Kritische Theorie stirbt aus

Nicht nur „die Deutschen“ haben Nachwuchsprobleme. „Kritische Wissensbestände werden nicht reproduziert“, schreibt Alex Demirovic in der JungleWorld und meint damit, dass Studenten heute mit der Kritischen Theorie, oder überhaupt mit kritischer Lehre und Forschung, nicht mehr in Berührung kommen. Demirovic ist einer der letzten, die sich in der Nachfolger der Frankfurter Schule sehen.
Eine große Spirale: Lehrstühle, auf denen noch Linke saßen, werden nach der Emeritierung nicht mehr besetzt, Wissen und Haltungen gehen verloren, nach und nach dünnt das linke Lager aus, es reproduziert sich nicht mehr. Eine erfolgversprechende Taktik. Wie geht es dann weiter? Die Verhältnisse werden ungemütlicher, irgendwann spüren die Leute die Folgen direkt, sozusagen an ihren Körpern, wenn der Arztbesuch zu teuer wird, und sie begehren wieder auf. Machen irgendwas kaputt. Dann leider ohne theoretisches Fundament. Keine erfolgversprechende Taktik.

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