(Foto: genova 2009)
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Könnte ein schönes Bild sein, ich bemängele jedoch die unzureichende Auflösung in der Großansicht.
Die unzureichende Auflösung ist Teil des Ganzen. Es ist ein Bild aus einem fahrenden Zug heraus bei schlechtem Licht. Was erwartest du da eigentlich?
Ich habe große Erwartungen. Der Dunst sollte differenzierte Strukturen anbieten. Digitale Reduktion ist erlaubt, aber nur wenn sie der Sache dient. Du Pixelchaot.
Pixelige Bilder gelten anderswo als große Kunst.
Wenn die geringe Auflösung (600 Pixel breit, also Handy-Format) als Stilmittel dient, dann ist meine Kritik natürlich vollkommen unberechtigt. Auch wenn Kostengründe (WordPress Account läuft über) dazu zwingen, kann man nichts machen. Nur wenn möglich und aus künstlerischen Gründen nicht problematisch würde ich mir eine Breite von mindestens 1200 Pixeln in der Großansicht wünschen. Dagegen kann natürlich eingewendet werden, dass dies ein ganz schöner Anspruch an ein ja kostenfreies Blog ist. Ich wünsche mir von den zwei Blogs die ich regelmäßig besuche jedoch Exzellenz. Elite. Wer es mit dem Sozialismus ernst meint, der sollte auch ohne monetären Anreiz stets sein Bestes geben.
Exzellenz und Elite findest du hier täglich, insofern bist du richtig. Das mit dem exzellenten Arbeiten ohne monetären Anreiz muss ich noch ein bisschen üben, zugegeben.
Ich habe das Bild jetzt mit 2000 Pixeln und 600 kb neu hochgeladen. Du erkennst die gleiche Körnung, das liegt einfach an der ISO 800 und der Belichtung von einer Fünftel Sekunde. Es war fast dunkel, wie gesagt. Ich habe das Foto am 14. April vergangenen Jahres um 20.31 Uhr aufgenommen, in der Nähe von Erfurt. Dort ging seinerzeit die Sonne um 20.10 Uhr unter. Wäre es nicht so gewesen, hätte ich das Bild nicht als blaue Stunde veröffentlichen können.
Kurze Erläuterung des außerordentlich hohen künstlerischen Gehalts: Das Foto ist ein Mitwischer, der dennoch gekörnt ist. Dazu kommt die Bildaufteilung in annähernd gleich große Hälften, die leicht stilisiert wirken. Die Grenze, also der Waldzug, wirkt ein wenig wie ungeduldig mit einem Edding gezogen, der auf dem letzten Loch pfeift. Es geht hier um die Grenze zwischen figurativer Perspektive und Abstraktion, die mir gefällt und weswegen ich das Bild hier eingestellt habe.
Vielen Dank, auch für die Rezeptionsgeschichte. Diese Auflösung finde ich sehr angemessen und der Bildeindruck ist ganz anders, auch anders als wenn man mit Strg + Mausrad im Browser rumzoomt denn es sind eben doch Details dazugekommen, die differenzierten rötlichen Pixel im Himmel zum Beispiel.
Schönes Photo in einer Mischung aus Abstraktion und Realismus. Wenn das Bild groß genaug wäre, könnte man hier womöglich eine weitere Brücke zum Erhabenen schlagen. Es ließe sich damit sogar eine photographische Schule des Hard Edge hervorbringen.
(Nachtrag: Diese Bilder in hoher Auflösung mache ich in meinem Blog leider auch nie. Ansonsten haben Sie jedoch, lieber Hanneswurst, recht: es geht im Rahmen des Ästhetischen und nicht nur dort, um die absolute Exzellenz und die Elite. In der Kunst und in der Philosophie gibt es nur die rückhaltlose Verausgabung. Alles andere ist halber Geist.)
Ok, dann werde ich künftig die Fotos mit 1500 Pixeln o.ä. publizieren. Ich bin bislang nicht darauf gekommen, dass da jemand draufklickt
Bersarin, wie groß müssten die Bilder denn sein, damit ich als Begründer der Hard-Edge-Schule groß herauskomme? 100 mal 150?
Nicht hinreichend groß, sondern es müssen (abstrakte) Farbflächen sein, die scharf voneinander getrennt sind. Es ist dies – etwas vergröbert gesagt – eine spezielle Variante des Colour Field Painting.
Jetzt auf meinem Hausmonitor wirkt dieses Bild auch sehr viel heller als heute mittag auf meinem Arbeitsmonitor. Insofern zeigt sich jetzt ein Stück mehr Realismus. Man müßte mit dieser Photographie in Photoshop oder Lightroom noch etwas proben, damit das vollendete Schweben zwischen Abstraktion und Realismus sich einstellt. (Doch will ich gar nicht so sehr in Dein Bild eingreifen.)
(Ich hätte auch nicht gedacht, daß jemand meine Bilder jemals anklickt.)