Hubertus Heil verkauft Produkt namens SPD

Die CSU hat bei den bayrischen Landtagswahlen ihre absolute Mehrheit verloren. Schön, aber dafür wählen die Bayern jetzt die „Freien Wähler“, deren Vize-Chefin vergangene Woche noch der Jungen Freiheit ein Interview gab und deren Repräsentanten gestern Abend in der Wahlberichterstattung im TV nicht gerade vertrauenserweckend rüberkamen. Ein wichtiges Tier sagte, befragt nach dem Programm: „Unser Programm sind die Bürger“. Klingt nach Gleichschaltung. Es gibt einen Volkswillen, und zwar den der Volksgenossen, und wer das anders sieht, ist halt kein Bürger. Der Bürger ist der gemeine Bayer, der alles so sieht wie die Freien Wähler.

 

Lustig auch, dass die SPD verliert, obwohl die CSU um 17 Punkte abgestürzt ist.

Etablierte Politik ist nur noch Schmierenkomödie: SPD-Generalsekretär Hubertus Heil redete gestern in der Elefantenrunde (heißt die überhaupt so?) im Fernsehen die ganze Zeit darüber, dass die CSU ja so fürchterlich abgestürzt sei. Dass die SPD das schlechteste Ergebnis einer bayrischen Landtagswahl seit 1946 einfuhr, und das, OBWOHL die CSU 17 Punkte verliert, interessiert ihn nicht. Er antwortet mit keiner Silbe auf die Fragen des TV-Journalisten. Diese Leute sind nur noch Verkäufer eines Produktes, in diesem Fall des Produktes SPD. Genauso gut könnte er das Produkt FDP verkaufen oder CDU, vielleicht auch NPD. Womöglich sogar seine Großmutter, doch das ist Spekulation. Interessant auch zu sehen, dass der TV-Journalist, Deppendorf heißt er, glaube ich, ziemlich locker hinter seinem Tischchen sitzt und mit recht unkonventioneller Gestik redet und dabei den Kopf hin und her dreht. Es sieht sympathisch aus, aber irgendwie aus einer anderen Zeit. Direkt daneben Herr Heil, der sich genauso präsentiert, wie das heute Personality Trainer und Unternehmensberater den Politikern empfehlen. Grade Haltung, klarer Blick, immer so tun, als würde man dem Journalisten zuhören und als würde man wirklich auf seine Frage antworten wollen, Seriosität ausstrahlen. Natürlich strahlen sie genau das Gegenteil aus. Die Frage ist nur, wie viel Prozent der Zuschauer die Unseriosität merken. Werden es zu viel, ändern sie halt wieder die Taktik.

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Fernsehen, Politik abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.