Hier die Fortsetzung unserer beliebten Parkplatzserie. Es handelt sich um einen vergleichsweise rückschrittlichen, altmodischen Parkplatz ohne Parkhäfen (auch Parkharfen genannt), sondern um eine schlichte und große und nicht baulich strukturierte Fläche, auf der als Orientierung lediglich weiße Striche aufgemalt wurden. Kein Abstandsgrün, nur mäßige Auflockerungen, die Versickerungsmöglichkeiten für Regenwasser sind mangelhaft bis ungenügend.
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Mit ungefähr zehn Jahren habe ich begeistert die Science-Fiction für Kinder Bücher von John Christopher gelesen. Darunter war auch „Leere Welt“; nie hat mich danach je etwas wieder so melancholisch gemacht. Außer vielleicht diese wunderbaren Parkplatzfotos. John Christopher war übrigens das Pseudonym von Christopher Samuel Youd, der Anfang diesen Jahres starb. So it goes.
Die fehlenden Versickerungsmöglichkeiten sind in der Tat ein Problem deutscher Parkplätze. Das ist auch der Grund, warum ich lieber im Wald sicken gehe. Allerdings wird man dort manchmal von Zecken in den Sack gebissen, was zumindest im Zentrum solcher Parkplatzbereiche eher selten passiert.
Diese Fotos sind extrem gut, in der Tat. Ich frage mich auch, wieso außer mir kaum jemand in der Lage ist, gut hinzugucken und abzudrücken. Warum fehlt rund 99,9 Prozent der Menschheit der adäquate Blick?
Liebe_r Genova,
tausend Dank für die umwerfenden Fotos! Welch unheimliche Weite!
Dieses Buch hier über Parkplätze — was für ein toller Titel: “Rethinking A Lot” — habe ich eben im festlich erleuchteten Schaufenster vom Walter König gesehen: http://mitpress.mit.edu/catalog/item/default.asp?ttype=2&tid=12874
Leider war der Laden schon zu, sonst hätte ich drin rumgeblättert und jetzt Näheres sagen können. Oder vielleicht die wichtigsten Stellen mit Bleier markiert, falls Sie da auch mal vorbeikommen und reinschauen. Aber eins kann ich auch ohne Augenscheinnahme mit größter Sicherheit feststellen: In Sachen “gute Fotos” und “klasse Analyse” macht Ihnen so leicht niemand was vor! Weiter so!
Viele Grüße
Ihr treuer Leser Asphalt Tiger
Danke für das Lob, Asphalt Tiger, freut mich. Parkplätze sind ein prima Thema für Fotos, weil sie ein ganz banaler, alltäglicher Gegenstand unseres Lebens sind. Den, und nur den, zu fotografieren, bedeutet, ihn aus der Banalität zu reißen. Das ist ja das, was Fotografen heute haufenweise machen. Und es ist simpel dazu, denn man trifft ja überall im Vorübergehen auf Parkplätze und kann nebenbei umherknipsen.