Strunzdoof

Claus Strunz schießt den Vogel ab. In der Bild am Sonntag kommentiert er, dass „Globalisierungsgegner Feinde von Demokratie und Marktwirtschaft“ sind und dass man genauso gut gegen die Schwerkraft demonstrieren könne. Dann wird Strunz biblisch und glaubt, dass sich die Kritiker an der Konferenz „an denen versündigen, für die sie angeblich kämpfen“.

Interessant dabei ist immerhin, dass Strunz seine Millionen Leser offenbar für so blöd hält, ihnen sowas vorsetzen zu können. Sähe er den BamS-Rezipienten nur mit einem Mindestmaß an Urteilsvermögen und Zivilisation ausgestattet, müsste er den Kommentar als geschäftsschädigend betrachten: Wer sich verarscht fühlt, kauft die Zeitung nicht mehr. Strunz geht aber davon aus, dass eine Mehrheit der Leser dem Kommentar zustimmt.

Auf einem Screenshot der Titelseite der Print-BamS (lustiges Wort) sehe ich undeutlich, dass Bilder von der Demonstration in Rostock zusammengebastelt wurden mit Bildern eines Aufmarschs der NPD in Berlin. So präpariert, ist der Leser vielleicht wirklich für den Kommentar bereit.

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