Was die FAZ frech findet

Die linke Architekturkritik lebt, schreibt die FAZ, und ich klicke natürlich sofort drauf. Habe heute von meinem Praktikanten die FAZ auf CD-Rom geschenkt bekommen, geballtes Wissen nun auf meinem kleinen Laptop. Ich habe das Gefühl, plötzlich so ungemein mehr Möglichkeiten zu besitzen, oder zumindest den Zugang dazu. Darüber hab ich heute Vormittag sogar vergessen, die Feinen Unterschiede von Bourdieu vom Buchladen gegenüber abzuholen. Hab ich mir sofort bestellt, nachdem Goetz so darüber abgelästert hat. Ist wahrscheinlich voll von Vorurteilen an die Lektüre gegangen.

Frechheit siegt, glaubt der nette Architekturkritiker von nebenan, nee, von der FAZ, wenn er am Potsdamer Platz aus dem U-Bahnschacht steigt und Kohlhoff sieht. Mann, mann, FAZ, schön auf dem Boden bleiben, für dich ist das also schon frech, Kohlhoffs Chicago-Imitat, langweilig, montrös und aus seriellen Fertigteilen zusammengebastelt, obwohl es doch so sehr die Handwerklichkeit der Kohlhoffschen Architektur ausdrücken könnte. Mann, FAZ, Mittelmäßigkeit siegt, sollte dir einfallen, wenn du aus dem Schacht steigst. Und dich dann schleunigst umdrehen und woanders hingehen, um deinen Lustgefühlen freien Lauf zu lassen. Wilfried Wigand heißt er.

Der nette, lammfromme Wilfried.

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