Westerwelle, feinsinnig

Guido Westerwelle im Welt-Interview. Er ist „begeisterter Kunstsammler“. Passt irgendwie. Kunst als Instrument, um seine Persönlichkeit aufzuwerten, Kunst auf ökonomische Verwertbarkeit reduziert. Nicht, um die Bilder später teuer zu verkaufen, sondern weil man sich – zumindest in liberalen Kreisen – sicher besser präsentieren kann als Subjekt auf dem Markt, wenn man zeitgenössische Kunst sammelt. Westerwelle haut bei der Gelegenheit die „68er“ in die Pfanne, weil die „Geschmacksrichter einer neuen politischen Korrektheit“ seien.

Schöner Beleg dafür, wie die realen Verhältnisse umgedreht werden. Die neuen Rechten, oder auch die neue Bürgerlichkeit, sind längst auf dem Vormarsch, die 68er danken nach und nach ab. Dennoch behauptet Westerwelle, sie seien die Richter, die also die ästhetische Allmacht hätten. Als sei der Kunstmarkt noch politisch oder dezidiert links. Es soll ja Leute geben, die Westerwelle seriös finden. Tja, die Menschen sind halt verschieden.

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Eine Antwort zu Westerwelle, feinsinnig

  1. AMUNO schreibt:

    Na ja, ich habe auch so meine Problemchen mit der FDP und vor allem ihrer Offenbarung zum Datenschutz:

    Post von der FDP 2 – Die Antwort!

    Gruß

    AMUNO

    Gefällt mir

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