aber auch das volkstümliche „Wer getreten wird, tritt selber“, und zwar nach unten. Strukturelles Denken ist nicht das Ding dieser Gestalten, insofern spielt auch die Wirtschaftskrise keine ernsthafte Rolle. Anders wäre es, wäre sie von der Türkei ausgelöst worden.

Ich weiß nicht, ob die Nazis 2.0 langfristig eine Gefahr für die Demokratie darstellen. Die meisten von ihnen sind sicher Maulhelden, die sich am Laptop austoben. Die gedankliche Rohheit und das völlige Fehlen von Mitgefühl aber ist beunruhigend.

P.S.: Details und Belege zur tagtäglichen Volksverhetzung der Nazis 2.0 finden sich, unter anderem, beim Politblogger und bei Stefan Niggemeier.

Und noch etwas: Natürlich ist hier der Begriff „Nazi“ problematisch, wenn man bedenkt, dass darunter zwingend Antisemitismus subsumiert wird. Die Denkschemata aber, und darum ging es mir, sind ähnlich.

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26 Antworten zu Nazis 2.0

  1. Martin schreibt:

    Klar gibt es Islamkritiker, die wenig differenzieren, aber es gibt auch immer mehr Leute, die differenzieren und zeigen wo das Problem liegt.

    „Die bösen sind jetzt die Muslime“ ist ein Satz dem man so auch unter den übelsten Elementen der Islamkritik kaum hört. Klar spricht schon mal einer von „Scheiß-Musels“. Aber der das ist nicht der Kern der Kritik.

    Der Islam in seiner klassischen Form als Scharia-Islam passt nicht in den Begriff „Religion“, wie er ausgerichtet am Christentum in der Neuzeit im Westen gebildet wurde.

    Der klassische Scharia-Islam ist ein Phänomen, das nicht nur eine „Religion“ umfasst, sondern auch ein Herrschaftssystem, und zwar von Anfang an, nicht erst als „Missbrauch der Religion“.

    Wer dann, wie so viele Linke, von „Missbrauch der Religion“ durch den Islam spricht oder dass all die Pobleme eigentlich gar nichts mit dem Islam zu tun haben, zeigt damit nur sein borniertes eurozentrisches Weltbild, das ihn unfähig macht Phänome aaus anderen Kulturen als eigenständig zu erfassen.

    Statt sich mit dem Problem, nämlich mit dem Islam, auseinanderzusetzen, schlägt man halt auf Islamkritiker, ist ja viel einfacher.

    Muslime sind nicht böse, kein ernsthafter Islamkritiker, darunter viele selbst mit muslimischem Hintergund (Bassan Tibi, Ayaan Airsi Ali, Necla Kelek, Seyran Ates, Mina Ahadi, Serap Cileli, Ibn Warraq, Ahmet Toprak, Zafer Senocak etc. etc.) behauptet das.

    Das Problem sind die repressiven Gewaltstukturen, die integraler Bestandteil des klassischen Scharia-Islams sind.

    Das erfassen viele, die auf den Islam und die Muslime schimpfen mit dem Bauch, klar artikulieren können es nicht alle.

    Machtstrukturen im System Islam zu analysieren, darauf kommt es an. Das bereifen zum Glück auch zunehmend klassische Linke, etwa Hartmut Krauss, den jeder gelesen habe sollte.

    Dümmliche Propaganda gegen immer neu konstuierte „Nazis“ löst nicht das geringste Problem, es bestätigt nur denen, der gegen diese „Nazis“ kämpfen, dass sie ja zu den Guten, zu denjenigen, die schon immer auf der richtigen Seite ihren heldenhaften Kampf gegen den brandgefährlichen „Faschismus“ geführt haben, gehören.

    Versuchs doch das nächste Mal mit einer richtigen Analyse, lies aber vorher mal, was Leute dazu schrieben, die Ahnung und Verstand haben.

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  2. genova68 schreibt:

    Martin,
    in meinem Artikel geht es nicht um differenzierende Islamkritiker. Die gibt es sicher, du nennst die richtigen Namen. Islamkritik halte ich auch für nötig, genauso wie Kritik am Christentum.

    In dem Artikel geht es um Rassismus, Volksverhetzung, Hass. Das scheint für dich nicht zu exisitieren, wenn ich dich richtig verstehe.

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  3. Martin schreibt:

    Islam hat erstmal nichts mit Rasse zu tun! Abu Bakr Rieger (hofft auf die vollstänige Ausrottung der Juden) oder Pierre Vogel (ist für die Tötung von Abgefallenen vom Islam) gehören meiner Meinung zur übelsten Sorte von Muslimen und die sind nicht nur deutsch sondern sogar ziemlich blond!

    Über Ayaan Hirsi Ali (sehr schwarz) oder Wafa Sultan (durchschnittlich arabisch) habe ich noch von keinem auch noch so üblen Musel-Schimpfer herziehen sehen.

    Es geht um eine bestimmte, vom klasischen Scharia-Islam geprägte Kultur. Rasse ist da egal.

    Auch gibt es so gut wie keine Ausfälle gegen Exmuslime, und die gehören der selben Rasse, Sprachgruppe und Kultur an wie vorher.

    Es geht um bestimmte kulturelle Phänomene, die aufs Engste (ich würde sagen: unauflöslich) mit dem (Scharia)-Islam verbunden sind.

    Kulturen sind NICHT gleichwertig, genauso wenig wie die unterschiedlichsten Menschen. Es gibt wunderbare Menschen und die miesesten Schweine. Ob in einer Kultur Kinder geopfert werden (gibts zum Glück nicht mehr) oder Kopfjagd betrieben wird (heute wohl extrem selten oder ausgestorben) oder nicht, macht einen riesigen Unterschied.

    Selbst wenn islamische Kultur mit den übelsten Erscheinungen irgendwo in tiefsten Somalia stattfindet, stört das die wenigsten (wobei das der eigentliche Rassismus ist, sollen die da unter doch machen was sie wollen, so lang es mich nicht betriff).

    Das Problem, das viele untreibt, ist, dass der Islam und seine Unterdrückungsstrukturen sich hier, mitten in Europa, ausbreitet.

    Und wer davon betroffen ist, kann es sich nicht aussuchen. Man kann aus dem Islam nicht einfach austreten, das ist bis heute lebensgefählich, auch in Deutschland, man frage mal die Ex-Muslime.

    Es geht nicht um Rassismus, außer man hat einen Rassismusbegriff, der alle „Kulturen“ für gleichwertig erklärt. Wäre das logisch, dann wäre auch eine Nazi-Kultur gleichwertig.

    Um Hass geht es, klar, ich hasse Leute die glauben, dass vom Islam Abgefallene getötet werden müssen. Das ist klassischer Scharia-Islam und wenn das nur einer von zehn Brüdern und Cousins eines ioder einer Abgefallenen ernstnimmt, wird es auch nicht besser. Ein Mörder genügt.

    Außer den Aleviten und wenigen „Reform“-Muslimen trägt das die Masse der Muslime passiv mit. Es gibt keine Volksbewegung im Islam, die sich für die Abschaffung der Todesstrafe für Exmuslime einsetzt.

    Islam-Mitläufer sind genauso ekelhaft wie Nazi-Mitläufer.

    Der Islam ist keine Religion im geläufigen Sinne, er ist vergleichbar mit Faschismus und Stalinismus, die ich beide hasse.

    Wer vor tatsächlichen Nazis warnt, ist kein Volksverhetzer. Auch wenn einer die Warnung vor den Nazis unsauber und ohne richtige Begriffe führt, würde ich ihn nicht als Volksverhetzer abstempeln, sondern mit ihm reden und ihm helfen seine berechtigte Kritik sauberer zu formulieren.

    Hass mag in der Anti-Islam-Bewegung dabei sein, aber das ist ok. Hass auf Nazis ist auch ok!

    Also, es geht in der Anti-Islam-Bewegung weder um Rassismus, noch um Volksverhetzung, auch wenn viel noch nicht genug differenzieren.

    Und genau darum geht es im Moment in der Bewegung gegen den Islam. Den Leute, die einen Hass auf die „Musels“ haben, weil sie dem (Scharia)-Islam zu kotzen finden, klarmachen, dass sie nicht die Leute hassen müssen, sondern die Ideologie dahinter.

    In der Anti-Islam-Bewegung arbeiten zunehmend Ex-Muslime mit. Ich war letzte Woche (7.3.) auf solch einer Demo gegen den Islam in Köln mit Mina Ahadi und Hartmut Krauss. Da waren die Hälfte der demonstrierenden Iraner!

    Wer undifferenziert jeden, der gegen den Islam kämpft, zum Nazi abstempelt ist genauso undifferenziert, wie derjenige, der gegen „Musels“ schimpft!

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  4. genova68 schreibt:

    Wie gesagt, ich habe nichts gegen Islamkritik. Aber auf den genannten Internetseiten sind Rassismus und Volksverhetzung an der Tagesordnung. Darum ging es mir. Das ignorierst du, um dann mehrfach Muslime und Nazis gleichzusetzen. Und „Hass gegen den Islam ist ok“.

    Nun ja. Bitte erzähl mir nichts von differenzierender Islamkritik. Bist du auch einer von diesen PI-Hampelmännern?

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  5. Martin schreibt:

    Weder PI noch Hampelmann!

    Wenn du mal schaust, was Mina Ahadi und Hartmut Krauss für Leute sind, ebenso die von mir genannten Islamkritiker mit muslimischem Hintergrund, verstehst Du, aus welcher Ecke ich komme.

    Aber es ist ganz typisch, das gleich versucht wird einen Islamkritiker in die Schmuddelecke zu stellen und ihn mit unschönen Bezeichnungen abzukanzeln.

    Ich halte Hass auf das System Islam sogar für was ganz natürliches, genauso wie Hass auf alle verbrecherischen und unterdrückerischen Systeme.

    Hass auf Muslime ist was anderes. Das sind Individuen, da muss man schauen, wer es ist. Hass auf bestimmte, üble Muslime halte ich für gerechtfertigt.

    Ganz konkret gefragt: Findest du Hass auf das Nazi-System akzeptabel, oder kämpfst du gegen Hass auf das Nazi-System?

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  6. Martin schreibt:

    Den Faschimus-Vergleich habe natürlich nicht ich erfunden, er wird von vielen Islamkritikern mit muslimischen Hintergrund benutzt. (Mina Ahadi, Ibn Warraq, Ali Sina, Maryam Rajav, Necla Kelek, Ayaan Hirsi Ali, Amir Taheri, Akbar Gandji und viel andere)

    Schau mal hier:

    http://www.welt.de/politik/article1093836/Der_Islam_ist_vergleichbar_mit_dem_Faschismus.html

    Oder google nach Islamofaschismus oder Islamfaschismus.

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  7. genova68 schreibt:

    Den Faschismusvergleich halte ich für problematisch. Die Frau in der „Welt“ (dein Link) behauptet, wenn im 21. Jahrhundert Frauen gesteinigt würden, könne man das nur Faschismus nennen.
    Das ist eine ziemlich dämliche Faschismustheorie. Was haben Steinigungen mit Faschismus zu tun?

    Nochmal: Islamkritik ist ok und notwendig. Ex-Muslime, die den Islam kritisiteren, finde ich prima.

    Zum Hass: Hass ist ein extrem starkes Gefühl, das prinzipiell nicht steuerbar ist. Deshalb ist deine Unterscheidung (Islam hassen, nicht Muslime) Unfug und in der Praxis gefährlich.

    Weißt du überhaupt, was Hass ist? Hassen kann man nur, was einem selbst widerfahren ist. Alles andere ist Psychose. Ein System zu hassen, nun ja, man könnte darüber streiten, ob das möglich ist.

    Falls es dich interessiert, lies meinen Artikel hier zu der Piusbrüderschaft („Auf dem Weg in den Gottesstaat“). Dort steht, dass die monotheistischen Religionen einen sehr reaktionären Kern haben. Das siehst du im Islam, aber eben auch im Christentum. So kann man sich differenziert mit Religionen auseinandersetzen. Mit Hass geht das nicht.

    P.S.: Den Hampelmann nehme ich gerne zurück, wenn dich das beleidigt hat. Das ist ein Ausdruck, den ich öfter verwende, ohne das diskriminierend zu meinen :-)

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  8. Martin schreibt:

    Leider bist du auf die Frage, ob du gegen den Hass auf das Nazi-System kämpfst, die Antwort schuldig geblieben.

    Natürlich hat Mina Ahadi in dem sehr kurzen Welt-Interview nicht die Möglichkeit gehabt, wirklich differenziert zu argumentieren, da fehlte der Platz.

    Hartmut Krauss hat in seinem Buch: „Islam, Islamismus, muslimische Gegengesellschaft. Eine kritische Bestandsaufnahme“ sehr Gutes zu den totalitären Herrschaftsstrukturen im Islam gesagt.

    Der Faschismusvergleich ist wie gesagt nicht auf Mina Ahadi beschränkt, sondern wird von vielen Islamkritikern mit muslimischem Hintergrund getragen, schau mal hier:

    http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/4764730.stm

    Heute ist es sehr gängig, gerade unter Linken, alle „Religionen“ in einen Topf zu werfen, besonders die monotheistischen.

    Vergessen wird dabei, dass „Religionen“ einen ganz unterschiedlichen Zuschnitt haben. Das reicht von „Religionen“, die nicht viel mehr sind, als ein persönlicher Meditationsweg, der idealerweise auch mit einem völligen Rückzug von der Welt und den Beziehungen zu anderen Menschen einhergeht, bis zu einer Religion wie dem Islam, der von Anfang an mindestens genauso sehr eine politische Bewegung war wie eine „Religion“.

    Mohammed was Staatgründer und -lenker, Kriegherr, Gesetzgeber, Sklavenhalter und Sklavenjäger. Er leite zwölf Jahre lang einen extrem expansiven Eroberungsstaat, der zu seinen Lebzeiten die Arabische Halbinsel und in seinen ersten hundert Jahren (von 610 bis 711/712) ein Gebiet von Indien bis zum Atlantik erobert hat.

    Die Bevölkerung wurde unterjocht und zu Gunsten der Gemeinschaft der Muslime (umma) ausgebeutet. Die Führer der Bewegung, ganz besonders der Familienverband von Mohammed, hat sich zum obersten Profiteur des Systems gemacht.

    Der islamische Eroberungsstaat stand ganz am Anfang. Er ist zum dadurch zum ewigen Ideal der Muslime geworden, wie Mohammed zum ewigen Vorbild.

    Mohammed hat ganze Stämme versklavt. Es gib seitdem – später durch das islamische Recht so auf ewig fixiert – Menschen ohne alle Rechte, die ein Moslem sünd- und straflos töten, berauben, versklaven und vergewaltigen darf, die Harbis, eine Art Untermensch à la Islam.

    Andere können den Status von Bürgern zweiter Klasse erwerben, den Status von Dhimmis. Über den Status von Frauen im Islam muss ich, glaube ich, nicht viel sagen. Sie haben den Status von Besitz der Männer. Bei einer Heirat ist die Frau Vertragsgegenstand, nicht Vertragspartner. Sie kann auch ohne ihre Zustimmung „verkauft“, d.h. verheiratet werden.

    Die ganz Welt ist von Allah dem Muslimen gegeben worden, es kann erst Frieden geben, wenn die ganze Welt unter muslimischer Herrschaft ist.

    Wer gegen den Islam ist, hat sein Lebensrecht verwirkt, ebenso jeder, der die Gemeinschaft der Muslime verlassen will.

    All das ist kein „Fundamentalismus“, sondern der ganz normale, orthodoxe Scharia-Islam, dem mehr als 90% der Muslime angehören.

    Andere Religionsstifter haben das Politische ganz ausgeklammert: Jesus hat die Herrschaft des Römischen Reiches anerkannt und ihm alles Staatliche überlassen. „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ und „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist“ sind christliche Kernaussagen.

    Buddha hat seinen Status als Fürstensohn, der eine Herrschaft erben würde, freiwillig aufgegeben und ist Asket und Wanderprediger geworden.

    In Christentum und Buddhismus gibt es sehr starke Gebote keine Menschen zu töten, im Islam ist das Töten von Harbis erlaubt, in anderen Fällen kommt ein Moslem mit einer Geldstrafe als Schadensersatz weg, wenn er arm ist, reichen ein paar Tage fasten.

    Natürlich kann man Systeme verbiegen, aber es macht dennoch einen riesigen Unterschied, wie das ursprüngliche Ideal einmal aussah.

    Im Islam ist das Ideal der muslimische Eroberungsstaat, in dem alles nichislamische unterdrückt wird und in dem es keine Freiheit gibt.

    Das Christentum, und in noch stärkerem Maße der Buddhismus, lassen in ihren ursprünglichen Lehren erst mal alles weltliche und damit auch staatlich-politische außen vor.

    Der Islam ist eine politischre Bewegung genauso wie er eine Religion ist. Christentum und Buddhismus sind keine politischen Bewegungen. Wer alles in die Schublade „Religion“ steckt, vernebelt mit dem Begriff „Religion“ die Sicht auf die Wirklichkeit.

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  9. genova68 schreibt:

    Im Christentum gibt es starke Gebote, nicht zu töten? Wo lebst du denn? Das Alte Testament ist voll von Anweisungen, wer alles getötet werden muss. Beispielsweise Frauen, die fremdgehen. Oder Schwule. Hat sich die Kirche jemals vom AT distanziert?

    Zum Faschismusvergleich: Sag mir DU doch einfach mal, warum der Islam faschistisch ist. Nicht immer auf irgendwelche Quellen verweisen, die substanzlos sind. Du machst es dir sehr einfach.

    Das Christentum ist unpolitisch?? Das Christentum hat in den vergangenen 2000 Jahren permanent politischen Einfluss genommen. Das ist diesen Leuten implizit. Die Bibel ist in vielem sehr konkret, sie ist implizit politisch.

    Du bist dem Islam gegenüber extrem kritisch und dem Christentum gegenüber extrem unkritisch. Das macht deine Argumentation unglaubwürdig.

    Ich frage mich eher, was deine Absicht ist? Hat es doch etwas mit Feindbildern zu tun?

    Zu deiner komischen Eingangsfrage: Nein, ich kämpfe nicht gegen Hass auf das Nazi-System. Hab ich das behauptet?

    Das einzige, womit ich kämpfe, ist meine Erkältung.

    Gruß

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  10. Martin schreibt:

    Zum Faschismusvergleich:

    Mach dir mal ne Liste was für dich rechts bzw. faschistisch, Nazi etc. ist, und prüfe das für den Islam.

    Bei mir sieht das etwa so aus. Nazi sind:

    – Antisemitisch, wollen die Juden ausrotten. Das sieht im orthodoxen Islam fast genau gleich aus. Schau beispielsweise mal hier: http://www.memri.org/bin/latestnews.cgi?ID=SD227809
    Dazu gibt Massen von Videos, wo irgendwelche Imame das gleiche sagen. Das schlimmste ist: Die völlige Vernichtung aller, die Polytheisten oder Atheisten sind, ist Teil des klassischen islamischen Rechts, der Scharia. Juden und Christen können maximal als Dhimmi (Bürger zweiter Klasse geduldet werden). Aber dazu gibt es ganz starke Überlieferungen, die die Ausrottung der Juden fordern, bevor der Mahdi kommt.

    -Homophob: Im Islam ist Homosexualität nicht nur Sünde (das wäre nach westlichen Vorstellungen der „religiöse“ Aspekt), sondern auch ein todeswürdiges Verbrechen (das ist das Politische)

    Frauenfeindlich: Frauen sind im Islam Besitz der Männer, ihr Gebährpotential gehört der Gemeinschaft der Muslime. Sie sind so gut wie überall benachteiligt und nur die Hälfte wert wie Männer.

    Expansiv: Die ganze Welt muss erobert werden.

    Kriegstreiberisch: Der Angriffskrieg ist gemeinsame religiöse Pflicht der Muslime (fard kifaya). Der auf dem Schlachtfeld für die Muslime fällt, ist der einzige, der sicher ins Paradies kommt.

    Undemokratisch und politisch führerfixiert: Menschen können Gesetze nicht ändern. Der geistige UND politische Führer der Muslime ist der Kalif oder Imam. Bei youtube findest du die entsprechenden Videos, wo „ein Kalif, ein Staat“ etwa auf Gaza-Demos in Berlin gefordert wird. Das ist schon fast „ein Reich, ein Führer“. Das Volk dazu gibts auch, die Umma (Gemeinschaft der Muslime). Das sind diejenigen, die herrschen und volle Rechte haben im islamischen Staat. Sozusagen die „Herrenrasse“ des Islams.

    Gewalt zur Erlangung und Stabilisierung der islamischen Herrschaft ist nicht nur erlaubt, sondern göttliches Gebot.

    Die Muslime sind die beste aller Gemeinschaften (chair umma), steht sogar so im Koran. Die Muslime „gebieten, was recht ist, und verbieten, was verwerflich ist“, was superautoritär ist.

    Die Nachkommen Mohammeds sind diejenigen, die eine Art „Geburtsadel“ bilden. Ihnen allein gebührt das Kalifat bzw. Imamat.

    Das einzige was im klassischen Islam fehlt, ist die „arische Rasse“. In der Realität gibt es das aber sehr stark. Fahr mal in den Iran und bald werden sie die dort sagen: „Wir Iraner und du als Deutscher, wie gehören ja zusammen, weil wir ja beide „Arier“ sind“. „Iran“ heißt eigentlich Land der Arier, das ist sogar die selbe Wurzel.

    Bei den Arabern gibt es ganz analoges. Eine arabische Muslimin darf zur Ehe mit einem beliebigen Muslim gezwungen werden, aber Araber muss er sein. Sie darf als Araberin nicht gezwungen werden einen minderwertigen Mann, also einen Nicht-Araber zu heiraten. Nicht-Araberinnen darf man natürlich zur Ehe mit Nicht-Arabern zwingen.

    Ich könnte hier noch länger weitermachen, aber für heut reich das mal.

    Was das Alte Testament angeht: Sämtliche Gesetzesbestimmungen des Alten Testaments sind durch das Neue aufgehoben bzw. relativiert.

    Was das Töten angeht, das hat man die ersten 300 Jahre so ernst genommen, das kein Christ Soldat werden konnte. Erst als das Römische Reich christlich wurde, musst man das ändern, sonst wäre es sofort von Barbaren überrannt worden.

    Ich habe extra noch den Buddhismus als Beispiel dazu genommen, weitere hätte ich anführen können, z.B. den Jainismus, aber das hätte zu weit geführt. Ich bin kein kritikloser Fan des Christentums, bestimmt nicht.

    Aber die meisten Linken haben wenig Ahnung von Religion und werfen deshalb alles in einem Topf.

    Klar, auch die Geschichte des christlichen Abendlandes war sehr grausam, aber die Grausamkeit erfolgte fast immer gegen die Lehren des Christentums, die vor allem auf dem Neuen Testament beruhen.

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  11. Martin schreibt:

    Ps.: Ich sehe mich als Atheisten, mit überzeugten Christen komme ich aber meistens ganz gut aus, genauso wie mit Buddhisten.

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  12. genova68 schreibt:

    Du bist ja ausdauernd :-)

    Alles, was du dem Islam vorwirfst, kannst du auch dem Christentum vorwerfen: Antisemitismus ist keine islamische Erfindung, sondern eine christliche (Christusmord), Homosexualität wird auch in der Bibel mit dem Tod bestraft, frauenfeindlich sowieso (Steinigung bei Ehebruch), expansiv (siehe Kreuzzüge), kriegstreiberisch, dito.

    Die Grausamkeiten der christlichen Geschichte erfolgten eben nur gegen EINE Deutung der Bibel, nämlich die liberale. Das gleiche giblt für den Koran. Du kannst ihn liberal auslegen, wenn du willst. Du kannst ihn auch repressiv auslegen. Bibel und Koran widersprechen sich, und zwar nicht gegenseitig, sondern jedes Buch für sich.

    Dass das AT aufgehoben oder relativiert wurde, ist falsch. Du kannst heute in die Kirche gehen und wirst Texte aus dem AT hören. Nur die ganz schlimmen werden nicht mehr erwähnt. Als Christ kann man sich aber jederzeit darauf beziehen, es handelt sich schließlich um das Wort Gottes.

    Ich gebe dir in einem Recht: Das Christentum wurde durch Aufklärung, Menschenrechte und Säkularisierung zivilisiert. Das gilt für viele islamische Länder nicht. Wobei es auch dafür Beispiele gibt: Türkei unter Attatürk, auch der Libanon ist viel liberaler geworden und mehr.

    Aber diese Zivilisierung kam in erster Linie von außen, nicht durch Christen.

    Du machst es dir zu einfach. Du hast dir offenbar eine Menge Geschichtswissen angelesen, doch du agierst zweckrational („ich sehe nur das, was in mein Weltbild passt“). Ein weiteres Problem hast du selbst benannt: Du hasst den Islam und versuchst gleichzeitig, ihn rational zu beurteilen.

    Das geht nicht. Jemand, der hasst, ist blind für den Gegenstand des Hasses.

    Nochmal zum „Wort Gottes“: Das Grundproblem ist doch folgendes: Für die Bibel wie für den Koran gilt: Sie wurden vor 1500 bzw. mehreren tausend Jahren geschrieben, natürlich von Menschen, nicht von Gott oder Mohammed oder Allah. Deshalb sind diese Bücher so eine Art Geschichts- oder Märchenbücher, die typisch sind für ihre Zeit. Wenn man diese Bücher als Bücher unter vielen sähe, wäre das ok. Sie sind halt nicht mehr zeitgemäß, wie sollten sie auch.

    Noch eine Kleinigkeit zum Thema Frauenfeindlichkeit, die mir gerade einfällt: Vor dem Koran gab es in arabischen Gebieten das Gewohnheitsrecht, dass Frauen in einer bestimmten Situation ein Viertel erben (Details sind mir entfallen). Im Koran wurde dann gefordert, dass Frauen die Hälfte erben. Aus damaliger Sicht ein Fortschritt für die Frauen. Aus heutiger Sicht natürlich frauenfeindlich.

    Ist der Koran jetzt frauenfreundlich oder frauenfeindlich?

    Du siehst, das ganze ist nicht so schwarz-weiß, wie du das darstellst.

    Schönen Sonntag,
    genova

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  13. Martin schreibt:

    Was du so über Christentum und Islam erzählst, ist das, was so unter Geisteswissenschaftlern mode ist, mit der Wirklichkeit hat das wenig zu tun.

    Erst mal was zu mir. Ich hatte ursprünglich eine eher positive Einstellung zum Islam, ist ja irgendwie interessant und exotisch. Was meine Einstellung geändert hat, ist folgendes. Ich studiere unter anderem Islamwissenschaft, habe Arabisch und Persisch gelernt, etwa ein Jahr in Syrien studiert und wenn immer es ging, die islamische Welt bereist. Ich habe engen persönliche Kontakt mit Muslimen, und nicht nur mit ein paar völlig verwestlichte Kommilitonen islamischen Hintergrunds ab und zu mal ein Schwätzchen.

    Es gibt übrigens Islamformen, die ich durchaus respektiere, etwa das Alevitentum.

    „DEN“ Islam gibt es nicht, ist das erste was man an der Uni lernt, aber nicht um zu fragen, welche Islamformen es denn so im Einzelnen gibt, sondern als Totschlagargument. Als zweites kommt dann, das kann man ja auch anders interpretieren.

    Was die meisten nicht wissen, ist, dass der Scharia-Islam gar nicht auf freier Koraninterpretation basiert, da wird einfach dümmlich von Christentum auf den Islam geschlossen.

    Der Scharia-Islam basiert auf ziemlich klaren Regel der Ableitung von Normen. Das ganze heißt auf Arabisch „usul al-fiqh“. Google da mal nach und du wirst einiges lernen. Die meisten Regeln basieren auf der Sunna (Tradition). Zwar kommen auch koranische Regeln vor, aber das sind eher wenige.

    Wichtiger noch, die Konkretisierungen der Regeln von dem Gründern der Rechtsschulen sind bis heute verbindlich. Versuche das neuzuinterpretieren sind weitgehend gescheitert.

    Außerdem, wenn die Familie entscheiden hat, dass die Tochter umgebracht werden soll, weil sie sonst die Ehre futsch ist, nützt es der Tochter wenig zu sagen: „das könnte man aber auch anders interpretieren“.

    Grundlegend für den Scharia-Islam ist, dass der einzelne Gläubige angehalten ist, die Regeln auch mit Gewalt durchzusetzen.

    Mord ist dabei ein probates Mittel, Mohammed und seine Kumpane haben ausgiebigst davon Gebrauch gemacht. Informiere die mal über die Kriege Mohammeds oder über die Ermordung einzelner, wie z.B. Ka’b ibn al-Ashraf.

    Das immer gleiche Argument, „aber in der Bibel steht doch auch…“ zieht überhaupt nicht. Das Christentum ist keine Religion, die aus Tausenden von Einzelbestimmungen besteht, wie Islam und Judentum , sondern funktioniert vor allem über relativ abstrakte ethische Regeln.

    Außerdem ist die Errichtung von Herrschaftsstrukturen im Christum erstmal nicht vorgesehen und das ist einer DER wesentlichen Unterschiede.

    Muslime sind aufgerufen, genau wie Mohammed einen Staat zu Gründen bzw. zu beherrschen. Das Reich der Muslime ist von dieser Welt, das der Christen nicht.

    Klar, in einer so relativ flexiblen Religion wie dem Christentum, kann man einiges so oder so interpretieren. Aber die Vorstellung, man könne jeden Text völlig beliebig interpretieren ohne dass dabei bestimmte Interpretation wesentlich überzeugender wären als andere, ist absurd. Wenn das so wäre, könnte man aus jedem beliebigen Text die Grundage für alles machen.

    Ich kenne mittlerweile sehr viele islamkritische Leute. Normalerweise fängt das so an, dass sich die Leute ernshaft für den Islam interessieren und erst mal etliche Bücher lesen. Dann merken sie, dass das, was man so ständig hört: „Islam ist Frieden“ oder „Der Islam ist eine tolerante Religion“ einfach Schwachsinn ist. Da wird von der Islamlobby und einigen blauäugigen Idioten etwas ständig wiederholt, was nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat. Wer dem wiederspricht wird zunehmend ausgegrenzt und bedroht.

    Viele hören dann auf, sich da weiter zu informieren, weil es nicht gerade aufbauend ist. Einige machen aber weiter und kriegen dann erst mal eine Horror, und dieser Horror ist durchaus berechtigt.

    Die meisten, die laut „Rassismus, Volksverhetzung, Islamophobie“ schreien, machen sie nie die Mühe sich mal eingehend über den Islam (und als Vergleich dazu das Christentum oder eine andere Religion) zu informieren.

    Es reicht, dass man sein ideologisches Weltbild pflegt und das sieht so aus: Religionen sind nichts weiter als eine Art Hokuspokus oder „Opium für Volk“, weil Götter gibt es ja nicht.

    Deshalb ist es auch völlig egal, ob einer an Jesus, Allah, Shiva oder das fliegende Spaghettimonster glaubt.

    Und wenn einer was gegen den Islam sagt, dann ist das eben „Rassismus“.

    Der Gedanke, dass der Glaube an Allah, der das Paradies verspricht, wenn einer für den Islam auf dem Schlachtfeld stirbt, doch irgendwie relevant sein könnte, auch wenn es Allah nicht gibt, kommt dem meisten nicht, oder wird in die Schublade „Missbrauch der Religion “ gepackt.

    Aber der Islam war von Anfang an auch Herrschaftssystem, Mohammed war auch Staatsgründer und -lenker, Kriegsherr, Gesetzgeber, Sklavenjäger und -halter.

    Der Islam ist Religion und politisches System in einem, und zwar von Anfang an.

    Bevor du weiter gegen die bösen „Rassisten“ anschreibst, tu mir einen Gefallen, informiere dich gründlich über den Islam.

    Lies bitte mal, was z.B. Islamkritiker mit muslimischem Hintergrund schreiben.

    Hier kannst du gleich mal anfangen:

    http://209.85.129.132/search?q=cache:uErJNwhVaWgJ:www.welt.de/politik/article1500196/Der_Terror_kommt_aus_dem_Herzen_des_Islam.html+senocak+gewalt+herzen+islam&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

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  14. genova68 schreibt:

    Ich will jetzt nicht mehr auf alle Einzelheiten eingehen, denn mein Blogartikel, um den es eigentlich gehen sollte, hat damit nichts zu tun.

    Nur noch kurz:

    Du studierst Islamwissenschaften? Also das, was du hasst? Wie kannst du denn wissenschaftlich mit dem Objekt deines Hasses umgehen? Du fandest den Islam zuerst eher positiv, hast dann begonnen, Islamwissenschaften zu studieren und hasst ihn nun? Kann es sein, dass da irgendwelche persönlichen Probleme mit reinspielen? Willst du dich später beruflich damit beschäftigen? Hassenderweise? Du hast engen persönlichen Kontakt mit konservativen Muslimen, deren Religion (die für sie wichtig ist) du hasst? Tut mir leid, das ist mir zu hoch.

    Vielleicht solltest du noch schnell dein Studienfach wechseln, um dich nicht dein Leben lang mit Hassgefühlen beschäftigen zu müssen. Das ist nicht gesund.

    Zu allen anderen Punkten habe ich bereits Stellung genommen, ich will mich nicht ständig wiederholen. Der Islam KANN tolerant sein, das Christentum ebenfalls. Er ist auch ein politisches System, das Christentum ebenfalls.

    Und das mit den Rassisten: Nenn es von mir aus Xenophobie, aber der gemeine Muslime ist „Südländer“, darauf projeziert sich der Hass der von mir gemeinten Gruppen. Oder nenn es Fremdenfeindlichkeit.

    Ich muss mich nicht über den Islam informieren, wenn ich Fremdenfeindlichkeit und Volksverhetzung anprangere. Und genau darum ging es mir.

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  15. Martin schreibt:

    Was Du mir hier unterstellst, nämlich einen unzähmbaren Hass auf den Islam, trifft nicht zu. Ich hasse Unterdrückungsstukturen wie viele vernünftige Menschen auch. Ich kann deshalb verstehen, dass viele eine Hass auf den Islam insgesamt haben und verurteile das nicht.

    Ich habe Freunde mit muslimischem Hintergrund, vor allem Iraner, die wenig vom Islam halten, aber auch Aleviten und den eine oder anderen vernünftigen Muslim, der nicht in die beiden oben genannten Gruppen gehört.

    Ich halte den orthodoxen Scharia-Islam für ein ganz übles Unterdrückungssystem mit faschistoiden Strukturen. Viele Muslime sind selbst Opfer dieses unmenschlichen Systems.

    Durch mein Studium, nicht nur der Islamwissenschaft, ich studiere auch noch andere Fächer, ist mir klar geworden, dass das Unmenschliche im System Islam nicht irgendwie Zufall ist, sondern zurückgeht auf Mohammed, der DAS klassische Handlungsmodell für Muslime ist.

    Mohammed hat nicht nur eine Vielzahl von Angriffskriegen geführt, er hat die Juden aus Medina vertrieben und einen jüdischen Stamm (Banu Quraiza) vernichtet, in dem er die Männer hat hinreichten lassen und die Frauen und Kinder versklavt hat. Mohammed war also nicht nur Sklavenhalter, er hat auch aktiv versklavt.

    Die Ermordung und Ausplünderung von Nichtmuslimen ist nach den Lehren Mohammeds nicht nur gerechtfertigt, sie ist das ewige Recht der Muslime. Nichtmuslime haben als Harbis erstmal keinerlei Rechte.

    Mohammed hat Kritiker per Auftragsmord töten lassen. Lüge ist in der Ausseinandersetzung mit Nichtmuslime ausdrücklich erlaubt.

    Mohammed hat die sechs oder siebenjährige Tochter (Aischa) seines Freundes Abu Bakr geheiratet und mit ihr Sex gehabt, als sie neun war. Er hat seinen Adoptivsohn Zaid die Frau ausgespannt, weil er auf sie scharf war. Er hat eine Vielzahl von Frauen und Sex-Sklavinnen gehabt.

    Mohammed hat die Stellung der Frau als Besitz des Mannes, die nur die Hälfte eines Mannes wert ist, zum ewigen göttlichen Recht gemacht.

    Statt mich persönlich anzugreifen, versuch doch mal dich mit dem Thema Islam auseinaderszusetzen.

    Leider ist das, was du hier tust, genau das, was die Masse der „Islamverteidiger“ macht: Islamkritiker persönlich verunglimpfen und sich überhaupt nicht sachlich argumentieren. Traurig, das Ganze, sehr traurig…

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  16. Thomas schreibt:

    Ich sehe das eigentlich auch so, dass z.B. auf PI ziemlich üble Hetzer unterwegs sind, die tatsächlich eine Gefahr für ihre Umwelt wären, wenn sie nicht nur Maulaffen feilhalten würden.

    Andererseits sehe ich auch den radikalen Islam als Gefahr, und zwar nicht nur zwischen 9/11, London, Madrid und Amsterdam, sondern auch, wenn ich sehe, wie viele Muslime hier in Berlin per Kopftuch usw. eine erzkonservative Haltung zur Schau stellen.

    Irgendwie sind diese beiden Seiten auch eine Reaktion aufeinander, die Hardliner auf beiden Seiten schaukeln sich gegenseitig hoch. Was auf der Strecke bleibt sind die Reste der liberalen bürgerlichen Gesellschaft.

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  17. Pingback: Nazis bei Wordpress auf Platz eins « Exportabel

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  19. Iris schreibt:

    Und noch etwas: Natürlich ist hier der Begriff “Nazi” problematisch, wenn man bedenkt, dass darunter zwingend Antisemitismus subsumiert wird. Die Denkschemata aber, und darum ging es mir, sind ähnlich.

    Ich finde den Begriff ‚Nazi‘ in diesem Zusammenhang überhaupt nicht unpassend, sondern er passt wie die Faust aufs Auge. Dass sich diese islamophoben Horden derzeit offiziell als Verteidiger des Judentum gerieren, geschieht ach meiner Einschätzung nicht aus ehrlicher Überzeugung, sondern ist lediglich zwei Prinzipien geschuldet, nach denen viele Extremisten immer wieder agieren:
    1. Der Zweck heiligt die Mittel
    2. Der Feind meines Feindes ist mein Freund
    (allerdings hält dieses ‚Freundschaftsbündnis‘ gerade solange, bis er mir geholfen hat, mir meinen Feind vom Hals zu schaffen)

    Die Tastaturbekenntnisse zum Judentum aus dieser Richtung hat aus meiner Sicht in etwa dasselbe Maß an Glaubwürdigkeit wie ihre angebliche Verteidigung von Demokratie und Menschenrechten – nämlich keine.

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  20. genova68 schreibt:

    Kann man so sehen, aber der Begriff wird dadurch halt etwas unscharf. Ich würde eher von Rassisten oder Xenophoben sprechen. Nazis wird so inflationär gebraucht. Ich habe ihn auch nur gebraucht, weil er Aufmerksamkeit erregt.

    Aber grundsätzlich stimme ich dir völlig zu.

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  21. nheepapara schreibt:

    wollte eigentlich was über nazis2.0 lesen. auch so interessant, mir aber zu hitzig. kühlen kopf bewahren, damit er draufbleibt (kleiner scherz)! hier nur ein update zum thema: sarrazins (siehe auch wikipedia:sarazenen; soviel nur zu religion an dieser stelle) („nazis2.0“-)thesen bekamen beifall unter anderen von henkel, broder, sloterdijk. ist nicht lange her, als mich schröder und vor allem clement in ihrer hetze gegen transferbezieher an nazis1.0 erinnerten. mir hat auch der kavallerieton von steinbrück nicht gefallen, obwohl es da nicht um „prekariat“ ging, sondern um sein gegenteil. oder gibt es da oben auch ein prekariat? man nannte es mal „schmarotzer“. das meine ich! wir müssen auspassen bzw. viel denken (und fühlen), um uns nicht in einen dieser jargons (adorno) zu verrennen, wo denken aufhört, wo wir nur potentielle vollstrecker im namen irgendwelcher schreibtischtäter, mafiosi, zu macht gekommenen psychopaten usw. würden. also zu hampelmännern. und bei denen sitzt der kopf locker (wieder kleiner scherz).

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  22. nheepapara schreibt:

    wegen themenverwandschaft auch hier mein kommentar zu slotty, sarry und band:

    leider muss ich meinen kommentar updaten: der von mir gelobte heinsohn (heiny), gast bei slotty, hat jetzt buschkowsky (buschy) verteidigt, nachdem dieser sarry verteidigt hat. ausserdem las ich, dass wolfssohn (wolfy) sarry gegen stephan kramer verteidigt hat. auch giordano (giordy) hat sarry verteidigt, sogar schlöndorf (schlöny) hat sarry verteidigt. in diesem land, in dem man bekanntlich seine meinung nicht sagen darf, musste stephan kramer seinen nazivergleich entschärfen. sarry sei nicht hitler (addy). sarry sei aber rassist (rassy), darf er weiterhin sagen. immerhin. bravo! es gab mal den spruch: ausländer, lasst uns mit den deutschen nicht allein! dass aber juden deutsche rassisten gegen deutsche und juden verteidigen und selbst das alte neue deutsche kino rassistisch wird, das schlägt dem fass den boden aus (spruch von diogenes)!!

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  23. InitiativGruppe schreibt:

    Guter Artikel, interessante Diskussion. Auf meinem Blog nennt sich „Martin“ übrigens „Joshua“.

    Es würde mich mal interessieren, wie viele gläubige Muslime Martin bzw. Joshua persönlich kennt.

    Wie viele von den ca. 3 Millionen gläubigen Muslimen in Deutschland (ich meine jetzt nicht diejenigen, denen Religion eher egal ist) vertreten Positionen wie die, die Joshua bzw. Martin im Auge hat?

    Als der Karikaturenstreit hochkochte, saß ich grade zusammen mit dem Vorstand der Moschee in meinem Stadtviertel. Der Vereinsvorsitzende hat den Kopf geschüttelt und gemeint, man müsse ja schon ziemlich blöd sein, um sich als Muslim über sowas aufzuregen. Er hat eine Zeitung in die Hand genommen, auf der wild protestierende Muslime aus Pakistan abgebildet waren, hat auf das Foto gezeigt und gesagt: „DIE schaden uns, nicht die Karikaturen.“

    Einige Tage darauf kam es zum Gespräch in meiner Deutschkursklasse. Eine junge Frau aus der Türkei, ohne Kopftuch, „moderne“ Türkin, eher säkular orientiert, war über die Karikaturen erbittert und hat sie als gezielte Beleidigung von Menschen gesehen, die aus muslimischen Ländern kommen. „Die zeichnen Mohammed, aber sie meinen uns!“

    Das Perfide an der islamfeindlichen Argumentation ist, dass die kleine Minderheit der extremistischen Muslime zu Vertretern und Sprechern aller gläubigen Muslime erklärt werden.

    Das hat Sabine Schiffer bei der Veranstaltung in der InitiativGruppe gut herausgearbeitet:
    http://initiativgruppe.wordpress.com/

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  24. Florian Breidenbach schreibt:

    Geh dich mal ärztlich behandeln, wegen deiner Nazophobie, alles Nazis ausser dich und deiner Mutti, nicht Nazi 2.0 sondern einfache Grenzdebilität die du uns präsentierst.

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  25. Uli schreibt:

    Religion ist eine Krankheit, die von den Symptomen der Schizophrenie ähnelt.
    Es gibt diese Krankheit in verschiedenen Formen. Der Islam ist die schwerste Ausprägung davon.
    Der Islam ist nicht nur eine „Religion“ sondern auch eine politische Drecksideologie, die sich in Sachen Grausamkeit nicht von der Ideologie des Nationalsozialismus unterscheidet.
    Man vergleiche mal den Strafenkatalog vom IS mit dem von Saudi Arabien, Iran und Nigeria.
    Das ist der reale Islam!
    Ich könnte jedes mal kotzen, wenn jemand sagt „Islam ist Frieden“.
    Darauf antworte ich „Metzgerei ist Tierschutz“

    Islam ist Frieden
    Freiheit ist Sklaverei
    Unwissenheit ist Stärke
    Lüge ist Wahrheit

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  26. Jakobiner schreibt:

    An alle Leute, die Islam und Islamismus nicht uinterscheiden können, sei folgender Artikel von Daniel Pipes empfohlen. Pipes gilt als Islamkritiker und Islamismusfeind, weiß aber immerhin noch zu differenzieren:
    http://www.danielpipes.org/954/distinguishing-between-islam-and-islamism

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